Mittwoch, 28. November 2012

TV-Tipp:

"11 : 14", 22 Uhr 5, Tele 5

Lotterie des Lebens


Das Leben ist eine Art Würfelspiel mit Ereigniskarten, die man ziehen muss, wenn man auf bestimmte Spielfelder kommt. Die meisten Ereigniskarten beinhalten harmlose Dinge im positiven wie im negativen Sinne. Da heißt es z.B.: Dein Auto hat eine Reparatur nötig. Oder: Deine Waschmaschine ist kaputt. Man kann auch gute Karten erwischen wie: Du hast einen netten Nachmittag mit deiner Freundin. Oder: Dein Chef lobt dich für deine Leistung und erhöht dein Gehalt. Katastrophen wie Glücksfälle gibt es in allen Schattierungen und Härtegraden. Wie sind sie in dem Stapel Karten verteilt? Das Beste ist wohl, wenn man gar nicht erst auf ein Ereignisfeld kommt und somit sein Schicksal nicht herausfordert. Die Würfel alleine sollten nicht das Leben bestimmen. Vielleicht sind es besondere Würfel, die wir irgendwie beeinflussen können. Mal mehr und mal weniger. Um einige Ereignisfelder werden wir nicht drumrum kommen. Sie sind einem schon in die Wiege gelegt. Manche Menschen sind unverbesserliche Glückspilze. Und andere scheinen regelrecht vom Pech verfolgt zu sein. Manche Menschen sind von Krankheiten gebeutelt, sterben früh, und andere bekommen ein langes, gesundes Leben geschenkt. Viele hadern mit ihrem Schicksal – dabei hatten sie einfach nur Pech in der Lotterie des Lebens. Es gibt auch menschengemachtes Unglück durch Leichtsinn, Gier, Wut und Gewalt. Auf der anderen Seite schenken sich Menschen Glück durch Liebe, Zuwendung, Toleranz und Verständnis. „Gott würfelt nicht“, meinte Albert Einstein. Ich glaube, doch. Nur sind es besondere Würfel, die zu verstehen, nicht ganz einfach ist. Falls wir Gott überhaupt ins Spiel bringen sollten.
Mal sehen, was die nächste Ereigniskarte bringt. Man muss auf alles gefasst sein.

Dienstag, 27. November 2012

Vom Loslassen


Es ist unendlich schwer loszulassen. Am Schwersten ist es, das eigene Leben loszulassen. Die Soldaten in den Schützengräben wussten davon ein Lied zu singen. Als junger, kräftiger Mensch will man schon gar nicht sterben. Der Jammer ist aber in jedem Fall groß. Es sind die Ausnahmen, die dem Tod schließlich gelassen ins Auge blicken. Ganz egal, ob alt oder jung. Ich weiß nicht, wie ich es schaffen werde. Also, falls ich Zeit zum Nachdenken habe. Auf der Talstrasse fahren viele LKWs, und ich muss sehr oft die Talstrasse überqueren. Dann erspare ich es mir, weise zu werden. Immer wieder denke ich an den Ausspruch einer Arbeitskollegin im Altenheim: „Bevor ich so werde, schieße ich mir eine Kugel in den Kopf.“ Mit „so“ meinte sie die Dementen, die wir pflegen. Damals dachte ich, dass sie das nicht ernst meint. Man sagt so was schon mal leicht dahin. Aber jetzt, wo meine Eltern alt sind, und ich selbst viel geschwinder, als mir lieb ist, auf die dritte Lebenshälfte zusteuere …, überlege ich mir langsam, wo ich mir eine Pistole besorgen kann.
Es ist unendlich schwer loszulassen. Nicht nur von Menschen. Auch von Dingen. Oder von Wünschen und Träumen. Aber das ganze Leben bedeutet „Loslassen“. Nur wird darauf kein Schwein je vorbereitet. Ich erlebte noch nie, dass ein Pfarrer oder Seelsorger wirklich Trost am Sterbebett spenden konnte. Der Tod wurde wie alles, was schwierig ist, bürokratisiert. Wir kennen es gar nicht mehr anders. Es gibt ja auch ungeheuer viele Dinge vorher und auch noch nachher zu regeln. Der Mensch wandert in den Aktenschrank. Der Seelsorger sitzt nicht aus eigenem Antrieb am Sterbebett, sondern weil er dorthin bestellt wurde. Ich selbst verrichte meine Arbeit im Altenheim zunehmend entseelt. Vielleicht noch nicht ganz. Ich spüre aber den psychischen Verfall ganz genau an mir.
Noch mehr am Leben zu sein als die anderen, war mein Ziel. Heute weiß ich, dass ich loslassen muss. Ich lasse los von einer besseren Welt, von besseren Menschen, von allen Idealisierungen; ich lasse los von einer besseren Zukunft und von der Vorstellung, ein guter Mensch zu sein.
Ich kann regelrecht süchtig vom Loslassen werden. Denn kurz danach fühle ich mich immer erleichtert. Nicht, dass ich zu viel loslasse. Am Ende bliebe mir weniger als Nichts. Womöglich der Irrsinn. Wahrscheinlich hat es uns die Natur darum so schwer gemacht loszulassen. Zu viele Selbstmorde würden das Fortbestehen der Art gefährden.
Wer ist eigentlich diese scheiß Natur?


"Manche Leute drehen nie durch - was müssen die für ein grauenhaftes Leben führen."
Charles Bukowski

Montag, 26. November 2012

Das Leben ist nicht mehr als

- piff paff puff -

TV-Tipp:

"Leaving Las Vegas", 21 Uhr 55, ARTE

Sonntag, 25. November 2012

Fremder Besuch


Gestern Nachmittag fuhr mir kurz der Schreck in alle Glieder. Es klingelte an meiner Wohnungstür, oder besser es summte. Meine Klingel hat einen schrecklichen Summton. Er fährt einem durch Mark und Bein.
Ein älterer Herr und eine Frau mittleren Alters standen vor meiner Haustür, zwei ziemlich distinguierte Erscheinungen. Er hatte einen Anzug an und trug eine Aktentasche. Sogleich dachte ich an meine Eltern, denn der Mann sah aus, wie man sich einen Notar oder Bestattungsunternehmer gemeinhin vorstellt. Ich stand mit Bermudashorts und T-Shirt im schäbigen, kühlen Vorraum, und sah auf die zwei Gestalten. Es dämmerte bereits. Ich fühlte mich ein wenig asozial in diesem Moment und überspielte dieses peinliche Gefühl, indem ich Haltung annahm und freundlich „Guten Tag“ sagte. Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Wortlaut der ersten Sätze, die der ältere Herr an mich richtete – es interessierte mich nicht. Jedenfalls atmete ich erleichtert auf, als schnell klar war, dass es nur die Zeugen Jehovas waren. Ohne auf seine Rede einzugehen, bedeutete ich den Beiden, dass ich sehr unpässlich sei, dass ich gerade dabei wäre, unter die Dusche zu steigen. „Uff – Gott sei Dank!“ dachte ich nur. Mir war nämlich wirklich das Herz in die Hose gerutscht. So bekam ich den Wachturm in die Hand gedrückt, und die Zeugen Jehovas gingen wieder ihrer Wege, das heißt, sie besuchten meinen Vermieter, der über mir wohnt.

Den Wachturm halte ich gerade in den Händen. Es ist die Juli-Ausgabe. Warum gab er mir eine Juli-Ausgabe Ende November? Auf dem Titelbild der Ausgabe eine junge, blonde Frau, die Hände gefaltet und zum Himmel schauend. Dazu der Satz: „Wer hört zu, wenn wir beten?“

Nun haben sich die Zeugen Jehovas auch mal zu mir verirrt. Sie sind sehr eifrig im Missionieren. Doch bei mir beißen sie auf Granit. Oder um es in deren Wortlaut zu sagen: Ich bin eine verlorene Seele.
(Dabei ist mir oft nach Beten.)

Samstag, 24. November 2012

TV-Tipp:

"Wer früher stirbt, ist länger tot", 20 Uhr 15, BR

Erleuchtung




vorm Villacher Atrio


Shoppingzentren sind nicht mein Ding, aber vielen Menschen gefällt`s. Ich komme mir in diesen Konsumtempeln vor wie in einem Ameisenhaufen.

Freitag, 23. November 2012

Villacher Impressionen - Weihnachten 2012




Durchblick





eine gemütliche Ecke vorm Parkhotel



Irrwitzig ist es schon, dass in Villach der Weihnachtsmarkt zwei Wochen vor dem 1. Advent eröffnete. Aber so hatte ich wenigstens 1x mit meiner Freundin die Gelegenheit für einen Spaziergang über einen Weihnachtsmarkt. Ich werde erst wieder Zwischen den Jahren nach Kärnten kommen, wenn alle Buden bereits wieder abgebaut sind.



TV-Tipp:

"Zwischen uns das Paradies", 20 Uhr 15, ARTE

Donnerstag, 22. November 2012

Bei Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker


Seit einigen Stunden lausche ich mehr oder weniger den Bundestagsdebatten im Fernsehen. (Auf Phoenix werden die übertragen.) Ich weiß auch nicht, warum ich mir das antue, aber abschalten kann ich auch nicht. Zwischendurch läuft ein Textband über den unteren Bildrand, um den Zuschauer über Neuigkeiten zu informieren. Positiv kam z.B. die Info, dass Bundesaußenminister Westerwelle den Waffenstillstand zwischen Palästinensern und Israelis begrüßt …; und einige Zeit später las ich die Textzeile, dass Ministerin Von der Leyen die Langzeitarbeitslosen bekämpfen will … Äh, denke ich, am Besten schickt Frau Von der Leyen alle Langzeitarbeitslosen in den Gaza Streifen, oder was?!? Ich glaub`, mein Schwein pfeift! Aber vielleicht bin ich von dieser Bundestagsdebatte auch schon zu sehr bedröhnt, so dass ich die Dingsbumse durcheinander werfe.
Ehrlich, schaltet Phoenix ein! Hört da mal eine Stunde zu! Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Ihr reagiert: Entweder schaltet Ihr ab und fickt Euch mit Eurer Frau, oder was sonst zur Verfügung steht (z.B. Haustiere, Staubsauger und ähnliches), die Seele aus dem Leib, oder Ihr werdet süchtig nach dem Scheiß (wie ich).

Eislaufen vorm Stadtkino Villach




In Villach eröffnete der Weihnachtsmarkt bereits am letzten Wochenende. Die Kinder begaben sich aufs Eis, und wir schlappten an den Ständen am Hauptplatz und um die Kirche vorbei. Ich hasse Weihnachten, aber Weihnachtsmärkte bieten viel Genüssliches, u.a. Glühwein oder Feuerzangenbowle.

Brasko und das Geheimnis des gelben Hummers

- 6 -



Brasko verkürzte sich die Wartezeit im Kaffeehaus. Er kam sich vor wie Jason Statham als Transporter. Jedenfalls nach etwa dem dritten Wodka-Orange. Der Barkeeper machte ihm eine teuflische Mischung. Egal, was die Lady Gaga der Kochtöpfe mit dem Hummer in der Zwischenzeit anstellte, er führte lediglich den Auftrag aus. Er war ein ganz harter Kerl und würde das Geburtstagsgeschenk ordnungsgemäß abliefern. Sie würde doch ihrem Sohnemann dazu nicht noch eine Bombe in sein Baby legen. Brasko grinste und schaute in das leere Glas vor ihm. „Noch einen?“, fragte der Barkeeper. „Sag mal, kennst Du Mohammed, den Diskothekenbesitzer mit dem gelben Hummer?“ Brasko reichte dem Barkeeper das Glas. „Klar, den kenne ich. Hab mal bei ihm gejobbt.“ „Und wusstest Du, dass er der Sohn von Osama Bin Laden und Lady Gaga … äh … Sarah Wiener ist?“ Der Barkeeper schob ihm den nächsten Wodka-Orange hin. „Nö“, erwiderte er lakonisch. „Du glaubst mir wohl nicht?“ lallte Brasko ärgerlich und sog gierig an dem Strohhalm. „Doch, doch …, und Du bist wohl Dittsche?“
„Quark“, Brasko verfiel plötzlich in Lethargie. Er schaute sich mit leerem Blick um. Was machte er eigentlich hier? Was machten all diese spießigen Arschgeigen um ihn herum? Er durchschaute sie alle. Sie waren leer und durchsichtig. „Verschluckt euch bloß nicht an eurem Kaffee, he he he.“ „Wie?“ reagierte der Barkeeper, der vor ihm Gläser putzte.
„Äh, nichts, oder doch! Mach mir noch einen! Auf Mohammeds Geburtstag!“
„Gerne.“
„Ist dir schon mal aufgefallen, dass in Eurem Laden keine Uhr hängt?“
„Willst Du die Uhrzeit wissen?“
„Die weiß ich! Herrgott, aber hier hängt keine Uhr! Verstehst Du!?“
Einige der Kaffeehausgäste schauten zur Theke, als Brasko laut wurde.
„Keine Uhr, tz tz tz, gibt`s das?“ Brasko schüttelte immer wieder den Kopf, „Wie spät?“
Der Barkeeper blieb professionell cool: „18 Uhr.“
„Ups. Dann muss ich eh los. Irgendwann kaufe ich Euch mal `ne Uhr!“
„Klar doch.“
„Ehrlich, so wahr ich Dittsche, hahaha, äh Brasko heiße!“

Draußen war es bereits dunkel. Die letzten Einkäufe wurden gemacht, bevor die Läden schlossen. Die Welt war nicht mehr dieselbe wie vor drei Stunden. Obwohl Brasko sich zusammenriss, taumelte er. Vor seinem Blackout dachte er noch: „Dieser Barkeeper kam mir von Anfang an verdächtig vor. Er ist bestimmt ein Spitzel Mohammeds ...“

Mittwoch, 21. November 2012

TV-Tipp:

"Ajami", 20 Uhr 15, ARTE

Sind wir nicht alle ...




... ?

Zu den Rubriken (2)

21.11.2012 - 26.10.2016


2016 - Reisen
Fischig
Rostock - Warnemünde
Gute Aussichten - ein Wochenende in Rostock
Auf der Strecke (Berlin - Usedom)
Bansin
Berlin - Usedom
Zypern
Nur kurz
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Wochenendtrip Kolberg
Blütenzauber, Oldtimer und Hühnergötter
Farben, Licht und Meer
Amsterdam (2)
Amsterdam (1)


2015 - Reisen
Es weihnachtet sehr
In Magdeburg
Aquarium
Hamburg-Trip
Ein Wochenende Szczecin
Wie schnell die Zeit verfliegt
Matala
Zurück in Berlin, warmes Bier und Urlaubsbilder
Fliegen
Teneriffa-Impressionen (6)
Teneriffa-Impressionen (5)
Teneriffa-Impressionen (4)
Teneriffa-Impressionen (3)
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Klopf Klopf Klopf


2014 - Reisen
Eindrücke
Weihnachten auf Gran Canaria
Blick auf den Pool
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Sonne, Sand und Meer
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Ab in den Süden!
Bunte Ecken in Berlin (8)
Bunte Ecken in Berlin (7)
Bunte Ecken in Berlin (6)
Bunte Ecken in Berlin (5)
Bunte Ecken in Berlin (4)
Bunte Ecken in Berlin (3)
Bunte Ecken in Berlin (2)
Bunte Ecken in Berlin (1)
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Erste Reiseeindrücke (Konstanz ...)
Rückreise
Barcelona
Tarragona
Wiedersehen
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Bodenseereise
Erschöpft vor Glück
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Spaziergang an der Spree
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Mallorca - Urlaubsbekanntschaft
Ein Wochenende in München
Mallorca - Mit dem "Roten Blitz" nach Soller
Mallorca - Erster Tag
Mallorca - Ankunft
Verfallen
Grüner Stachel Abschied
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Mallorca-Premiere
Bögen
Basel läßt mich nicht los
Erste Urlaubspläne 2014


2013 - Reisen
Frankfurt reloaded
Türen können sich öffnen
Freiburg
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München im Regen
Ankunft
München
Warum nicht mal wieder München
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Ein besonderer Tag
Ausgrabungsstätten
Beklaut - aber einen schönen Tag gewonnen
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Ausflug nach Pramort
Zingst
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Ostsee-Impressionen
Auf Usedom
Am Stettiner Haff
Eine Begebenheit am Rande
Unterwegs im Oderbruch
Der große Regen
Tourstart bei Görlitz
Dresden
Nun, da meine Reise dem Ende zugeht
Wohin geht`s
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Ostsee, ich komme!


2012 - Reisen
Wer hoch kommt, muss auch wieder runter
Ausstieg in Fahrtrichtung rechts
Erleuchtung
Villacher Impressionen - Weihnachten 2012
Eislaufen vorm Stadtkino Villach


Als Gebüsche noch Gebüsche waren
Unvergessliche Lehrer (1)
"Faszinierend"
Bald ist wieder Winzerfest
Im Gedenken
Auslöser
Ein Schlafsack voll Erinnerungen
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Mama (2)
Heidelberg Peter
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In der Zeit
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Allet is jut
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Gackern, bis der Arzt kommt
Der Einstieg
Der erste Schultag
Ende August
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Da fängt der Tag gut an
Leergut
Beuthstraße 7
"Inge"
Am wunderbaren Arsch des Lebens
Unterschiedliche Aussichten
Hau den Lukas
Wohnungssuche in Berlin!
Die Handwerker sind zurück
Imakeyoucrazydotcom
...
Ohne Titel
Der Deutsche Winter
Lüften
Dreck
Es bringt nichts
Baustellen


Berlin
Weiter, immer weiter
Ich fühle mich wohl hier
Die Vergangenheit stirbt nie
Die Frau mit dem Mundschutz
Die Berliner Biermeile
Ein Vogel ist ausgeflogen
Lethargie oder sonstwas
Sommergewitter
Über Geschmack...
Wo...
Irgendwas liegt in der Luft
Myfest
Kirschblütenfest
Übergänge
Wie
Blick über Berlin
Sind wir Schweine?
Meine erste elektrische
Stadt der Hunde
Launen
Horizont
Spaziergang am Schlachtensee
Dicke Augen
F48.0
Der erste Berliner Winter
Ich vermisse Dich
Weihnachten und kein Ende
Treffpunkte
Berlin, wie es leibt und lebt
Der letzte Schultag
Dezemberdepression
Like A Rolling Stone
Gelegenheit macht Diebe
Sag mir, wo die Blumen sind...
Oktoberfest (?)
Steine find` ich gut, aber Menschen sind scheiße!
Wochenende!
Britzer Garten
Schlachtensee und zurück
Allein in Berlin
Too much
Sommerferien
Nach der Hitze
Bergmannstraßenfest
Sommer-Blues
Das Phänomen
Beim Arzt
Zuhause
Ein Wochenende
Pfingsten
danke
Gestern
Irgendwie irre
Eingewöhnung
Am Gleisdreieck
Hallo Berlin! Du hast einen Mitbürger mehr!
Der letzte Tag
Auf geht`s
Gestern im Tierpark
Anlauf
Die Bäume schlagen aus
Bombay Saphire
Eintauchen
Wird schon schiefgehen
Herumtrampeln, lautes Telefonieren und gewisse andere Geräusche
...
Angekommen


Bomas Gedichte und Texte
Die Suche nach dem Reißverschluss
Schon warm geduscht heute?
Wie sich Dinge ändern
Ein Traum
Diese Welt ist nicht meine Welt
Grundsätzliches
Begegnung der Dritten Art
Unklare Raumforderung
Der Spalt
Seltsam:
Behandlung (II)
Behandlung (I)
"Lange Straße"
Das Geheimnis des Nudelbauern
Das Geheimnis des Nudelbauern (VII)
Das Geheimnis des Nudelbauern (VI)
Das Geheimnis des Nudelbauern (V)
Das Geheimnis des Nudelbauern (IV)
Das Geheimnis des Nudelbauern (III)
Das Geheimnis des Nudelbauern (II)
Das Geheimnis des Nudelbauern (I)
Die Reinemachefrau
Fragment (2)
Fragment (1)
Fotomania
Durst
Ich begrüße den Winter
Ankommen
Strohwitwer again
Wo verlor ich meinen Regenschirm?
Von einem Mythos
Von der Monotonie des Lebens
Katharsis
Wo kommen die ganzen Seelen her?
Mein Buch
Der Keim
Zu echt, um echt zu sein
Der Leidensweg eines Mannes
Die Zeit ritzt
DU
Was ist Vergangenheit?
Ein bisschen Abschied
Im Medocs
Rotverschiebung
Die Welt im Delirium
Der Sand der Jahre
Meiner Liebe
Der Arsch der Welt ist überall
Unvergessen
4 Minuten
Ohne Illusionen
Eindrücke am Rande des Vulkans
Do you come from another world?
Stadt der Untoten
In Berlin
Von einer faulen Nuss
Leicht ist es aber nicht
Das Verrückteste im Leben ist ...
Sommer ade
Boule auf der schiefen Ebene
Brasko und die Liga der echten Buchhelden - 5 -
11 Sätze
Einer bekannten Unbekannten
Juni Blues
Brasko und die Liga der echten Buchhelden - 4 -
Improvisation Gelb
Brasko und die Liga der echten Buchhelden -3-
Brasko und die Liga der echten Buchhelden -2-
Brasko und die Liga der echten Buchhelden -1-
Wind
Im Zentrum
Im Vorzimmer der Verzweiflung
Die Liebe ist nichts für mich
Ich schreibe für die Katz
Neues Blog!
Momento
Der Untergang der Bo.tanik
Worte gehen zu Worten zu Worten
Ein Griesgram antwortet
Der Mensch und die Maschine
Eine Biomaschine redet sich von der Seele
Eine fiktive Maschine redet sich von der Seele
Abseits
Aufruf
An meine Leserschaft
Apokalypse later
Rasierte Männer und harte Eier
Selbstbewusste Überschlagsrechnung
Hitler World
Auf ein Glas Bier mit Gott
In den Staub
Die Wahrheit ist, dass es keine Wahrheit gibt
Abkühlung
Der Fremde
Ein gutes Gespräch ist das beste Vorspiel
Die Notiz
Zu faul zum böse sein
Aus "Ink, Blood, Wine & Dreams (97/98)"
Toter als tot
Die unendlichen Ausbruchsversuche aus einem Kubikmeter Zeit
Hinaus!
Außer in der Liebe
Das rote Fahrrad
Gebet eines Ungläubigen
Ankommen mit Pegasos
Lasse dich nicht auf Zicken oder Glucken ein
Mein Vater
Subcutaneously
Ich wusste, dass es so kommt
Der Schrei(b)er
Wäre ich doch ein Eichhörnchen
Brasko und das Geheimnis des gelben Hummers (7)
Ten years ago
Ausgegraben
Gedanken aus dem Sessel - 1999/2000
Gulp fragt nach - Über Geld und Verdienst
Bei Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker
Brasko und das Geheimnis des gelben Hummers (6)
Der Tod hat eine 1-Zimmerwohnung


Dicke Titten
Wenn`s zugig wird
Mittwochs-Fetzen
Jede Menge
Es müsste schon mit dem Teufel zugehen
Nicht zu viel nachdenken
Prost
Mülleimer und Hund
Wochen-Impressionen
Cluster
Ketten
Telegramm
Zeiten ändern sich
Hirn-Archäologie
Das ist doch typisch deutsch
Sonnenblumen
Zeit der Liebe und Leidenschaft
Toro!
Shine on your crazy Hamster
Wir werden verlieren!
Ungleiche Paare
Guten Morgen liebe Sorgen
Traumschlösser
Gesprächsschnipsel im Bus
Im Affenhaus
Stilleben Schreibtisch
Für immer
Ein dauerhaftes Ärgernis
Eines schönen Tages
Falls ich mal ein Buch schreiben sollte
Man kriegt mich schwer vor die Linse
Ich habe es versucht
ausserirdisch <2>
ausserirdisch
Ein Bild fand zurück nach Hause
Mein neuer Nachbar
Fahrradliebe
Can`t be good at everything
Der Radler
Balls
Der Dschungel vor meinem Fenster
Header für neues Blog
Socke
Mein erster Lacher heute
Happy Hour
Schnappschuss
Die Februar Frau
Der einäugige Vampir-Schal
Eine Stunde vorm Dienst
Kaffee auf Holz
Eichhörnchen
Hinbiegen
Warm anziehen
Ins Bild gerutscht
Schreibtischplatz
Über das Ziel hinaus
Fuck It
Zur Auflockerung
Apropos Vibrator auf dem Bücherregal
Schwanz im Mund
Was macht man nicht alles
Das Leben ist nicht mehr als
Sind wir nicht alle ...
Vorm Schlosshotel in Velden
Mein Leben ist ein Schwedenrätsel


Die Arschwischmaschine hat frei
Was auch mal sein muss
Mindestens indirekt
Umbruch - Aufbruch
Der beste Tag der Woche
Nichtstun
Nix für Taphephobiker
Von merkwürdigen Tieren ...
Hoffentlich hinkt der Vergleich nicht zu sehr
Verrückter Diamant
Wie immer
Das war`s
Niemand ist da
Scheiß Tag
Die Frage des Tages
Lokalkolorit
Für die Katz
Eindrücklich
Putztag
Bloß wohin?
Ernüchterung
Exponierte Lage
Die Zukunft liegt in den Wolken
Die dunkle Macht
Heute bin ich zuhause
It`s a Miracle
Gravitatives Nirgendwo
"Ah"
Null Idee
Heiß gekocht am Morgen
Wie immer
Warme Wintersonne
Endlich sind die fuckin` Feiertage vorbei
Last Las Vegas
Samstagnachmittagsloch
Die unsichtbare Matratze
Grunderkrankungen?
Gedanken, während ich auf meine neue Matratze warte
Mehr als eine Zeitrechnung
Statement aus der Waschküche
Wille und Rolf
Four Roses Gun Shot
Glühwein mit Schuss
Amok ist mein zweiter Vorname
Rödelheim ist ein Ortsteil von Frankfurt
And so on
Wortspritzer
Glaubst du an Gott?
Weltmeister again
Wie ich zu einem Wintermantel kam
Kosmische Umsiedelungen
Herbstgedanken
Tja
Gedanken nicht zum sondern am Tag der Deutschen Einheit
Für den Arsch
Unfassbar
Komm
Trotz verschiedener Welten
Ich muss los
Normalität
Das Leben ist kein Wunschkonzert
Kalte Dusche
Die Wirklichkeit geht unter
Der ultimative Schönheitsschlaf
Wo
Innerlich verbeult
Allein unter Para-Zombies
Bewegungslos
Zum Kotzen
Rumgeeiere
Der Verkauf
Melancholie scheibchenweise
Am Anfang das Wort
Status: Konnte nicht zugestellt werden
Unter alten Socken
Die Einmischung
König auf Zeit
Aktion Elternhaus
Umschalten auf Urlaub
Urlaubs-Feeling
Das Haus
Eintritt frei
Platz schaffen
Erfahrungswerte
Frühlingszauber
Aufbruchsstimmung
Kladderadatsch
Vorm Hörnchen
Wer immer du auch bist
Ein seltsamer Besuch
Wenn ich eine Frau wäre
April, April - der macht, was er will
Strange
Mein Bier
Ein Faltrad für alle Fälle
Die Tage, die bleiben
Error in application
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Betriebsarztbesuch
Der Gespensterzug
Kaffee im Bierglas
Sonntagslethargie
Wir können es uns nicht aussuchen
Gespenstische Aussichten
Im Bann des Todes
Vortasten im Nebel des Selbst
Django Unchained
Ein guter Tag zum Sterben
Bruch
Für wen schreibe ich
War das nun schon alles
Was mir heute durch den Kopf ging
Die Arschwischmaschine ist krank
One for All
Neue Schnürsenkel und eine sich verändernde Raumzeit
Eiszeit
Der Besuch
Singularität
Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden
Die Quelle der Kälte
Ade 2012
Harmonie 2012
Nur mal so
Die Langen Wesen kommen
2. Advent
Familientreffen
Nikolaus 2012
Der Vibrator auf dem Bücherregal
Der Himmel schwer - keine Gedanken mehr
Vom Loslassen
Zurück


Nach der Nachtwache ist vor der Nachtwache
Tag 0
Was ist Zeit?
Gedanken am Rande der Nacht
Nächtlicher Besuch
Wie man sich mit Gedanken über das Warten die Zeit beim Warten vertreibt
Nichts wie raus hier!
Nachdampfen
Drei Monate
Karussell des Todes
Mir reicht`s
Worte versagen
Noch eine Nacht
Tun oder lassen?
In der Patsche
Am Besten schlucken
Frohe Ostern!
Der ganz normale Wahnsinn
Brechdurchfälle
Vor der Nachtwache
Der Clou
Der Tag danach
Zug durch die Jahre
Der Himmel über Gestern
4:1
Ein denkwürdiger Abend
...
Warum
Up to date
So oder so
Am Morgen
Zu viel
Die Halloween-Nacht
Der Tod scherzt nicht
Der Mond und ich
Leben und Sterben
...
Übrigens
Mir fällt nichts ein
Am Arsch
Was mache ich hier?
Nicht nur Soldaten sind potentielle Mörder
Was für ein Mensch muss man sein?
Postnachtwachen-Lethargie
Ich bin noch da
Fuck it!
Der Weg
Alles ist gut
Gruppenphoto ohne Nachtwache
Die Lady im Bus
Wie gehabt
Wegen Matschbirne geschlossen
Arbeitsweg mit Hindernissen
Einsame Herzen der Nacht
Durchhalten
Sehnsucht
Er steht
Ein Wochenende
Pissing Whole Day Long
Scheiß drauf
Arrivederci Winterklamotten!
Abhaken
Zuspitzung
Post für die Toten
Gedanken
Mama
Zu müde zum Onanieren
Sonst noch was?
Das Wachbleibe-Experiment
Als hätte es ihn nicht gegeben
Der Himmel hat es leichter
Vorzeichen
Gute Nacht - 2
Gute Nacht
Gedankenzersetzung
Baby Blue
Gedanken einer Arschwischmaschine
Verloren
Last Stand
Treibsand
Stehend k.o.
Dieser Winter ist nicht mein Winter
Zusammengekratzt
Der Tod kommt immer überraschend
Der erste Sonnentag
Standby
Frevel
Auch das
Heiligabend - speziell
Einsamer Feierabend
Der Tag danach
Der Gast ist König
Für die Tonne
Dem Tod ein Gedicht
Unvorstellbar
Kalt
Schneegestöber
Fremder Besuch


Sonstiges zur Diskussion
Von Heimat
Von Hü nach Hott
Götz George, 1938 - 2016
EM der Gewalt
Immer weiter (Blues)
Nur mal so
Was ich nicht glauben kann
Frohes Neues
Kopf stehen
Fragen zur Religion
Es ist eben so
Menschenbilder
Die Verhausschweinung des Menschen
Bei manchen Themen kriege ich die Masern
Minsk - ein erster Schritt?
Stöckchen find ich scheiße
Anlässlich des islamistischen Terrors
Mitgefühl
Tut das Not?
Born in the Asshole-World
Treppenwitz der Evolution
Neuer Mut zur Ehrlichkeit
Rosetta, Rosetta
Wie teuer ist der Frieden?
Mal sehen, wer wen nass macht
Vom nicht weg sehen können
Sex ohne Liebe?
Drauf geschissen
Der Plan
Europa und die ganze Welt
Endlich - Der Ballermann wird abgeballert
Mammamia!
Welche scheiß Gesinnung?
Heute ...
Gib Gas!
Was ist eigentlich Pädophilie?
Klärungsbedarf
Kunst?
Privatsphäre ist heilig?
Mein Tod gehört mir
Die SPD feiert
Ja oder Nein?
Vielsagend
Gedanken an einem frühen Montagnachmittag im November
Life goes on
Nach der Wahl ist vor der Wahl (2)
Nachwort
Was ich vom Wahlergebnis halte
Mitgefangen, mitgehangen
Vorherbstliche Narretei
Phubbing
Nach der Wahl ist vor der Wahl
Bier ist im Großen und Ganzen immer noch Bier
Und sie bewegt sich doch
Ehe ist von gestern
Big Brother is watching you
Zurück an die Front
Das normale Ehepaar Steinbrück
Das echte Leben
Worte
NSU-Prozess
Ganz ohne Häme
Boston
Ein Sonntagsgespräch
Gedankenexperiment
Größen
Gedanken am Rande der Papstwahl
Rechnungen zur Genesung der Seele
Beziehungen sind erdbebengefährdetes Gebiet
Erklärung
Tscheljabinsk - oder über die Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte
Krieg ist nicht von gestern
Flight
Verbrüderlet euch - oder auch nicht
Lincoln
Geistige Verrenkungen
Einbildung versus Einbildung
Vertrackt
Europa?
Young Man Blues
Lotterie des Lebens
Zum Nahostkonflikt und mehr


Was ich lese
Der letzte Biss ("Westlich von Rom", John Fante)
Die Welt - ein Durcheinandertal
Aus Miguel de Unamuno "Ein Besuch beim alten Dichter"
"Warten auf Wunder" v. John Fante
Aus "Revolte gegen die Poesie" v. Antonin Artaud
Aus "Die Pflicht und die Pflichten" v. Miguel de Unamuno
Sommerphantasie - Miguel de Unamuno
Aus "Plädoyer des Müßiggangs"
Mondblutungen
Er spricht mir aus der Seele
"Damals war ich jung und wusste nicht weiter; jetzt bin ich alt und weiß nicht weiter"
Ask The Dust
Jean Valjean - der Prototyp eines Heiligen
Victor Hugo - "Les Misérables"
Auf der Suche nach Allen Ginsbergs "Das Geheul" - und andere Gedichte
Den Göttern kommt das große Kotzen
Herta Müller, "Niederungen"
Walt Whitman: Ein Gesang von der rollenden Erde - 2


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Zum Nahostkonflikt und mehr


Es ist noch nicht sehr lange her, da saß ich mit meiner Freundin im Kino in Klagenfurt. Es lief "Das Schwein von Gaza". Durch die neuerliche kriegerische Eskalation zwischen Palästinensern und Israelis kommen mir viele Filmszenen wieder in den Sinn. Die Menschen leben dort im Gazastreifen in einer wahrhaft absurden Situation. Wenn der Konflikt nicht derart grausame Folgen zeitigte, wäre es lächerlich. Es ist wie einer dieser komisch-absurden Nachbarschaftsstreitigkeiten, welche, auf tatsächliche Fälle beruhend, im Fernsehen wieder aufbereitet werden. Jeder Zuschauer rauft sich die Haare und fragt sich, wie man nur so dämlich wie diese streitsüchtigen Nachbarn sein kann. Und natürlich steht man als vernunftbegabter Mensch über solchen Dingen und meint, dass einem so was nie passieren würde. Nun geht es zwischen Palästinensern und Israelis z.B. auch um Grenzstreitigkeiten, aber die werden nicht mit der Heckenschere sondern mit Raketen ausgefochten. Ich würde erwarten, dass Israel als der stärkere Nachbar einlenkte, aber so ist es leider nicht. Und es gibt auch kein salomonisches Gericht, was die Streithähne maßregeln könnte. Da sind nur Politiker, die parteiisch sind und ihre eigenen Interessen vertreten. Einig ist man sich nur darin, dass es so nicht weitergehen kann. Seit beinahe hundert Jahre schwelt nun der Nahostkonflikt, ohne dass ein Frieden in Sicht wäre. Ich verstehe nicht viel von Politik. Ich sitze lediglich vorm Fernseher und raufe mir die Haare. Was sagt uns dieser Konflikt über das Wesen des Menschen? Bildet er die Ausnahme, oder ist er typisch? So in etwa sinniere ich vor mich hin. „Das Schwein von Gaza“ ist wohl eher die Ausnahme. Es bräuchte ein Wunder von Gaza …

Aber mit den Wundern ist es vorbei, seitdem sich der Mensch von Gott emanzipierte. Und eigentlich ist es gut so, denn Wunder gab es nie wirklich. Stattdessen entdeckte der Mensch seine Vernunft, was ich schon mal sehr gut finde. Umso mehr Menschen die Erde besiedeln, desto mehr sind wir auf vernünftige Lösungen des Zusammenlebens angewiesen. Leider ist sie sehr behäbig, unsere Vernunft. Außerdem heißt es nicht, dass das, was für den einen vernünftig erscheint, für den anderen vernünftig ist. Wir sind eben auch Bauch-Wesen. Oft liegen Bauch und Kopf miteinander im Knatsch. Das fängt mit der Entscheidung an, noch ein Bier zu trinken oder eine Zigarette zu rauchen; und es ist auf der weltpolitischen Bühne nicht anders: Erst müssen viele unschuldige Zivilisten ins Gras beißen, bevor die Politiker vernünftigerweise einlenken. In Europa können wir über die lange Friedenszeit wirklich sehr froh sein. Ich weiß nicht, ob dies allen Europäern bewusst ist. Die Verleihung des Friedensnobelpreises sollte ein Signal sein. Kam es an? Meine Stirn legt sich in Falten.
Ja, wer will schon immer vernünftig sein? Da könnten wir gleich einen Mega-Computer entwerfen, der uns in Vernunftangelegenheiten überlegen wäre und uns in allen Dingen vorschriebe, was wir zu tun und zu lassen hätten. Bestimmt gibt es Science Fiction Geschichten, die bereits etwas ähnliches durchdachten, - z.B. Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“.
Wie immer ist es eine Frage der Dosis: Wie viel Vernunft -, wie viel Bauchgefühl tut uns gut? Was auch immer situativ bedingt ist. Vielleicht kann man beides heilvoll zusammenbringen? Wie in der Liebe oder in der Kunst. Ich fühle mich am wohlsten, wenn Bauch und Kopf Frieden halten. Trotz mancher Gegensätzlichkeiten.

Es ist ein sonniger Herbsttag. Das Leben ist ein Wunder. Das sage ich im Widerspruch zu dem vorhin Gesagten. Es gibt vielleicht keine Wunder, die Krankheiten heilen oder Kriege auflösen, die Geld für Bedürftige regnen lassen …; aber es gibt das Wunder des Lebens, schlicht und einfach - durch die Luft, die ich atme, durch die neuen Lebewesen, die tagtäglich das Licht der Welt erblicken, durch die Vielfalt der Natur und die Unbegreiflichkeit des Universums, des Sternenzeltes, unter dem sich Liebende küssen.

Während ich dies schrieb, passierte in Tel Aviv ein Sprengstoffanschlag auf einen Bus ...

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