Berlin

Sonntag, 16. September 2018

Gedanken zum Marathon


Heute ist ja Zombielauf! durchfährt es mich und meine damit den Berlin-Marathon. Soll ich Gaffen gehen? Am Ende kommt einer von den Zombies vom Weg ab und fällt mich an. Sicherheitshalber könnte ich die Machete mitnehmen. Wozu habe ich sonst die Machete?! Wenigstens ein paar von denen den Garaus machen, bevor sie einen am Boden haben…
Schon lange hege ich den Verdacht, dass unsere Gesellschaft von Zombies unterwandert ist. Schwer zu sagen, wer alles zu den lebenden Toten gehört, und wer nicht. Eine andere Theorie ist, dass die Körperfresser Besitz von den Körpern der Menschen ergriffen haben. Wie das genau geht, kann man heute auf Tele 5 im Spielfilm „Die Körperfresser kommen“ sehen. Ob nun Zombies oder von Außerirdischen gelenkte Marionetten spielt eigentlich keine Rolle. Jedenfalls stimmt etwas nicht mit dieser Welt, und es wird meiner Meinung nach immer schlimmer. Bereits als Kind fiel mir auf, dass die meisten Erwachsenen sich äußerst seltsam verhielten… Ziemlich gruselig die Erwachsenenwelt. Besser man wappnet sich. Von mir kann ich sagen, dass ich es irgendwie schaffte, nicht von innen ausgehöhlt werden. Aber ich spürte zwischenzeitlich schon, dass es da etwas gab, das mir meinen Willen und meine Seele rauben wollte. Offensichtlich gibt es einige Menschen, die wie ich dagegen immun sind. Nicht ganz einfach, die zu erkennen oder gar zu treffen, weil die sehr vorsichtig sind. Heute beim Marathon ist`s freilich ganz einfach, zumindest einige der Zombies als solche zu identifizieren, denn da sind sie nummeriert. Und wenn du den Läufern in die Augen schaust, kannst du`s auch sehen: dieser abwesende Blick, wie in Trance. Ganz typisch für die Untoten.
Aber soll ich mir das Elend wirklich anschauen? Wenn ich ehrlich bin, tun sie mir leid. Schließlich können sie nichts dafür, dass eine fremde Macht Besitz von ihren Körpern ergriff. Nein, ich will nicht zu den Gaffern gehören. Das Gaffen ist auch so eine grassierende Unart. Keine Ahnung, wo ich das einordnen soll. Ebenso eine Form der inneren Leere. Lieber bleibe ich zuhause, da bin ich am sichersten. Der Kühlschrank ist voll. Genug Bier und Wein, und der Blues schallt durchs Zimmer. Jeden Tag feiere ich, dass meine Seele noch mir gehört.

Montag, 30. Juli 2018

Parallelwelten




Freitag, 20. Juli 2018

Juni/Juli 2018




von links oben nach rechts unten:

- so machte die WM Spaß
- Büropflanze
- Kneipen, die sein müssen
- eine neue Schmiererei entsteht

Samstag, 2. Juni 2018

Verpeilt


Ich duschte und rasierte mich unter den Achseln. Ein Haarschnitt sollte auch noch sein, also ging ich auf die Frisör-App, um mich anzumelden. Fluchend nahm ich zur Kenntnis, dass der Laden heute wegen Krankheit geschlossen bleibt. Mist im Quadrat! Ich hatte mich seelisch bereits darauf eingestellt. Klar, ich könnte hier auch zu einem der tausend Türkenfriseuren gehen, aber es gibt Dinge, bei denen ich relativ unflexibel bin. Ich lasse mir nicht gern von Fremden auf dem Kopf rumfummeln. Damit hier keine Missverständnisse entstehen, ich meine ganz allgemein mir fremde Menschen, egal ob Türken, Deutsche, Italiener oder Russen. Seit ich hier in Berlin bin, gehe ich zu diesem Friseurladen in der Potsdamer Straße, unweit einer Kneipe, wo ich mir das Warten bei einem Bier verkürze. Auf der App sehe ich, wann ich an der Reihe bin – praktische Sache… Was sagt Hannibal, der Chef des A-Teams, in einem solchen Fall? - „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Genau! Aber heute funktionierte mein Plan nicht. Ich muss ein weiteres Wochenende mit den ungeschnittenen Fransen auf meinem Kopf aushalten. Na gut. Um trotzdem etwas in dieser Hinsicht nützliches zu machen, schneide ich mir die Zehennägel. Warum sind die schon wieder so lang? Die Wochen fliegen mir nur so um die Ohren. Die Bürotage reihen sich eintönig aneinander. „Und ewig grüßt das Murmeltier“, meinte ich zu einer meiner Kolleginnen am Morgen in der Kaffeeküche. Gerade letzte Woche, als die Hitze in den Büros stand, fieberten alle dem Wochenende entgegen. Inzwischen kühlte es etwas ab, dafür wurde es so schwül, dass alles an einem zu kleben scheint. Der Sommer kam dieses Jahr wie ein brüllendes Untier über die Stadt und verschluckte den Frühling fast vollständig. Jedenfalls in meiner Wahrnehmung. War nicht eben noch Winter – mit dem Kälteeinbruch im März? Ein brutaler Wechsel dieses Jahr beim Wetter fast synchron laufend mit dem Wechsel in meinem Leben aus einer Beziehung zurück zum Junggesellendasein. Mir ist immer noch ganz schlecht von dieser Sache. Aber gut.
Die Zehennägel sind wieder fein. Ich mag meine Füße. Hoffentlich wissen sie das.

Sonntag, 27. Mai 2018

Countdown To Hell


Noch fünf Tage, dann macht Twoday den Sack zu. Langsam kann man den Countdown anstimmen.
Die Blogs werden einfach verschwinden. Ganz unspektakulär. Von einem Tag auf den anderen bleibt eine Seite des Betts leer. Ja, ich weiß, ich kann`s nicht lassen. Kein so guter Vergleich. Bei Twoday wurmt es mich nicht sonderlich. Obwohl ich mir eine Menge Mühe mit den Blogs machte. Aber man macht sich auch mit der Essenszubereitung Mühe, und kurze Zeit später ist es aufgefressen. Ihr Essen vermisse ich auch. Mit dem Kochen habe ich`s nicht so. Viel zu viel Umstände. Lieber schreibe ich doofe Texte aufs Blog. Warum überhaupt? - Gute Frage.

Der grüne Ferrari parkt mal wieder auf dem Gehsteig vorm Fenster. Scheinbar sein Lieblingsplatz. Der "Potsekiez-Ferrari". Schon immer zu hören, bevor man ihn sieht. Da ich mich in letzter Zeit wenig aus dem Kiez rausbewege, begegnet er mir häufiger. Seltsam, wie verflucht oft. Ein Omen? Aber für was?

Heute Mittag Formel 1 Rennspektakel in Monaco. Da ich nichts Besseres mit mir anzufangen weiß, werde ich das Ganze wohl auf RTL verfolgen. Ricciardo auf der Pole, auf Startposition 2 Vettel, dahinter Hamilton und Räikkönen. Ich favorisiere keinen. Ricardo wäre es zu wünschen. Sympathischer Kerl. Und Vettel sollte mit Ferrari mal wieder aufs Podest kommen. Ich mag Mercedes nicht. Warum eigentlich? – Tja.

Ich fühle mich heute nicht dazu in der Lage, tiefer zu schürfen. Es ist, wie`s ist. Dinge kommen, Dinge gehen. Frauen auch. Soll sie alle der Teufel holen.

Samstag, 5. Mai 2018

Der Ring


„Ist das Mädchen brav, so ist der Bauch konkav. Hatte sie jedoch Sex, wird der Bauch konvex.“
Endlich habe ich die Eselsbrücke gefunden, nach der ich ein Leben lang suchte, um konkav und konvex nicht mehr zu verwechseln. Ist ja auch ungeheuer wichtig. Wieso googelte ich überhaupt danach? Genau kann ich das gar nicht sagen. Mein Kopf fühlt sich derzeit an wie eine Schüssel voll breiigem Eiersalat mit viel Mayonnaise. Da war dieses Gespräch mit dem Goldschmied gestern. Ich kaufte mir einen neuen Ring, und es ging dabei u.a. um die Innenseite des Ringes, die sich beim neuen leicht konkav wölbt, während sie beim alten plan ist...

Noch immer stecke ich im Liebeskummer fest. Der alte Ring erinnerte mich an sie. Er ist ein Relikt von einer unserer Reisen an die Ostsee. 2016 in Sassnitz auf Rügen - damals vor fast genau zwei Jahren schien die Welt noch in Ordnung zu sein. Eine Trennung lag in weiter Ferne. Die Bäume erstrahlten allerorts in wunderbarer Blütenpracht. Und wir beschenkten uns und unsere Liebe mit zwei schmucken Kleinoden. Ich mit einem Ring und sie mit einem filligranen Bernsteinanhänger.
Gestern nun verbannte ich den alten Ring in ein Kästchen zu einigen anderen Artefakten meines Lebens.
Ersatz musste her.

Den Goldschmied empfinde ich persönlich als Neuentdeckung in Sachen exquisiter und besonderer Berliner Läden, wo noch echtes Handwerk praktiziert wird. Er nahm sich sehr viel Zeit für mich und erklärte mir alles Mögliche zu den Ringen, den Materialien etc. haarklein. Ich war angetan von seiner Kompetenz und Fürsorge. Sein Geschäft erhielt offenbar nicht zu Unrecht die höchsten Bewertungen im Internet. Schön auch, dass es nicht weit von meinem Zuhause in Schöneberg liegt. Als nächstes ist ein neuer Armreif dran… „Schade, dass für Männer allgemein nicht viel Auswahl bei Schmuck besteht“, meinte ich, worauf er erwiderte, dass dies vor allem am Desinteresse der deutschen Männer läge. Er als Grieche…*

Von unsichtbarer Hand wird der Eiersalat in meinem Kopf immer und immer wieder umgerührt. Nichts befindet sich mehr an seinem Platz: ...früher Freitagabend, mit dem neuen Ring in der Tasche radelte ich zum Nelly-Sachs-Park, wo ich auf einer Bank noch ein paar Momente in die Sonne blinzelte. Ich wusste, dass es mir sehr gut ging. Beinahe perfekt. Gäbe es nur nicht dieses unglückliche Ende einer Liebesgeschichte… das Haar in der Suppe. Zuhause erwartete mich niemand. Ich war auf mich selbst zurückkatapultiert. Da waren nur der Kühlschrank, ein kaltes Bier und das Fernsehprogramm.



* wie gesagt, nett und kompetent, aber streckenweise laberte er zu viel

Montag, 30. April 2018

Allein in Berlin


Der Frühling ist in vollem Gange. Die Bäume schlagen aus. Es treibt die Menschen vor die Tür. Die warme Jahreszeit, respektive der Sommer, winkt bereits. In den Innenstädten, auf den Plätzen und in den Parks, nimmt die Betriebsamkeit von Tag zu Tag zu. Berlin ist eine Stadt, die viele Menschen anzieht – aus den unterschiedlichsten Gründen. Die einen interessieren sich für die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten, die anderen kommen wegen dem einzigartigen Flair der Stadt, seinen Kneipen, den Events, den vielfältigen kulturellen Angeboten. Berlin ist längst ein Mythos. Hier spielt die Musik. Das Leben blüht. Multikulti neben Biedermann. Urbane Weltläufigkeit trifft auf den Kiez des Kleinen Mannes. Berlin hat Ecken und Kanten. An dieser Metropole kann man sich reiben…
Enttäuschung und Verheißung, Liebe und Hass, Verzweiflung und Freude, Einsamkeit und soziales Miteinander, Furcht und Tollkühnheit, bitterste Armut und überbordender Reichtum – das alles schwappt einem in der Flut der Menschen auf den Straßen entgegen, unaufhörlich und mitunter unerträglich. Ich stelle mir vor, dass ich verloren mittendrin stehe und lauthals brülle: „Das Alles ist zu viel!!“ Kein Mensch nimmt Notiz von mir. Einige Passanten schauen im Vorbeigehen kurz – wieder so ein Spinner, denken sie. Ich brülle gegen die Wand des Verkehrslärms an. „Ihr Zombies!! Was macht ihr hier!!“ Nach kurzem ist meine Stimme heiser. Ich reihe mich zurück in den Strom der Fußgänger ein. Der Supermarkt ist nicht weit. „Alles ist egal“, - wiederhole es auf meinem Weg wie ein Mantra. Und zwischendurch wechsele ich auf „Alles ist gut“. Ich switche hin und her: „Alles ist gut – alles ist egal – alles ist egal – alles ist gut…“ Als ich an der Kasse stehe, bemerke ich, dass mein Einkaufswagen noch leer ist. Im Regal neben mir steht ein kleiner Karton voll mit Schnapsfläschchen. Ich greife wahllos hinein und lege ein Dutzend davon auf das Kassenband. „Haben Sie eine Payback-Karte? Sammeln Sie Punkte?“ fragt mich die Kassiererin. Ich schüttele den Kopf und lächele. Eigentlich will ich ihr sagen, dass ich sie unglaublich schön finde, aber ich bezahle zügig und packe die Fläschchen in meinen Rucksack. Zwei davon stecke ich in meine Jackentasche. Vor der Tür reiche ich eines davon der Bettlerin, die dort jeden Tag sitzt. Sie jammert mir flehend hinterher: „Etwas Geld, mein Herr… etwas Geld!“ Das zweite Fläschchen trinke ich an der Fußgängerampel. Die Sonne scheint. Ein wunderbarer Frühlingstag. Der Himmel über den Straßenschluchten in leuchtendem Babyblau – wie ein Strampelanzug, sinniere ich belustigt. „Alles ist gut…“

Sonntag, 22. April 2018

Abschiedsessen


Auf dem Teller Wildschweinbraten, Rosenkohl und Salzkartoffeln. Die Sonne im Nacken. Sie sitzt mir mit einer großen weißumrandeten Sonnenbrille gegenüber. Ich hatte in einem Anfall von Sehnsucht die törichte Idee zu dem Treffen bei Mutter Hoppe, das erste Lokal, in das wir einkehrten, als ich sie damals in Berlin besuchte. Vor gut vier Jahren. Unser Gespräch verläuft stockend. Die Fronten wie gehabt. Sie will an der Situation nichts ändern, trotzdem an der Beziehung zu mir festhalten. Ich sage, dass ich unter diesen Umständen keine Grundlage mehr für eine Beziehung sehe, wenigstens eine Perspektive bräuchte. Ich spüre die Sinnlosigkeit meiner Worte. Mein Innen verhärtet sich. Kein Weiterkommen. Was ist mit uns passiert? Das gute Essen steht im Widerspruch zur Situation. Sozusagen eine Henkersmahlzeit, denn ich beschließe, sie nicht wiederzusehen. Es tut verteufelt weh.
Sie umarmt mich zum Abschied, küsst mich. Ich drehe mich zur Seite. Nur mühsam kann ich die aufsteigenden Tränen zurückhalten. Die Wunde ist offen. Nur weg, denke ich. Konsterniert radle ich den Weg zurück, mitten durch Berlin, wo fast alles mit ihr verknüpft ist. Könnte ich doch nur die Erinnerungen abtöten.

Sonntag, 18. März 2018

Aussprache


Ein eisiger Wind wehte durch die Straßen. Es war sprichwörtlich arschkalt. 10 Minuten mit dem Fahrrad, wobei ich davon die längste Zeit an den Fußgängerampeln stand. Das Alt-Bayern liegt gegenüber den Potsdamer Platz Arkaden. Vor allem in der wärmeren Jahreszeit sitzt es sich dort gut auf der langen Terrasse. Ich traf einige Minuten vor der verabredeten Zeit ein und bestellte mir schon mal ein großes Helles. „Einen Liter?“ fragte die Bedienung, ein junger Mann ausländischer Herkunft. Ich blickte ihn verdutzt an und belehrte ihn freundlich: „In Deutschland ist ein großes Bier immer ein halber Liter. Wollte ich einen Liter, würde ich eine Maß bestellen.“
O. kam pünktlich. Ihr Anblick munterte mich auf. Wann hatten wir uns überhaupt das letzte Mal gesehen? Wir ließen es langsam angehen, wärmten uns erstmal auf. Schließlich begann sie, mir ihre Sicht der Dinge zu schildern. Danach war ich dran. Es wurde sehr emotional – aber im positiven Sinne. Die Aussprache wirkte befreiend. Jeder hatte bis dato eine große Last mit sich herumgeschleppt. „Ich hatte Angst davor, wie du reagieren würdest“, sagte sie. „Ich hatte auch Angst vor dem Treffen.“ Unsere Hände trafen sich auf der Tischmitte.
Wir verbrachten noch einen wunderschönen Nachmittag mit Einkaufen und Kino. „Arthur & Claire“ lief im Cinemaxx. Der Film setzte unserer ohnehin sentimentalen Stimmung die Krone auf.
Danach kam sie noch mit zu mir. Schon komisch, das so zu sagen, und auch traurig, war das doch bis vor kurzem unsere gemeinsame Wohnung. O. kochte für uns. Es gab gute Pasta und Lachs. Nach dem Essen waren wir beide müde. Der emotionale Nachmittag musste erstmal verdaut werden. O. packte noch ein paar Sachen zusammen und bestellte sich ein Taxi nach Hause. Ihre Adresse ist jetzt Prenzlauer Berg.

Samstag, 17. März 2018

Südlicher als der Südpol


Südlicher als der Südpol geht nicht. Stephen Hawking hat recht. Es kann kein Vorher geben, wenn die Raumzeit aus dem Nichts heraus startete. Ebenso verhält es sich mit unserem Leben. Vorher gab es mich nicht, und danach wird es mich nicht geben. Ich komme aus dem Nichts und gehe dahin zurück... Ich habe ein gutes Verhältnis zum Nichts. Wenn ich mir überlege, mit wieviel nichtigen Dingen ich mich Tag für Tag beschäftigen muss. Dann doch lieber gar nichts tun. Ich liebe es, einfach nur rumzusitzen und mir Gedanken um nichts zu machen. Ich sehe das als eine Form der Emanzipation von den Automatismen, Selbstverständlichkeiten und Traditionen an, in denen wir alle wie in einem Sumpf feststecken. Viele merken das gar nicht, oder wollen es nicht wahrhaben. Ihr Interesse an unabhängiger geistiger Erkenntnis hält sich in Grenzen. Schade, denn ich mag Diskussionen mit Menschen, die ihren eigenen Kopf haben.
Ich weiß, viele behaupten, einen eigenen Kopf zu haben, sind aber bei genauerer Prüfung (eingebildete) Blödiane und ziemlich weit davon entfernt. Zu dieser Gruppe gehöre ich hoffentlich nicht (- mit der Selbsteinschätzung ist das bekanntlich so eine Sache).

Heute Mittag zur Aussprache mit O. verabredet. Am Potsdamer Platz in einer Gaststätte. Süffiges bayrisches Bier gibt`s, und vor allem hat man seine Ruhe. Es war mein Wunsch. Ich will endlich wissen, woran ich bin. Eine vierjährige Beziehung schüttet man nicht einfach wie eine abgelaufene Konserve ins Klo.
Ganz schön bitter das Ganze. Große Hoffnung hege ich keine. Aber es wäre gut, wenn sie mir ihre Beweggründe näher erläuterte. Auch will ich gern wissen, wie sie sich die Beziehung zu mir unter den neuen Gegebenheiten vorstellt.

Warum platzt das ganze Universum nicht einfach wie eine Seifenblase? Warum muss sich alles endlos wiederholen? Auch die Varianten leiern sich mit der Zeit aus. Wozu so viele Tage/Jahre leben, wenn man den Unsinn in einer einzigen hellen Sekunde erfassen kann?

Ich frage mich, wie O. mich lieben konnte.

ein literarisches Tagebuch

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