Normalität


Die Waschmaschine rumpelt. Das defekte Rohr ist repariert und der Abstellraum ausgemistet. Ein Elektroheizer läuft, um die letzte Feuchtigkeit aus den Wänden zu vertreiben. Die Decke ist wieder geschlossen, der Dreck weg gekehrt. Die ersten Sonnenstrahlen dringen durch den Blätterwald in meine Wohnung. Die Normalität ist wieder hergestellt. Die einzige Katastrophe bin ich selbst, witzele ich. Diesen Tag will ich mir nicht mit trüben Gedanken verderben. Ich werde das schöne Wetter ausnutzen und mit dem Fahrrad eine Runde drehen. Die Biergartensaison dauert nicht mehr lange an. Die Meteorologen sagen, dass der Herbst länger wurde und früher beginnt.
Ich freue mich auf eine warme Dusche und frisch duftende Wäsche. Ich reiße das Fenster auf, blicke hinaus ins Gestrüpp, atme tief durch. Die Luft ist noch angenehm kühl und riecht gut. Ich öffne auch die Haustür, lächele beim Blick auf meinen Drahtesel. Auf meiner Fahrradreise hatte ich notiert: Mein Fahrrad meine Geliebte – sie schleppt, und ich trete.
Was einem nicht alles für Unsinn durch den Kopf geht, wenn der Tag lang ist.

Lange-Weile - 01. Sep. 13, 13:58

gewohntes - vertrautes

Hallo Bo.,

gewohntes plötzlich nicht mehr zu haben, hat schon etwas von einer mittleren Katastrophe, denke ich mal. ;-)

LG laWe

bonanzaMARGOT - 01. Sep. 13, 14:15

man sagt nicht umsonst: der mensch ist ein gewohnheitstier.
wir gewöhnen uns leider nicht nur an die guten sachen.
die gewohnheit ist eine große stütze - sie bedeutet das gebäude für unseren alltag und für unser seelisches wohlgefühl.
die meisten gewohnheiten reflektieren wir gar nicht - schon gar nicht kritisch.
erst einschnitte im leben durch unglück oder krankheit werfen uns oft aus der festgelegten "gewohnheits-bahn".
das können auch kleine katastrophen sein, wie bei mir kürzlich das wasser, das von der decke tropfte ...

um gewohnheiten zu verlassen, brauchen wir meist einen anlass. ansonsten bedeutet es eine sehr große willensanstrengung, um sein leben in eine andere bahn zu lenken. viele gurus, lebensberater und diätplaner verdienen sich dumm und dämlich an dieser schwierigkeit.

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Wie kommst du denn darauf,...
Wie kommst du denn darauf, dass sich nur wenige Menschen...
iGing - 21. Mai, 23:45
Der vergebliche Kampf
Ein stetes Ringen zwischen Form und einem Inhalt,...
bonanzaMARGOT - 21. Mai. 18, 13:57
Zu den Rubriken (3)
28.10.2016 - 31.05.2018 2018 - Reisen Ausklang Am...
bonanzaMARGOT - 21. Mai. 18, 11:22
... absaufen im see,...
... absaufen im see, auch kein schlechter gedanke.
bonanzaMARGOT - 21. Mai, 09:11
guter film - den könnte...
guter film - den könnte ich mir mal wieder anschauen...
bonanzaMARGOT - 21. Mai, 08:03
»Du weißt...
»Du weißt nicht, was du tun kannst? - Siehst...
nömix - 21. Mai, 07:26

Archiv

August 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 4 
15
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Über dem Paradies ist immer Nacht.
Über dem Paradies ist immer Nacht.
bonanzaMARGOT - 10. Mai. 18, 12:18
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
bonanzaMARGOT - 07. Apr. 18, 16:26
Auch Intelligenz kann weh tun.
Auch Intelligenz kann weh tun.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 17:09
Das Elend in der Welt ist die Macht.
Das Elend in der Welt ist die Macht.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 06:41

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 3903 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Mai, 23:45