Innerlich verbeult


Gestern unternahm ich einen kleinen Fahrradausflug ins Nachbarstädtchen. Auf dem Marktplatz war ein kleiner Rummel mit einem Fahrgeschäft für Kinder in der Mitte. Ich setzte mich vor ein Café und betrachtete die Szenerie. Natürlich waren viele Familien unterwegs. Die Kinder hatten ihren Spaß an diesem Jet-Karussell – oder wie sich das auch immer nennt.
Mein Herz fühlte sich verbeult an. Etwa wie eine leere, verbeulte Plastikflasche. Ich trank nur ein Bier. Bevor ich ging, notierte ich: „Mir ist klar, dass die Menschen, die Kinder großzogen, mehr erreichten bzw. leisteten, als ich je erreichen bzw. leisten kann.“





Lange-Weile - 13. Aug. 13, 15:40

Fortsetzung folgt . ?

Hallo Bo.,

weil Kinder ein Teil von einem Selbst sind, kommt einem das wie eine große Leistung jedenfalls nicht vor. Nur das man über sein eigenes innere Selbst hinaus (mit)denken muss.

Für mich war es so, als würde ich mich vergrößern und Teile von mir ( die Kinder) schwirren in die Welt, erst mal um ihr ein eigenes Leben zu leben um anschließend es ihren Eltern gleich zu tun, oder auch nicht. Sie haben es in der Hand, ob ihr Leben (ihre Gene) in einer anderen Person eine Fortsetzung findet.

Obwohl meine Eltern nicht mehr leben, leben sie in mir weiter und jeder von ihnen gibt indirekt seinen Senf zu meinen Aktivitäten. Mit den Jahren, weiß man ja..wie die Eltern auf alles reagieren würden.

Ähnlich geht es vielleicht auch meinen Kindern. Wahrscheinlich begleite ich sie auch, auch wenn ich körperlich nicht. anwesend bin. Selbst, wenn sie genau das Gegenteil von dem machen würden,wie ich es gerne bei ihnen gesehen hätte, so war ich auch in der gegensätzlichen Handlung indirekt anwesend.

So finden Teile von mir ihre Fortsetzung in meinen Kindern...weil sie ein Teil von mir sind..ihre Väter sind darin natürlich eingeschlossen, auch wenn sie sich an ihrem Leben nicht mehr beteiligen ;)

Achja..ein schönes Bild hast du gemacht.

LG LaWe


bonanzaMARGOT - 13. Aug. 13, 16:29

ja, seltsamerweise existiere ich genau wegen dieses "fortsetzungsgedanken", der bewusst oder unbewusst bei der vereinigung von mann und frau seine materialisierung findet. oder so ähnlich.
ich empfinde es darum komisch, dass ich dafür (also für die fortpflanzung nicht für die sexuelle vereinigung) so gar keine anlage bzw. ambitionen besitze. wenn ich dann familien mit kindern beobachte, kommen mir solche gedanken wie im beitrag angerissen.
ich kann mir absolut nicht vorstellen, eigene kinder zu haben.

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Mittwochs-Worte
Wohl dir, wenn deine Toten ruhn Still unter grüner...
bonanzaMARGOT - 19. Sep. 18, 06:25
TV-Tipp
"Gruppenbild mit Dame", 22 Uhr, Arte
bonanzaMARGOT - 17. Sep. 18, 06:57
Wort zum Sonntag
Ich wusste nichts über den Teufel, ich wusste...
bonanzaMARGOT - 16. Sep. 18, 13:36
Gedanken zum Marathon
Heute ist ja Zombielauf! durchfährt es mich und...
bonanzaMARGOT - 16. Sep. 18, 10:00
TV-Tipp
"Die Körperfresser kommen", 22 Uhr 5, TELE 5
bonanzaMARGOT - 16. Sep. 18, 09:01
konkretes beispiel: ein...
konkretes beispiel: ein mann schlägt mich grundlos...
bonanzaMARGOT - 15. Sep, 12:57

Archiv

August 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 4 
15
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Schimäre
Ich werde solange bluten bis ich von dir gereinigt...
bonanzaMARGOT - 16. Sep. 18, 13:54
Spuren
Ich habe es geschafft, alles hinter mich zu lassen Die...
bonanzaMARGOT - 16. Sep. 18, 12:33
Der Blues der letzten Stunde
Für was dieser Aufwand? Meinem Fortpflanzungsauftrag...
bonanzaMARGOT - 15. Sep. 18, 09:24
Spontan
Plötzlich bekam ich einen Anfall und putzte die...
bonanzaMARGOT - 07. Sep. 18, 10:34

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 4023 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 19. Sep, 06:25