Montag, 12. Januar 2015

Anlässlich des islamistischen Terrors


Die Islamisten ficken ihre eigene Religion, den Islam, nicht die aufgeklärten Menschen. Aber sind wir hier in Europa tatsächlich eine solche tolerante, humane und freiheitliche Gesellschaft, wie man angesichts der Politikerreden und der gestrigen, beeindruckenden Trauer-und Solidaritäts-Demonstration (in Paris) hoffnungsvoll glauben könnte? Oder machen wir uns da etwas vor? Ich bin skeptisch. Ich sehe die Dinge gern so, wie sie sich (realistisch) zeigen, und nicht, wie man sie gern (aufgrund eines Betroffenheitsgefühls) sehen will. Wenn sich junge Menschen im eigenen Land radikalisieren und sogar zu Mördern werden, dann ist in meinen Augen in dem Land bzw. mit dem System etwas faul. Niemand kann seine Hände in Unschuld waschen. Der Kapitalismus unterminiert seit vielen Jahrzehnten die menschlichen Werte. Die sogenannte Leistungsgesellschaft diskriminiert ständig die Minderheiten und Schwachen, grenzt viele Menschen, die nicht mehr mithalten können (oder wollen), gnadenlos aus. Manche dieser Terroristen mögen einfach nur Verbrecher sein - also Subjekte, die so oder so auf Menschenleben scheißen, egal welchen ideologischen oder religiösen Hintergrund sie zu ihrer Rechtfertigung anführen. Soziopathen gibt es in allen Bevölkerungsschichten. (Nebenbei bemerkt: Nicht wenige kommen in der Politik und im Management an, wo sie Menschenleben ganz ohne Schusswaffen zerstören und dafür noch finanziell abgefunden werden.) Aber sicher gibt es auch viele Menschen, die dauerhaft frustriert und desillusioniert von der Umgebung, in der sie aufwuchsen, die etwas mehr Pech im Leben als andere hatten, die vom Staat gedemütigt wurden, die keine Chance bekamen... es gibt also auch ganz normale Menschen, deren Wut auf Staat und Gesellschaft derart groß wird, dass sie für die Parolen der Häscher aller möglichen radikaler Gruppierungen empfänglich sind. Die heuchlerische kapitalistische westliche Zivilisation bietet einen großen Pool für extremistische Menschenfischer. Es gehen ihnen immer mehr orientierungslose und arme Schweine ins Netz. (Wie gesagt, die Menschenfischer gibt es schon immer überall: bei den Nazis, bei den Islamisten, bei den Zionisten etc.)
Zurück zum Islam, den ich persönlich nicht verstehe. Der Politikwissenschaftler Huntington sagte, dass der Islam an seinen Rändern blutig ist. Er hat vielleicht nicht ganz unrecht. Immer wieder wird von den Politikern und anderen gesellschaftlichen Wortführern hervorgehoben, dass man die Islamisten von den mehrheitlich friedlichen Moslems trennen müsse. Da frage ich mich doch, wer diese Islamisten finanziell unterstützt, wer sie mit Waffen und Kriegsgerät versorgt. Niemand diskutiert das in den Medien. Jeder anhaltende Terror hat seine Sympathisanten, Unterstützer und Geldgeber! Wo sind die hinsichtlich der Islamisten und des IS?
Die Terroristen, die im Namen ihres Gottes Allah Menschen brutal ermorden, schlachten und foltern, ficken ihre eigene Religion...
Ich bin Atheist. Ich verteidige auch Werte, menschliche Werte, für die kein Schwein sterben sollte.
Wenn das Vorgehen dieser selbsternannten Gotteskrieger nicht so grausam wäre, müsste man sich über sie totlachen!

Sonntag, 11. Januar 2015

TV-Tipp:

"Einer flog über das Kuckucksnest", 20 Uhr 15, Arte

Samstag, 10. Januar 2015

Eindrücke


Muschel fand ich keine Einzige an den Stränden. Der Sand war dunkel vom Vulkangestein. Entweder spazierte ich an der Küste Richtung Playa del Inglés, oder ich unternahm Tagesausflüge per Bus nach Puerto Rico, Puerto de Mogán und Las Palmas. Ich konnte mich am Licht und an den Farben nicht satt sehen. Es war ein Fest der Sinne mit Bierpausen in den unzähligen Bars und Kneipen. Ich hatte von Yuri Herrera „Der König, die Sonne, der Tod“ im Gepäck. Die letzten Seiten dieser wunderbaren Romantrilogie las ich im Flugzeug auf der Rückreise. Alle paar hundert Meter gab es Shoppingcenter, kleineren und größeren Formats, mit Nobelboutiquen oder Billigmärkten. Manche sahen von außen recht skurril aus - wie Vergnügungsparks. Auf meinen Busausflügen bemerkte ich auch einige Bau- und Umweltsünden: Touristenburgen, die geschmacklos aus dem Boden gestampft bereits wieder zerfielen. Die Inselvegetation war karg. In der Hauptsache Kakteen und halbhohes Gestrüpp. Etwas grüner war es nur an der Küste in den von Menschenhand angelegten Parks und Gärten. Bereits auf dem Transfer vom Flughafen zum Hotel fielen mir die Vorstädte um Las Palmas auf, die aus der Entfernung wie bunte Containeransammlungen auf Müllhalden wirkten. In den Industriegebieten prangten die immer selben Embleme der Weltkonzerne: Ikea, Mac Donalds ... und wie sie alle heißen. Die Öde der Landschaft, die schroffen Berge, die halb im Dunst lagen, und die Armutssiedlungen sollten meine ersten Eindrücke von Gran Canaria sein. Im Bus war es stickig und heiß. Neben mir eine Reisende, die widerwärtig scharf nach Knoblauch stank. Ich glaubte dieselbe Frau wiederzuerkennen, von der ich mich wegen ihrer unangenehmen Ausdünstung wegsetzte, als ich am Gate des Frankfurter Flughafens wartete. 13 Stunden dauerte meine Reise, als ich endlich im Hotel eincheckte: eine halbe Stunde Taxi zum Bahnhof, Warten am Bahnhof, eine Stunde Zugfahrt zum Flughafen, eine halbe Stunde im Shuttle Bus zum richtigen Terminal, Warten in einer Riesenschlange vorm Schalter der Fluggesellschaft, Zollkontrolle und wieder Warten am Gate, über sechs Stunden im Flugzeug, davon knapp fünf in der Luft – der Flug startete eine Stunde verspätet, weil einige Passagiere wegen einer Bombendrohung im Terminal aufgehalten wurden - , schließlich noch aufs Gepäck warten und eine Stunde im Transferbus vom Airport Las Palmas zum Hotel in St. Agustin. Uff! Was man nicht alles macht, um Weihnachten am Meer und in der Sonne zu verbringen, dachte ich, als ich die Schiebetür zu meinem Balkon aufdrückte und aufs Meer schaute.
Meine wenigen Sachen hatte ich schnell verstaut. Ich schlüpfte in die kurzen Hosen und schlappte Richtung Strand, bevor die Sonne unterging. Ich war angekommen.





Freitag, 9. Januar 2015

Weihnachten auf Gran Canaria




hielt sich in Grenzen

Donnerstag, 8. Januar 2015

Apropos

Mir ist gerade danach:
Könnte man nicht einige dieser Terror-Islamisten zur Agentur für Arbeit umleiten?

Mitgefühl


Die Attentäter haben absterbende Herzen. Sie müssen das Blut ihrer Mitmenschen vergießen, um zu fühlen, dass sie am Leben sind. Die Schnellfeuergewehre in ihren Händen wirken wie Adrenalin-Spritzen. Ihre nekrophilen Herzen spucken bleiernen, schwarzen Eiter aus. Ratta-tat-rattata-tat! Beleidigt nicht unseren Propheten! Verdammt sind die Ungläubigen! Ratta-tat-rattatata-tat!!
Nach dem Blutbad fühlen sie sich als Krieger Gottes. Gott indes stahl sich längst aus der Verantwortung. Scheiße, meine Schöpfung lief gründlich schief. Kann ja mal passieren …

Ich fühle mit den aufgeklärten und zivilisierten Bürgern Frankreichs.

Dienstag, 6. Januar 2015

Blick auf den Pool


Mein Zimmer lag im sechsten Stock über dem Hotelpool. Vom Balkon hätte ich ihn mit einem gewagten Sprung getroffen. Ich musste mich gegen diesen Gedanken wehren, wenn ich hinunterschaute.
Ich wachte kurz vor der Morgendämmerung auf. Das Restaurant war eigentlich ein großer Zeltverschlag. Es zog darin wie Hechtsuppe. Obwohl ich nur wenige Minuten nach der Eröffnung des Frühstücksbuffets eintraf, stand ich bereits in einer Schlange. Ich schippte mir immer dasselbe auf den Teller: eine Melonenscheibe, zwei Scheiben Käse, zwei Scheiben Mortadella und zwei Spiegeleier oder wahlweise Rührei. Der Dielenboden gab unter den Schritten nach. Es war ein kleines Erdbeben, wenn jemand am Tisch vorbeiging. Ich erblickte um mich herum nur Familien oder Paare, und davon die meisten im Rentenalter. Kein Einzelreisender weit und breit - von mir abgesehen.
Außer dem Servicemanager, der alle Gäste beim Eintritt begrüßte und deren Zimmernummer erfragte, war da noch ein stolzer, gut gewachsener Spanier mit Dreitagebart, der das schmutzige Geschirr abräumte. Er war charmant und ziemlich flink. Wenn man nicht aufpasste, war der Teller fort, während man noch am letzten Bissen kaute. Er war auch für die Musik zuständig. Mir gefiel sein Geschmack. Mit elegantem Hüftschwung schwebte er durchs Restaurant und summte die Melodie mit. Am Besten gefiel mir, wenn er Jack Johnson auflegte.
Nach einer halben Stunde war ich gesättigt und fuhr mit dem Fahrstuhl zurück auf meine Etage.
Die Sonne schien inzwischen auf den Balkon. Bevor ich meinen Tagesausflug startete, trank ich gemütlich ein Bier und schrieb Emails an meine Liebe im eiskalten Russland. Auf den Liegen am Pool lagen bereits die ersten Hotelgäste. Ich hätte bequem auf sie herunter spucken können. Gut, dass man nicht all seinen Gedanken nachgibt.




Montag, 5. Januar 2015

Licht und Farben










Puerto de Mogán










Las Palmas

Samstag, 3. Januar 2015

Sonne, Sand und Meer


Auf den Tag vor einer Woche spazierte ich auf der Uferpromenade und am Strand von St. Agustin nach Faro Maspalomas. Meine Woche auf Gran Canaria neigte sich dem Ende zu. Ich ließ mir Zeit für die paar Kilometer. Das Wetter war herrlich. Die Sonne schien, und die Temperaturen hielten sich am Tage bei angenehmen 22-24°Celsius. Der Wind sorgte dafür, dass einem nicht zu warm wurde. Unvorstellbar, dass ich 24 Stunden später im Flieger zurück in den deutschen Winter sitzen würde.











ein literarisches Tagebuch

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