Freitag, 16. Dezember 2011

Auf geht`s ins Fünfzigste!


Ein trüber Tag begrüßt mich. Ich zünde eine Kerze an, weniger wegen des Lichts, sondern um mir etwas innere Wärme zu suggerieren. Was war das für ein wechselhaftes Lebensjahr! Der schneereiche Winter, Liebesschmerz, das Aufflackern einer alten Liebe – ein Wiedersehen mit Basel, eine neue Liebe, mit dem Fahrrad nach Rostock – Lawe kennengelernt, mein Umzug vom DG ins EG, eine Woche Prag …, und nun endet es ähnlich wie das letzte – mit Katzenjammer-Gefühlen. Prost!
Im Fernsehen läuft der Deutsche Bundestag. Ich höre nicht zu. Sie reden über den vergangenen Klimagipfel. Was soll man machen?, denke ich. Mein Rücken ist auf Schulterhöhe schmerzhaft verspannt. Ich könnte eine Massage gebrauchen. Anja-Pia!!!! Na ja, Wien ist viel zu weit weg. Nein, so kann`s nicht weitergehen. Da hilft auch kein in der Nase bohren. Ich muss mich aufraffen. Obwohl mir der heutige Tag wie zugehängt von Melancholie erscheint. „Es ist, wie`s ist“ – einer meiner Lieblingsmelancholiesprüche. Mir geht`s nicht schlecht. Es ist nicht so, dass ich mir das extra sagen muss, um es zu glauben. Ich kann zufrieden sein. Das mit dem Glück ist eine flüchtige Sache. Wer sagte das noch mal - „Das Glück ist eine Hure“? Ist wohl so.
Mit den Jahren ändert sich das Klima des Lebens. Fast unspürbar. Die Zeit fliegt einem nur so um die Ohren. Und man selbst wird ruhiger. Das ist aber ein ganz natürlicher Klimawandel. Das Leben wird schwerer und tiefer. Und dennoch ist alles derart flüchtig. Ich meine alles, nicht nur weil bei mir privat so viel Hin und Her ist. In jungen Jahren war ich geradezu süchtig nach Abenteuer, und dabei versumpfte ich meist nur in der Kneipe. Eigentlich habe ich mich ganz gut gehalten: Ein paar Kilo zugelegt, ein paar Falten mehr, die Haare ergraut – wenigstens gingen mir noch nicht zu viele aus, aber alles in allem – es hätte schlimmer kommen können. Ich bin schließlich nicht mehr ganz jung.
Aufstehen, strecken! UuuuuAhhhh! Das musste jetzt sein. Fast schon Mittag. Was könnte ich mir schönes tun heute? Ich schaue aus dem Fenster. Es wird nicht heller. Wie wär`s mit einem neuen Regenschirm? Ich grinse. Einen schönen, soliden Regenschirm. Ja.
Auf geht`s!

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