Wo


Ich halte manchmal inne und frage mich: Bin ich das, der das macht? Zum Beispiel, wenn ich zum Bierglas greife … Spinne ich den Gedanken weiter, dann betrifft es alles. Selbst jetzt, wo ich hier sitze und am Computer schreibe – bin ich das? Und wer ist dann ich, wenn ich es nicht wäre? Aber natürlich bin ich es. Wer sonst?
Ihr meint, dass man für solche Gedanken einige Bier oder andere Drogen braucht? Nein, das glaube ich nicht. Schon im schüchternen Alter von Fünf oder Sechs fragte ich nach meiner Identität, meiner Herkunft … Wozu und wieso bin ich hier?
Ich weiß, dass die meisten von Euch denken, dass es Unsinn ist, sich mit solchen Gedanken zu belasten. Viele von Euch stellten das Leben oder die Existenz noch nie in Frage. Oder aber Ihr wisst ganz genau, was ihr machen wollt. Darum seid ihr gläubig, oder ihr macht Karriere, oder ihr fickt Euch so durchs Leben. Einfach so. Ich eigentlich auch – aber ich habe daneben eben noch diese Fragen, die scheiß letzten Fragen.
Ansonsten bin ich ganz normal. Ich schreibe ein paar Gedichte über die Absurdität des Lebens, und gut ist. Halbwegs.
Nein, es ist nicht gut. Ganz und gar nicht.
In welcher Welt lebe ich?
Wer seid Ihr?
Warum macht Ihr so, als wäre alles in Ordnung?
Haltet Ihr nicht auch manchmal inne und fragt Euch: Bin ich das, der das macht?
Ich will nicht glauben, dass alle von Euch Zombies sind. Schließlich las ich Bücher von Autoren, die mir aus der Seele sprechen, die ähnliche Gedankenansätze haben …
Wo sind die Lebenden? Wo seid Ihr?
Wo?

Scheiße!

zuckerwattewolkenmond - 16. Aug. 13, 21:12

Nein,

man braucht für diese Fragen weder Alkohol noch Drogen, denn ich frage mich so etwas ebenfalls oft, besonders gerade wieder in den letzten Tagen. Ich bin aber absolut klar im Kopf (hoffe ich).

bonanzaMARGOT - 16. Aug. 13, 21:30

das beruhigt mich (etwas).
bonanzaMARGOT - 17. Aug. 13, 14:40

gestern war ich schon a litlle bit müde, darum fiel meine antwort kurz aus.
liebe zucker, wenn du dir auch diese fragen (sogar nüchtern) stellst, was sind deine schlussfolgerungen bzw. diesbezüglich weitgreifenderen gedanken zu dieser problematik?
vielleicht sind sogar diejenigen lebendiger, die solche fragen für sich erst gar nicht stellen ..., weil sie einfach machen, was usus ist, wofür sie bestimmt sind ...
ohne es zu hinterfragen. ohne sich selbst zu hinterfragen.
aus meiner sicht heißt lebendiges mensch-sein freilich genau das stellen dieser fragen. das sind mensch-fragen. das sind die fragen, die uns von allen anderen geschöpfen wesentlich unterscheiden.
nun, wenn das nicht mit alkohol oder drogen zusammenhängt - dann sind wir vielleicht krank (?)
bonanzaMARGOT - 17. Aug. 13, 14:48

ach ja

natürlich kann man vor lauter solcher philosophiererei das eigentliche leben vergessen - aber auf der anderen seite ohne diese gedanken wäre doch alles irgendwie nichts: unser bewusstsein, unsere gefühle, die liebe ...
wir lebten ein marionettenhaftes menschsein.
aus meiner beobachtung sind viel zu wenige menschen wirklich interessiert an solch philosophischen, existentiellen fragen.
bonanzaMARGOT - 17. Aug. 13, 16:38

ach ja (2)

es wurde noch nie so viel alkohol getrunken und drogen genommen wie heute - aber die menschen scheinen mir zunehmend weit weg von erkenntnis.
alkohol und drogen führen nur zu einer verstärkung dessen, was da ist. (zur zeit ist nicht viel da.)
rudolf33a - 18. Aug. 13, 11:58

Hallo !

Ich würde mich gerne mit dir auch darüber sehr gerne persönlich austauschen - Doch ich schaff es diesmal nicht ...
Nur soviel - ehrlich und authentisch zu sein ist und bleibt immer wieder ein Wunder. Sehr herzlich Grüße > Rudolf.

bonanzaMARGOT - 19. Aug. 13, 13:45

danke für die grüße, rudolph.

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