Samstag, 1. Oktober 2011

Gott ist tot




Friedrich Victor Scheffel, dem dieser Gedenkstein gilt, möge mir bitte verzeihen



Manche Nazigegner sind womöglich nazimäßiger drauf als die Nazis selbst. Das ging mir heute Morgen durch den Kopf. Können wir den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Können wir einfach die Vorzeichen umdrehen? Soll man Gleiches mit Gleichem vergelten?
Oder bedeutet Zivilisation nicht vielmehr die differenzierte Wahrnehmung des Menschen ohne dieses ausgeprägte Schwarz-Weiß Denken? Wollen wir verstehen, oder wollen wir nur anklagen?
Immer wieder bringen Menschen großes Unheil über ihre Mitmenschen, weil sie sich von einer Botschaft, einem Auftrag ideologisch oder religiös berufen fühlen. Sie stellen sich über alle anderen und verlieren die Wertschätzung vor ihren Mitmenschen und vor der Natur.
Es spielt für mich keine Rolle, welcher Teufel diese Übeltäter reitet. Es ist mir wurscht, ob sie Nazis, Moslems, Christen, Juden, Kommunisten oder Kapitalisten sind. Allen ist einig, dass sie verblendet sind, - dass sie glauben, sie könnten die Welt verbessern, indem sie alle Menschen auf ihren Glauben einschwören.
Ja, in jedem von ihnen steckt ein kleiner Nazi. Wir alle haben oft nicht die Kraft und die Weitsicht, unsere Gemeinheiten und Vorurteile zu erkennen, zu entlarven.
Es ist noch nicht (zu) lange her, da zeigte dies anschaulich die von Sarrazins Bucherscheinung hervorgerufene Diskussion. Viel zu viele Menschen sympathisierten mit Sarrazins Thesen zum Ausländertum in Deutschland. Sein Buch war ein Renner. Die Menschenverachtung stirbt wohl nie aus.
Es reicht eben nicht, wenn wir uns auf die Seite der "Guten" stellen. Nein, das reicht lange nicht!
Jeder möge bitte mit sich selbst ehrlich zu Gericht gehen. Da hilft uns kein Gott. Und da hilft uns auch kein Antichrist. Wir sind als Menschen ganz allein im Universum. Gott ist tot. Er war sowieso nur ein Alibi. Wir sollten uns langsam vom Gottglauben emanzipieren. Die Zeit ist reif, dass die Menschen selbstbewußt und global eine Welt anstreben, in welcher Toleranz, Menschenverstand und Weisheit über den "kleinen Nazi" in uns obsiegen.

Heimatgefühle




Blick vom Schloß auf Heidelberg, den Neckar und die Rheinebene



Gestern hatte man eine wunderbare Fernsicht. An manchen Orten wird mir besonders klar, wie schön meine Heimat ist.

Freitag, 30. September 2011

Ich bin ein Nazi


Als er in Cannes in einer Pressekonferenz sagte, er sei ein Nazi, kannte ich zwar seinen Namen als Filmemacher, konnte ihn aber nicht einsortieren. Nun druckte der Spiegel ein Interview mit Lars von Trier ab, und ich las, dass er u.a. "Breaking the Waves" drehte. Ein toller Film!
Nach der Lektüre des Interviews dachte ich bei mir: Dieser Lars von Trier ist ein Provokateur ganz nach meinem Geschmack.

Hier ein paar Aussagen, die ich mir anstrich:

...
"Wenn die Depression dich voll erwischt, bist du wie die Maus in den Krallen der Katze. Du legst dich hin und sagst: "Los, jetzt friss mich endlich!""
...
"Ich würde aufs Filmemachen sofort verzichten, wenn ich dafür diese Angststörungen nicht mehr hätte. Sofort. Als Kind habe ich immer gesagt: Ich kann es nicht abwarten, erwachsen zu werden, denn Erwachsene haben nicht diese Ängste. Tja, war nichts. Scheiße."
...
"Die Therapie ist das Rationale, die Zivilisation. Die Depression ist die Natur. Und all meine Filme handeln davon, dass die Natur gefährlich ist. Es geht immer um Zivilisation gegen Natur, und natürlich gewinnt die Natur."
...
"Wenn Sie Kunst produzieren, müssen Sie skrupellos sein. ... Man muss einen Schritt weitergehen als die anderen, wenn man etwas von wahrem Wert schaffen will. Ich bin skrupellos und gehe den Schritt weiter, selbst wenn es bedeutet, meine Filme unter Alkohol zu drehen."
...
"Jeder von uns kennt in seinem Leben das Gefühl von Skrupellosigkeit. Deswegen wäre es verlogen zu behaupten, wir würden die Skrupellosigkeit Hitlers nicht verstehen. Dabei ist es doch gerade wichtig, ihn als menschliches Wesen zu begreifen."
...
"Das Problem der Pressekonferenz in Cannes war: Als ich sagte, ich sei ein Nazi, hat keiner gefragt, wie ich das meine. Dann hätte ich erklären können, dass ich glaube, dass in jedem von uns ein kleiner Nazi steckt. Diese Erklärung fehlte."
...
"Ich glaube wirklich, dass unsere Political Correctness gefährlich ist. Wir müssen die Dinge aussprechen, die wir nicht aussprechen dürfen. Aber damit lässt sich natürlich nicht verteidigen, was ich in Cannes gesagt habe. Ich hätte mich verständlicher machen sollen."
...
"Bei männlichen Figuren stört sich niemand, wenn sie böse sind. Wenn ein Mann einen Sadisten spielt: kein Problem. Ist die Sadistin eine Frau, heißt es: Lars, du hasst Frauen. Überhaupt nicht. Ich beschreibe sie bloß. Es ist naiv anzunehmen, dass meine Haltung gegenüber Frauen sich in meinen Filmen manifestiert."
...



Also, ich fand das Spiegel-Interview teilweise aufschlußreich und erheiternd. Seinen in Cannes vorgestellten Film "Melancholia" will ich mir unbedingt anschauen, wenn er hier in den Kinos läuft. Ich mag Menschen/Künstler wie diesen Lars von Trier, weil sie hinter die Fassaden schauen - und provozieren.

(Quelle: Der Spiegel Nr. 39/26.9.11)

Dienstag, 27. September 2011

Die Buchung


Was ein Schlumpftag. Endlich klappte die Online-Buchung zum Sparpreis. Ich fahre also im Oktober für`ne knappe Woche nach Prag. Jetzt muss ich mich nur noch nach einer günstigen Unterkunft umschauen. Heute nicht mehr. Ich habe eine geschlagene Stunde nur mit der Buchung des Bahntickets verbracht. Na, wenn das mal alles hinhaut. 2x Umsteigen. Und ab Nürnberg mit dem Bahnbus nach Prag.
Freni meint, dass es mir in Prag nicht gefallen wird - vorallem wegen des Tourismus, und weil Prag nicht typisch tschechisch wäre. Sie will sogar wetten. Mein Einsatz ist `ne Kiste Pilsner Urquell.
Wie komme ich eigentlich auf Prag? Es ist schon etliche Jahre her, dass ich Kafka las. Ich glaube mich zu erinnern, dass mich "Der Golem" von Gustav Meyrink, literarisch gesehen, besonders neugierig auf die Stadt machte. Ansonsten schwirren einfach nur diffuse Vorstellungen von Prag durch meinen Kopf ... Bald werde ich schlauer sein und konkrete Bilder vor Augen haben.
Florenz war auch so eine Geschichte. Und ich wurde damals nicht enttäuscht, obwohl auch dort der Tourismus überbordent ist. Ich liebe alte Städte, verwinkelt und abgründig.
Ich bin gespannt - und vier Tage werde ich`s aushalten können, selbst wenn es so gar nicht nach meinem Geschmack ist. Dann suche ich mir einfach ein schönes Plätzchen fernab von den Touristenströmen und trinke Pilsner Urquell. Ich befinde mich sowieso lieber auf Abwegen.

Wie gesagt: ein Schlumpftag heute. Leichtes Halskratzen. Ich bin im Nachtwachenblock, - verschlief den Tag. Jetzt vorm Computer. Draußen scheint die Sonne. Noch zwei Stunden, und ich muß schon wieder aufbrechen. Voll am Tag vorbei. Gar nicht richtig aufgewacht. Im TV hörte ich stundenlang Diskussionen über den Euro. Ich hörte selten so viel zu einem Thema - und kapiere trotzdem kaum was davon. Tschechien hat doch den Euro, oder? Sicher. Ich war schon jahrelang nicht mehr im Ausland außer in der Schweiz und letztes Jahr in Wien. Ist das erst ein Jahr her? Wahnsinn. Die Zeit hat einen Knall. Sie ist die Irrenanstalt unseres Bewußtseins. Obenrum die Zwangsjacke. Die Beine frei. So werden wir ständig vorwärts gestupst ...
Okay, ich fahre nach Prag!

Sonntag, 25. September 2011

Reflektionen am Minigolf




Die Abwechslung spielt auch eine Rolle. Minigolf wäre irre langweilig, wenn der Parcours nur aus einer Bahn bestände



Genau, dann wäre es nämlich gar kein Parcours mehr. Nach dem Xten Bier fallen einem solche platten Vergleiche ein. "Frauen sind wie Minigolfbahnen" - Mann o Mann!
Rückblickend habe ich schon einige Bahnen hinter mich gelassen. Bei allen lochte ich ein. Logisch. Vorher geht man nicht zur nächsten über. Nicht immer war`s einfach. Und nicht immer war`s das Beste, wenn`s einfach war. Und umgekehrt. Obwohl schon zu sagen ist, dass sich einem die schwierigen Bahnen mehr einprägen. Was wohl am Naturell des Menschen allgemein liegt. Wir wollen schließlich unterhalten werden.

Ich spielte schon ewig kein Minigolf mehr, aber ich sitze dort gern und trinke ein Bier. Der Neckar fließt unweit Richtung Mannheim. Er funkelt in seinem Bett vor sich hin. Der Platz hat einen großen Erholungswert. Wie sagte so schön Goethe: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein."
Ich habe noch mehrere solche Plätze, wo ich gern sitze und nachdenke. Selbst das Altenheim ist ein solcher Platz. Wie soll ich das erklären? Nein, ich will`s jetzt auch nicht erklären. Es ging um Frauen. Um Abschied.
Also, ich wechsele nicht so leicht von einer Frau zur anderen. Da bricht schon der Vergleich zum Minigolf. Obwohl. Das ein oder andere mal.
Und immer wieder fragt man sich: War`s wirklich Liebe? Vielleicht eine halbe Liebe? Oder nur ein Ersatz für ...? Weil man nicht mehr allein sein wollte.
Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass sich bei mir immer eine Art Liebe zu dem Menschen entwickelte, mit dem ich intim war, zu dem ich Zutrauen faßte, bei dem ich mich fallen lassen konnte. Selbst wenn ich also anfangs gar nicht richtig verliebt war - und nach der Devise "Gelegenheit macht Diebe" vorging.

Das Scheitern einer Liebe ist in jedem Fall eine große Enttäuschung. Obwohl das Scheitern oft bereits in der Beziehung selbst angelegt ist. Schon komisch. Man weiß es, will es aber nicht wirklich wahrhaben. Es könnte doch sein, dass man sich irrt, oder? Es könnte doch sein, dass diesmal alles anders läuft ...

Der Verlust einer Liebe bedeutet den Verlust eines Zuhause. Das ist das Schwierigste, wenn man sich trennt.

Samstag, 24. September 2011

Fehlzündung


Die Sonne scheint. In mir ist Gruft. Eine Frau sagt mir, dass ihr der Beruf wichtiger ist als ich. Es zeichnete sich in den letzten Wochen bereits ab. Die Beziehung siechte dahin. Ich lasse mir sagen, dass sie mich lieb hat, aber es keinen Sinn mehr macht, weil sie immer weniger Zeit habe. Schön, denke ich, und bitte sie zur Schlüsselrückgabe. Nächste Woche wolle sie vorbeikommen. Ich hätte es lieber gleich hinter mir. Auch wenn unsere Beziehung schon eine Weile nicht mehr der Hit war, tut es doch weh. Wiedermal eine Fehlzündung in Sachen Liebe. (Lacht sich da wer ins Fäustchen?)
Die richtige Stimmung zum Hören melancholischer Lieder - z.B. Nick Drake. Sieht ganz nach einem Abstürztag aus. In Heidelberg ist "Heidelberger Herbst", ein alljährliches Straßenfest mit Flohmarkt und vielen Musikbühnen. Allerdings gerammelt voll. Ich weiß nicht, ob ich auf diese Menschenmengen Lust habe. Lieber irgendwo in Ruhe bei einem Bier sitzen und das wunde Herz pflegen. Mit Klaus hätte ich einen Ausflug in die Pfalz unternehmen können. Irgendwas von einer Weinwanderung erzählte er, aber ich sagte ihm gestern ab. Ein ganzer Tag mit Klaus - da müßte Klaus schon eine Frau sein.

Okay, dachte ich vorhin, buche ich gleich mal die Reise nach Prag, wofür mir die Bahn ein Angebot gemailt hatte. So als hellen Streif am Horizont. Ich gab meinen Zugangscode wie vorgeschrieben ein ..., und kam auf eine Seite mit ganz normalen Bahntarifen. Wollen die mich verarschen? Ist das vielleicht `ne Falle? Also brach ich die Buchung wieder ab und schrieb der Bahn eine kurze Mail, in der ich nachfragte, was da schiefläuft.
Nun sitze ich in meiner Bude, und mir ist gleichzeitig zum Heulen und Wändeeinschlagen zumute. Beides mache ich nicht. Stattdessen schenke ich mir Wein nach. Müller Thurgau, den ich mit Cola Zero strecke. (Schmeckt echt besser, als es sich anhört.)
Die letzte Frau ließ sich ihre Titten vergrößern und meldete sich einfach nicht mehr, und diese scheißt auf mich wegen ihrer Arbeit. Was lerne ich doch für Frauen kennen. Und was wollten die eigentlich von mir? Na ja. Zeitweise war es ganz okay mit ihnen. Nicht nur im Bett. Ich verlieb mich halt auch leicht. Eine Schwäche von mir. Verdammter Mist! Hätte nicht wenigstens die Buchung klappen können?!

Freitag, 23. September 2011

Wozu leben?


Meine Eltern zeugten mich, als sie es nicht besser wußten. Wer mal am Leben ist, der hängt in diesem Spinnennetz fest. Er ist regelrecht verwachsen mit ihm. Und er wartet darauf, dass ihn eines Tages die schwarze Spinne Tod holt. Derweil träumen wir vor uns hin und warten. Der eine tätiger, der andere untätiger. Im Ergebnis spielt das überhaupt keine Rolle. Es ist einfach eine Frage der Lust - wie beim Sex. Wir machen es zwar alle ähnlich, aber jeder hat seine Vorlieben.
Die schwarze Spinne sitzt in Lauerstellung. Sie hat die Ruhe weg.
Ich frage mich: Wenn also alles zum Leben gehört, dann wohl auch der Tod? Ich machte mir sehr früh Gedanken über ihn. Warum, weiß ich selbst nicht. Ich wollte doch auch einfach so drauf los leben wie alle anderen. Oder sagen wir: die meisten. Doch bereits während meiner Schulzeit wuchs meine Skepsis, ob denn alles wirklich so war, wie man es uns vormachte und lehrte. Ich sah einfach zu viele Widersprüche. Und ich ließ mich nicht hinbiegen. Heute noch nicht. Ich mag diese Zombie-Parallelgesellschaft nicht. Ich mag nicht ihren doppelten Boden. Muß man studieren, um etwas wichtiges sagen zu dürfen? Muß man Karriere machen, um einen gesellschaftlichen Status zu erlangen? Wozu das Ganze? fragte ich mich. Immer und immer wieder.
Warum soll ich zu etwas Ja sagen, was ich nicht einsehe? Mein Vater hatte eine plausible Antwort parat: "Weil es alle so machen, mein Junge." Diese Antwort fand ich erdrückend - und enttäuschend. Sie sagte nichts anderes als: Passe dich an, sonst wird aus dir nichts, und du wirst in deinem Leben mehr Schwierigkeiten haben, als dir lieb ist. Oder: Es ist viel gescheiter, mit dem Strom zu schwimmen ... Oder: Früher oder später wirst du es auch noch kapieren.
Offensichtlich ist bei mir Hopfen und Malz verloren. Bald habe ich selbst ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, und ich kann mich immer noch nicht anpassen. Klar. In gewissen Lebensbereichen komme ich nicht drum rum. Aber meine Gedanken konnte mir noch niemand in Richtung Konformität verbiegen. Ich bin immer noch der kleine fragende Junge, der sich verwundert die Erwachsenenwelt anschaut ..., beinahe verängstigt. Was ist das für eine Welt? Spinne ich?
Das erste Karussell, in das ich einstieg, stand auf dem Jahrmarkt. Ich saß im Feuerwehrauto und drehte mich munter im Kreis, lachte mein Kinderlachen. Die Eltern winkten mir vom Rande zu, und ich wollte gar nicht mehr aussteigen.
Das ist vorbei. Vorbei.
Vorbei. Die Zombiewelt startete ihre Angriffe auf mich: Schule, Kirche, Beruf, Politik, Geld, Status ...
Das Karussell hat keine Feuerwehrautos mehr. Da sind Panzer, Kampfflugzeuge, Streitwagen ... das reinste Horrorkarussell. Niemand winkt mehr. Sie sitzen alle wie Zombies in ihren Kabinen und stieren vor sich hin. (Übertreibe ich? Ich will nicht übertreiben.)
Das Leben ist kurz. Ihr wißt es auch. Und ich verüble niemandem, dass er mit den Wölfen heult, weil die Schutz und eine Lösung versprechen. Es gibt nichts schlimmeres als die Angst davor, dass einem der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Und ähnliches. Darum ja der ganze Popanz mit den Religionen etc.
Aber liebe Leute, ich bitte inständig jeden, der noch Herr seiner Gedanken ist, nicht auf solche Schimären herein zu fallen!
Die Spinne sitzt in Lauerstellung. Heute holt sie dich und morgen mich. Das ist unabänderlich. Schreit wenigstens in der Zwischenzeit eure eigene Meinung heraus! Gefangen zu sein bedeutet nicht, all seine Freiheit aufzugeben!
Wozu sonst leben?

I remember Martin Luther King


Ich habe einen Traum
Ansprache während des Marsches auf Washington für Arbeitsplätze und Freiheit

(28. August 1963
Washington, D.C.)


"Ich freue mich, dass ich mich diesem heutigen Ereignis anschließen kann, das in der Geschichte als größte Demonstration für Freiheit in der Geschichte unserer Nation vermerkt werden wird.

Vor einem Jahrhundert unterschrieb ein berühmter Amerikaner, in dessen symbolischen Schatten wir heute stehen, die Freiheitsproklamation. Dieser bedeutungsvolle Erlaß kam als heller Leitstern der Hoffnung zu Millionen von Negersklaven, die in den Flammen der vernichtenden Ungerechtigkeit versengt wurden. Er kam als ein freudiger Tagesanbruch am Ende der langen Nacht ihrer Gefangenschaft.

Aber einhundert Jahre später ist der Neger immer noch nicht frei. Einhundert Jahre später ist das Leben des Negers leider immer noch von den Handfesseln der Rassentrennung und den Ketten der Diskriminierung eingeschränkt. Einhundert Jahre später lebt der Neger immer noch auf einer einsamen Insel der Armut in der Mitte eines weiten, weiten Ozeans des materiellen Wohlstandes. Einhundert Jahre später vegetiert der Neger immer noch an den Rändern der amerikanischen Gesellschaft dahin und befindet sich im Exil in seinem eigenen Land.

Wir sind daher heute hierher gekommen, um diesen beschämenden Zustand zu dramatisieren. In diesem Sinn sind wir zur Hauptstadt unserer Nation gekommen, um einen Scheck einzulösen. Als die Architekten unserer Republik die grandiosen Worte der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung schrieben, unterzeichneten sie einen Schuldschein, dessen Erbe jeder Amerikaner sein sollte. Dieser Schuldschein war ein Versprechen, dass allen Menschen ja, schwarzen Menschen wie auch weißen Menschen die unveräußerlichen Rechte von Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück garantiert wären.

Es ist heute offensichtlich, dass Amerika diesem Schuldschein nicht eingelöst hat und zwar in Hinsicht auf seine farbigen Bürger. Amerika, anstatt diese heilige Verpflichtung zu honorieren, hat den Negern einen ungedeckten Scheck gegeben, einen Scheck, der mit dem Stempel ungenügende Deckung zurückgekommen ist. Wir weigern uns aber, daran zu glauben, dass die Bank der Gerechtigkeit bankrott ist. Wir weigern uns, daran zu glauben, dass es eine ungenügende Deckung in den großen Tresorräumen der Gerechtigkeit dieser Nation gibt. Wir sind daher hierher gekommen, um diesen Scheck einzulösen, einen Scheck, der uns auf Verlangen die Reichtümer der Freiheit und die Sicherheit auf Gerechtigkeit gewähren wird.

Wir sind auch zu diesem heiligen Ort gekommen, um Amerika an die dringlichen Forderungen der Gegenwart zu erinnern. Dies ist nicht die Zeit, sich den Luxus der Abkühlung zu gestatten oder das Beruhigungsmittel der Allmählichkeit einzunehmen. Es ist jetzt die Zeit, die Versprechen der Demokratie zu verwirklichen. Es ist jetzt die Zeit, sich aus dem dunklen und trostlosen Tal der Rassentrennung zum sonnenbestrahlten Pfad der Rassengerechtigkeit zu erheben. Es ist jetzt die Zeit, unsere Nation von den Treibsänden der rassistischen Ungerechtigkeit zum festen Felsen der Gemeinschaft aller Menschen zu erhöhen. Es ist jetzt die Zeit, die Gerechtigkeit zu einer Realität für alle Kinder Gottes zu machen. Es wäre tödlich für unsere Nation, die Dringlichkeit des Moments zu übersehen. Der heiße Sommer der berechtigten Unzufriedenheit der Neger wird nicht vorbeigehen, bis es einen belebenden Herbst der Freiheit und Gleichheit gibt.

Neunzehnhundertdreiundsechzig ist kein Ende sondern ein Anfang. Diejenigen, die hoffen, dass der Neger nur Dampf ablassen muss und jetzt zufrieden sein wird, werden ein böses Erwachen haben, sollte die Nation zu seinen alten Methoden zurückkehren. Es wird weder Ruhe noch Frieden in Amerika geben, bis dem Neger seine Bürgerrechte gegeben werden. Die Wirbelstürme der Revolte werden weiterhin das Fundament unserer Nation schütteln, bin der helle Tag der Gerechtigkeit erscheint.

Es gibt aber etwas, was ich meinen Brüdern sagen muss, die auf der abgenutzten Schwelle stehen, die zum Palast der Gerechtigkeit führt. Bei dem Prozess, den gerechten Platz zu erreichen, dürfen wir nicht ungerechter Taten schuldig werden. Versuchen wir nicht, unseren Durst nach Freiheit zufriedenzustellen, indem wir vom Becher der Bitterkeit und des Hasses trinken. Wir müssen unseren Kampf immer auf der hohen Ebene der Würde und Disziplin führen. Wir dürfen nicht erlauben, dass unser kreativer Protest in physische Gewalt degeneriert. Wir müssen uns immer wieder zu den majestätischen Höhen erheben und physische Gewalt mit der Macht der Seele konfrontieren. Die wunderbare neue Kampfbereitschaft, welche die Gemeinschaft der Neger umgibt, darf nicht zum Misstrauen von allen weißen Menschen führen. Viele unserer weißen Brüder, wie es sich durch ihre Anwesenheit hier zeigt, haben erkannt, dass ihr Schicksal mit unserem Schicksal verbunden ist. Sie haben auch erkannt, dass ihre Freiheit unentwirrbar mit unserer Freiheit verbunden ist. Wir können nicht alleine gehen. Während wir gehen, müssen wir ein Gelöbnis ablegen, dass wir immer weiter marschieren werden. Wir können nicht umkehren.

Es gibt diejenigen, die die Anhänger des Bürgerrechts fragen: Wann werdet ihr zufrieden sein? Wir können niemals zufrieden sein, solange der Neger ein Opfer von unbeschreiblichen Grauenhaftigkeiten der Polizeigewalt ist. Wir können niemals zufrieden sein, solange unsere Körper, schwer von der Müdigkeit der Reise, keine Unterkunft in den Motels an den Autobahnen und in den Hotels der Städte finden. Wir können niemals zufrieden sein, solange die grundsätzliche Mobilität der Neger darin besteht, sich von einem kleineren Ghetto in ein größeres zu bewegen. Wir können niemals zufrieden sein, solange unsere Kinder ihres Selbstbewusstseins und ihrer Würde mit Schildern Nur für Weiße beraubt werden. Wir können niemals zufrieden sein, solange der Neger in Mississippi kein Wahlrecht hat und der Neger in New York überzeugt ist, dass er nichts hat, für das er wählen kann. Nein! Nein, wir sind nicht zufrieden, und wir werden nicht zufrieden sein, bis die Gerechtigkeit wie ein Gewässer und Rechtschaffenheit wie ein mächtiger Strom herunterquellen.

Ich bin mir dessen bewusst, dass einige von ihnen hierher aus großen problematischen und widerwärtigen Situationen gekommen sind. Einige von ihnen kommen gerade aus engen Gefängnissen. Einige von ihnen kommen aus Gegenden, wo ihre Suche nach Freiheit sie von den Stürmen der Verfolgung mißhandelt und von den Winden der Polizeigewalt zum Schwanken gebracht hat. Sie waren die Veteranen von schöpferischen Leiden. Arbeiten sie weiter mit dem Glauben, dass unverdientes Leiden erlösend ist. Gehen Sie zurück nach Mississippi! Gehen sie zurück nach Alabama! Gehen sie zurück nach South Carolina! Gehen sie zurück nach Georgia! Gehen sie zurück nach Louisiana! Gehen sie zurück zu den Slums und Ghettos unserer nördlichen Staaten und wissen sie, dass die Situation irgendwie geändert werden kann und wird. Wir werden nicht im Tal der Verzweiflung schweigen.

Deswegen sage ich ihnen, meine Freunde, dass ich immer noch einen Traum habe, obwohl wir den Schwierigkeiten von heute und morgen entgegensehen. Es ist ein Traum, der seine Wurzel tief im amerikanischen Traum hat, dass sich diese Nation eines Tages sich erheben wird und der wahren Bedeutung seines Glaubensbekenntnisses, wir halten diese Wahrheiten als offensichtlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, gerecht wird. Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne von früheren Sklaven und die Söhne von früheren Sklavenbesitzern auf den roten Hügeln von Georgia sich am Tisch der Bruderschaft gemeinsam niedersetzen können. Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der mit der Hitze der Ungerechtigkeit und mit der Hitze der Unterdrückung schmort, zu einer Oase der Freiheit und Gerechtigkeit transformiert wird. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.

ICH HABE EINEN TRAUM!

Ich habe einen Traum, dass eines Tages unten in Alabama mit den brutalen Rassisten, mit einem Gouverneur, von dessen Lippen Worte der Einsprüche und Annullierungen tropfen dass eines Tages wirklich in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen mit kleinen weißen Jungen und weißen Mädchen als Schwestern und Brüder Hände halten können.

ICH HABE EINEN TRAUM!

Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt werden. Die unebenen Plätze werden flach und die gewundenen Plätze gerade, und die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Dies ist unsere Hoffnung. Dies ist der Glaube, mit dem ich in den Süden zurückgehen werde. Mit diesem Glauben werden wir den Berg der Verzweiflung behauen, einen Stein der Hoffnung. Mit diesem Glauben werden wir gemeinsam arbeiten können, gemeinsam beten können, gemeinsam kämpfen können, gemeinsam in das Gefängnis gehen können, um gemeinsam einen Stand für Freiheit mit dem Wissen zu machen, dass wir eines Tages frei sein werden. Und dies wird der Tag sein. Dies wird der Tag sein, wenn alle Kinder Gottes mit neuer Bedeutung singen können: Mein Land, es ist über dir, süßes Land der Freiheit, über das ich singe, Land, wo mein Vater starb, Land des Pilgers Stolz, von jedem Berghang, lass die Glocken der Freiheit läuten. Wenn Amerika eine großartige Nation sein soll, dann muß dies wahr werden.

Lass daher die Glocken der Freiheit von den wunderbaren Hügeln von New Hampshires läuten. Lass die Glocken der Freiheit läuten von den mächtigen Bergen New Yorks. Lass die Glocken der Freiheit von den Höhen der Alleghenies in Pennsylvania läuten. Lass die Glocken von den schneebedeckten Gipfeln der Rockies in Colorado läuten. Lass die Glocken der Freiheit vom Lookout Mountain in Tennessee läuten. Lass die Glocken der Freiheit von jedem Hügel und Maulwurfshügel in Mississippi läuten. Von jedem Berghang lass die Glocken der Freiheit läuten.

Wenn dies geschieht, und wenn wir erlauben, dass die Glocken der Freiheit läuten und wenn wir sie von jedem Dorf und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Stadt läuten lassen, werden wir diesen Tag schneller erleben, wenn alle Kinder Gottes, schwarzer Mann und weißer Mann, Juden und Christen, Protestanten und Katholiken Hände halten können und die Worte des alten Neger-Spirituals Endlich frei, endlich frei. Danke Gott, Allmächtiger, endlich frei singen."



(Quelle: http://usa.usembassy.de/etexts/soc/traum.htm)



Von diesem großen Mann könnte sich Papst Benedikt eine große Scheibe abschneiden.
Vor Martin Luther King als Kirchenmann habe ich großen Respekt. Er nahm den Kampf auf. Er bewegte etwas hin zu mehr Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Leider wurde sein Kampf nicht überall und mit aller Kraft fortgeführt. Die Ewig-Gestrigen behindern nach wie vor die Emanzipation des menschlichen Geistes.
Noch gibt es Frauen, die nur aufgrund ihres Geschlechts in Kirche, im Islam, - in vielen Gesellschaften diskriminiert werden. Noch gibt es Rassismus. Noch gibt es Glaubenskriege. Noch immer wird die Freiheit des Individuums in vielen Ländern mit Füßen getreten. Noch immer gibt es keine Gleichheit vor dem Gesetz.
Ich habe auch einen Traum.
Dass die Ewig-Gestrigen in Rauch aufgehen, dass eine Zeit kommen wird, wo alle Menschen unabhängig von ihrer Gesinnung sich umarmen, - weil sie Menschen sind, weil alle Menschen auf dieser Erde eine gemeinsame Verantwortung haben.
Ich wünschte, es gäbe mehr große Männer wie Martin Luther King und dafür weniger geistige und intellektuelle Krämerseelen wie der derzeitige Papst Ratzinger.


Donnerstag, 22. September 2011

Wo Gott ist, da ist Zukunft


Ich kehre Papst Benedikts Leitsatz für seinen Deutschlandbesuch um.
Ich behaupte:

"Wo Zukunft ist, da ist kein Gott."

Mittwoch, 21. September 2011

Ich liebe Frauen (oder: Dürfen Priester wenigstens masturbieren?)


Ja, ich geb`s zu: ich bin nicht schwul. Teufel, Teufel. Dabei hätte es wohl gut zu mir gepasst. Selbst hat man leider nicht den Blick auf sich, wie ihn andere haben. Als ich noch jung und knackig war, wurde ich nicht selten von Schwulen angebaggert. In meiner Naivität konnte ich mir damals gar nicht vorstellen warum. Und noch vor 16 Jahren, als ich auf meinem jetzigen Arbeitsplatz anfing, hielten mich einige meiner Kolleginnen für schwul. Sie erzählten es mir, nachdem sie mit mir im Bett gelandet waren. Ich empfand und empfinde es nicht als Beleidigung, wenn man mich für einen Homo hält. Es verwundert mich bloß. Da Frauen homosexuelle Männer für grundsätzlich besseraussehend halten als Heteros, fühle ich mich eher geehrt. Aber na ja, Schnee von gestern.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja! Ich liebe Frauen. Alles andere halte ich für abwegig. Zwischendurch gehe ich das Gedankenexperiment ein, schwul zu sein. Ich fände es langweilig. Der Geliebte wäre körperlich ein Abbild von mir. Ich habe nichts gegen Schwänze, aber ich habe schon einen. Der reicht. Was gibt es aber schöneres als die Kurven einer Frau, ihre Titten, ihre Frucht, ihren weiblichen Arsch?! Ich verstand deswegen nie so recht, was Heterofrauen an uns Männern eigentlich finden. Dass Frauen lesbisch sind oder werden, kann ich darum aus meiner Sicht eher nachvollziehen.

Schon seltsam, wenn man dieses Thema für sich mal richtig durchdenkt, oder?

Gestern Nacht im Altenheim folgte ich in den Pausen einer Talkrunde im TV. Es ging um den nahenden Ratzinger-Besuch. Der deutsche Papst kommt nach Deutschland. Soll er. Die Katholische Kirche ächtet noch immer die Homosexuellen. Zumindest in ihren Reihen. Man darf bei den Katholiken solange schwul sein, wie man es leugnet. Sonst wird man ausgeschlossen. Und Ratzinger als der obere Moralwächter erklärt uns, warum Homosexualität gegen Gottes Schöpfungsauftrag oder Willen verstößt. Er muss es wissen. Also, wäre ich Katholik, wünschte ich, ich wäre schwul - nur um ihm meinen schwulen Arsch frech entgegenzustrecken. Eine solche Borniertheit, wie sie die Katholische Kirche noch immer an den Tag legt, macht mich wütend!
Sie diskutierten recht eifrig in der Runde, während ich müde im Sessel lag und mich am Sack kratzte. Priester, Theologen, Philosophen Laien, Schauspieler ..., - alle gabe ihren Senf dazu. Es ging nicht nur um die Homosexuellen sondern um die allgemeine Reformträgheit der Katholischen Kirche. Da war z.B. der Fall einer Erzieherin, die einen geschiedenen Mann geheiratet hatte und deswegen von einem katholischen Kindergarten nicht eingestellt wurde.
(Mein Gott, warum hast du mich verlassen ...!!)

Ich wünschte mir, dass plötzlich alle Masken fielen, und es käme heraus, dass auch Ratzinger schwul sei. Ach, wäre das schön!

Ich liebe Frauen! Wahnsinnig liebe ich diese weiblichen Wesen, Feen ... und fickfidel.
Die armen katholischen Priester, falls hetero, dürfen ja noch nicht mal das ausleben. Wie im Knast. Vielleicht würde ich unter solchen Umständen auch schwul.

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