Lange-Weile - 26. Okt. 13, 22:45

bis an`s Ende der Welt

Hallo Bo.,

traurig aber wahr und wenn sie sich so einfach in den Tod geschlafen hat, dann ist es ja auch gut für alle, die sie sonst hätten leiden sehen müssen.

Ich schnappe ja hier und da auch ein paar neue Erkenntnisse zum sterben eines Menschen auf. Und eine Erkenntnis davon kann ich fast aus eigener Erfahrung zustimmen. Damals wurden wir von den behandelnden Ärzten meiner Mutter gefragt, ob wir einer weiteren Medikation zustimmen wollen. Sie lag in Koma und alle wussten, das sie das Krankenhaus lebend nicht mehr verlassen wird. Die Medikation hätte ihr Herz noch für ein paar Tage oder Stunden schlagen lassen. Während wir uns mit den Ärzten berieten, kam eine Schwester dazu und sagte, das unsere Mutter während unser Abwesenheit verstorben wäre.

Nun zu der Erkenntnis, zu der man bei zahlreichen Untersuchen kam, war, dass es dem Menschen leichter fällt, wenn er die Welt schon verlassen soll - also wenn die Stunde gekommen ist - diese allein und ungestört los zulassen. Mit der Welt können auch die nahen Angehörigen gemeint sein, die ja oft halb geschockt neben dem sterbenden Angehörigen stehen.

Für diesen Alleingang entschied sich auch mein Vater und auch meine Schwester ging als sie ganz allein war, aus dieser Welt.

Über den Witz deines Pflegedienstleiter hätte ich vielleicht auch nicht lachen können, aber vielleicht war dies nur ein makaberer Humor in einer Welt des Sterbens. Das Pflegeheim ist zwar kein Hospiz, begleitet jedoch auch die Menschen bis an ihr Lebensende

LG LaWe


bonanzaMARGOT - 27. Okt. 13, 09:25

wir altenpfleger(innen) haben dann und wann einen ziemlich derben humor. ich ärgere mich deswegen nicht über den pflegedienstleiter. der humor hilft, die ein oder andere härte in unserem berufsalltag leichter zu tragen.
natürlich muss man aufpassen, dass es nicht zu menschenverächtlich wird - und sowieso kann man solcherlei witze nicht überall und jederzeit anbringen.
mir fehlte die schlagfertigkeit ... er wollte mich ja auf die schippe nehmen.

die frau, die in jener nacht verstarb, litt nach meinem empfinden in den letzten montaten genug; aber ihr zustand war relativ stabil, so dass wir nicht mit ihrem ableben rechneten.

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