Samstag, 11. Januar 2014

Mir ist gerade so zu gar nichts




I remember Bettie Page

Freitag, 10. Januar 2014

TV-Tipp:

"Taking Woodstock - Der Beginn einer Legende", 21 Uhr 55, Einsfestival

Donnerstag, 9. Januar 2014

Erste Urlaubspläne 2014


Vom derzeit milden Winterwetter angeregt, machte ich mir Gedanken, wie und wo ich meinen Sommerurlaub verbringen will. Eingetragen habe ich vier Wochen im Juni.
Am Besten wird für mich als Einzelreisenden wieder eine Fahrradtour sein. Da bin ich tagsüber gut ausgelastet. Der ausgiebige Freiluftaufenthalt, die Bewegung und die Naturerlebnisse werden mir (wie immer) gut tun. Auch liebe ich das Abenteuerliche an einer solchen Reise mit Zelt und Fahrrad. Ich klickte also die Deutschlandkarte im Internet an … und wartete auf einen glorreichen Einfall für ein Reiseziel. Und den hatte ich erstaunlich schnell: Wie wäre es, mit dem Fahrrad am Rhein bis an die Nordsee zu fahren und mit der Fähre nach England überzusetzen? Ich fuhr den Radwanderweg am Rhein noch nie durch Holland bis zu seinem nördlichen Ende. Es liegt nahe, dann noch einen Ausflug rüber nach England zu machen, wo ich noch nie war. Ich stelle mir vor, dort bis Brighton an der Küste entlang zu fahren. Auch sollte ich London besuchen. Das befindet sich durchaus in Schlagweite. Vier Wochen sind, glaube ich, für dieses Projekt ein hinreichendes Zeitfenster. Wie immer werde ich dann die Rückreise (wahrscheinlich ab Rotterdam) mit dem Zug antreten.
Mit solcherlei Aussichten im Kopf verbesserte sich meine Stimmung merklich. Das ist doch was! Ich öffnete das Fenster und streckte meine Nase hinaus. Wie gut die Luft riecht! Wäre doch schon Frühling!

Mittwoch, 8. Januar 2014

TV-Tipp:

"Patti Smith: Dream of Life" (Porträt), 22 Uhr 15, ZDFkultur

Warme Wintersonne


Manchmal reicht schon das Wissen, etwas machen zu können. Man merkt dann, dass man es gar nicht unbedingt machen möchte. Der Reiz des Wunsches geht mit der Machbarkeit verloren.
Bei mir ist das so. Nicht immer. Es gibt Dinge, die trotz ihrer relativ einfachen Erfüllbarkeit schön und spannend bleiben, z.B. Sonnenuntergänge oder in den Sternenhimmel gucken. Und die Liebe.
Obwohl. Ich bin mir nicht sicher. Der Alltag kann die Faszination der Liebe empfindlich stören. Oder ein Überangebot.
Es gibt Menschen, die von einer Sache nicht genug kriegen. Das kann ich von mir nicht sagen. Vom Bier mal abgesehen. Und selbst Bier schmeckt mir nicht mehr so gut wie früher. Vieles macht man irgendwann nur noch aus Gewohnheit.
Ja. Man kann sich das Leben (wie ich) ziemlich kompliziert machen. Eigentlich wollte ich meine Gedanken über Synchronizität und Serialität niederschreiben. Aber ich bekam keinen Einstieg ins Thema. Ich hege den Verdacht, dass einiges im Leben nicht mit rechten Dingen zugeht. Es gibt so viele Blockaden, wo die Gedanken nicht weiterkommen. Die Konfusion nimmt überhand. Wie ist das alles zusammenzubringen?
Die Sonne scheint. Sie hängt knapp über den Baumwipfeln auf dem Berghang gegenüber. Ich sehe die Wimpern meines linken Auges in allen Farben schillern, wenn ich den Kopf zu ihr hin drehe. Es ist Mittag. Mittwochmittag. Der Winter liegt selbst im Winterschlaf, Anfang Januar. Die Erde rast mit dem Mond im Schlepptau wie ein Kreisel um die Sonne. Immer und immer wieder. Eine geheime Uhr läuft.
Ich spüre meinen Herzschlag. Er geschieht einfach, während ich hier sitze und nachdenke.Wozu denke ich über all diese Sachen nach?
Nein, ich glaube eigentlich nicht, dass ich mir das Leben kompliziert mache. Es ist eine Frage der Sichtweise.
Ich wünschte, ich würde mit der Welt vollkommen synchron sein. Wie die Natur, wie alles, was nicht nachdenkt. Von mir aus könnte alles ganz einfach sein. Alle Menschen würden friedlich und im Einklang mit der Natur zusammenleben. Wer mehr hätte, würde denen, die weniger haben, selbstverständlich etwas abgeben. Es gäbe keine Grenzen und keinen Konkurrenzkampf. Man würde niemanden demütigen, weil er anders ist. Falls Streit aufkäme, würde man ihn fair und ohne Gewalt ausfechten. Was ist so schwer daran? Wieso klingt das verrückt? Ist nicht das Dasein selbst verrückt? Ist nicht alles ein Wunder?
In einer solch friedlichen Welt könnte man so viel entspannter leben. Katastrophen, Unfälle, Krankheiten, Probleme und Herausforderungen gäbe es trotzdem genug.
(Okay, Baby Blue, genug Unsinn für heute geredet.)

Mittwochs-Weisheit

"Warum kriegt man immer Ratschläge von Menschen, die selbst keine annehmen?"
(James Bond in "Casino Royale")

Dienstag, 7. Januar 2014

TV-Tipp:

"The Voice of Peace (Doku)", 22 Uhr 45, Das Erste

Endlich sind die fuckin` Feiertage vorbei


Endlich sind die fuckin` Feiertage vorbei. Gestern war ich der irrigen Annahme, dass die Geschäfte offen hätten. Ich wollte zur Post, eine Pike Brothers Jeans, die ich zu groß bestellt hatte, zum Umtausch zurückschicken. Ich packte das Päckchen auf mein Fahrrad und düste los. Fluchend musste ich feststellen, dass die Post geschlossen hatte und auch alle anderen Läden. Dabei hätte ich dringend Klopapier gebraucht.
Es blieb mir nichts anderes übrig, als in der Tanke einzukaufen - wenigstens ein paar Dosen Bier.
Fuck, fuck, fuck! Ich hasse Feiertage! Im Kaffeehaus stand Kei, der Halbjapaner, hinter der Theke. Ich erzählte ihm von meinem Lapsus.
„Wenn du dir den Stress antun willst, kannst du nach Hessen rüber fahren zum Einkaufen“, sagte er.
„Nein danke. Ich ärgere mich, weil ich wusste, dass „Heilige Drei Könige“ ist; nur dachte ich, dass bei uns die Geschäfte auch ganz normal offen hätten.“
Ich schaute mich von meinem erhobenen Platz an der Bar aus um: Typisches Feiertags-Spießer-Familien-Publikum. Es war bereits später Nachmittag, und immer mehr Leute strömten ins Kaffeehaus. Viele kamen zum Abendessen. Kei geriet ganz schön ins Schwitzen. Sie hatten einen solchen Ansturm nicht erwartet. Außer ihm arbeitete nur noch eine Bedienung.
Ich langweilte mich und packte meine Unterwegs-Lektüre aus: „Eine Braut für Dino Rossi“ v. John Fante. Bei einigen Textstellen musste ich schmunzeln. Fante war ein prima Erzähler. Er zog mich direkt hinein ins Buch zu seinen Figuren. Lieber hätte ich mich aber unterhalten. Nach ein paar Seiten klappte ich John Fante wieder zu. Das Kaffeehaus war inzwischen fast bis auf den letzten Platz belegt. Kei half an den Tischen aus. An der Bar saß außer mir nur noch ein junger Kerl mit Baseballmütze. Er war mit seinem Smartphone beschäftigt. Sein Blick apathisch. Ein richtiger Kotzbrocken. Ich blickte häufig auf meine Armbanduhr, als würde dadurch die Zeit schneller vergehen.
Klaus erschien. Er befand sich in weiblicher Begleitung, eine ältere Dame, die ich noch nicht gesehen hatte. Nach Schulterklopfen und kurzer Begrüßung setzten sie sich an einen Tisch. Ich trank aus, verabschiedete mich von Kei, und ging hinaus in den Abend. Es war nicht kalt. Den Mantel hätte ich gar nicht gebraucht. Ich schwang mich auf meinen Drahtesel und keuchte den Berg hinauf. Menschen begegneten mir keine, nur Autos. Die Dunkelheit umschloss mich wie ein Kokon.

Montag, 6. Januar 2014

TV-Tipp:

"Rashomon - Das Lustwäldchen", 22 Uhr 5, ARTE

Last Las Vegas


Um das Sonntagnachmittagsloch zu füllen, ging ich ins Kino. „Last Las Vegas“. Vier alte, geile Säcke, so um die Siebzig, machen eine Sause nach Las Vegas. Ein paar Lacher konnte ich loswerden, was der schauspielerischen Kraft dieser Hollywood-Oldies geschuldet war. Michael Douglas, Robert de Niro, Kevin Kline und Morgan Freeman spielten in einer im Großen und Ganzen seichten Komödie über Freundschaft, Alter - und Liebe im Alter. Aber es schien ihnen Spaß zu machen, und das wiederum machte mir als Zuschauer Spaß. Las Vegas bot dafür die allzu passende Kulisse. Die Quintessenz des Films: 1. Man kann es auch im Alter noch mal krachen lassen. 2. Gut, wenn man alte Freunde hat. 3. Man sollte sich nicht zu ernst nehmen. 4. 40 Jahre Altersunterschied sind dann doch zu viel, wenn man heiratet. 5. Alle haben sich lieb.
Man muss diesen Film nicht unbedingt sehen, aber um etwas Zeit totzuschlagen, ist er gut genug. Der kleine Kinosaal war angenehm leer. Ich konnte mich mit meinen Bierdosen ausbreiten.





der Kinobesuch als gut bewährte Methode, Nachmittagslöcher zu stopfen

Sonntag, 5. Januar 2014

TV-Tipp:

"Die Herbstzeitlosen", 22 Uhr, BR

Samstag, 4. Januar 2014

TV-Tipp:

"Die Piefke-Saga (1)+(2)+(3)", 20 Uhr 15, 22 Uhr, 23 Uhr 35, BR

Samstagnachmittagsloch


Mir ist gerade, als wäre mir alles gleichgültig. Das Problem ist, ich lebe. Die Gleichgültigkeit ist eine Wüste aus Gummibärchen oder aus allem anderen – da es völlig gleichgültig ist. Die Gleichgültigkeit ist gepaart mit Lustlosigkeit und Langeweile. Ein hervorragendes Trio. Sie sind topfit und machen ihren Job heute besonders gut. Eigentlich sollte ich darüber glücklich sein. Aber ich weiß, dass dieser Zustand lediglich ein Loch im Gewebe des Lebens ist – etwa wie ein Loch, das einem die Motten in den Lieblingspulli fressen. Glücklich könnte ich sein, wenn um das Loch herum auch nichts mehr wäre. Das wäre dann das Nirwana. Aber ich sitze lediglich in diesem scheiß Loch oder in dieser Wüste der Gleichgültigkeit an einem scheiß normalen Samstagnachmittag. Alle sieben Tage gibt es einen Samstagnachmittag. Natürlich könnte ich eine Menge tun. Aber ich will nicht. Es gibt keine Notwendigkeit zu gar nichts. Meist verfalle ich in diese Lethargie nach den Nachtdiensten, wenn ich ein paar Tage frei habe. Ziellos blubbere ich vor mich hin wie ein Goldfisch in einem Goldfischglas mit sonst nichts. Es ist ungeheuer spannend.
Ein Rest Humor bleibt mir immer. Das Goldfischglas wackelt nämlich leicht.
Apropos: Gestern las ich ein im aktuellen Stern ein Interview mit Gregor Gysi, und Gregor Gysi erzählte auf eine Frage hin einen jüdischen Witz (keinen Judenwitz) – wegen der tollen Dialektik bzw. Logik darin. Und den notierte ich mir. Ich will ihn euch nicht vorenthalten:

Kommt ein Jude nach Hause und erzählt seinem Bruder, er habe den Rabbi gefragt, ob er beim Beten rauchen darf. Der Rabbi habe entrüstet Nein gesagt. Daraufhin der Bruder: "Du bist so ein Idiot. Du hättest den Rabbi fragen sollen, ob du beim Rauchen beten darfst. Das hätte er dir sofort erlaubt."

Gut, oder? Vieles im Leben ist eine Frage der Perspektive. Man sieht denselben Gegenstand plötzlich anders. Fantastisch. Eigentlich total simpel. Trotzdem tun wir uns damit im Leben oft unendlich schwer. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wir können kaum etwas gegen das Brett vorm Kopf tun. Vielleicht noch ein paar Nägel reinhauen, damit es auch schön fest sitzt.
Ich stelle mir eine Fußgängerzone vor, durch die alle Menschen mit Brettern vorm Kopf strömen. Zu breit dürfen die Bretter nicht sein. Stellt euch das mal vor.
Nein. Es ist völlig wurscht. Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Nichts als Irrsinn. Alles Mache.
Wir dürfen uns alles einbilden – und danach leben. Wir können uns alles erlauben. Ein jeder in seinem Goldfischglas. (Dass meines leicht wackelt, ist eine Gnade.)

ein literarisches Tagebuch

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