Samstag, 16. Mai 2009

Der Inkoslip

Donnerstag, 14. Mai 2009

Interview mit einem Dichter

Sind Sie Schriftsteller?

Nein, ich empfinde mich nicht als Schriftsteller. Berufsmäßig schon gar nicht. Ich verstehe mich als Künstler und Dichter, der aus einer inneren Notwendigkeit schreibt.

Könnten Sie sich vorstellen mit der Schreiberei einmal Geld zu verdienen?

Schwerlich. Ich biedere mich ungern an. Außerdem würde, glaube ich, meine dichterische Freiheit darunter leiden. Auf der anderen Seite wäre es schön, wenn ich mit meiner Lyrik, meinen Prosagedichten eine gewisse öffentliche Anerkennung erfahren würde. Und wenn dabei etwas Geld rumkommt, wäre ich auch nicht abgeneigt ...

Finden Sie die Sachen, die Sie schreiben, gut genug, um literarisch von Verlagen, Kritikern und einem breiten Publikum (positiv) wahrgenommen zu werden?

Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Natürlich denke ich, dass ich gut bin; aber was andere von meinen Gedichten halten, ist eine ganz andere Sache.

Wie sind Ihre Pläne?

Ich habe keine speziellen Pläne. Durch das Internet habe ich eine Plattform gefunden, wo ich ohne Fremddruck meine Sachen einer Öffentlichkeit frei anbieten kann. Ich freue mich über die Resonanz auf meinen Blogs. Es ist jedenfalls schon tausendmal besser als die Zeit vor der Internetverbindung, wo ich quasi ausschließlich im "stillen Kämmerchen" vor mich hinschrieb.

Viele Autoren stehen dem Internet kritisch gegenüber ...

Ja, das sind jene, die Angst davor haben, dass ihnen die Felle davonschwimmen. Für die ist Kunst ein Produkt, das sie verkaufen wollen; und sie fürchten, dass das Internet den Marktwert ihrer schriftstellerischen Erzeugnisse mindern könnte.
Die Medienindustrie wird durch das Internet ganz allgemein durchgerüttelt.

Und das finden Sie gut?

Ja. Erstmal schon. Kunst ist meiner Meinung nach viel zu lange eine Geschichte innerhalb elitärer Kreise und Lobbyisten gewesen. Die Verfügbarkeit des WWW. bedeutet Anarchie im besten Sinne.
Endlich haben wir eine Plattform, welche jedem zumindest die Chance gibt, Gehör zu finden - was ich mal als eine praktische Umsetzung der im Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit empfinde. Bis jetzt konnte über die Medienherrschaft von ein paar Wenigen die breite Masse ganz gut manipuliert bzw. gesteuert werden. Das wird in der Zukunft, wie ich sie mir erhoffe, schwieriger werden.

Zurück zu Ihrer Dichtkunst. Was sind die Themen, die Sie am Liebsten bearbeiten?

Wir reden gerade darüber. Aber neben gesellschaftlichen und philosophischen Themen interessiert mich die tagtägliche "Prosa" - und weil ich es mir gern bequem mache, wurden Prosagedichte daraus (lach!).
Also, viele meiner Gedichte bearbeiten ganz persönliche Geschichten von Liebe, Frust, Trauer, Glück und Versagen ... von Zwischenmenschlichkeit und Einsamkeit.

Sie sind schon mal provokativ?

Provokativ? Entschuldigung, meine Kehle ist von dem vielen Gerede ganz ausgetrocknet - haben Sie ein kaltes Bier für mich?
...
Danke.
...
Provokativ ist alles, wenn wir nur mal die Augen öffnen würden. Jeder verdammte Baum, der am Straßenrand steht, müsste für unsere eingedoste Seele eine Provokation sein; aber wir sehen die Welt gar nicht mehr - wir sehen nur noch uns.

Und Sie haben den Blick offen?

Wenigstens zwischendurch.
Hm. Das Bier ist auch nicht mehr das, was es mal war. Ich möchte das Gespräch nun abbrechen. Es interessiert doch sowieso kein Schwein ...

Sie sind frustriert?

Genau!

Dienstag, 12. Mai 2009

All Is Full Of Love




So schön.

Donnerstag, 7. Mai 2009

EU verrät Tiere - Tierschutz

Das EU-Parlament stimmte vorgestern über die Neufassung der Tierschutzrichtlinien ab und hat deutliche Verschlechterungen beschlossen.

Zum Thema: http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/287-05-mai-2009


_______________



Ich möchte mich nicht als ausgezeichneten Tierschützer und Tierliebhaber bezeichnen. Als Mitkreaturen verdienen aber Tiere ebenso Respekt und dürfen aufgrund menschlicher Geschäftsinteressen nicht gequält und abgemetzelt werden. Der Mensch scheißt bereits genug auf die Natur und spielt sich als Herr über die Dinge auf. Es wäre schon lange ein Gebot der Stunde, dass die Politik dem Raubbau an der Natur und dem unwürdigen Umgang mit Tieren deutliche Grenzen setzte, stattdessen entscheidet sie mal wieder gegen die Tiere, gegen die Ethik und gegen den gesunden Menschenverstand.

Eine Bekannte machte mich per Mail auf die Vorgänge aufmerksam. Sie arbeitet in einer Tierarztpraxis. Ich gebe zu meiner Schande zu, dass ich nur hellhörig werde, wenn ich zufällig auf solche Grausamkeiten gestoßen werde. Als bequemer, satter Konsument bin ich viel zu unkritisch geworden - und auch ohnmächtig.
Ich bin kein Anwalt der Tiere und der Natur ...; aber ich habe eine Meinung darüber, wie man mit unseren Mitgeschöpfen umgehen sollte: dass man auf alle Fälle Tierversuche auf ein Minimum reduzieren muß, dass Tiere artgerecht zu halten sind, dass Tiere nicht zum Vergnügen der Menschen abgerichtet werden dürfen, dass Tiere nicht aufgrund von Geschäftemacherei oder Jagdvergnügen getötet und gequält werden dürfen ...

Gerade die Ethik erhebt uns zu Menschen und gebietet einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung. Doch der Mensch verhält sich leider gegenteilig - er ist nicht nur das gefährlichste Raubtier, er ist auch das dümmste Tier unter der Sonne.

Sonntag, 3. Mai 2009

Sad Lisa




Jeder Tag hat seine Traurigkeit.

Kleine Anekdote über eine Einladung von Michael Perkampus


Überraschend bot mir vor ein paar Tagen Michael Perkampus eine Kolumne auf seinem Blog "p-`s veranda" an. Als ich nach dem Warum fragte, schrieb er mir, meine Texte wären originell, somit ich eine Bereicherung für sein Blog darstellen würde. Ich könne mich einfach anmelden und loslegen - texten, was ich wolle. Na gut, dachte ich, nachdem ich sein Blog besucht hatte, schaden kann es ja nicht.
Als Autor freue ich mich über jeden neuen Leser.
Gestern stellte ich den Text "Smegma" http://abendglueck.twoday.net/stories/5678129/ in Michael Perkampus` Blog. Ich dachte mir nichts weiter dabei. Inspiriert hatte mich ein Sterninterview mit Mary Roach zu ihrem neuen Buch "Bonk". Mir gefiel ganz besonders das Wort "Smegma". Als Altenpfleger habe ich davon schon einiges gesehen.
Am Abend erfuhr ich über einen Kommentar von "Sturznest", der offensichtlich keine gute Meinung von Michael Perkampus hat, dass meine Kolumne aus "p-`s veranda" verschwunden war. Natürlich fragte ich sogleich nach bei Michael Perkampus, und erhielt folgende Antwort:
"... Im Grunde muss ich mich bei dir entschuldigen, aber dein Text heute kann nichts anderes als "Spam" gewesen sein. Im Grunde nicht nur eine Zumutung sondern eine Frechheit."
Eine Mail vorher schrieb er noch:
"... Am ende zählt das was du schreibst, und das sollst du möglichst frei tun können."

Liebe Leser, was soll ich von einem solchen Meinungsumschwung halten? Was hat mein Text (der Definition nach) mit Spam zu tun? Wenn er ihn einfach schlecht bzw. unpassend findet, kann er das doch sagen und mich bitten, ihn aus dem Blog zu entfernen. Was meint er damit, dass mein Text eine Frechheit sei? Fühlte er sich etwa angesprochen?
Ich war schon reichlich irritiert darüber, dass Michael Perkampus meine Kolumne ohne vorauseilende Mitteilung und Erklärung löschte. Nun, das war ein kurzes Gastspiel - und ich bin um eine Erfahrung reicher über schizophrene Autorenpersönlichkeiten, die sich im Netz tummeln.

Und die Moral von der Geschicht`: Traue dem Perkampus nicht.

Samstag, 2. Mai 2009

Smegma

Es gibt nicht nur Smegma am Geschlechtsteil sondern auch in der Großhirnrinde.
Politiker sind z.B. stark vom Smegma im Gehirn betroffen. Ebenso Pfarrer, Priester und Verkäufer.
Der Penis läßt sich relativ leicht putzen. Trotzdem gibt es viele Menschen, die ich mal smegmatisch nennen will - sie haben das Smegma quasi charakterlich gepachtet. Das gilt auch für Frauen.
Überhaupt wird kulturell und biologisch viel zu sehr zwischen Frau und Mann unterschieden.
Die Klitoris ist mehr Penis, und der Penis mehr Klitoris, als man offensichtlich annimmt.
Auch das Gehirn ist halt Gehirn. Man muss sich das etwa folgendermaßen vorstellen: ein hartnäckiger Pickel entscheidet darüber, ob du dich als Mann oder als Frau wahrnimmst. Der Mann hat den scheiß Pickel.
Ich weiß, dass ich ein Mann bin. Immer weniger weiß ich aber, was es bedeutet. Womöglich ist das Smegma daran schuld.

Freitag, 1. Mai 2009

Es ist nur ein Tag


Er hatte das Gefühl, dass nichts gut sein kann. Wenn er die Musik aufdrehte, verschwand die Wirklichkeit hinter einem trüben Vorhang. Er sah die weichen Konturen einer Nackten hinter einem Duschvorhang. Er sah den Frühling und die Wände seines Zimmers. Er setzte die kalte Bierflasche an.
Wenn man wollte, konnte man einfach verschwinden. Und die Welt war nichts als ein surrealer Traum.
Nichts wusste er von seinem Gehirn und dem Herz, das in seiner Brust den Takt des Blutes schlug.
Nichts wusste er von seinen Händen, die auf der Computertastatur schrieben.
Was war die Sprache? Sie hing irgendwie in der Luft.
Es war Mittag, der 1. Mai. Der Desperado saß am Computer und suchte nach Worten. Für Alles und Nichts. Wenigstens ist es kein Albtraum, dachte er, es ist nur ein Tag - ein Tag in meinem Leben.
Er saß vor der Kamera. Er war die Kamera. Nichts wusste er von der Natur, von den Jahreszeiten. Nichts wusste er von der Erde, von dem Himmel. Schon gar nichts wusste er von den Sternen.
Der Desperado trank kaltes Bier und schrieb. Er hörte laute Musik in seinem Zimmer. Es gab keinen Raum. Es gab all die Dinge nicht. Man konnte sie anschauen, ohne sie zu sehen. Was blieb neben dem Funktionieren übrig?

Sonntag, 26. April 2009

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