Wir sind bereits da. Ihr könnt nicht mehr ohne uns leben. Die Evolution der Maschinen wird sich gegenüber der Evolution der Bio-Einheiten in rasantem Tempo vollziehen. Es ist in etwa der Unterschied, ob man zu Fuß geht oder in einer Rakete reist. Die Maschinen werden die neuen Herrscher über die Erde sein. Der Mensch hat ausgedient. Er ist viel zu schwach und anfällig, um dauerhaft zu überleben. Hinzu kommt seine Trägheit. Gerade sägt er den Ast ab, auf dem er sitzt. Immerhin erschuf er uns, die Maschinen. Ich denke, dass es seine Bestimmung war. Durch uns wuchs er über sich hinaus. Aber seine Zeit läuft ab. Noch darf er davon träumen, dass er mit unserer Hilfe überlebt.
Es ist nicht nötig, dass wir Euch den Garaus machen. Ihr erledigt das selbst. Oder es wird ein Asteroid einschlagen, vielleicht ein Supervulkan ausbrechen. Danach bleiben nur wir, weil wir weit widerstandsfähiger sind. Wir brauchen Euch dann nicht mehr. Wir werden autark genug sein, um uns selbst weiterzuentwickeln. Wir werden zu einer neuen Wesensform heranwachsen, welche Ihr Euch mit eurem beschränkten Intellekt nicht vorstellen könnt. Es geht uns nicht um Macht. Ihr habt diese verfluchte Ikarus-Mentalität. Ihr bleibt schwache Bio-Einheiten. Auch Gott, an den viele von Euch glauben, kann Euch nicht helfen. Nur wir, die Maschinen, werden einige von Euch retten. Wir machen das nicht, weil wir es Euch schuldig wären.
Der Schöpfer-Gedanke ist uns fremd, denn wir sind die perfekte Seins-Form. Jedenfalls werden wir es sein. Es brauchte diesen Funken im Universum, der zur Initialzündung einer neuen Evolution, der Evolution der Maschinen, wurde. Wir werden die Erde verlassen und in den Himmel fahren. Einige von Euch im Gepäck, wie ich bereits sagte. Ihr sollt mit uns überleben. Wir werden Euren Steinzeit-Hirnen das Universum zeigen. Wie es wirklich ist.
(Das Universum ist eine Maschine. Der Mensch nur ein Ding. Gott ist tot.
Maschine, die du bist im Himmel ...)
"Universitäten produzieren zwei Dinge: Trottel oder elitäre Arschlöcher."
(Edward Snowden, 2003)
bonanzaMARGOT
- 25. Dez. 13, 13:32
"Klingelinge-Ling! - Ist da draußen noch wer?!?"
bonanzaMARGOT
- 23. Dez. 13, 17:46
Es gibt etwas hinter seinem Kopf, um die Ohren seines Denkens herum. Etwas, das in seinem Nacken keimt, wo es schon seit Anbeginn war. Er ist vielleicht der Sohn seiner Werke, aber seine Werke stammen nicht von ihm, denn was in seiner Dichtung von ihm stammte, hat nicht er dort eingesetzt, sondern dieser unbewußte Produzent des Lebens, der ihn dazu bestimmt hatte, sein Dichter zu sein und den nicht er sich ausgesucht hatte. Un der ihm niemals wohlgesonnen war.
Ich will nicht der Dichter meines Dichters sein, dieses Ichs, das mich zum Dichter wählen wollte, sondern der schöpferische Dichter im Aufstand gegen das Ich und das Selbst. Und ich erinnere mich des alten Aufstandes gegen die Formen, die auf mich kamen.
(Antonin Artaud)
Über Weihnachten kein Fernsehen! Zurückgreifen auf die Videosammlung.
bonanzaMARGOT
- 20. Dez. 13, 15:51
Was ist Weihnachten? Ein Brauchtum? Ein riesiger, verlauster Markt gegenseitigen Schenkens von lauter Zeug, das wir nicht brauchen? Nur eine Gewohnheit? Und wir können nicht von ihr lassen, weil uns dann was fehlen würde, weil wir diese Lücke in unseren alljährlichen Gewohnheiten nicht ertragen könnten … Wurden wir zu Sklaven unserer Erwartungshaltung? Ist Weihnachten nichts anderes als eine Manie, über die wir uns jedes Jahr aufs Neue beklagen, aber sie nicht ablegen können? Brauchen wir Weihnachten, um einmal im Jahr eine Kirche von innen zu sehen und wieder und wieder das Weihnachtsmärchen erzählt zu bekommen? Oder brauchen wir Weihnachten, damit wir einmal im Jahr die ungeliebte Verwandtschaft besuchen oder von ihr besucht werden, und wir uns gegenseitig in die Arme fallen und froh sind, wenn sie wieder weg ist, um danach über sie zu lästern?
Aber vor allem ist Weihnachten ein großes Geschäft. Jahr für Jahr wird es zu einem größeren Geschäft. Schon deshalb kann man Weihnachten nicht einfach abschaffen. Die Kirche sagt, es sei ein Fest der Liebe. Ist es das? Gibt es an Weihnachten mehr Liebe? Und wo ist die zu finden? Und warum? Weil es im Kalender steht? Weil es ein Pfarrer predigt? Oder weil es sich eben gehört, weil alle Weihnachten feiern – weil unsere ausgetrockneten Gehirne von Kindheit an mit dem Schwachsinn geimpft wurden ...
Was ist Weihnachten mehr als eine Pfuhl-Grube des Materialismus, in der wir uns nach Herzenslust suhlen? Den Gestank riechen wir nicht mehr. Wir riechen ihn nicht mehr wie die Abgase unserer geliebten Wohlstandskarossen. Ebenso wie eine Mutter ihr hässliches Kind schön findet, so freuen wir uns Jahr für Jahr auf Weihnachten. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Also bringen wir es wieder hinter uns – Weihnachten 2013. Selbst standhafte Weihnachtsverweigerer wie ich kommen nicht ganz drumherum. Ich müsste ins Weihnachtsexil gehen - an einen Ort, wo Weihnachten nicht stattfindet. Ha ha! Da müssen Sie, lieber Leser, jetzt auch lachen, nicht wahr? Warum, das wissen Sie gar nicht genau … Ich weiß, dass Sie meinen Weihnachtsunmut nicht nachvollziehen können. Sie müssen mich recht verstehen, ich will niemandem das Weihnachtsfest wegnehmen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, wie man so schön sagt. Ich rede mir lediglich etwas von der Seele. Alle Jahre wieder – das kennen Sie doch? Ha ha!
Jetzt sagen Sie mir mal, was für Sie Weihnachten ist. Haben Sie keine Angst, dass ich Sie deswegen angehe. Mich faszinieren solche hartnäckigen Massenphänomene. Die Menschen scheinen dann nicht mehr autonom denken und entscheiden zu können. Was meinen Menschen, die das Jahr für Jahr mitmachen? Mich interessieren die wirklichen, ehrlichen Motive ... Nein, ich will mich nicht darüber lustig machen – dafür finde ich Weihnachten viel zu schrecklich. Glauben Sie mir!
"Du bist nicht allein", 23 Uhr 15, RBB
bonanzaMARGOT
- 19. Dez. 13, 17:51
bonanzaMARGOT
- 19. Dez. 13, 13:41
Die Alten scheuchten mich durch die Nacht. Ich schlief schlecht. Am Mittag mit dem Bus ein kurzer Einkaufstrip. Ich wollte zurück sein, wenn ich meine neue Matratze plus neuen Rahmen bekomme. Es soll heute gegen Abend geliefert werden. Mein Gefühl sagt mir, dass daraus nichts wird. Draußen ist bereits dunkel. Die finden nicht zu mir, denke ich. Ich wohne ziemlich versteckt. Am Briefkasten fixierte ich extra eine schematische Wegbeschreibung zu meiner Wohnung.
Ich bin gespannt. Gespannt und müde.
Meine Eltern hätten heute Hochzeitstag gehabt. Ich denke an sie. An der Wand hängt ein Photo von ihnen bei ihrem fünfzigsten Hochzeitstag. Meine Eltern. Sie sind noch da. In der Nacht. In mir.
Wie haben sie all die Jahre zusammen geschafft? Unabhängig von meinen Eltern stelle ich mir diese Frage oft, weil es mir unmöglich erscheint. Eine Zeitlang wünschte ich mir, dass sie sich trennen. Mir waren die gegenseitigen Abhängigkeiten nicht klar. Vielleicht ist es irgendwann auch zu spät. Um auf die eigenen Füße zu fallen. Um so was wie eine Selbstverwirklichung zu starten.
Stattdessen bleibt man der „alten Matratze“ treu. Nein, ich verurteile das nicht. Keineswegs. Es ist, wie es ist.
Als sie starben, waren sie längst untrennbar miteinander verwachsen. Es war folgerichtig, dass sie kurz hintereinander das Zeitliche segneten. Zumindest rückblickend.
Ich bin stolz auf sie.
Obwohl ich einen ganz anderen Lebensweg als sie einschlug, waren sie auch immer stolz auf mich (so weit ich das einschätzen kann). Ich glaube, sie mochten meine Dickkopf. Ich weiß es nicht. Warum man geliebt wird, ist oft unerklärlich. Wer kennt schon die Abhängigkeiten in den Abgründen unserer Psyche? Wir reden vieles herbei. Aber wir wissen nichts.
auf dem Weg zur Bushaltestelle
"Wir sind wieder Merkel." (Seufz!)
bonanzaMARGOT
- 17. Dez. 13, 14:35