Dienstag, 20. März 2012

Rückfahrt


Im Zug. Im Zuge eines Erlebnisses. Zurück bedeutet nicht Abschied. Die Sonne scheint. Meine Nase schält sich. Ich sah die Berge. Ich sah einen schönen Ort. Ich fand dort einen Platz. Getränkt mit Liebe und Wohlfühlen. Seltsam fremd aber im Innersten sehr nah.
Im Zug. Im Zug nach Hause. Den Zauber des Erlebten im Herzen. Die Hoffnung in der Reisetasche und das Glück vor Augen. Vor tränenfeuchten Augen.
Die Sonne scheint. Die Berge liegen hinter mir. Ich sehne mich zurück zu ihr ...





Rückfahrt

Donnerstag, 15. März 2012

Morgen


Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Am Vortag meiner Abreise scheint jedenfalls die Sonne. Bilderbuchwetter. Der Frühling kommt. Mein Husten löst sich langsam. Die Augen noch müde, blinzele ich in den Tag. Acht Nächte habe ich hinter mir. Und ein wunderschönes Wochenende liegt vor mir! Meine Seele ist hungrig nach Wärme und Licht.





Mittwoch, 14. März 2012

Seide (65)

Der Schlußsatz:

Bisweilen, an windigen Tagen, ging er zum See hinunter und schaute Stunden lang hinaus, denn es schien ihm, als zeichne sich auf dem Wasser das unerklärliche, schwerelose Schauspiel dessen ab, was sein Leben gewesen war.

(aus "Seide" von Alessandro Baricco)

Dienstag, 13. März 2012

TV-Tipp:

"Des Teufels General", 20 Uhr 15, DAS VIERTE

Samstag, 10. März 2012

Achtung Ansteckungsgefahr!


Guten Morgen. Ist man erst tot, wenn man bereits gelebt hat, oder auch schon, bevor man lebte? Ich bin total verschnupft. Der Schnupfen wirbelt alles durcheinander in meinem Kopf. Kürzlich erhielt Herr Wulff, seines Zeichens Ex-Bundespräsident, seinen Zapfenstreich. Es erinnerte mich irgendwie an eine Erschießung. Irgendwas wurde dabei erschossen. Nein, nicht Herr Wulff. Ich glaube, es war die Ehre. Wobei wir bei den knapp zweihunderttausend Euro Ehrensold wären, die Herr Wulff natürlich nicht ablehnt. Damit ließen sich jährlich einige Pflegekräfte finanzieren … Das nur mal am Rande. Ich will mich nicht aufregen. Nicht wegen der paar Kröten, oder? Soll er sie doch fressen. Also, wie sieht`s nun aus: Was ist mit der Zeit vor der Zeugung – war man da nun tot, oder war man da einfach nicht existent? Und was ist dann der Unterschied zwischen tot sein und nicht existent? Neulich im Altenheim erzählte mir eine Neunzigjährige, als ich sie zu Bett brachte, von ihren ersten Erlebnissen mit Männern. Wir lachten uns zusammen halb tot – die Greisin und ich. Tja, rückblickend gibt`s schon eine Menge zu lachen, wenn man Humor hat. Da braucht man nicht unbedingt Cannabis. Obwohl. Auch egal. Der Schnupfen kommt heute gut. Muss ich ehrlich sagen.
Wenn ich verliebt bin, habe ich oft Schnupfen. Komisch. Jedenfalls auffällig. Vielleicht schwächt die Verliebtheit meine Abwehrkräfte. Natürlich gilt nicht notwendigerweise der Umkehrschluss. Alles klar? Also, ich glaube, dass ich keine Angst vorm Tod haben muss, da ich ja schon tot war. Dummerweise kann ich mich nicht mehr genau an diese Zeit erinnern. Aber wenn`s sehr schlimm gewesen wäre, dann wüsste ich das doch. Das beruhigt mich. Nicht total. Es bleibt eine Rest-Angst. Und vor allem habe ich keine Lust zu sterben, wenn das Leben derart lustig sein kann!
Hebt die Tassen, Leute! Auf den ausgeschiedenen Bundespräsidenten Wulff und auf die nächste politische Posse in diesem Land! Und auf meinen Schnupfen!

Freitag, 9. März 2012

TV-Tipp:

"The Green Mile", 20 Uhr 15, RTL II

Donnerstag, 8. März 2012

Seide (17)


einfach, poetisch, kraftvoll



"Wie ist das Ende der Welt?" fragte ihn Baldabiou.
"Unsichtbar."
Seiner Frau Hélène brachte er ein Seidengewand mit, das sie aus Schüchternheit nie trug. Wenn man es anfaßte, war es, als hätte man das Nichts in Händen.


(aus "Seide" von Alessandro Baricco)



Manche Bücher in der Straßenbahn oder in der Dönerbude zu lesen - ist wie ein Tor zu einer anderen Welt vor Augen.
Als wäre man in einem Zwischenreich hin- und hergerisssen.
Um Danke zu sagen.

Montag, 5. März 2012

TV-Tipp:

"Das Wunder von Kärnten", 20 Uhr 15, ZDF

ein literarisches Tagebuch

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