Auf ein Glas Bier mit Gott


Die Stadt ist ein brüllendes Tier und der Bahnhof sein Schlund. Wolkenkratzer ragen wie Reißzähne in den Himmel. Ich gliedere mich ein in den Strom. Ich tauche ein in den Blutkreislauf der Metropole, anonym unter Millionen, die an mir vorbei hasten, Geschäften nachgehen. Wir alle sind Futter des Geldes mit Wunschträumen aus Plastik und Blech. Wir huldigen dem Mammon und trinken mit Gott ein Glas Bier.
Einsam und stumpf, gelenkt von den Puppenspielern, die in den oberen Etagen der Türme sitzen, angepasst an eine Idiotie fressen wir unsere Seele auf - bis wir nur noch wandelnde Schatten sind, Hybridwesen in einer Maschinenwelt, Sklaven einer riesigen Konsumblase.
Ich irre durch die Großstadt wie durch ein Labyrinth. Fremd unter Fremden …, ich löse mich auf und fließe mit, begreife die Welt nicht, den Himmel über der Stadt, begreife nicht die Flut der Eindrücke; setze mich auf eine Holzbank an einem Marktstand und trinke ein Bier. Kinder springen vor einem Hasenkäfig auf und ab. Ich mache Fotos, auf denen nichts zu sehen sein wird. Nicht das, was ich sehe. Gott sitzt neben mir, und ich stoße mit ihm an. Wir brauchen uns nichts sagen.

ein literarisches Tagebuch

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