Krieg ist nicht von gestern


Heute vor achtundsechzig Jahren passierten die schrecklichen Luftangriffe der Alliierten auf Dresden. Die Bilder und Zeitzeugenberichte sind erschütternd. Unfassbar sind die Schrecken des Krieges. Die Menschen sind traumatisiert. Eine Überlebende sagt, dass sie in jenen Tagen ihren Gottesglauben verlor … und vieles mehr. Ein ehemaliges Besatzungsmitglied der Bomber sagt mit Tränen in den Augen, dass wir Menschen nicht daraus lernen … wieder dieselben grauenhaften Dinge tun.
Die Doku macht mich betroffen. Manchmal höre ich von den Alten im Altenheim Sätze wie: „Das können sich die jungen Leute heute gar nicht vorstellen – was wir alles mitmachten.“
„Nein, wir kennen den Krieg nur noch aus dem Fernsehen“, sage ich, „Gott sei Dank.“
Die Erinnerungen an die Schrecken des Krieges sollten lebendig gehalten werden. Jeder Krieg ist ein Verbrechen, und die Soldaten machen sich zu Mördern. Wie leichtsinnig werden oft Kriege geführt. Die Motive fadenscheinig. Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch. Bündnispflichten. Krieg gegen den Terrorismus. Gegen die Achse des Bösen.
Leidtragend ist die Zivilbevölkerung. Sie wird zwischen den Kriegsparteien zermahlen, hin und her geschubst.
Wir sollten uns nichts vormachen: Die wenigsten Kriege werden aufgrund edler Gesinnung geführt, um den Menschen zu helfen, sie aus der Geißelung von Regimen zu befreien. Es geht fast immer um Machtinteressen, Ideologie, Vaterland, um Vergeltung, um blinde Wut und Irrsinn. Es gibt keinen sauberen Krieg. Wo gehobelt wird, fallen Späne.
Krieg ist in jedem Fall barbarisch. Er zeigt, dass wir viel weniger zivilisiert sind, als wir meinen. Toleranz, Friedfertigkeit, Gerechtigkeit und Moral fallen nicht vom Himmel ...
Millionen Menschen mussten in den Weltkriegen sterben, damit wir heute diese lange Friedensperiode in Mitteleuropa erleben können. Meiner Meinung nach tragen wir diesem Umstand ungenügend Rechnung. Wir sollten mehr für den Frieden auf der ganzen Welt tun. Die Maxime sollte lauten: Frieden schaffen ohne Waffen. Stattdessen ist Deutschland der drittgrößte Waffenlieferant der Welt.
Mir gibt das zu denken. Ich habe kein großes Vertrauen in die Politik, was die Bewahrung des Friedens angeht.

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Schon ärgerlich
Und wo findet man dich in Zukunft?
casy01 - 27. Mai, 19:54
Zu den Rubriken (3)
28.10.2016 - 31.05.2018 2018 - Reisen Ausklang Am...
bonanzaMARGOT - 27. Mai. 18, 10:39
Countdown To Hell
Noch fünf Tage, dann macht Twoday den Sack zu....
bonanzaMARGOT - 27. Mai. 18, 10:35
TV-Tipp
"Johnny Guitar - Gejagt, gehasst, gefürchtet",...
bonanzaMARGOT - 27. Mai. 18, 09:46
tja. die realität...
tja. die realität macht alles platt. und hernach...
bonanzaMARGOT - 26. Mai, 16:29
Wie schön, dass...
Wie schön, dass du auch siehst das Märchen...
NBerlin - 26. Mai, 16:10

Archiv

Februar 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Über dem Paradies ist immer Nacht.
Über dem Paradies ist immer Nacht.
bonanzaMARGOT - 10. Mai. 18, 12:18
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
bonanzaMARGOT - 07. Apr. 18, 16:26
Auch Intelligenz kann weh tun.
Auch Intelligenz kann weh tun.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 17:09
Das Elend in der Welt ist die Macht.
Das Elend in der Welt ist die Macht.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 06:41

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 3909 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 27. Mai, 19:54