Sonntag, 9. Februar 2014

TV-Tipp:

"Mulholland Drive", 23 Uhr, BR

Samstag, 8. Februar 2014

Heute bin ich zuhause


Zuallererst einen Gruß an meine Mama, die heute ihren 80sten gefeiert hätte. Sohnemann vergisst sie nicht …
Die Toten gehen in die Ewigkeit ein. Gott schenkt ihnen Friede und Güte. Es ist ein schönes Bild, auch wenn ich nicht an Gott glaube. Spontan denke ich an Bilder von Marc Chagall
Ich höre Vogelgezwitscher, das durch das offene Badfenster dringt. Es übertönt die Waschmaschine. Ich lausche und lächele.
In der Nacht hatte ich gute Träume.
Der Tag ist ein helles Tuch, samtig weich. Das Grau des Himmels strahlt Gleichmut aus. Ich bette meinen Kopf auf mein Herz.
Am Computer. Muße bei Musik von Nils Landgren. Ein wohliges Gefühl durchströmt mich. Alles ist gut – auch wenn ich weiß, dass dem nicht so ist. Ich darf einfach sein. Alle Last rutscht von mir.
Heute bin ich zuhause.




Marc Chagall, A Couple of Lovers,
nördliches, dreibahniges Chorfenster in der Mainzer Pfarrkirche St. Stephan


Mittwoch, 5. Februar 2014

TV-Tipp:

"Die Kunst des negativen Denkens", 22 Uhr 15, EinsPlus

Mittwochs-Weisheit






(dann und wann stehen interessante, grübelnswerte Sprüche auf dem Abreißkalender des Altenheims)

Dienstag, 4. Februar 2014

TV-Tipp:

"Orly", 21 Uhr 35, ZDFkultur

Montag, 3. Februar 2014

It´s a Miracle


Zur Zeit werde ich mit Werbemails bombardiert. Die letzten Monate, Jahre hatte ich Ruhe, weil ich, sobald ich doch mal eine dieser lästigen Werbemails erhalte, mich sogleich wieder austrage. Weiß der Teufel, wo diese Schwemme plötzlich herkommt. Irgendwer leitete ohne meine Einwilligung meine Mailadresse an eine dieser Medienverteilergesellschaften, in diesem Falle hauptsächlich DACHmails.com, weiter. Was es nicht alles für`nen Scheiß gibt!
Nun gut, ich rege mich darüber nicht mehr als nötig auf.

Die Tage plätschern dahin – ohne große Höhen und Tiefen – und das ist ganz gut so, denn aufregendere Zeiten werden sich früh genug wieder ergeben. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht gänzlich in Lethargie verfalle.
Die Todestage meiner Eltern jähren sich bald zum ersten Mal. Mein Papa würde heute seinen 82sten feiern. Der stetige Fortgang der Zeit verbannt alles in die Vergangenheit. Das überwältigende Moment und Empfinden der Gegenwart ist nur uns (zufällig) Lebenden gegeben. Es ist eine verrückte Sache, das Leben – und mit ihm das Lieben. It`s a Miracle.
Ich stelle mir vor, dass die Toten unser Streben nach Liebe, Glück und Reichtum milde belächeln.
Das Leben ist wie eine weißes Blatt Papier, das wir mit unserer Geschichte vollschreiben. Jeden Tag kommt ein Satz hinzu. Leider kann man die verhunzten Wörter, Sätze und Abschnitte nicht einfach schreddern. Unser Leben ist absolut authentisch. Wir können den ganzen Schwachsinn, den wir verzapfen, nicht auslöschen. Damit wir nicht ganz so schlecht aussehen, machen wir unsere Mitmenschen noch schlechter …, was zur Folge hat, dass diese den Spieß umdrehen, und so weiter und so fort. Demütig sind wir selten, und wenn, dann aus Berechnung.
Mein Menschenbild ist wirklich nicht das Beste. Die Toten könnten uns was erzählen, aber sie sind dummerweise tot. So ist das. Wir müssen weitermachen, auch wenn die Geschichte mies ist.
Gibt es die Liebe? Haben wir überhaupt eine Seele? Ich weiß es nicht. Es könnte auch eine Farce sein. Wir führen ein Marionetten-Dasein. Mehr oder weniger. Jedes Gegen Den Strom Schwimmen kostet unendlich viel Energie. Wir klammern uns an Einbildungen und Träume. An was sonst?
Am Besten wäre es, man könnte das Blatt Papier leer lassen. Aber das geht nicht – nicht solange man lebt. Die Zeit selbst würde für mich weiterschreiben …, falls ich mich in totale Lethargie ergeben würde. Das wäre ein Lebendig Begraben Sein. Nicht sehr spaßig.
Es geht darum, einen Sinn in der Sinnlosigkeit zu finden. Man muss sich was vormachen.

So, jetzt habe ich mit meinem depressiven Geschreibsel gar die Sonne verscheucht. Es war wirklich nicht mein Vorsatz. Vielleicht liegt es daran, dass ich heute Abend wieder in die Nachtwache muss.
Manchmal bilden sich um mich Blasen der Trostlosigkeit.
Scheiße.




lieber Mark Twain, das ist nicht so einfach

Sonntag, 2. Februar 2014

Momento


Den Kopf frei kriegen für ich weiß nicht was. In Gedanken fort segeln. Totale Entspannung. Auf einem Meer von Momenten. Leere Hirn-Autobahnen. Gestern und morgen vergessen. Der Herzschlag trägt. Unhörbar. Ich bin mein einziger Gast. Von einer Melodie entführt. Hier im Nirgendwo. Der Geist versinkt in Ruhe. Die Welt ein Bett. Zartes Spiel des Windes. Das Lächeln von Vater und Mutter. Zeitlos. Immer da.

Samstag, 1. Februar 2014

Ein dauerhaftes Ärgernis




Schabenbekämpfung auf Gehwegen

Freitag, 31. Januar 2014

Gravitatives Nirgendwo


M wie Mars*. Ich aß lieber Nuts*. Als Kind. Wie wäre es mit einem Mars-Bier? Ich meine, das Erste, was man auf dem Mars installieren müsste, wäre eine Brauerei. Schon aufgrund der Gastfreundschaft. Falls Aliens vorbeikommen. Ein gutes Bier deckt einfach alle Bedürfnisse ab.
Gestern saß ich mal wieder im Coyote Café an der Bar. Die blonde Polin bediente. Und die Kollegin mit dem Putzfimmel. Ich finde sie trotzdem nett. Beide. Jede auf ihre Art.
Ich war noch nicht lange da, als ein Dicker reinkam und fragte, ob er sich zu mir setzten dürfe. Die ganze Bar war leer, aber er wollte neben mir sitzen. Na gut. Ich nickte freundlich und sagte: „Ja.“
Er bestellte sich eine heiße Schokolade. Ich schaute in das Regal, wo die ganzen Spirituosen stehen. Ab und zu drehte ich meinen Kopf zum Fenster. Auf der Fußgängerzone ist immer was los.
Der Dicke und ich waren die einzigen Gäste. Nachmittags unter der Woche kommt so was vor. Aber es kann sich schnell ändern - wie das Wetter im Gebirge.
Plötzlich drehte er sich zu mir und fragte: „Bist Du ein Philosoph?“ Leicht verdutzt antwortete ich: „Nein … Warum?“ Darauf er: „Es gibt so philosophische Fragestellungen.“ Ich grinste und schwieg. Auch die Polin grinste. Der Dicke spürte meine Ablehnung und widmete sich wieder seiner heißen Schokolade. Mir war gerade nach nichts. Ich mochte nicht mal mein Bier …
Auf dem Flug zum Mars würde mir sicher irgendwann das Bier ausgehen. Ich kenne mich. Auch deswegen die Mars-Brauerei. Ich und ein Philosoph?! Wie kam der Kerl nur darauf? Wahrscheinlich fragt er das jeden, neben den er sich setzt. Nun werde ich nie erfahren, was er von mir wollte. Nachdem er ausgetrunken hatte, ging er.
Ein paar Minuten später kam der nächste Dicke. Er setzte sich auch an die Bar. Aber nicht direkt neben mich. Ich beäugte ihn. Er bestellte ein Schnitzel mit Pommes und ein Weizenbier.
Die Polin zappte mit der Fernbedienung herum, um einen Sportkanal zu kriegen. Es hängt ein Fernseher an der Wand. Ich trank noch ein Bier, obwohl es mir nicht schmeckte. Dann holte ich mir den neuen Stern zum Durchblättern. Der Tag war bereits gelaufen.


(* Mars und Nuts sind die ersten Schokoriegel, an die ich mir erinnern kann; kurze Zeit später kam Milky Way)

Eines schönen Tages




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