Dienstag, 14. Juli 2009

Die Arschwischmaschine zeigt ihren Schreibtisch



Vom Bett aus aufgenommen


Da sitze ich, meistens an den Nachmittagen, wenn ich nach den Nachtwachen aufstehe, oder bevor ich zum Einkaufen ins Dorf runter radle.
Angeblich gehörte der Schreibtisch mal einem Arzt. Bestimmt schreibe ich hier deswegen so kluge Sachen(?)

Donnerstag, 9. Juli 2009

Willkommen im sozialen Deutschland!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal in diese Situation kommen würde, weder vor noch zurück zu wissen - mich von einem Arbeitgeber, einer Arbeitssituation derart in die Enge getrieben zu fühlen.
Gestern war diese Dienstbesprechung, auf der mir der Herr des neuen kirchlichen Trägers verkündete, dass nur aufgrund meiner langjährigen Betriebszugehörigkeit von einer Kündigung abgesehen wurde. Ich hatte es gewagt, die menschlichen Aspekte meines Fehlers anzusprechen.
Schließlich hob er noch darauf ab, dass er von den Mitarbeitern 100%ige Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber erwarte, und dazu gehöre auch, dass man in seiner Freizeit erreichbar sein müsse. Diese Worte waren eine Steilvorlage für meine PDL, die mir sogleich vorwarf, ich sei nie erreichbar. Jeder Einwand und jede Erklärung meinerseits hätten die Sache nur verschärft.
Es war schwer für mich in dieser Nachtwachenbesprechung die Kontenance zu bewahren. Sie hatten mich durch den Fehler, den ich mir dummerweise aber nicht absichtlich geleistet hatte, siehe http://abendglueck.twoday.net/stories/5786678/, mundtot gekriegt. Ich bin zum Abschuss freigegeben!
Passiert mir noch ein Fehler, finde ich die Kündigung in meinem Postkasten. Meine Kollegen und Kolleginnen wurden ebenso mit Repressalien bedroht, wenn sie sich nicht in ein "positives Licht" stellen würden. Man würde die Spreu vom Weizen trennen. Wir mußten alle unseren Unmut herunterschlucken - eine bittere Pille für jeden Menschen mit etwas Stolz im Leib.

Am liebsten würde ich alles hinschmeissen, nur um nicht mehr diesen "Laden" betreten zu müssen. Aber das ist nach 15 Jahren Altenpflegetätigkeit im selben Heim gar nicht so leicht.
Es stellen sich mir Fragen wie:
- Wo finde ich ein Altenheim, in dem ich mich einfügen kann; wo menschlicher und respektvoller miteinander und auch gegenüber den Alten gearbeitet wird?
- Will und kann ich überhaupt noch in diesem Beruf arbeiten?
- Brauche ich psychologische Unterstützung? Bin ich Burn-Out gefährdet?
- Macht es Sinn, mir juristische Hilfe zu nehmen?
- Wie sieht das mit meiner beruflichen Zukunft bis zur Rente aus (noch ca. 2o Jahre?
...

Ich fühle mich wie gelähmt, als würde eine riesige Last auf meiner Brust liegen.

Dienstag, 7. Juli 2009

God Hates A Coward

Montag, 6. Juli 2009

Woher kommt die Milch?



Aus dem Automaten, Kind!

Freitag, 3. Juli 2009

Der ganz normale Wahnsinn

Auf meiner Fahrradreise wurde mir einmal mehr bewusst, wie durchschnitten Deutschland von Straßen, Autobahnen, Bahnlinien, Zäunen und Beton ist. Oft irrte ich zwischen diesen Barrieren umher, verlor die Orientierung und fühlte mich sehr einsam und schutzlos, während auf den Kraftfahrtstrassen und Autobahnen der Verkehr mit ohrenbetäubendem Getöse dahinfloss. Die einzigen Landtiere, die ich sah, waren entweder totgefahren, oder sie bewegten sich in Gehegen. Gut, auf abgelegenen Strecken sprang schon mal ein Feldhase vor mir über den Weg, oder ein Fuchs. Diese Begegnungen hatten allerdings Seltenheitswert. Ja, es gibt noch ein paar relativ unberührte Landstriche. Und es gibt noch viel schöne Natur in Deutschland; aber mir wurde auf meiner Fahrt überdeutlich, wie viel Lebensraum wir Menschen einfach an uns rissen und verschandelten - ohne Respekt vor unseren Mitgeschöpfen.
Besonders schlimm wird es in der Peripherie von Großstädten. Ich finde nur ein treffendes Wort für meine Erfahrungen: "WAHNSINN". Der Verkehr stapelt sich geradezu, und als Fahrradfahrer wird man an die Seite gedrängt und vom Motorengebrüll eingeschüchtert. Ich wundere mich, wie sehr wir uns an diesen Verkehrsmoloch bereits gewöhnten - als wären wir blind für diesen Wahnsinn. Welchen Preis sind wir bereit für unsere Bequemlichkeit und unseren Wohlstand zu zahlen? Sind wir uns überhaupt über den Preis im Klaren? Ich glaube nicht; und das macht leider meinen Pessimismus aus, was die Zukunft der Menschheit angeht. Wir wurden längst zu technokratischen und größenwahnsinnigen Idioten. Ich will mich gar nicht ausnehmen. Niemand kann sich ausnehmen. Es ist nur die Frage, ob man noch sieht, was vorgeht; oder ob man wegsieht und nach und nach geistig erblindet.


...



Hey Du!

Donnerstag, 2. Juli 2009

15x auf- und abgebaut





...


Wenn das Zelt am Ende eines Tages stand, dann war das eine große Erleichterung. Die Unruhe von der Fahrt ebbte langsam ab. Wenn es am Campingplatz ein Restaurant gab, setzte ich mich dort mit einer Lektüre nieder, trank ein Bier, aß einen Salat und fragte, ob ich mein Handy aufladen dürfe. Manchmal war ich ganz schön groggy und lag bereits zum Schlafen im Zelt, bevor die Nacht anbrach.
Am nächsten Morgen war das Zelt nach Dusche und Toilette ruckzuck abgebaut, das Fahrrad bepackt; und wenn ich einen Kaffee bekam, sollte die Welt in Ordnung sein. Die nächste Etappe wurde in Angriff genommen.
Es lief nicht immer so super. Einige Male regnete es, und ich baute das Zelt im Nassen ab. Und leider war auch nicht immer ein Kaffee aufzutreiben.

Dienstag, 30. Juni 2009

Wege



mit Hindernis


auf dem Damm


durch Einsamkeit


...

Montag, 29. Juni 2009

Fehmarn



die Fehmarnsundbrücke


in Burg


Fernweh - bei Puttgarden


...


Wie wäre das, wenn man einfach weiter fahren würde, immer weiter ... immer gen Horizont - sich endlich frei fühlen, die Welt und den Himmel unverfälscht einatmen ...

Die Fehmarnsundbrücke ist ein beeindruckendes Bauwerk, aber als Fahrradfahrer gefählich zu befahren. Der einzige, schmale Fußweg, der von der Fahrbahn abgetrennt verläuft, war an dem Tag wegen Ausbesserungsarbeiten gesperrt; und so musste ich gute 6 km ungeschützt neben dem Verkehr radeln ohne eine Möglichkeit zum Wenden oder Anhalten. Ich war naß geschwitzt und sehr erleichtert, als ich endlich von der Bundesstraße, die weiter nach Puttgarden verläuft, abbiegen konnte.
Zwei Tage lang radelte ich quer über die Insel. In Burg gab es die einzigen Einkaufsmöglichkeiten, und dort drängelten sich der Verkehr und die Menschen. Als dann wieder schlechtes Wetter angesagt wurde, beschloß ich, am nächsten Tag die Heimreise (per Zug) anzutreten.

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