Ziel erreicht!

Mit dem Fahrrad von Heidelberg nach Fehmarn.

(Streckenverlauf, Bilder und Reiseeindrücke, wenn ich nächste Woche zurück bin.)
SehnsuchtistmeineFarbe - 17. Jun. 09, 16:09

prima!

geschafft! *applaus* :-)

testsiegerin - 17. Jun. 09, 16:17

*applaudiert frenetisch*

SehnsuchtistmeineFarbe - 17. Jun. 09, 16:18

oh testsiegerin!

wir haben den sekt vergessen!

*sektflaschehinstell*

prost! *klirr*

:-)

bonanzaMARGOT - 17. Jun. 09, 20:37

Danke! Und Prost den Damen!

Ich kann Euch sagen: Das war eine echte Ochsentour ...

testsiegerin - 20. Jun. 09, 15:50

und du der ochs?
bonanzaMARGOT - 20. Jun. 09, 16:00

wie ein ochse fühlte ich mich zwischendurch ... zum einen wegen der oft tierischen anstrengung; zum anderen, wenn ich blöd wie ein ochse aus der wäsche guckte.
fata morgana - 17. Jun. 09, 22:19

oh toll !! ich freu mich schon auf dein mitgebrachten eindrücke :-)

virago - 17. Jun. 09, 23:33

Ich beneide dich!

Ochsentour hin oder her, du kannst stolz auf dich sein. Du hast es geschafft. Und ich wette, du bist zwar erschöpft, aber zufrieden. Wie oft im Leben bist du so zufrieden wie gerade jetzt? Genieß es!

Liebe Grüße,
G.

bonanzaMARGOT - 20. Jun. 09, 11:23

stolz ist zu hoch gegriffen,virago.
es kommt mir irgendwie unwirklich vor. ein seltsames gefühl, wenn man wieder zurück ist.
sicher bin ich noch müde und erschöpft.
virago - 20. Jun. 09, 15:04

Warum denn zu hoch gegriffen? Also ich bin stolz auf mich, wenn ich etwas geschafft habe. Das ist gut fürs Selbstwertgefühl. Probier's mal aus!

Du könntest statt dessen natürlich auch einen Tipp von Kathrin Passig und Sascha Lobo umsetzen:
Wir haben im Buch einen Wohlfühl-Kunstgriff für To-Do-Listen beschrieben, der daraus besteht, Dinge aufzuschreiben, die man sowieso tut oder die einem extrem unschwer fallen. "Dringend liegen" streicht sich auch an einem Tag, an dem sonst nichts geht, praktisch von selbst von der Liste.
http://prokrastination.com/index.html?nr=20090226151635

;-)
bonanzaMARGOT - 20. Jun. 09, 15:31

kapiere nicht diese to-do sache.

ich weiß nicht, ob ich es wirklich für mein selbstwertgefühl brauche, nach fehmarn zu fahren. in gewisser weise - aber das ist nur oberflächlich. solch eine reise ist ein kampf nach innen ... man braucht das ziel nur als mittel zum zweck. solche kämpfe nach innen (oder inneren kämpfe) brauchen wir regelmäßig, um uns zu identifizieren und den eigenen fragen näher zu kommen. im normalen alltag funktionieren wir zu sehr als gewohnheitstiere.
der blick auf die welt verändert sich, wenn man sich vom alltag löst. man sieht mehr das natur-gegebene als die tragende kraft und nicht die menschlichen spinnereien.
und man sieht diesen wahnsinnigen kontrast zwischen der kunstwelt des menschen und dem, was sowieso da ist, schon immer da war ...
ja, das selbstwertgefühl steigt, wenn ich oben auf dem berg ankomme, doch fast im selben moment wird mir auch meine kleinheit klar in dieser landschaft und natur, unter dem himmel. ich bin nicht mehr als dieser vogel, der vor mir am wegesrand einen regenwurm aufpickt.
mir bleibt nur verwundertes schauen ...
alteFrau - 21. Jun. 09, 07:53

Der Blick auf die Welt verändert sich ... Jaaa, genau das ist es!

Du schriebst:
Zitat "der blick auf die welt verändert sich, wenn man sich vom alltag löst. man sieht mehr das natur-gegebene als die tragende kraft und nicht die menschlichen spinnereien.
und man sieht diesen wahnsinnigen kontrast zwischen der kunstwelt des menschen und dem, was sowieso da ist, schon immer da war ..."

Hallo boma,
das hast Du sowas von gut erfühlt, erkannt und beschrieben!
Genau diese Erkenntnis fehlt uns Menschen allzu oft, wenn wir uns mal wieder in Klein-Kleinkriege miteinander begeben, um etwas Gewesenes trauern, uns in Wut oder Rachsucht üben, und/oder nichts anderes mehr im Kopf haben, als uns zwischen den alltäglichen Reibereien, Kämpfen und Frusterlebnissen exessiven "Konsumfreuden" hinzugeben.
Ich stimme - als stetige Wald- und Wiesenläuferin hundertprozentig mit Dir überein - drei Ausrufezeichen ...
Herzlichen Dank für Deine schöne Karte - ausführliche Mail folgt, versprochen!
Lieben Gruß ((-;
Elke

PS:
Eine meiner Lieblingslyriken - kaum bekannt - aus dem "Steppenwolf" von Hermann Hesse begleitet mich seit Jahrzehnten, und drückt, zwar in ganz anderer Weise, aber doch ähnlich das aus, was Du in Deinem zitierten Kommentar beschrieben hast.
Ich kopiere es mal hier herein (hoffentlich ist das OK?!)


"Die Unsterblichen"

Immer wieder aus der Erde Tälern
Dampft zu uns empor des Lebens Drang:
Wilde Not, berauschter Überschwang,
Blutiger Rauch von tausend Henkersmählern,
Krampf der Lust, Begierde ohne Ende,
Mörderhände, Wuchererhände, Beterhände.
Angst- und lustgepeitschter Menschenschwarm
Dunstet schwül und faulig, roh und warm,
Atmet Seligkeit und wilde Brünste,
Frisst sich selbst und speit sich wieder aus,
Brütet Kriege aus und holde Künste,
Schmückt mit Wahn das brennende Freudenhaus,
Schlingt und zehrt und hurt sich durch die grellen
Jahrmarktsfreuden seiner Kinderwelt,
Hebt für jeden neu sich aus den Wellen,
Wie sie jedem einst zu Kot zerfällt.

Wir dagegen haben uns gefunden
In des Äthers sterndurchglänztem Eis,
Kennen keine Tage, keine Stunden,
Sind nicht Mann noch Weib, nicht jung noch Greis.
Eure Sünden sind und eure Ängste,
Euer Mord und eure geilen Wonnen
Schauspiel uns gleich wie die kreisenden Sonnen,
Jeder Tag ist uns der längste.
Still zu eurem zuckenden Leben nickend,
Still in die sich drehenden Sterne blickend,
Atmen wir des Weltraums Winter ein,
Sind befreundet mit dem Himmelsdrachen;
Kühl und wandellos ist unser ewiges Sein,
Kühl und sternhell unser ewiges Lachen.

(Hermann Hesse)

bonanzaMARGOT - 21. Jun. 09, 11:52

hallo!

schön, von dir zu hören.

der "steppenwolf" von hesse - in diesem buch finde ich viele meiner gedanken und gefühlslagen wieder.

...

solch eine fahrradreise ist in vielfacher hinsicht eine analogie auf das leben: in der auseinandersetzung mit unseren ängsten, wünschen ..., in unserer getriebenheit und rastlosigkeit ..., was ankunft und aufbruch angeht ..., oder irrfahrt und umkehr ..., in schmerz und kampf, zweifel und verzweiflung ..., in unserer einsamkeit und suche ...; mal schauen wir klar und weit - mal sehen wir nur nebel und enge ...; es heißt immer: aufstehen! weitermachen! in sich die kraft finden!
dann kommen auch die glücklichen momente, die zufriedenheit und die innere ruhe, das lächeln, das einem von irgendwoher ins gesicht gezaubert wird ...


liebe grüße in deinen sonntag
boma

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