Was anfangen mit der ganzen Zeit?

Juchhu, ich habe frei! Eine ganze Woche. Das ist einer der Vorteile des Nachtdienstes, zumal ich mich mit 70% begnüge, ich habe zwischen den Blöcken mehrere Tage frei. Nun müßte mir nur noch etwas Vernünftiges einfallen, was ich mit dieser Menge Freizeit anfange. Ich gehöre nämlich nicht zu der Sorte Menschen, die sagen, dass sie schon wüßten, wie sie die freien Tage verbrächten. Nein, ich mogele mich so durch. Es fällt mir schwer, über meine Tatenlosigkeit zu reden. Wie kann ein Mensch nur so wenig Nützliches mit seiner Lebenszeit anfangen? Gewissensbisse plagen mich darum.
Ich werde jetzt nicht näher darauf eingehen - der Tag ist viel zu heiter, und ich habe mir vorgenommen, mit dem Fahrrad nach Heidelberg zu düsen. Auf dem Weg liegt eine Gartenwirtschaft, wo das Bier auch für arme Altenpfleger noch bezahlbar ist. Yep, das werde ich machen - und meine Lektüre ("Schöne neue Welt" von Aldous Huxley) mitnehmen. Über das Vorwort kam ich nämlich noch nicht hinaus.

Genaugenommen ist dieses Blog auch nichts anderes als ein Zeit-Totschlagen. Immerhin: Das Schreiben fällt mir leichter als zum Beispiel ... Staubwischen und -saugen, oder was sonst in einem Single-Haushalt anfällt.

schreiben wie atmen - 14. Sep. 07, 21:05

Cher Felix

Schöne neue Welt - das habe ich auch mal gelesen. Viele Jahre Aldous Huxley gemocht, aber ich kann mich nicht mehr so richtig an das Buch erinnern, nur daran, dass es mir hinterher lange Zeit irgendwie komisch vorkam noch immer in dieser Gesellschaft in der ich lebe auszuharren. Kannst ja mal erzählen wie das Biergartenbier war und das Buch.

die atmende Schreiberin ;o)

bonanzaMARGOT - 14. Sep. 07, 21:38

Klar,

das könnte ich, wenn ich heute weiter gekommen wäre. Leider schaffte ich es nur bis zum Kaffeehaus. Dort las ich Zeitung und nicht "Schöne neue Welt".

Ich las damals Orwells "1984" und fand es als Pubertierender ziemlich heftig, wie die Gesellschaft das Individuum kontrolliert - und die subtilen Formen der Gehirnwäsche. Dass es derart perfekt kommt (wie heute), hätte ich niemals gedacht.
Den Großen Bruder brauchen wir nicht ...
Er steckt in uns.

Gruß
Felix
virago - 15. Sep. 07, 00:26

Hups, schwupps!

Hallo Felix, sag mal deinem Mentor, er soll seine Gedichte nicht so verheizen - ist doch schade drum! Immer schön eins nach dem anderen, die müssen doch nicht alle sofort hier rein, oder?

Geiles Layout übrigens. Ich reiche dir mal eine Nierenschale, wenn's recht ist.

(Oh und ... "Schöne neue Welt" hab ich auch mal gelesen, ich musste. Weiß nicht, ob ich es sonst fertig gelesen hätte. Ich fand es recht ... hmm ... gewöhnungsbedürftig. Es war aber sicher eins der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben.)

bonanzaMARGOT - 15. Sep. 07, 11:58

Wofür die Nierenschale?

Ich freue mich, wenn boMA ein paar Gedichte hier einstellt, die zum Thema passen, bis das Blog richtig anläuft.

Mal sehen, ob ich heute mit meiner Lektüre weiter komme.

Schönes Wochenende
Felix
virago - 15. Sep. 07, 14:08

Nierenschale:

Das ist etwas, was ich mit Pflege verbinde. Schien mir atmosphärisch dazuzupassen ... weiß auch nicht.
bonanzaMARGOT - 15. Sep. 07, 14:29

Guten Morgen, Virago

Nierenschalen führen wir selbstverständlich als Utensil im Altenheim. Sie werden aber viel viel weniger benutzt als zb. Bettpfannen.
Rein atmosphärisch wäre also die Bettpfanne, auch Schieber genannt, besser geeignet.

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