An der Pforte


„Drei Türen, von denen du eine auswählen kannst“, sagte er und klopfte mir freundschaftlich auf die Schulter. Dabei waren wir uns fremd. Ich zuckte zusammen, weil ich für sowas mehr Vertrautheit mit einer Person voraussetze. Aber er hatte mich an der Angel. Schließlich war ich zu ihm gekommen. Manche Ärzte gehen ähnlich vor, wenn sie den Patienten unangenehme Wahrheiten mitteilen müssen. Wahrscheinlich eine Mitleidsgeste. Auch Gefangene in der Todeszelle behandelt man derart. Jedenfalls stelle ich`s mir so vor. Na ja, der Wunsch ist der Vater des Gedankens. Schließlich weiß ich aus Erfahrung, dass wir mit Kranken und Sterbenden nicht immer pfleglich umgehen…
„Drei Türen“, wiederholte er und blickte mich nun eindringlich und ernst an, „aber bevor ich das weitere Prozedere erkläre, sage mir bitte, wie du zu mir fandst.“
„Ganz einfach. Übers Telefonbuch.“
„Was? Da stehe ich drin? Unglaublich!“
„Genaugenommen war das Telefonbuch in meinem Traum.“
„Soso. Du bist wohl ein Klarträumer? Ja, die Träume sind ein Weg. Sie waren schon immer ein Weg…“, er stutzte, als wolle er noch was Erhellendes sagen, aber stattdessen klopfte er mir nur nochmals auf die Schulter.
„Gut-gut, dann komme ich zum Punkt - da du schon mal hier bist. Des Menschen Wille ist bekanntlich sein Himmelreich.“
„Klar.“
„Du weißt, dass ich hier nur der Pförtner bin? Ich habe lediglich die Aufgabe, dich aufzuklären und dir den Schlüssel für die Tür zu geben, die du aussuchst.“
„Ich denke, ich weiß Bescheid.“
„Quark, nichts weißt du! Und ich weiß ebenso wenig. Du bist hier, weil du…“
„Das ist verdammt meine Sache, warum ich hier bin!“
Obwohl dieser Pförtner, wie er sich nannte, an exponierter Stelle für meinen weiteren Weg zuständig war, hatte er sich nicht in meine Belange einzumischen! Von Professionalität zeugte seine letzte Äußerung jedenfalls nicht.
„Na gut“, sagte der Pförtner, „du weißt sicher auch, dass jetzt noch eine Chance zur Umkehr besteht, doch sobald ich die drei Schlüssel auf den Tisch lege und dir deine Optionen erläutere, ist es zu spät.“
Ich schwankte. War ich wirklich soweit? Ich war nie eine Spielernatur. Ich begab mich nicht gern ins Ungewisse. Trotzdem stand ich in diesem Moment hier, und es würde um alles oder nichts gehen. Die Hälfte meines Lebens vergeudete ich mit Grübeleien darüber. Den Rest wollte ich mir gern ersparen. Ich war mir selbst überdrüssig. Mit meinen miesepetrigen Gedanken hatte ich die Umwelt lange genug verpestet. Vielleicht ergab sich hier die Möglichkeit eines Neuanfangs…
Diesmal klopfte ich dem Pförtner auf die Schulter und sagte, er solle fortfahren – verdammt noch mal! Ich lachte verkrampft.

Drei goldene Schlüssel lagen plötzlich vor mir, und ich bemerkte, dass die Türen langsam näher rückten - wie die Wände in einer von Edgar Allen Poes alptraumhaften Storys.
„Deine Zeit ist gekommen“, sagte der Pförtner, der sich allerdings in Luft aufgelöst hatte. Ich hörte nur noch seine Stimme.
„Wenn du die Tür zu deiner Linken wählst, kannst du dein Leben ganz von vorne beginnen. Du wirst als derselbe Mensch mit denselben Eltern in dieselbe Zeit geboren.
Überlege gut, ob du diese Tür wählst. Hast du eine Frage dazu?“
„Ich wäre also ich selbst, könnte aber alles anders machen?“
„Ja.“
„Hm.“
„Wenn du die Tür zu deiner Rechten wählst“, fuhr die Stimme fort, „dann wirst du als ein anderer Mensch neu geboren.
Überlege gut, ob du diese Tür wählst. Hast du eine Frage dazu?“
„Ich kann nicht beeinflussen, wo, in welcher Zeit und als welche Person, arm oder reich etc., ich auf die Welt komme?“
„So ist es.“
„Hm.“
„Und nun zur mittleren Tür direkt vor dir. Wenn du durch diese Tür schreitest, wird es sein, als gäbe es dich nicht, weder als die Person, die du bist noch als eine andere, für alle Zeiten.
Überlege gut, ob du diese Tür wählst. Hast du eine Frage dazu?“
„Und was ist dann, wenn es mich quasi gar nicht mehr gibt – ich meine, irgendwas muss doch sein?“
„Niemand hat darauf eine Antwort.“
„Nicht mal Gott?“
Die Stimme schwieg. Die Türen waren nur noch eine gute Armeslänge von mir entfernt. Ich blickte auf die drei goldenen Schlüssel vor mir.
„Und wenn ich keine der Türen wähle?“ rief ich verzweifelt in den Weltenraum hinaus.
...

iGing - 11. Dez. 16, 15:51

Wow, das ist eine Geschichte mit Biss!
Gefällt mir außerordentlich!

bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 16:34

schön!
david ramirer - 11. Dez. 16, 16:17

ich nehme, ohne eine sekunde zu zögern, die mittlere tür.

bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 16:35

hm.
darf ich fragen warum.
david ramirer - 11. Dez. 16, 16:41

weil es für mich die beste und realistischste option ist... die anderen beiden klingen wie leere versprechungen.
bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 16:47

es geht eigentlich nicht um versprechungen, sondern um möglichkeiten...
realistisch erscheint uns atheisten selbstverständlich die mittlere tür. aber... ist sie wirklich so realistisch, wie wir denken? spricht unser leben selbst nicht dagegen?
ist das absolute nichts überhaupt vorstellbar?

ja, ich dachte auch an die mittlere tür. am liebsten würde ich aber gar keine wählen...
david ramirer - 11. Dez. 16, 16:51

alles, was wir im leben wahrnehmen ist eine illusion, der manche mit verzweiflung eine bedeutung geben möchten, andere tun es mit freude oder begeisterung. das ändert aber nichts an der scheinbarkeit von allem.

der zustand der nicht-existenz, das absolute nichts ist mir aus der zeit vor meiner geburt "bekannt" - ich brauche es mir gar nicht vorstellen... und in genau diesen zustand werde ich wieder eingehen, wenn es so weit ist. alles am weg dorthin ist nur ein umweg.

so sehe zumindest ich das.
bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 17:36

ebenso denke ich im großen und ganzen auch..., aber ich hege zweifel.

wenn alles eine illusion wäre, dann wäre diese illusion unsere realität. anders gesagt: illusion kann es nur auf dem boden der realität geben. ob die realität ohne illusion auskommt - darüber mag man nachdenken...
sicher hängen viele menschen verhängnisvollen illusionen nach - politisch/ideologisch, theologisch und menschlich.

das abolute nichts erfuhr jeder mensch vor seiner geburt, und alles war gut... ja, so denke ich eigentlich auch. doch ich sehe hier ein paradox. wie soll man das absolute nichts überhaupt erfahren?
am liebsten würde ich mir diesen zustand zurückwünschen, an den ich keine erinnerung habe...
weiß ich aber sicher, ob es mich vorher nicht gab?
wir wissen vom vorher so wenig wie vom danach.

viele menschen machen sich darüber keine gedanken, oder sie übernehmen einfach jene der religion bzw. der kultur, der sie sich zugehörig fühlen. diese allgemeine ignoranz macht mich wahnsinnig.
david ramirer - 11. Dez. 16, 18:05

das "absolute nichts" entzieht sich naturgemäß unserer vorstellung, aber das gehört eben dazu, weil es keine kategorien, wertungen, dimensionen und grenzen kennt. keine gegensätze, keine temperaturen, keine berührung.
eben all dieses, was unsere realität ausmacht, an dem wir uns so verzweifelt festklammern, sind eben diese kategorien, die neben dem nichts einfach keine bedeutung mehr haben. ja, es stimmt: innerhalb unseres lebens sind wir von diesen wertungen und kategorien fest umklammert und wechseln von einer zur anderen. die angst, diese wertungen und kategorien zu verlieren, erzeugt alle möglichen modelle, die vorgeben, die letzte antwort zu haben... religiöse modelle, philosophische konstrukte, lebensschulen.

sicher, auch die idee vom "absoluten nichts" ist so ein modell, genau genommen. aber ich habe es mir selbst zusammengebastelt, da war keine religion am werk... die grenzen dessen, was ich sehe, z.b. sind auch die grenzen zu diesem nichts, das hinter dieser unsichtbaren ebene wartet.

wegen einer angeborenen immunerkrankung habe ich seit einigen jahren immer wieder monatelange ausfälle meines geruchssinnes. so bricht eine ebene der "wirklichkeit" einfach weg, wochenlang, auf der andere menschen ihre welt aufbauen. ich leide bisweilen sehr darunter.
aber: tatsächlich "fehlt" mir gar nichts... das gleiche gilt wohl auch für andere sinne und im grunde allen dingen, die es gibt. ein aspekt der welt kann in der wahrnehmung da sein, oder eben nicht. es gibt blinde organisten, die das gesamtwerk von bach auswendig können. fehlt denen ihr augenlicht?

worauf ich hinauswill: alles beliebige kann verschwunden sein, mitten im leben, und das nichts greift raum. das nichts ist uns im grunde sehr gut bekannt, wir erkennen es nur selten, weil wir es sofort ausfüllen mit etwas.

ich habe jedenfalls keine angst vor dem allumfassenden nichts, weil auch angst dann keine macht mehr hat, wenn es einmal da ist.
es wird nichts mehr eine rolle spielen. ich finde das in hohem maße tröstlich.
bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 08:31

das hast du, finde ich, sehr gut ausgedrückt.
letztlich kommt`s wie`s kommt. die entscheidung wird uns abgenommen. wir stehen nicht vor der qual der wahl wie der protagonist in der geschichte.
mir gefielen die drei türen als gedankenspiel: wollen wir wirklich unser leben noch mal leben? viele meinen ja, dass sie dann einiges anders machen würden. oder wollen wir als jemand ganz anderes auf die welt kommen, uns überraschen lassen - diese möglichkeit ist vielleicht was für die spielernaturen unter uns.
tja, und da ist die tür, die wirklich alles auslöscht, was mit unserem dasein als person zu tun hat..., als hätten wir nie gelebt - alles ist plötzlich wertlos. ich weiß nicht recht...; aber dann wiederum finde ich es wie du recht tröstlich, dass endlich eine abgrundtiefe ruhe einkehren wird - nichts wird mehr eine rolle spielen. das nichts ist noch ein besserer gleichmacher als der tod. so könnte ich mir das nirvana vorstellen.
david ramirer - 12. Dez. 16, 08:52

das gedankenspiel ist wirklich reizvoll: und es wirft, je nach antwort, ein licht auf den der antwortet.

bei der ersten tür, bei der man das leben noch einmal leben kann, in vollem wissen und der option der korrektur einiger "fehler": das stelle ich mir schrecklich vor... weil ein vermeintlicher "fehler", den man dann beim zweiten mal nicht mehr macht, entpuppt sich eventuell in einer weise entscheidend für das weitere leben, dass man sein eigenes leben gar nicht mehr erkennt und blind (aber mit erinnerung an das "andere leben") durch ein leben stolpert, das viel weniger zu einem passt als das andere, vorhergehende.
die frage ist doch auch: sind wir nicht erst so, weil unser leben genau so war, wie es ist?
kann man sich das leben anziehen wie eine haut, einen mantel, ein neues paar schuhe?

manche glauben daran, ich tue das nicht.
das ist der zweite grund, warum ich die mittlere türe wähle... weil die alternativen nicht wirklich welche sind. für mich, wohlgemerkt.

mit ist klar, dass das ggfls. viel über mich aussagt, aber das ist auch in ordnung ;)
bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 09:02

die linke tür hat was von einem sich wiederholenden albtraum...
aber für manche menschen trotzdem reizvoll. steppenhund z.b. würde diese tür wählen.
wäre ich mutig, würde ich durch die rechte tür gehen - ich stelle es mir spannend vor, als anderer mensch die welt zu sehen..., aber das risiko ist freilich groß, dass man in ein haufen scheiße hineingeboren wird.
fazit: einmal leben reicht eigentlich. schade nur, dass das leben so kurz ist...
wie ich bereits sagte, würde ich am liebsten durch keine der türen gehen.
SpeziellesKänguru - 11. Dez. 16, 17:46

das absolute nichts ist gerade das, was den meisten am meisten angst macht. weil es für den menschlichen verstand absolut nicht zu erfassen ist. als realistisch würde ich es also nicht bezeichnen. die anderen zwei optionen sind zwar auch ziemlich diffus, aber da geht es zumindest um des menschen hülle. welche füllung sie bekommt - insbesondere im zweiten fall, ist natürlich eine frage.

bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 17:52

das absolute nichts bedeutet das absolute grauen, wenn man sich als lebendig begreift.
war man aber nie (sonderlich) am leben, fühlt man sich von ihm unter umständen angezogen.
wie sehr war ich in meinem leben am leben, frage ich mich. kann ich noch mehr am leben sein und wenn wie (und will ich es überhaupt)?
das sich zurückwünschen ins absolute nichts, wie es david ramirer anführt, ist ebenso fade als illusion wie z.b. die illusion der christlichen glaubensrichtung vom himmel... nur eine andere dialektik.
david ramirer - 11. Dez. 16, 18:13

"...ist ebenso fade als illusion wie..."

... ganz klar, das absolute nichts ist nur kaum aufregend und taugt nur bedingt als programmempfehlung im hauptabendprogramm.

*rofl*
bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 18:27

das absolute nichts ist als hirngespinst ziemlich unattraktiv. du bist offenbar ein äußerst bescheidener mensch. (finde ich sympathisch.)
bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 08:49

hin- und hergerissen

das nichts macht uns angst, weil wir angst vorm loslassen haben. und: welche bedeutung hat unser leben, wenn danach nur das große nichts steht?
da wäre es doch besser gewesen, erst gar nicht auf die welt zu kommen...
SpeziellesKänguru - 11. Dez. 16, 18:00

klar stellt man sich solche fragen. aber - wir fühlen uns eigentlich die ganze zeit am leben - wenn wir aufwachen, einander anschauen, zusammen bier trinken, so viele sachen gemeinsam unternehmen ..... das ist alles sehr konkret, daher möchte ich das gegen das absolute nichts nicht tauschen.

bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 18:07

nichts dauert ewig. mit dem bewusstsein entstanden die grenzen.
mir macht es absolut keinen spaß, immer älter zu werden und meinem ableben entgegenzusehen. das erscheint mir als psycho-folter.
darum stelle ich die gesamte existenz in frage.
die bewusstheit darüber ist das problem. natürlich kann man dies ganz gut unterdrücken. wir menschen sind spezialisten im wegsehen...
darum auch die religionen mit ihren kulten.
fata morgana - 11. Dez. 16, 18:37

...eine echt gute geschichte !
ist es bedingung, eine dieser drei türen zu wählen ?

bonanzaMARGOT - 11. Dez. 16, 18:49

eigentlich schon. mehr türen gibt`s nicht.
und als türen-verweigerer wird man wahrscheinlich... zerquetscht(?).
fata morgana - 11. Dez. 16, 18:55

zerquetscht werden ist schlecht, aber ich wäre wohl ein 'türen-verweigerer' ;)
steppenhund - 11. Dez. 16, 23:20

Die Antwort ist ziemlich einfach :)

Die mittlere Tür scheidet aus. Wenn ich im Nichts lande, werde ich das nicht einmal mehr mitbekommen. Ich denke, dass ist der natürliche Weg - darüber brauche ich nicht nachzudenken.
Eins und drei. Nun, da ich mich als vom Glück als begünstigt ansehe, würde ich eins wählen und sehen, ob ich bei bestimmten Entscheidungen anders reagieren würde. Drei ist fast equivalent mit zwei. Schließlich habe ich da ja gar keinen Einfluss, was passieren wird.
Also würde ich eins wählen. Doch irgendwer oder irgendetwas würde sagen: Hast Du wirklich geglaubt, dass Du eine Wahl hast. Ab in die Mitte!

bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 08:36

ich merke schon: du lebst sehr gern und gefällst dir im großen und ganzen als der, der du bist, also warum als jemand anderes auf die welt kommen? und da du ein perfektionist bist, musst du durch die linke tür gehen, um evtl. das eine oder andere noch besser zu machen... skepsis ist freilich angebracht - man könnte mit seinen ambitionen baden gehen. am ende ist man froh, wenn man im "neuen leben" nicht noch mehr fehler macht...
SpeziellesKänguru - 12. Dez. 16, 10:49

stimmt, alle leben gern, aber nicht alle machen sich das klar.
für meine begriffe ist die lebensfreude eine art begabung, da hat man angst, dass sie eines tages verschwindet. zumindest mir geht so.

steppenhund - 12. Dez. 16, 11:16

Die Angst habe ich auch oder hatte sie. Ich glaube, damit muss man leben, wenn alles "gut zu laufen scheint".
bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 13:09

es gibt menschen, die bringen auch unter den schwierigsten bedingungen noch lebensfreude auf. bewundernswert! sie lassen sich nicht unterkriegen und gehen so oder so ihren weg.
ich gehöre von meiner anlage her eher zur schwermütigen und grüblerischen sorte; in meinen augen ist das wasserglas eher halbleer als halbvoll... ich empfinde das leben mit seinen anforderungen eher als mühsal und weniger als glück. das heißt aber nicht, dass ich nicht auch gern lebe. ich fürchte den tod, weil er das ende bedeutet und einem keine chance lässt. vielleicht geht es einem aber dann auch so beschissen, dass man sich den tod herbeisehnt. noch ist es bei mir nicht so weit.
liebendgern hätte ich was von den menschen mit dieser wahnsinnigen begabung der ungebrochenen lebenfreude ab.
SpeziellesKänguru - 12. Dez. 16, 13:20

DAVON kriegst du doch permanent was ab, merkst du das denn nicht? :)

ich meinten eigentlich- von IHNEN.. von kängurus halt.

bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 13:24

??? tatsächlich? offenbar bin ich ganz und gar ein harter brocken in sachen mir und anderen das leben schwerer machen, als es ist.
ein wunder, dass sich ein spezielles känguru mit mir abgibt.
SpeziellesKänguru - 12. Dez. 16, 15:19

jaaaaaaaaaaaa! warum wohl? ... vielleicht bist du doch nicht ganz so, wie du es dir vorstellst :)

bonanzaMARGOT - 12. Dez. 16, 16:06

und ich dachte immer, ich kenne mich.
SpeziellesKänguru - 12. Dez. 16, 16:52

der mensch kennt sich natürlich - aus seiner perspektive - hat aber so viele facetten, wie banal es auch klingen mag.

bonanzaMARGOT - 14. Dez. 16, 06:48

drum ist es wichtig, dass wir von unseren menschen regelmäßig eine resonanz erhalten, auch wenn nicht alles, was wir erfahren, nach unserem geschmack ist oder uns verwirrt.
christa mavropoulou - 12. Dez. 16, 18:38

Ich würde mich für die mittlere Tür entscheiden, für mich bedeutungsgleich mit dem Nirvana, die Stufe des höchsten Glücks, nämlich das Ende allen Leidens usw. …

Diese Stufe kann nach buddhistischer Lehre zwar schon im Leben erreicht werden, aber mit Sicherheit nicht von mir, schon deshalb nicht, weil ich das Leben nicht in den höchsten Tönen loben kann, es nie konnte. Nicht nur weil mich das Elend dieser Welt um mich herum daran hindert, sondern weil ich sehr oft erfahren durfte, wie schnell ein „irdisches Glück“ kippen kann. Deshalb wäre es ( für mich) widersinnig, würde ich mich für das „Leben“ entscheiden, wo ich doch weiß, wie es endet.

Dein Text ist übrigens ganz nach meinem „Geschmack“ , und die Kommentare hierzu sehr interessant.

Mal sehen was uns am Ende erwartet. Vielleicht ist dieses Leben tatsächlich nur eine Illusion, diesen Gedanken habe ich auch oft.

KarenS

bonanzaMARGOT - 14. Dez. 16, 06:45

ich freue mich, dass sich unter meiner kleinen geschichte solch ein wunderbarer faden an guten und interessanten kommentaren entsponn.

ich finde jede der drei türen auf eine gewisse weise reizvoll, damit verbunden sind aber auch eine menge fragen, zweifel, probleme und risiken.
wie im richtigen leben würde ich am liebsten gar keine entscheidung treffen...

das nirvana wäre mir jedenfalls lieber als der christliche himmel. dummerweise kann ich mir nicht so richtig was drunter vorstellen. "das ende allen leids, das höchste glück" klingt an sich ganz gut.

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