Montag, 2. Mai 2016

Myfest













in Kreuzberg / Mariannenplatz

TV-Tipp:

"Elf Uhr nachts", 20 Uhr 15, Arte

Sonntag, 1. Mai 2016

"Lange Straße"


Sonntagsfrühstück am 1. Mai. Die Morgensonne hält Maulaffen feil. Vor meinem Bewusstsein hängt ein Schleier. Ich komme nicht richtig zu mir. Wir unterhalten uns über die Brötchen und Allgemeines. Mein Inneres ist gereizt, ohne dass ich den Grund weiß. Vielleicht will ich es einfach nicht reflektieren. Alles scheint weit weg von mir. Ich höre mich reden – und bin gewissermaßen darüber erstaunt, als läge zwischen meinem Innern und dem, was ich von mir gebe, eine lange Straße.
Und während ich an meinem Brötchen kaue, denke ich, wie wahnsinnig das Weltgefüge ist, der Kosmos und seine Gesetzmäßigkeiten, der Planet Erde, auf dessen Oberfläche ich lebe. Wer oder was bestimmt, dass ich hier bin? Wozu? Fast kommt mir mein Hinterfragen des Daseins unanständig vor, als hätte ich eine verbotene Tür geöffnet. Ich frage mich, ob andere Menschen dieses seltsame „Fremdheitsgefühl“ auch manchmal überkommt (und in welcher Stärke), denn ich habe es in aller Regelmäßigkeit.
Die Brötchen sind gut. Wir genießen das gemeinsame Frühstück am Wochenende. Unter der Woche ist es dazu zu früh. Ich denke daran, dass ich morgen zurück an meinen Praktikumsplatz im Krankenhaus muss. Besonders wohl ist mir nicht dabei. Ich bin dort noch ziemlich unbeholfen und unbedarft. Ob sich das in den nächsten Wochen ändern wird?
Meine Partnerin trägt mir einen Musikwunsch an: Bob Dylan. Ich sitze inzwischen am Computer, sinniere vor mich hin, während sie sich auf ihre Seminare an der TU vorbereitet. Auch so was, wovon ich nichts verstehe. Zurzeit ist mir reichlich viel unverständlich. Müssen wir Menschen unsere Köpfe derart vollstopfen? Mein Tagträumer-Naturell begehrt auf. Am liebsten würde ich mich tagein- tagaus der Muße hingeben – von der Muse geküsst…
Bob Dylan singt in seiner einzigartigen schnoddrigen Weise. Ich weiß nicht, ob ich ihn mag, aber ich kann ihn hören.

Samstag, 30. April 2016

Das Geheimnis des Nudelbauern (VIII)


VIII

"Der Traum"


Der Papst saß in einem riesigen Spaghetti-Topf, völlig nackt, nur mit der Papstkrone auf seinem Haupt. Das kleine Männchen tanzte um den Topf herum, verrenkte sich dabei wie wild und sang „Satisfaction“ von den Rolling Stones. Schließlich stand der Papst auf und urinierte über den Rand des Topfes. Er lachte teuflisch und schmiss mit den Nudeln um sich. Die Nudeln schwebten durch den Raum und wurden zu Schneeflocken. Es schneite immer dichter, bis von der verrückten Szenerie nichts mehr zu sehen war, nur noch eine weiße Wand. Es stand dort etwas geschrieben, aber ich konnte es nicht lesen, so sehr ich mich auch anstrengte. Plötzlich tauchte Kaiman Fallalas Gesicht wie aus dem Nichts auf. Es rückte immer dichter heran, bis ich bemerkte, dass sein Gesicht eigentlich eine Stadt war. Ich tauchte in eines der Häuser ein, ich sah durch den Flur, hinein in ein Zimmer, woraus Regina mich mit ausdruckslosen Augen anschaute. Kaiman Fallala nahm sie von hinten. Ihre Brüste schaukelten…
„Willst du hier übernachten?!“ Die kalten Finger Reginas an meinem Nacken ließen mich hochfahren. „N-nein!“ stotterte ich wie aus der Pistole geschossen, „fertig?“
„Ja, fertig“, Regina grinste, „Komm.“
Ich erhob mich schwerfällig von meinem Platz an der Tafel. Das Feuer im Kamin war längst erloschen. Erst jetzt erfasste mich die Kälte, und ich verschränkte zitternd die Arme vorm Körper.
„War`s noch interessant?“
„Das erzähle ich dir morgen.“

Freitag, 29. April 2016

Kirschblütenfest







photos made by "O.", 24.04.2016

Donnerstag, 28. April 2016

Beim Feierabendbier


Wat`n Aprilwetter! Licht und Schatten wechseln in schneller Abfolge. Ich verbringe die Praktikumstage halb besoffen, ausnahmsweise ohne wirklich getrunken zu haben (von der Tagesdosis abgesehen…).
Die erste Woche fast geschafft! Das Klinikgelände liegt am Rande Berlins, – war ganz früher eine Psychiatrie, erzählte meine Praktikumsanleiterin. Sie ist ganz Berliner Schnauze, geradeheraus. Bis jetzt habe ich keine Probleme mit ihr. Sie ballerte mich nicht zu. Gut so, denn die vielen neuen Eindrücke von der riesigen Klinik und ihren Göttern in Weiß alleine reichten aus. Als QMB schleppte sie mich mit zu allen möglichen Abteilungen und Besprechungen. Freilich kapierte ich nicht die Welt - der medizinische Fachjargon und die vielen Abkürzungen... Spannend war es aber allemal, z.B. eine interdisziplinäre Tumorkonferenz besucht zu haben.
Unser Büro liegt in einem großen, alten Backsteinbau, weit abseits vom modernen Hauptgebäude. So kommen wir oft an die frische Luft, denn alle wichtigen Ansprechpartner sitzen im Hauptgebäude. Außer mir und der QMB arbeitet im Büro noch eine MDA für Tumordokumentation. Ich soll meine Praktikumsanleiterin bei ihren QM-Aufgaben unterstützen. Außerdem ist sie noch Studienkoordinatorin, was für mich schon deswegen interessant ist, weil unser Schul-Projekt „Klinische Studien“ zum Thema hatte.
Bisher läuft die Einarbeitung locker. Wir sitzen oft zusammen und plaudern ungezwungen. Die Beiden sind alte Hasen in der Klinik, kennen Hinz und Kunz und können viele Geschichten zum Besten geben. Ab und zu komme ich mir überflüssig vor, wünsche mir (fast) die Schule zurück. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich mich in der neuen Umgebung, mit der medizinischen Arbeitsmaterie und im Umgang mit den neuen Kolleginnen halbwegs sicher fühle. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Bestimmt hätte ich es mit dem Praktikum schlechter erwischen können.
Die ersten drei Tage hatten wir zusätzlich einen vierbeinigen Mitarbeiter, den Yorkshire Terrier meiner Praktikumsanleiterin, d.h. ihrer pubertierenden Tochter. Ich fühlte mich fast so, als wäre ich bei jemandem zuhause zu Besuch und nicht an einem Arbeitsplatz. Wenigstens zweimal täglich gingen wir mit dem Hund Gassi. Er hatte auf den Wiesen zwischen den alten Backsteingebäuden Auslauf.
Erwähnenswert auch, dass just in unserem Gebäude gerade Dreharbeiten für einen TV-Krimi liefen…

Nun, ich habe gemischte Gefühle zu den ersten Praktikumstagen, recht passend zum Aprilwetter. Dazu einen dicken Kopf. Das Feierabendbier schmeckt besser als nach der Schule. Kann aber auch Einbildung sein.

Mittwoch, 27. April 2016

TV-Tipp:

"The Best Exotic Marigold Hotel", 20 Uhr 15, SAT. 1

Sonntag, 24. April 2016

Cluster




an der Zitadelle

TV-Tipp:

"Vertigo", 20 Uhr 15, ARTE

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Robert Wyatt, Gilad Atzmon, Ros Stephen
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Kevin Coyne
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