Sonntag, 23. April 2017

TV-Tipp

"Heaven's Gate", 20 Uhr 15, Arte

Mein Leben


*
mein-leben-1-

(so oder ähnlich)


* interessant wäre auch noch der Bereich "Computer":

1-40 J : keine Eintragung
41-50 J: xxx
51-60 J: xxxx

Samstag, 22. April 2017

Mittagspause


In der Mittagspause gönne ich mir einen kleinen Ausritt in eine Eckkneipe. Ich habe eine halbe Stunde, die ich mir nehmen kann (wann ich will). Das Arbeitszeitschutzgesetz sagt: eine halbe Stunde ist Pflicht, wenn man mehr als sechs Stunden arbeitet. Die Hühner machen bereits halb Zwölf ihre Pause, was mir zu früh ist. Außerdem will ich ihnen nicht beim Fressen zuschauen..., und sie kommen dabei immer auf die Arbeit zu sprechen. Freilich fragten sie anfangs nach. „Machen Sie keine Pause?“, und ich musste erklären „Blablabla“, warum ich lieber erst später…
Ich düse also mit meinem Fahrrad zur nächsten Kiezkneipe. Solche Lokale befinden sich kurz vorm Aussterben. Aber es gibt sie noch. Drin sitzen Menschen…, die das Beste schon hinter sich haben oder noch nie hatten. Fossilien ihres eigenen Lebens. So richtig passe ich dort nicht hin. Aber wo passe ich schon hin? Ich bin nett, und sie sind nett zu mir. Mehr braucht man nicht. Und natürlich ein Bier. In einer halben Stunde schaffe ich sogar zwei.
Ich genieße die kurze Zeit weg vom Büro in einer anderen Welt.

Nichts, oder "Was verdeckt was?"


Frei von Gedanken schreiben. Die Wolken ziehen lassen. Ein Himmelbett am Strand. Das Rauschen des Meeres erzählt Romane. Ich lese die Postkarte von einem unbekannten Freund. Seine Zeilen wärmen mein Herz. Ich würde ihm gern antworten, aber ich habe keine Adresse, nur seinen Vornamen „Jürgen“. Danke für deine Karte im Traum, mein Freund.

Wie soll man frei von Gedanken schreiben? Ich will es versuchen. Einfach die Wörter loslassen... Der Zauberer lässt einen Gegenstand verschwinden, indem er ihn mit einem Tuch verhüllt. Aber der Gegenstand ist doch noch da – wir sehen seine Konturen. Der Zauberer lächelt ins Publikum und zieht mit einem Ruck das Tuch weg...
Wo verdammt ist der Gegenstand hin!? Wir reiben uns die Augen.

Das ganze Leben ist ein Verschwinden von Dingen. Wir fragen uns gar nicht, wohin sie gehen. Wo ist die Liebe? Wo sind meine Freunde? Wo sind Vater und Mutter?
Wo ist mein Leben? Die Illusion erweist sich als Wirklichkeit.

Alles steht in Bezug zu etwas. Die Verwirrung entsteht, wenn der Bezug wegfällt oder auf den Kopf gestellt wird.
Ein gedeckter Esstisch in der Umlaufbahn der Erde. Ich telefoniere mit Jürgen. Jürgen gibt`s nicht.

Ich stehe auf, um die fertige Wäsche aufzuhängen. Ich öffne die Trommel der Waschmaschine, greife ins Nichts und trage es zum Wäscheständer. Wie kann man nur so viel Nichts haben? frage ich mich beim Aufhängen.

Freitag, 21. April 2017

...


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Lübeck

Donnerstag, 20. April 2017

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Sehnsucht

Mittwoch, 19. April 2017

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Elemente

Mittwochs-Zitat

Man kann in die Zeit fallen wie in ein Loch; da ist alles gegenwärtig, vergangen und zukünftig - und du weißt nicht, ob das Vergangene Gegenwart oder das Gegenwärtige Zukunft ist.
Heinrich Böll

Dienstag, 18. April 2017

...


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Ostern überstanden

Mittwoch, 12. April 2017

Mittwochs-Zitat

"Ich werde immer depressiv sein, aber...ich kann diese dunkle Seite nun als die bestimmende Seite meiner Person akzeptieren."
Samuel Beckett

Sonntag, 9. April 2017

Sekt oder Selters (II)


Die Erde nicht als Mittelpunkt des Universums zu sehen, war das Eine. Dass die Menschen davon abrücken, sich als Krönung der Schöpfung aufzufassen, erscheint dagegen beinahe unmöglich. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr.

Mit dem Nutzen der menschlichen Intelligenz verhält es sich ähnlich wie mit Medikamenten und ihren Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen können unter Umständen verheerender sein als der Nutzen des Medikaments.

Wir bräuchten eine Intelligenz, welche über unsere Intelligenz wacht. Eines Tages die KI?
Und hoffen, dass die KI weiser als der Mensch sein wird.

Ich stelle mir eine zukünftige Welt vor, in der die Menschen mittels sanfter Gewalt gezwungen werden, friedlich zusammenzuleben. Alle Güter wären gerecht verteilt, so dass niemand mehr Hunger leiden müsste und jeder ein Dach über dem Kopf hätte. Die Herausforderungen der Menschen beständen nicht mehr in der gegenseitigen Ausbeutung und im Streben nach Macht und Reichtum, sondern in der Erforschung des Weltalls und des Lebens, des Daseins an sich.
Selbstverständlich würde man sich dabei als Teil der Schöpfung empfinden und nicht mehr als deren Krönung.

Es liegt in der Natur einer Utopie, dass sie naiv erscheint.
Die Utopie einer besseren Welt ist ein Menschheitstraum. Und ich meine, nicht der schlechteste.

Wir brauchen nicht den Umweg über Gott.

Die Menschheit befindet sich am Scheideweg: Sekt oder Selters. Heilvolle Weiterentwicklung oder Untergang.

ein literarisches Tagebuch

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