Mittwoch, 22. Mai 2013

Leicht fickrig


Oh, Baby Blue, es wird einfach nicht heller. Sieht ganz danach aus, als ob ich im Urlaub den deutschen Sommer verfehle. Nun ja, es würde in dieses Jahr passen. Scheiße. Muss man das Beste draus machen. Vielleicht wird es nicht ganz so schlimm. Dein Wort in Gottes Ohr. Notfalls schwimme ich an die Ostsee. Jedenfalls sollte ich mich warm anziehen. Ich erinnere mich an eine Fahrt im Regen nach Kassel, die Fulda entlang. Das war vielleicht ätzend. Alles war nass – sogar der Schlafsack war feucht. Total k.o. legte ich mich ins Zelt und zitterte mich durch die Nacht, während auf dem Stellplatz neben mir ein paar Jugendliche die Kuh fliegen ließen – es war Wochenende. Wie ich die verfluchte! Am nächsten Tag schiffte es immer noch. Als ich am frühen Morgen aufstand, waren die jungen Leute erst Schlafen gegangen. Ich packte schnell meine Sachen zusammen und machte mich auf den Weg zum Bahnhof, um eine Fahrkarte von Kassel nach Berlin zu lösen. Im Zug wärmte ich mich auf … Normalerweise kapituliere ich nicht vor dem Wetter, aber damals schon.
Klar, es muss diesmal nicht so schlimm kommen. Ich weiß. Darum fahre ich am Samstagmorgen auch los. 6 Uhr Dingsbums geht der Zug, und 14 Uhr Dingsbums komme ich in Dresden an. Mit dreimal Umsteigen – hoffentlich klappt das alles. Was? Ich soll nicht immer alles gleich negativ sehen? Okay, Baby Blue, bestimmt hast du recht. Murphys Gesetz muss nicht immer zutreffen. Ich glaube an die Chaostheorie, und da ist alles möglich, und sei es noch so unwahrscheinlich. Es könnte also sogar irgendwann Sommer werden. Jedenfalls trete ich die Reise (für meine Verhältnisse) gut ausgerüstet an. Obwohl ich eigentlich gar nicht so ein Ausrüstungsfreak bin. Jessas, was mir da schon für Idioten auf meinen Radreisen begegneten! Mit einem Navigationsgerät an der Lenkstange – in Deutschland mit einer Bevölkerungsdichte von 230 Einwohnern pro km² mit einem Navigationsgerät unterwegs!?! Und dann machen die bloß mal über das Wochenende einen Fahrradausflug, während ich quer durch die Republik fahre. Shit. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen, wie ich oft zu sagen pflege.
Baby Blue, sende mir bitte ein paar Sonnenstrahlen. Nein, ich bete nicht zu Gott. Da werde ich lieber nass. Ich werde mir doch nicht meinen Urlaub verderben lassen! Von keinem Gott und schon gar nicht von ein bisschen Regen! In einer Woche ist Juni. Und der Juni ist doch ein Sommermonat, oder?
Klar, ich hätte mich auch in den Flieger setzen können – nach dem Motto: Auf in den Süden, ins Licht und in die Wärme! Meine Chefin kam vor einer Woche aus Florida zurück, und wie sie erzählte, war es dort ziemlich heiß. Vielleicht hätte ich mir auch mal so einen Trip leisten sollen. Vielleicht … Fuck! Die Würfel sind gefallen!

Dienstag, 21. Mai 2013

TV-Tipp:

"Almanya - Willkommen in Deutschland", 20 Uhr 15, SAT.1

Das echte Leben


Immer wieder höre bzw. lese ich „das echte Leben“ im Kontrast zu den Umtrieben im Internet auf Blogs oder anderen Plattformen. „Das echte Leben“ meint dabei den Alltag ohne die Darstellung und Kommunikation im Internet. Es wird z.B. gesagt: „Das echte Leben schlug zu und lässt mir keine Zeit mehr für das Bloggen.“ Ich kann diese strikte Trennung zwischen sogenanntem „echtem Leben“ und meiner Beschäftigung im Internet nicht nachvollziehen. Was anderes wäre es, wenn es sich um eine virtuelle Welt wie bei einem Computerspiel handeln würde. Wenn ich den ganzen lieben Tag lang mit „World Of Warcraft“ abhinge, wäre wirklich ein deutlicher Kontrast zum „echten Leben“ nachzuvollziehen. Das Bloggen ist aber für mich kein realitätsfremdes Spiel – sondern ich verarbeite auf meinen Blogs echte Gedanken, echte Erinnerungen, echte Erlebnisse und echte Gefühle; und selbst meine Phantasie ist echt. Dasselbe gilt für die Menschen, mit denen ich über das Internet kommuniziere. Auch wenn sie einen Avatar haben, sind sie nicht fiktiv oder Teil eines Spiels. Sie sind real. Allein die rein schriftsprachliche Kommunikation macht gewisse Einschränkungen.
Das Bloggen ist kein „unechter“ Zeitvertreib für mich. Aber natürlich gibt es Tage, da fehlt mir die Zeit dazu, weil ich andere Prioritäten setze. Ich sage dann nicht: „Das echte Leben schlug zu.“ Das schlägt nämlich immer zu. Und bei mir schlug es in den letzten Monaten sogar ganz gehörig zu. Vielleicht meinen viele Menschen, dass alles, was mit Computer und Internet zusammenhängt, irgendwie nicht echt ist. Keine Ahnung. „Hey Leute, bonanzamargot ist echt! Ehrlich!“ Ich bin nicht Teil einer virtuellen Realität. Ich bin kein Hirn im Goldfischglas …

Ich finde es immer schade, wenn Blogs aufgegeben werden oder über lange Zeit leer stehen. Ebenso finde ich es schade, wenn mir Gesprächspartner oder liebgewonnene Bedienungen/Barkeeper in der Kneipe abhanden kommen. Dann fehlt mir einfach was. So ist das im echten Leben: Leute kommen, Leute gehen. Manche bleiben eines Tages einfach weg. Womöglich hängen sie in einer anderen Kneipe ab, oder sie haben keinen Bock mehr auf Kneipen, oder sie sind krank … oder gestorben.

Auch bonanzamargot wird es nicht ewig geben. Aber noch gefällt es mir hier. Na ja, es könnten etwas mehr Gäste an der Bar sitzen … Nein, ich quatsche keinen voll – so einer bin ich nicht. Auch nicht nach x Bier. Oder? Hallo!!?

Montag, 20. Mai 2013

Der Dschungel vor meinem Fenster







Seit gestern Mittag regnet es in einer Tour. Bei gerade mal 10°C Außentemperatur. Pfingsten fiel regelrecht ins Wasser. Das Grün wuchs bei dem vielen Regen in der letzten Zeit vor meinem Fenster zu einem undurchdringlichen Blätterwald heran. Es ist so düster, dass ich tagsüber in der Wohnung Licht brauche. Immer wieder blicke ich von meinem Schreibtischplatz wie konsterniert hinaus auf das Blätter-Universum. Es gleicht einem Urwald oder Dschungel. In der Hauptsache ist es ein alter Baumriese, der das Blickfeld ausfüllt. In seinem Ast- und Blattwirrwarr glaube ich manchmal Gesichter und Figuren zu erkennen (– ich meine nicht den TV-Bildschirm, der sich in der Fensterscheibe spiegelt.)
Einfach irre, wie sich die Natur in den letzten Wochen wandelte, als wäre ein Riesentopf voll grüner Farbe über die Wiesen, Wälder und Gärten geschüttet worden. Dazwischen bunte Farbsprenkel. Ich muss an impressionistische Gemälde denken. Als Kind hätte ich mir Tarzan in der Baumkrone vorgestellt. Heute betören mich vor allem die Kraft der Natur, das Wunderwerk direkt vor meiner Nase, ein Bild, an dem ich mich gar nicht sattsehen kann, - eine schiere Lust für die Phantasie!

Sonntag, 19. Mai 2013

(Übrigens)

Pisswetter heute. Nur was für Leute, die eine Runde Ficken einlegen können, oder am Kaffeetrinken mit Tantchen Gefallen haben.

Aus meiner Sicht zum Kotzen!

TV-Tipp:

"Taking Woodstock - der Beginn einer Legende", 23 Uhr 30, Das Erste

Worte


Ich bin manchmal sprachlos. Ich habe das Gefühl, dass es nichts mehr zu sagen gibt. Aber ich weiß auch, dass man oft noch viel deutlicher sagen muss, was man denkt. Zumindest zu gewissen Dingen. Leider verbraten die Massenmedien alles – hin zu einer Beliebigkeit. Die Aussagen verblassen. Inhalte verwässern. Worte unterliegen denselben Konsumgesetzen wie andere Produkte. Worte verkommen zu Fastfood. Einige werden kurz hoch gepusht. Das Kurzzeitgedächtnis für Worte ist gering. Sie werden verwurstet, je nachdem was Mode ist, was Zeitgeist ist. Es wird geschluckt und bei passender Gelegenheit wieder ausgespuckt. Wir leben in einer Welt der „Vermassung“. Wahrscheinlich ist eine moderne Wohlstandsgesellschaft, in der Milliarden Menschen leben, nicht anders vorstellbar. Mit den wachsenden Möglichkeiten geht automatisch ein Wertverlust einher. Oder der Wert wird an einen für den Normalsterblichen unbezahlbaren Rand gedrängt, so dass sich nur noch eine finanzkräftige Oberschicht nachhaltige Qualität leisten kann.
Ich wollte aber über die Worte und deren Wertzerfall reden. Worte haben ihren Wert an sich, was sie von Produkten unterscheidet. Ein gutes Wort sollte ein gutes Wort bleiben, egal wer es sagt. Worte gehören niemandem. Das sogenannte geistige Eigentum kann es zumindest in Bezug auf Worte nicht geben. Das ist genauso Quatsch, wie wenn man den Himmel oder die Weltmeere teilen wollte. Ich weiß, die Menschen machen genau das. Sie teilen irgendwie alles auf ... am Liebsten alle Atome, die es gibt, und noch die Lichtquanten dazu. Aber nicht alles ist zum Produkt zu machen; und solange dies der Mensch nicht begreift, ist die Welt unter seiner Herrschaft verloren.

Gute Speisen sind für den Geschmackssinn und den Magen – und gute Worte sind ein Labsal für den Geist. Beides, Essen und Worte, sind ein Geschenk des Lebens. Na, und die Liebe können wir auch dazu zählen. Und die Luft zum Atmen. Und die Erde, auf der wir unserer Wege gehen. Das alles sind Güter, die niemandem und zugleich uns allen gehören.

Samstag, 18. Mai 2013

TV-Tipp:

Wer früher stirbt, ist länger tot", 22 Uhr, BR

Urlaubs-Feeling


Die fünf Nachtwachen stecken mir noch in den Gliedern. Ich schlief und schlief und schlief … und träumte einen Haufen irren Mist. Nun treffen die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster auf meine Sitzecke. Ich lasse mich am Computer wärmen. Es ist kalt in der Bude. Meine Finger sind klamm. Ich drehe den Kopf zum Niesen zur Seite, um den Bildschirm nicht zu bekleckern.
In einer Woche geht`s ab in den Urlaub! Ganze vier Wochen habe ich frei! Urlaubsreif bin ich schon lange. 2013 verlangte mir in den ersten Monaten einiges ab – vor allem emotional. Und dann dieser lange, triste Winter. Da ging es an meine psychischen Reserven. Nun will ich langsam wieder auftanken … in der Sonne (die leider noch viel zu selten scheint), durch die vielfältigen Eindrücke auf meiner Reise, und vielleicht durch ein paar nette Menschen, die ich treffen werde. Und dann das Meer, auf das ich mich sehr freue: Ich liebe den Wind am Meer und den Meeresgeruch; ich liebe es, am Strand zu sitzen, über das Meer zum Horizont zu blicken und in Tagträume zu versinken; ich liebe das Rauschen der Wellen; ich liebe es, meine Füße von der Brandung umspülen zu lassen, ich liebe das Gekreische der Meeresvögel; ich liebe die Schiffe an den Kais …
Heute will ich schon mal das Zugticket nach Dresden lösen. Es ist also eine kleine Radtour zum Bahnhof angesagt. Laut Wetterbericht soll es schön werden. Leider nur heute. Ich möchte aber nicht zu viele Gedanken ans Wetter verschwenden, da man es sowieso nicht ändern kann.
Vielleicht kann ich schon etwas Urlaubs-Feeling einfangen – z.B. in einem schönen Biergarten.

Freitag, 17. Mai 2013

TV-Tipp:

"Full Metal Jacket", 22 Uhr, RTL II

Header für neues Blog




Entwurf

Mittwoch, 15. Mai 2013

TV-Tipp:

"Das weiße Band", 20 Uhr 15, ARTE

Dienstag, 14. Mai 2013

Wegen Matschbirne geschlossen


Der öffentliche Gedankenverkehr wurde auf ein notwendiges Maß reduziert. Die Redaktion bittet um Verständnis. Eine Besserung der Hirnwetterlage sollte nach den Nachtdiensten wieder eintreten. Momentan herrscht Kopfsalat vor. Klare Gedanken sind kaum identifizierbar. Es erreichen uns lediglich Meldungen wie „Kribbelstubbeldampfdingsbums...“ und ähnliches.
Laut einer Insider-Information lief bonanzamargot in der letzten Nacht einer dementen Bewohnerin hinterher, die ihre Tante und ihren Hund suchte. Vor Verzweiflung, weil er die Bewohnerin nicht einfangen konnte, ging er schließlich in die Knie, schlug seinen Kopf gegen die Wand und rief: „Ich glaube nicht an Gott! Ich glaube an Müller-Milch!“

TV-Tipp:

"Bis zum Ellenbogen", 0 Uhr 50, Das Erste

ein literarisches Tagebuch

boma hoerbar

prosaGEDICHTE


User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Florida ist was für...
Florida ist was für Pensionisten. Das heben wir...
lovehunter - 22. Mai, 20:39
danke für deine...
danke für deine guten wünsche, fata morgana....
bonanzaMARGOT - 22. Mai, 18:32
...hej, was soll denn...
...hej, was soll denn da schief gehen - du fährst...
fata morgana - 22. Mai, 16:29
Zu den Rubriken (2)
2013 - Reisen Leicht fickrig Ostsee, ich komme! 2012...
bonanzaMARGOT - 22. Mai. 13, 13:51
Leicht fickrig
Oh, Baby Blue, es wird einfach nicht heller. Sieht...
bonanzaMARGOT - 22. Mai. 13, 13:32
ach ja, oops. traurig...
ach ja, oops. traurig aber wahr. da deckt sich die...
bonanzaMARGOT - 22. Mai, 12:06

Archiv

Mai 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
16
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Oben
Ich steige zerknirscht eine endlose Treppe hinauf...
bonanzaMARGOT - 18. Mai. 13, 13:43
Kein Arschloch verhält sich ein Leben lang wie ein Arschloch....
Kein Arschloch verhält sich ein Leben lang wie...
bonanzaMARGOT - 10. Mai. 13, 13:15
Was die Menschen auf der Welt treiben, ist eine riesige Party,...
Was die Menschen auf der Welt treiben, ist eine riesige...
bonanzaMARGOT - 08. Mai. 13, 17:30
Noch was vor?
Die Sonne fährt im Eiltempo, sie fährt einen...
bonanzaMARGOT - 29. Apr. 13, 15:09

und einige Alben


Lou Reed & Metallica
Lulu


The Who
Quadrophenia


Joan Armatrading
Me Myself I


Robert Wyatt, Gilad Atzmon, Ros Stephen
For the Ghosts Within


Al Di Meola
The Infinite Desire


Kevin Coyne
Sugar Candy Taxi

Extras

Loading



Status

Online seit 2078 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 22. Mai, 20:39

2009 - Fahrradreise
2010 - Donaureise
2011 - Reiseimpressionen
2012 - Reisen
2013 - Reisen
A wie Anfang
Als Gebüsche noch Gebüsche waren
Altenpflege im Bild
boMAs Gedichte und Texte
Dicke Titten
Die Arschwischmaschine hat frei
Nach der Nachtwache ist vor der Nachtwache
Sonstiges zur Diskussion
Was ich lese
Zu den Rubriken
Zu den Rubriken (2)
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren