Samstag, 18. März 2017

TV-Tipp

"Das fünfte Element", 20 Uhr 15, Sat 1

März


In Bezug auf die Löffelei vom letzten Sonntag wurde ich darauf hingewiesen, dass es die „Löffelliste“ gibt, auf der man sich Dinge notiert, die man noch erledigen will, bis man den Löffel abgibt, - oder sich jedenfalls wünscht. Mir fällt beim ersten Nachdenken gar nichts ein. Meiner Meinung nach muss es realistisch sein. Nach was steht mir der Sinn? Welchen Herzenswunsch würde ich mir gern noch erfüllen? Tja. Regelrecht unter den Nägeln brennt mir nichts. Natürlich wünscht man sich weiterhin Gesundheit und ein Leben ohne allzu große Schwierigkeiten, Unfälle oder Katastrophen, - was aber oft gar nicht zu beeinflussen ist.
Wäre jetzt sozusagen das Ende der Fahnenstange für mich erreicht - wüsste ich also, dass ich nur noch einige Monate zu leben hätte, dabei aber über genügend Energie verfügte, um etwas anzustellen, dann…

Ich glaube, ich hätte gern meine Ruhe. Vielleicht würde ich mich aufs alte Fahrrad schwingen (nach einer Generalüberholung) und schauen, wie weit ich komme. Wie ein Geist würde ich durch Dörfer und Städte fahren, über Hügel und Berge, Ebenen auf ellenlangen geraden Wegen durchstrampeln…
Das Meer wäre mein Ziel. Egal wo.
Ich wollte allein sein mit meinen Tränen über mein Leben und die Welt, - allein mit der Luft und dem Himmel über mir, allein auf den vielen Wegen, allein mit den Bäumen und Gräsern, allein mit dem Horizont…

Mein ganzes Leben war von der Sehnsucht nach Freiheit bestimmt. (Oft führte mich diese Sehnsucht in die Irre.) Alles andere, das Streben nach Besitz oder Macht, der Ehrgeiz für Erfolg und Karriere, der Sinn für Familie, die Gier nach dem ganzen materiellen Firlefanz in der heutigen Welt, blieben mir weitgehend fremd.
Ich fühlte mich schon immer sehr allein. Ich weiß nicht, warum das alles stattfindet.
Aber ich liebe die Menschen, ich liebe alle Seelen und alles Leben auf dieser Erde – weil wir Schicksalsverwandte sind. Ich liebe das Leben, und muss dennoch ständig damit hadern.

Heute wäre so ein Tag, an dem ich am liebsten meinen Löffel einpacken würde, um auf die letzte Reise zu gehen…

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