Der Plan


Genaugenommen funktioniert in der Natur alles nach einem Plan. Selbst der Zufall ist im Plan enthalten. Nur die übergroße Nervenanballung, welche wir Gehirn nennen, flunkert uns so etwas wie Autonomie und freien Willen vor. Dies zeitigt seltsame Erscheinungen wie Sprache, Kunst, Spiritualität, Religion, Philosophie und Wissenschaft. Der Mensch entwickelte eine Kultur, scheinbar losgelöst von der Natur. Ähnlich wie der abtrünnige Engel Luzifer, stellte sich der Mensch außerhalb der Natur, die ihn wie alles hervorbrachte. Aber er machte dies nicht bewusst, das heißt willentlich. Befähigt durch seine geistigen Anlagen, konnte er gar nicht anders. Der Mensch ist im Plan des Universums enthalten. Man kann es auch den göttlichen Plan nennen.
Ein Wissenschaftler würde sagen, es ist ein sich auf merkwürdige noch unbekannte Weise selbst erzeugender Plan, quasi aus dem Nichts entstanden. Alles was passieren kann, geschieht auch irgendwann. Die Natur gestaltet früher oder später alles, was sie kann. Dazu gehören auch der Mensch oder andere ähnlich geistig befähigte Lebewesen. Selbst wenn der Mensch einzigartig im Universum wäre, was ich für sehr unwahrscheinlich halte, würde er es dauerhaft nicht bleiben.
Die Frage ist, ob der Mensch lange genug überlebt, um in seiner Erkenntnisfähigkeit weiter zu reifen. Ich denke ihn mir eher als ein Zwitterwesen, das, grundlegend noch animalischen Instinkten unterworfen, geistige Höhenflüge unternimmt. Der Mensch ist mit sich nicht eins - widerspruchsvoll sein Handeln und sein Streben oft in selbstzerstörerischer Manier.
Wie auch immer, er ist im Plan enthalten, wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen und mit seiner Widersprüchlichkeit. Ich würde gern auf Wesen treffen, die weiter sind als wir. Einfach um zu wissen, ob es noch Erkenntnisraum gibt, - und in welcher Richtung. Wäre der Mensch ein guter Lehrling, wenn er auf seinen Meister träfe? Was ist für den Menschen geplant? Hat er eine Zukunft?
Darf er noch tiefer in das Geheimnis des Daseins vordringen? Oder ist er heute sozusagen schon am Ende der Fahnenstange?

ein literarisches Tagebuch

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