IF



Die sterben wollen, leben lange; und die lange leben wollen, sterben früh. Wenn es so einfach wäre, wollte ich möglichst gleich sterben - nein, quatsch, ich wollte möglichst lange leben ...

Heute morgen verfolgte ich einen bewegenden Bericht im TV über das Leben und Sterben einiger Menschen. Wunderbar wurde aus der Perspektive der Hinterbliebenen darüber geredet und eine Stimmung aufgebaut. Ich lag noch im Halbschlaf. Ich hatte merkwürdige Abenteuer geträumt, die der Tag inzwischen wegspülte.

Es ist mal wieder Sonntag. Ich lebe in den Tag hinein. Mein Vermieter wäscht Wäsche. Beim Schleudergang zittert der Schreibtisch leicht.
Michael Nymans Musik betört mich. Es soll sein. Die Zeit bleibt stehen. Der Himmel bleibt stehen. Die Farben bleiben stehen. Nur ein einzelner Vogel, der von einer Stromleitung zur anderen fliegt, irritiert das statische Bild des Tages.

Wenn der Tod dieser Vogel wäre -





SehnsuchtistmeineFarbe - 11. Okt. 09, 17:53

lg an dich

lieber bon. michael nymans musik mag ich auch. er hat ja u.a. die filmmusik zu "das piano" gemacht. wunderschön.


bonanzaMARGOT - 12. Okt. 09, 11:46

ja, ich entdeckte nymans musik gestern seit langem wieder. ich lernte sie durch die filme von peter greenaway kennen.
dabei finde ich vorallen den minimalistischen stil faszinierend, der ganz wunderbar - melancholisch - zur derezeitigen herbststimmung passt.
Lange-Weile - 12. Okt. 09, 10:24

Stimmungsbild

Hallo Bo,.

schönes Stimmungsbild zu einem Moment des Tages ;-).

Ob der Tod sich wie ein Vogel bewegt, werden wir wissen, wenn er uns in seine Arme genommen hat. Und wenn das so ist, dann wäre die Vostellung an den eigenen Tod vielleicht weniger grausam.

Ich glaube, jedem stellt er sich anders dar. Für den einen ist es eine Erlösung und für den anderen ist er furchterregend.

Manchmal frag ich mich, warum er bei einigen so ohne Gnade und Vorwarnung zuschlägt.

Ich wünsche dir noch eine schöne Woche

Gruß LaWe

bonanzaMARGOT - 12. Okt. 09, 11:52

da hast du recht, lawe, der tod hat viele gesichter, viele gestalten. er ist ständig unter uns. gerade im herbst wandelt er durch die natur.
der plötzliche, unerwartete tod gehört zu seiner kunst wie der langsam schleichende.

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Dieser Rechtsruck auf...
Dieser Rechtsruck auf der Welt macht mir Angst und...
NBerlin - 15. Jul, 16:58
der faschismus wird wieder...
der faschismus wird wieder salonfähig..., inzwischen...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 16:29
Naja nachdem was ich...
Naja nachdem was ich auf Mallorca erlebte, sind die...
NBerlin - 15. Jul, 16:17
diese erfahrungen machte...
diese erfahrungen machte ich auch zwischendurch. aber...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 15:46
Oh da hast du ja viele...
Oh da hast du ja viele schöne Erinnerungen an...
NBerlin - 15. Jul, 15:41
ich war noch nie in kroatien,...
ich war noch nie in kroatien, aber egal, dort wohnen...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 15:14

Archiv

Oktober 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
12
14
16
18
19
21
22
23
24
25
26
27
28
29
31
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Schauder
ich blicke die Leere in meinem Herz` als hätte...
bonanzaMARGOT - 11. Jul. 18, 06:03
Ach, wäre das schön, wenn man Menschen einfach übermalen...
Ach, wäre das schön, wenn man Menschen einfach...
bonanzaMARGOT - 07. Jul. 18, 15:37
Meins
Unterschiedliche Planeten Die sich um ein und dieselbe...
bonanzaMARGOT - 30. Jun. 18, 13:58
Bitter
Hand in Hand wollten wir die Hürden des Lebens...
bonanzaMARGOT - 27. Jun. 18, 06:45

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 3958 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 17:21