Welterschöpfungstag


Gestern, am 1. August, war übrigens Welterschöpfungstag.
Mir reicht`s auch. Zeit, dass ich in Urlaub gehe – oder besser noch in Rente.

Mini-Aufheller: „Twoday goes to Antville“. Was auch immer das genau bedeutet. Jedenfalls bleiben die Blogs erstmal wie gehabt bestehen. Irgendwann sollten dann irgendwelche Anpassungen bzw. Modifikationen geschehen. Wir restlichen Twodayler fanden uns längst mit dem Ende der Twoday-Ära ab und packten unsere Koffer. Wir können uns also ganz entspannt zurücklehnen und der Dinge harren, die da kommen.

Ein kurzer Schauer geht nieder. O Wunder! Ich stand gerade in der Küche und traute meinen Ohren nicht. Das hört sich nach Regen an, fuhr es mir durch den Kopf. Oder habe ich eine Erschöpfungs-Halluzination? Tatsächlich, mein Blick auf den Hof verifizierte einen mit nassen Flecken übersäten Boden. Ich reiße das Fenster auf, um etwas von der Frische zu ergattern. Doch schwappt mir lediglich ein schwülwarmer Lufthauch entgegen.

Gestern war also Welterschöpfungstag. Ich empfinde echtes Mitgefühl mit der Welt.

david ramirer - 03. Aug. 18, 10:15

so erschöpft wie ich kann die welt niemals sein.

bonanzaMARGOT - 04. Aug. 18, 07:44

darf ich fragen, von welcher art deine erschöpfung ist?
david ramirer - 04. Aug. 18, 23:49

innere resourcen für die anpassung bzw. unterjochung an bzw. unter den äußeren stumpfsinn.
bonanzaMARGOT - 05. Aug. 18, 15:57

Du bist zu gut für diese Welt.
david ramirer - 05. Aug. 18, 18:24

eventuell zu gut, jedenfalls falsch platziert.
bonanzaMARGOT - 05. Aug. 18, 19:28

Aber wo wäre der richtige Platz?
david ramirer - 05. Aug. 18, 23:30

wahrscheinlich im mülleimer
bonanzaMARGOT - 06. Aug. 18, 05:09

wenn man sich überlegt, was heute alles im mülleimer landet...
david ramirer - 06. Aug. 18, 08:46

überwiegend wertstoffe
bonanzaMARGOT - 06. Aug. 18, 17:17

Und so verfahren sie auch mit ideellen Werten. Alles wird auf den Misthaufen der Geschichte geschmissen, um in neuem Gestank wieder hervorgeholt zu werden.
david ramirer - 06. Aug. 18, 23:25

ich hab schon als knabe sehr gerne in mülltonnen gewühlt und dort unglaubliche schätze geborgen - eine ideelle vorbereitung auf meine eigene bestimmung und letztendliche heimat.
bonanzaMARGOT - 07. Aug. 18, 05:06

"diogenes in der mülltonne" - hat was.

ja, auf kinder üben mülltonnen einen besonderen reiz aus - was man darin alles finden kann! nur kriegen sie es schnell von den erwachsenen in barschem ton untersagt. derartig eingeschüchtert trauen sich viele nicht mehr und werden dann später zu jenen erwachsenen, die ihen kindern das wühlen in mülltonnen verbieten...
du warst damals also einer von den unbeirrbar mutigen?
david ramirer - 07. Aug. 18, 08:47

meine (groß-)eltern (denn bei denen bin ich aufgewachsen) sahen es nicht unbedingt gerne, wenn ich in den mülltonnen nach abenteuern, gold und anderem wertvollem fischte, aber verbieten habe ich mir das nicht lassen. ich hatte das unglaubliche glück, vieles in meiner kindheit in völliger unüberwachtheit unternehmen zu können, und ein paar mülltonnenblicke gehörten sehr oft zu meinen tagesaktivitäten.

da ich keine kinder habe und auch nie haben werde, komme ich glücklicherweise nie in die fragwürdige situation, es ihnen verbieten zu wollen... dafür bin ich dankbar.
bonanzaMARGOT - 08. Aug. 18, 06:29

geht mir auch so: darum lege ich mir auch keinen hund zu. mir liegt es nicht, anderen lebewesen vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.

ja, großeltern sind in der erziehung meist gnädiger.
david ramirer - 08. Aug. 18, 08:51

katzen sind in der hinsicht besser: die lassen sich nix vorschreiben.

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