iGing - 13. Feb. 14, 16:03

Mit dem neuen Blog hast du dir ja ein schönes Notizbuch angelegt!

Ich verstehe zwar nach wie vor nicht, was jemanden dazu bewegt, vor Jahren angefertigte Notizen zu veröffentlichen - schon allein die Arbeit, die es macht, sie abzuschreiben, würde mich davon abhalten. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel, diese Frage würde ich auch anderen Bloggern stellen wollen:
Ich würde mich immer fragen, warum will ich das an die Öffentlichkeit bringen? Was soll die Öffentlichkeit z.B. mit einem Traum anfangen? Okay, es ist manchmal ganz kurios zu lesen, der Leser kann daran heruminterpretieren, sich ein Bild von dem Träumenden machen oder es mit eigenen Träumen vergleichen. Aber wozu dient es dem Autor, was sich nicht schon mit dem Schreiben des Tagebuchs/Notizbuchs erfüllt hat?
Leute regen sich darüber auf, wenn ihre Daten eingesehen werden, und gehen dann hin und veröffentlichen alles über sich selbst, über ihre Person, ihren Besitz, ihre persönlichen Verhältnisse, ihre Persönlichkeit, ihre Charakterstruktur, ihre Wünsche und Hoffnungen, was war, was ist und sein könnte ... also, ich verstehe es nicht. Oder will es nicht verstehen.

bonanzaMARGOT - 13. Feb. 14, 17:03

Warum werden überhaupt Gedichte und sowas geschrieben?

Es geht in meinen Blogs (auch in dem neuen) nicht um das Präsentieren persönlicher Daten. Ich nenne bewusst keine Namen, und ich will keinen Menschen damit in irgendeiner Weise in die Predouille bringen oder gar verletzen.
Wohl aber geht es in den Beiträgen und Gedichten, die ich auf meinen Blogs veröffentliche, um Gedanken, Erlebnisse und Gefühle, die ich habe. Diese schreibe ich ab und zu nieder, und ich habe Gefallen daran, sie einer Öffentlichkeit zu zeigen - wie ein Künstler seine Bilder oder ein Dichter seine Gedichte oder ein Philosoph seine philosophischen Gedankengänge. Natürlich kann man wie du fragen: tut das Not? Wozu gebe ich hier zum Teil persönliche und intime Träume und Geschichten preis?
Wahrscheinlich ist es eine Frage des Charakters. Ich glaube, dass wir Menschen alle ein Darstellungsbedürfnis haben, welches wir unterschiedlich ausleben. Wir wollen uns alle auf eine Art in unserer kurzen Lebensspanne selbstverwirklichen ...
Ich schreibe und male, seit ich Fünfzehn bin. Es ist für mich fundamental - warum auch immer.
Wer es nicht lesen oder sehen will, braucht es nicht. Ich machte noch nie ein Geschäft daraus.
iGing - 14. Feb. 14, 00:31

Danke für die Antwort, die verstehe ich durchaus. Ich habe früher auch viel geschrieben, Tagebücher, Aufsätze, Gedichte, aber nie veröffentlicht. Das Schreiben selbst ist das eigentlich Spannende für mich selbst - und wenn ich das Geschriebene noch in einem Notizbuch hätte, wäre der Sinn nach wie vor erfüllt. Ich habe aber sogar das meiste weggeworfen, weil ich gar nicht will, dass es jemand liest.
bonanzaMARGOT - 14. Feb. 14, 10:42

selektion

ich veröffentliche nicht alles, was ich je schrieb.
die veröffentlichung der alten sachen beinhaltet für mich eine rückschau und überarbeitung von texten, stimmungen und gedanken, die ich nicht vor sich hinstauben lassen will.
es bedeutet für mich auch inspiration, oder ich stoße auf gedankengänge, an die ich vielleicht anknüpfen will
das ganze ist etwas wie seelen-archäologie.
(( auch unbehagen kann beim wiederlesen aufkommen.))
große mühe macht mir das nicht. die texte sind meist nicht sehr lang, und ich kann mir alle zeit der welt lassen.

stimmt, das schreiben selbst ist ein großes bedürfnis und eine große genugtuung. die problemlose veröffentlichung im internet kann aber ein anreiz sein ..., die produktivität zu erhöhen. es ist nunmal schön, die zeit mit einer tätigkeit zu verbringen, die einem am herzen liegt.
ausserdem freue ich mich über rückmeldungen.
kennst du diesen reiz gar nicht?

ich meine, dass jeder mensch etwas zu sagen hat, und die öffentlichkeit dies ertragen kann.

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