"Schöne neue Welt" - ausgelesen

Fazit:

Über weite Strecken ermüdete mich die Lektüre. Zu konstruiert war mir Huxleys "Schöne neue Welt". Ich hätte das Buch auf das Format einer Erzählung zusammengestrichen. Es hat durchaus poetische, philosophische und amüsante Seiten. Die darin aufgestellten Thesen lassen sich wunderbar auf die moderne Konsumgesellschaft projizieren. Gerade gegen Ende häufen sich die teilweise hochphilosophischen Abschnitte. (Die verschlang ich geradezu.) Die Rahmenhandlung ist okay, aber die Personen sind schwach gezeichnet. Ihnen fehlt es an Biss und Authentizität. Das wirkt sich auch auf die eingewebte Liebesgeschichte negativ aus - die bewegte mich kaum. Insgesamt fehlte mir die Würze. Zu viele Klischees.
Trotzdem lesenswert, weil streckenweise originell, - auch einiges nachdenklich stimmt. Huxley gebrauchte die Sprache gekonnt und zeichnete einige Bilder mit viel Poesie und Einbildungskraft.

"Schöne neue Welt", in gewisser Weise ist sie Realität. Man muss nur genau hingucken.
schreiben wie atmen - 06. Nov. 07, 21:32

Klischees..

...verdienen es manchmal sie in den geschichtlichen Zusammenhang zu stellen. Vielleicht ergibt dieser Vergleich, dass das eine oder andere erst zum KLischee wurde NACHDEM Huxley es verwendete.
Aber das mit den schwachen Hauptfiguren habe ich auch so empfunden. Hast Du mal den Film gesehen der nach dieser Vorlage gedreht worden ist? Ich kann mich zwar nicht mehr an den Titel erinnern, aber der war eigentlich sehr gelungen und spannender als es das Buch nahegelegt hatte.

bonanzaMARGOT - 09. Nov. 07, 08:56

Hi Angela,

das mit den Klischees müßtest du mir etwas näher erläutern.

Die Verfilmung sah ich nicht. Bestimmt interessant, wenn Drehbuch, Regie und Schauspieler gut sind.

Gruß
F.

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