The Rum Diary


„Glücklich“, murmelte ich und versuchte aus dem Wort schlau zu werden. Es ist eines dieser Wörter, so wie Liebe, die ich nie richtig verstanden habe. Die meisten Leute, die mit Sprache zu tun haben und damit ihr Geld verdienen, haben kein großes Vertrauen in diese Wörter. Ich bin da keine Ausnahme – besonders, wenn es die ganz großen Wörter wie Glücklich und Liebe und Ehrlich und Stark sind. Sie sind schwer zu fassen im Vergleich zu den kleinen präzisen Wörtern wie Penner, Billig oder Falsch. Weil sie dürr sind und leicht festzupinnen, fühle ich mich bei ihnen zuhause. Um den großen Wörtern trauen zu können, müsste man Priester sein oder vielleicht verrückt.



Ich saß noch lange Zeit da und dachte über viele Dinge nach. Hauptsächlich beschäftigte mich der Gedanke, dass meine seltsamen und nicht zu bändigenden Instinkte mich erledigen könnten, bevor ich überhaupt die Chance hatte, reich zu werden. Egal wie sehr ich all diese Dinge haben wollte, für die ich Geld brauchte, es gab irgendeine teuflische Strömung, die mich in eine andere Richtung trieb – Richtung Anarchie und Armut und Wahnsinn. Diese schier rasend machende Illusion, dass man ein anständiges Leben führen kann, ohne sich wie ein Judas zu verkaufen.
Schließlich betrank ich mich und ging zu Bett…



Zwei Auszüge aus "The Rum Diary" von Hunter S. Thompson

rosenherz - 09. Sep. 17, 08:49

Warst du auch nackt schwimmen in deinem Urlaub, wie Paul Kamp, der Protagonist des Buches?

bonanzaMARGOT - 09. Sep. 17, 08:59

nö, aber ich war ja auch nicht in der karibik.
rosenherz - 09. Sep. 17, 11:51

Apropos nackt, Jamie Oliver meint "Nackt kocht es sich am besten!" Für ein perfektes Dinner kocht man am bsten nur mit einer Schürze bekleidet, gibt er den Lesern der Zeitschrift Gala als Tipp.
bonanzaMARGOT - 09. Sep. 17, 12:07

in einer küche kann es bestimmt ziemlich warm werden...
wem`s spaß macht, nackt zu kochen, der soll das.
herr oliver will mit solchen bemerkungen sicher nur die leserinnen bei laune halten.
rosenherz - 09. Sep. 17, 14:19

Die Leserinnen bei Laune halten - wir wollen auch nichts anderes mit unseren Blogbeiträgen, oder?
bonanzaMARGOT - 09. Sep. 17, 14:57

kann ich für mich nicht sagen.
freilich, wenn ich geld dafür kriegen würde...
rosenherz - 09. Sep. 17, 15:45

Och Geld, du kannst lebhaft schildern und spannend schreiben. Hast dich schon mal angeboten bei einer Zeitung? Zum Beispiel, eine Kolummne in der SZ bringen: "Aus dem Alltag eines Tumordokumentators"
Oder Reiseerzählungen in Reisemagazinen. Oder einen Bestseller herausbringen.
bonanzaMARGOT - 09. Sep. 17, 16:03

nein, ich habe mich noch nirgends angeboten...
wenn ich gut wäre, hätte ich auf meinen blogs mehr leser und mehr kommentare. ich mache mir keine illusionen. mit dem schreiben werde ich sicher nie geld verdienen, und durch absagen der verlage bzw. redaktionen will ich es mir nicht vergällen.

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