Mittwoch, 23. Januar 2013

TV-Tipp:

"Zack and Miri Make a Porno", 23 Uhr 30, HR

Brasko und das Geheimnis des gelben Hummers

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Scheiße. Wer hätte gedacht, dass es so endet? Schwamm drüber. Aber peinlich war die Sache schon. Wer macht sich gern lächerlich? Auf der anderen Seite sollte man die Dinge erhobenen Hauptes zu ende bringen, selbst wenn man dabei nicht gut aussieht. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, wie man so schön sagt. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Viel schlimmer. Ist nicht die gesamte Menschheit peinlich? Wie sie sich auf der Erde benimmt?
Die meisten denken nur, dass sie mit alldem Irrsinn nichts zu tun haben. Oder sie erkennen den Irrsinn nicht mal. Sie machen so, als wäre alles völlig in Ordnung, wie es ist. Sie freuen sich auf ihren Geburtstag und auf Weihnachten, backen Plätzchen und machen auf heile Welt. Friede, Freude, Eierkuchen! Nein, man konnte es den Menschen gar nicht vorwerfen. Perfekte Gehirnwäsche. Ballaballa! Haha!
Aber nun zurück zur Geschichte: Der gelbe Hummer war sozusagen den Bach runter gegangen. Brasko hatte ihn an Mohammeds Geburtstag im Neckar versenkt. Wahrscheinlich hielt er das seltsame Gerät auf dem Rücksitz für eine Atombombe, dabei war es so eine Art Wunder-Mikrowelle, welche Sarah Wiener ihrem Sohnemann schenken wollte. Vielleicht erfand Brasko diese Erklärung auch nur, denn er hatte einen Blackout nach seinem Kaffeehausbesuch. Er konnte sich an nichts erinnern. Am Anlegeplatz der Fähre fuhr er den Hummer geradeaus in den Neckar. Immerhin wurde er gerettet. Einige Spaziergänger informierten sofort Polizei und Feuerwehr.
Braskos Blutalkoholgehalt betrug 3,2 Promille.
Übrigens müsste es jetzt „Das Geheimnis des grünen Hummers“ heißen, denn die zweite Überraschung für ihren Sohn war, dass Sarah Wiener den Wagen umlackieren ließ. Grün ist die Farbe des Propheten. Tja, der Hummer war futsch und die Wunder-Mikrowelle auch.
Nachdem Brasko angeblich seine Erinnerung wiedergefunden hatte, meinte er, dass es sich um eine Verschwörung handelte. Es soll alles ein abgekartetes Spiel gewesen sein. „Der Wodka Orange war eine spezielle Mischung“, sagte er, „und das war keine Mikrowelle sondern wirklich eine Atombombe! Ich habe eine furchtbare Katastrophe verhindert, indem ich den Hummer in den Neckar steuerte. Das Wasser tötete die Elektronik der Bombe. Genial, oder?!“
Der Haken an der Sache war, dass es keine Atombombe gab. Aber auch dafür hatte Brasko eine Erklärung: „Die wurde vom Geheimdienst ausgetauscht. Es sollte nicht an die Öffentlichkeit kommen, wie brenzlig das Ganze war. Und wer glaubt schon einem Betrunkenen?! Sie benutzten mich. Sozusagen doppelt. Erst diese Sarah Wiener, die gar nicht die echte Sarah Wiener sondern eine Terroristin oder Agentin war, und hernach der Geheimdienst, um die Wahrheit zu vertuschen.“
Brasko musste allerdings zugeben, dass die Geschichte viele Ungereimtheiten aufwies. „Die Welt ist verrückt“, sagte er, „und die Wahrheit ist oft unglaublich. Ich würde aus persönlichem Interesse gern weitere Nachforschungen dazu anstellen …, dummerweise habe ich momentan andere Probleme.“ In der Tat hatte Brasko die. Er würde dringend einen neuen Auftrag brauchen, um sich von diesem Lapsus zu erholen.




(Die gesamte Storie ist hier zu lesen.)

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