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    <title>Von Nachtwachen und dicken Titten : Rubrik:boMAs Gedichte und Texte</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2009-10-23T13:49:12Z</dc:date>
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    <title>Von Nachtwachen und dicken Titten</title>
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  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/6002017/">
    <title>Das Brot des Alters</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
die Jahre vergehen&lt;br /&gt;
man bekommt krumme Zehen&lt;br /&gt;
man wird müde und auch ein bisschen prüde&lt;br /&gt;
die Rente ist karg&lt;br /&gt;
nur die Ängste sind stark&lt;br /&gt;
es gehen die Jahre, man sieht schon die Bahre&lt;br /&gt;
ist unendlich träge&lt;br /&gt;
demnächst kommt die Pflege&lt;br /&gt;
die Eltern sind tot, man liegt im eigenen Kot&lt;br /&gt;
es ist niemand mehr da&lt;br /&gt;
das ganze Leben ... nicht wahr&lt;br /&gt;
es ist irgendwie nicht wahr, wie es einst war&lt;br /&gt;
die glücklichen Zeiten&lt;br /&gt;
wie saftig waren damals die Weiden&lt;br /&gt;
man liebte wie irre und war vom Leben ganz kirre&lt;br /&gt;
aber die Jahre vergingen&lt;br /&gt;
keine Macht kann sie wiederbringen&lt;br /&gt;
man ist nur noch Last, das Leben ist Knast&lt;br /&gt;
gewindelt, gefüttert&lt;br /&gt;
von nichts mehr erschüttert&lt;br /&gt;
doch das Ende kommt nicht, Leben ist Pflicht&lt;br /&gt;
alles verging&lt;br /&gt;
und man ist nur noch Ding&lt;br /&gt;
der Geist wird dement, die Träume Zement&lt;br /&gt;
wer schrieb dieses Buch?&lt;br /&gt;
warum wird das Leben zum Fluch?&lt;br /&gt;
ein Geschenk wär` der Tod &lt;br /&gt;
wie für den Hungernden Brot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(boma, 20.10.09)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-20T12:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5882671/">
    <title>Frei sind nur die Engel</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5882671/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist ein Bahnhof&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist ein Hafen&lt;br /&gt;
Ein Flughafen&lt;br /&gt;
Ein Schiff&lt;br /&gt;
Ein Bus&lt;br /&gt;
Ein Transporter&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist ein Lager&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist ein Gefängnis&lt;br /&gt;
Eine Zelle&lt;br /&gt;
Eine Folterkammer&lt;br /&gt;
Gitterstäbe&lt;br /&gt;
Geteilter Himmel&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist Geld&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist Erfolg&lt;br /&gt;
Ein gut bezahlter Job&lt;br /&gt;
Macht&lt;br /&gt;
Karriere &lt;br /&gt;
Ein Anzug von Armani&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist Glaube an Gott&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist Religion&lt;br /&gt;
Ideologie&lt;br /&gt;
Philosophie&lt;br /&gt;
Askese&lt;br /&gt;
Innere Einkehr und Läuterung&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist eine Sucht&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist eine trügerische Hoffnung&lt;br /&gt;
Ist Alkoholismus&lt;br /&gt;
Drogensucht&lt;br /&gt;
Spielsucht&lt;br /&gt;
Gier&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist eine Herausforderung&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist das Aufgehen im Ehrgeiz&lt;br /&gt;
Das Erklimmen des Mount Everest&lt;br /&gt;
Ein Triathlon&lt;br /&gt;
Hundert Meter unter zehn Sekunden laufen&lt;br /&gt;
Die Tour de France&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist unmöglich&lt;br /&gt;
Der Weg in die Freiheit ist alles, was uns Menschen bewegt&lt;br /&gt;
Die Liebe&lt;br /&gt;
Die Liebe und der Durst&lt;br /&gt;
Ein gutes Wort&lt;br /&gt;
Die Hand , die du mir reichst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17.08.09)</description>
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    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-17T11:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5863619/">
    <title>Die Nacht der Leguane</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5863619/</link>
    <description>&lt;br /&gt;
Als ich zum Nachtdienst kam, war das Grillfest&lt;br /&gt;
auf der Sonnenterrasse in &lt;br /&gt;
vollem Gange.&lt;br /&gt;
Während ich das Haus und die Bewohner hütete,&lt;br /&gt;
feierten sie.&lt;br /&gt;
Die Chefs und die, die um sie herum saßen.&lt;br /&gt;
Es war wie eine andere Welt.&lt;br /&gt;
Oder wie die andere Seite derselben Welt.&lt;br /&gt;
Wie der Arsch zum Gesicht.&lt;br /&gt;
Endlich waren die letzten verschwunden und ich hatte&lt;br /&gt;
die Nacht wieder ganz allein&lt;br /&gt;
mit die alten Menschen, die Zimmer an Zimmer&lt;br /&gt;
abgelegt waren.&lt;br /&gt;
Ein Altenheim ist wie ein Dachboden des Lebens,&lt;br /&gt;
wo die Alten aufbewahrt werden - ein Hort&lt;br /&gt;
des Zerfalls.&lt;br /&gt;
Das alte Backsteingebäude würde auch bald ausgedient&lt;br /&gt;
haben.&lt;br /&gt;
Immer mehr verstand ich, dass alles ein Geschäft war.&lt;br /&gt;
Es ging um Zimmerbelegungen und&lt;br /&gt;
um Effizienz in der Pflege.&lt;br /&gt;
Es ging um den doppelten Boden in der Moral&lt;br /&gt;
der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
Ich war froh, als endlich Ruhe im Haus eingekehrt war.&lt;br /&gt;
Im Fernsehen lief nach Mitternacht&lt;br /&gt;
ein guter Spielfilm:&lt;br /&gt;
&quot;Die Nacht der Leguane&quot; mit Richard Burton,&lt;br /&gt;
nach einem Bühnenstück von Tennessee Williams.&lt;br /&gt;
Der volle Mond schien zu mir herein.&lt;br /&gt;
Ich war allein.&lt;br /&gt;
Ich war das Haus.&lt;br /&gt;
Und ich war viel älter, als ich aussah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(06.08.09)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-06T13:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5701402/">
    <title>Interview mit einem Dichter</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5701402/</link>
    <description>&lt;i&gt;Sind Sie Schriftsteller?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, ich empfinde mich nicht als Schriftsteller. Berufsmäßig schon gar nicht. Ich verstehe mich als Künstler und Dichter, der aus einer inneren Notwendigkeit schreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Könnten Sie sich vorstellen mit der Schreiberei einmal Geld zu verdienen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerlich. Ich biedere mich ungern an. Außerdem würde, glaube ich, meine dichterische Freiheit darunter leiden. Auf der anderen Seite wäre es schön, wenn ich mit meiner Lyrik, meinen Prosagedichten eine gewisse öffentliche Anerkennung erfahren würde. Und wenn dabei etwas Geld rumkommt, wäre ich auch nicht abgeneigt ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Finden Sie die Sachen, die Sie schreiben, gut genug, um literarisch von Verlagen, Kritikern und einem breiten Publikum (positiv) wahrgenommen zu werden?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Natürlich denke ich, dass ich gut bin; aber was andere von meinen Gedichten halten, ist eine ganz andere Sache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie sind Ihre Pläne?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe keine speziellen Pläne. Durch das Internet habe ich eine Plattform gefunden, wo ich ohne Fremddruck meine Sachen einer Öffentlichkeit frei anbieten kann. Ich freue mich über die Resonanz auf meinen Blogs. Es ist jedenfalls schon tausendmal besser als die Zeit vor der Internetverbindung, wo ich quasi ausschließlich im &quot;stillen Kämmerchen&quot; vor mich hinschrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Viele Autoren stehen dem Internet kritisch gegenüber ...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das sind jene, die Angst davor haben, dass ihnen die Felle davonschwimmen. Für die ist Kunst ein Produkt, das sie verkaufen wollen; und sie fürchten, dass das Internet den Marktwert ihrer schriftstellerischen Erzeugnisse mindern könnte. &lt;br /&gt;
Die Medienindustrie wird durch das Internet ganz allgemein durchgerüttelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Und das finden Sie gut?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Erstmal schon.  Kunst ist meiner Meinung nach viel zu lange eine Geschichte innerhalb elitärer Kreise und Lobbyisten gewesen. Die Verfügbarkeit des WWW. bedeutet Anarchie im besten Sinne. &lt;br /&gt;
Endlich haben wir eine Plattform, welche jedem zumindest die Chance gibt, Gehör zu finden - was ich mal als eine praktische Umsetzung der im Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit empfinde. Bis jetzt konnte über die Medienherrschaft von ein paar Wenigen  die breite Masse ganz gut manipuliert bzw. gesteuert werden. Das wird in der Zukunft, wie ich sie mir erhoffe, schwieriger werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zurück zu Ihrer Dichtkunst. Was sind die Themen, die Sie am Liebsten bearbeiten?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir reden gerade darüber. Aber neben gesellschaftlichen und philosophischen Themen interessiert mich die tagtägliche &quot;Prosa&quot; - und weil ich es mir gern bequem mache, wurden Prosagedichte daraus (lach!).&lt;br /&gt;
Also, viele meiner Gedichte bearbeiten ganz persönliche Geschichten von Liebe, Frust, Trauer, Glück und Versagen ... von Zwischenmenschlichkeit und Einsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie sind schon mal provokativ?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Provokativ? Entschuldigung, meine Kehle ist von dem vielen Gerede ganz ausgetrocknet - haben Sie ein kaltes Bier für mich?&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Danke.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Provokativ ist alles, wenn wir nur mal die Augen öffnen würden. Jeder verdammte Baum, der am Straßenrand steht, müsste für unsere eingedoste Seele eine Provokation sein; aber wir sehen die Welt gar nicht mehr - wir sehen nur noch uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Und Sie haben den Blick offen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens zwischendurch. &lt;br /&gt;
Hm. Das Bier ist auch nicht mehr das, was es mal war. Ich möchte das Gespräch nun abbrechen. Es interessiert doch sowieso kein Schwein ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie sind frustriert?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau!</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-14T14:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5678129/">
    <title>Smegma</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5678129/</link>
    <description>Es gibt nicht nur Smegma am Geschlechtsteil sondern auch in der Großhirnrinde.&lt;br /&gt;
Politiker sind z.B. stark vom Smegma im Gehirn betroffen. Ebenso Pfarrer, Priester und Verkäufer.&lt;br /&gt;
Der Penis läßt sich relativ leicht putzen. Trotzdem gibt es viele Menschen, die ich mal smegmatisch nennen will - sie haben das Smegma quasi charakterlich gepachtet. Das gilt auch für Frauen. &lt;br /&gt;
Überhaupt wird kulturell und biologisch viel zu sehr zwischen Frau und Mann unterschieden.&lt;br /&gt;
Die Klitoris ist mehr Penis, und der Penis mehr Klitoris, als man offensichtlich annimmt.&lt;br /&gt;
Auch das Gehirn ist halt Gehirn. Man muss sich das etwa folgendermaßen vorstellen: ein hartnäckiger Pickel entscheidet darüber, ob du dich als Mann oder als Frau wahrnimmst. Der Mann hat den scheiß Pickel.&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass ich ein Mann bin. Immer weniger weiß ich aber, was es bedeutet. Womöglich ist das Smegma daran schuld.</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-02T10:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5676861/">
    <title>Es ist nur ein Tag</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5676861/</link>
    <description>Er hatte das Gefühl, dass nichts gut sein kann. Wenn er die Musik aufdrehte, verschwand die Wirklichkeit hinter einem trüben Vorhang. Er sah die weichen Konturen einer Nackten hinter einem Duschvorhang. Er sah den Frühling und die Wände seines Zimmers. Er setzte die kalte Bierflasche an.&lt;br /&gt;
Wenn man wollte, konnte man einfach verschwinden. Und die Welt war nichts als ein surrealer Traum.&lt;br /&gt;
Nichts wusste er von seinem Gehirn und dem Herz, das in seiner Brust den Takt des Blutes schlug.&lt;br /&gt;
Nichts wusste er von seinen Händen, die auf der Computertastatur schrieben. &lt;br /&gt;
Was war die Sprache? Sie hing irgendwie in der Luft.&lt;br /&gt;
Es war Mittag, der 1. Mai. Der Desperado saß am Computer und suchte nach Worten. Für Alles und Nichts. Wenigstens ist es kein Albtraum, dachte er, es ist nur ein Tag - ein Tag in meinem Leben.&lt;br /&gt;
Er saß vor der Kamera. Er war die Kamera. Nichts wusste er von der Natur, von den Jahreszeiten. Nichts wusste er von der Erde, von dem Himmel. Schon gar nichts wusste er von den Sternen.&lt;br /&gt;
Der Desperado trank kaltes Bier und schrieb. Er hörte laute Musik in seinem Zimmer. Es gab keinen Raum. Es gab all die Dinge nicht. Man konnte sie anschauen, ohne sie zu sehen. Was blieb neben dem Funktionieren übrig?</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-01T11:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5663996/">
    <title>Abschied</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5663996/</link>
    <description>Ich bin traurig. Der Tag umschließt mich wie ein Wattebausch. Ich denke an die letzten Jahre, und wie viel Glück ich hatte, wie viel Schönes unwiederbringlich vorbei ist. Ich denke an die Liebe, die ich verlor und an die neu gewonnene Liebe. Ich denke an das, was ich aufgeben musste und an die vielen, vielen vergangenen Tage und Eindrücke. Ich stehe im Wind. Der Wind verwurstelt mein kurzes Haar und streichelt mein Gesicht. In meinem Herz ist Unruhe. Bilder fliegen an meinem geistigen Auge vorbei. Ich sehe mich an einem sonnigen Tag in einem Bachlauf stehen, die Hosen hoch gekrempelt ... Ich sitze auf dem Fahrrad und fahre über Stock uns Stein, fahre an endlosen Deichen entlang, an unzähligen blökenden Schafen.  Ich sehe die Liebe, wie sie weint. In meinem Herz ist Unruhe ...&lt;br /&gt;
Die Trauer ist nicht leicht vom Tisch zu wischen. Sie muss mich erinnern, nicht um mich zu quälen; sie will mir sagen, wer ich bin; sie will mich reinigen ... &lt;br /&gt;
Danke. Danke für alles. Es ist nicht leicht, den Weg wieder aufzunehmen, weiterzumachen; es ist nicht leicht, diesen Platz zu verlassen. Ich stehe auf und strecke mich. Mein Blick schweift über die Landschaft, eine schöne Landschaft - aber traurig - ; ich steige auf mein Fahrrad und fahre langsam los. Der Fahrtwind beißt in meinen Augen. Tränen rinnen aus den Augenwinkeln.&lt;br /&gt;
Ich schreibe &quot;Ich liebe dich&quot;. Mein Herz bebt. Nichts bleibt an seinem Platz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wind bringt Wolken und Sonnenschein. Die Luft riecht nach frischer Erde. Es war Zeit.</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-24T12:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5536177/">
    <title>Der Gedanke</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5536177/</link>
    <description>Gerade kam mir ein Gedanke in den Kopf. Er schoss mir nicht in den Kopf wie ein Geistesblitz, vielmehr kam er einfach daherspaziert, und schaukelt dabei mit dem Spazierstock, und schaut geziert und tut unschuldig, als wäre er ein Gedanke wie jeder andere: Tja, da bin ich nun - hast du mich etwa noch nie gedacht? Stelle dir einen vierzigjährigen Menschen vor, Mann oder Frau, egal, einen führenden Angestellten meinetwegen, oder eine Mutter von drei Kindern, nebenbei berufstätig, eine Krankenschwester oder einen Altenpfleger, einen Baggerfahrer, eine Politikerin ... mit Vierzig auf der Höhe seines Lebens, in der Mitte seines Lebens, voll ausgebildet, mehr oder weniger erfolgreich; interagiert mit seiner Umwelt, als wäre das Peanuts. Selbstverständlich hat er seine Orgasmen, und längst alle Stellungen ausgetestet. Über den Bauchansatz redet man nicht. Selbstverständlich hat er Familie, Freunde und Bekannte, und er feiert jedes Jahr Weihnachten und Geburtstage und sonstige Jubiläen oder Feste. Selbstverständlich betrachtet er stirnrunzelnd seine Kontoauszüge und fährt an den Wochenenden mit seiner Familie in den Vergnügungspark oder zu den Eltern. Voll ausgebildet sind diese Vierzigjährigen. Mit wenigen Ausnahmen haben sie auch reichlich hinter die Binde gegossen. Was für eine erstaunliche Entwicklung, findest du nicht?! sagt mein Gedanke fordernd, und wirbelt dabei mit dem Spazierstock. Von der befruchteten Eizelle - einem Nichts quasi - hin zu diesen voll ausgebildeten ... Monstern, entschuldige bitte, mein Gedanke räuspert sich, in nur vierzig Jahren, das heißt in vierzig mal dreihundertfünfundsechzig Tagen oder in vierzig mal dreihundertfünfundsechzig mal vierundzwanzig Stunden, was nach Adam Riese nicht mal dreihundertfünfundsechzigtausend Stunden sind, so viele Stunden wie eine mittlere, deutsche Großstadt Einwohner hat. Ich befürchte, dass mein Gedanke jetzt abschweift, aber er lässt mich nicht los.  Reihe eine erlebte Stunde, wegen mir die Mittagspause, dieser Großstadtbewohner hintereinander - was ist schon eine Stunde? Die erste Halbzeit eines Fußballspiels plus Pause, oder die Zeit, um gemütlich an einer Bar zwei Bier zu trinken, oder zwei Drittel einer Psychologievorlesung ..., - dreihundertfünfundsechzigtausend mal zeitlich hintereinander gesetzt ergibt diese eine belanglose Stunde die Lebensdauer eines Vierzigjährigen. Ist das nicht verrückt? Da steht dieser voll ausgebildete Mensch und war vor dieser Stunde nichts als eine befruchtete Eizelle ...&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob der Gedanke nun ausgereizt ist. Oder hat er sich verloren? Alles ist doch furchtbar normal. Was wollte ich eigentlich sagen? &lt;br /&gt;
Der komische Gedanke wendet sich ab, kratzt die Kurve. Das Letzte, was ich von ihm zu sehen bekomme, ist sein Hüftschwung, und wie sein Spazierstock federleicht durch die Luft wirbelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(boma, 2003)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-23T15:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5413256/">
    <title>Mein diesjähriges Weihnachtsgedicht</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5413256/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ausgelöscht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr L. packte es vor Weihnachten&lt;br /&gt;
wir hatten ihm gewünscht, dass&lt;br /&gt;
er nicht lange leiden muss&lt;br /&gt;
wie man halt so redet unter Kollegen&lt;br /&gt;
ich erschrecke allerdings davor&lt;br /&gt;
wie schnell ein Mensch im Altenheim spurlos verschwindet&lt;br /&gt;
mit Sack und Pack&lt;br /&gt;
wenige Tage später liegt in dem Zimmer&lt;br /&gt;
ein neuer Bewohner&lt;br /&gt;
wir sagen dann noch eine Zeit lang:&lt;br /&gt;
&quot;die neue Frau im L.-Zimmer&quot;&lt;br /&gt;
ich spürte, dass es mit ihm zu Ende ging&lt;br /&gt;
er spürte es auch&lt;br /&gt;
schon eine Weile&lt;br /&gt;
er war sehr tapfer&lt;br /&gt;
ein stolzer Mann&lt;br /&gt;
aber er konnte nicht mehr&lt;br /&gt;
bis zuletzt versuchte er seine Runden mit dem Rollator&lt;br /&gt;
über die Station zu drehen&lt;br /&gt;
sich alleine auf den Toilettenstuhl zu hieven&lt;br /&gt;
und zurück ins Bett&lt;br /&gt;
wir sammelten ihn ein paar Mal vom Boden auf&lt;br /&gt;
er wurde immer hagerer&lt;br /&gt;
sein Blick am Schluss stechend und wirr&lt;br /&gt;
ich wusste so gut wie nichts von Herrn L.&lt;br /&gt;
wir kamen erst während der letzten Monate ein paar Mal&lt;br /&gt;
ins Gespräch&lt;br /&gt;
über die Härten des Lebens&lt;br /&gt;
er war mir sympathisch&lt;br /&gt;
einer der Wenigen, mit denen man nicht nur oberflächlich Worte&lt;br /&gt;
wechseln konnte&lt;br /&gt;
er sah es kommen&lt;br /&gt;
er wollte sich seine Würde bis zuletzt nicht nehmen lassen&lt;br /&gt;
ich kam Heiligabend in den Nachtdienst&lt;br /&gt;
ging am Computer die Namen der Bewohner&lt;br /&gt;
durch&lt;br /&gt;
und fand Herrn L. nicht mehr&lt;br /&gt;
er war ausgelöscht&lt;br /&gt;
das Zimmer ausgeräumt&lt;br /&gt;
zwei Abfallsäcke mit seinen Habseligkeiten standen noch&lt;br /&gt;
herum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29.12.08, boma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/fCcPy8_LomQ&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/fCcPy8_LomQ&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-29T16:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5406387/">
    <title>Zwei Weihnachtsgedichte</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5406387/</link>
    <description>1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;weise weihnacht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es starb niemand&lt;br /&gt;
an weihnachten 2002&lt;br /&gt;
ansonsten war alles wie immer&lt;br /&gt;
süßigkeiten standen auf den nachttischen&lt;br /&gt;
und manche altenheimbewohner kotzten&lt;br /&gt;
schokoladensoße&lt;br /&gt;
ich selbst aß eine menge kekse&lt;br /&gt;
und hörte die weihnachtswünsche&lt;br /&gt;
meiner kolleginnen&lt;br /&gt;
cool&lt;br /&gt;
wie immer&lt;br /&gt;
nach 6 nächten hatte ich die schnauze&lt;br /&gt;
gestrichen voll, und&lt;br /&gt;
kurz vor feierabend hatte der typ in&lt;br /&gt;
zimmer 128&lt;br /&gt;
durchfall&lt;br /&gt;
und die scheiße stand ihm bis zum&lt;br /&gt;
genick&lt;br /&gt;
wir wuschen ihn, zogen ein neues laken&lt;br /&gt;
aufs bett&lt;br /&gt;
ich bin müde nach diesen feiertagen&lt;br /&gt;
wie ich immer müde bin&lt;br /&gt;
der mann, der nicht mehr ins krankenhaus&lt;br /&gt;
sollte, überlebte die nacht&lt;br /&gt;
er hatte aspiriert&lt;br /&gt;
und schrie die ganze nacht trotz&lt;br /&gt;
beruhigungsmitteln&lt;br /&gt;
ich sagte zu meiner kollegin:&lt;br /&gt;
stelle endlich den sauerstoff ab!&lt;br /&gt;
er belüftet sich selbst&lt;br /&gt;
und er stirbt mit sicherheit nicht vor&lt;br /&gt;
seinem 90sten geburtstag&lt;br /&gt;
eine andere bewohnerin weinte&lt;br /&gt;
seit 2 wochen jede nacht, weil sie ein&lt;br /&gt;
kribbeln in den beinen verspürte&lt;br /&gt;
sie verlangte nach bonbons&lt;br /&gt;
und nach einem marmeladebrot, das ich ihr&lt;br /&gt;
richtete&lt;br /&gt;
sie sagte: danke felix&lt;br /&gt;
woher kannte sie meinen&lt;br /&gt;
namen?&lt;br /&gt;
jede tür birgt ein anderes geheimnis&lt;br /&gt;
hinter jeder tür treffe ich einen&lt;br /&gt;
menschen&lt;br /&gt;
das wird immer so bleiben&lt;br /&gt;
weihnachten hätten wir uns im altenheim&lt;br /&gt;
sparen können&lt;br /&gt;
liebe menschen, seid ihr euch dessen bewusst?&lt;br /&gt;
seid einmal ehrlich zu euch&lt;br /&gt;
gebt euch eine chance&lt;br /&gt;
wir haben nur dieses eine leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27.12.2002 21:12 von boma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fröhliche Weihnacht 2005&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab heute gehe ich in den Hungerstreik&lt;br /&gt;
als Protest gegen die Weihnachtsvöllerei&lt;br /&gt;
und die Verlogenheit des alljährlich&lt;br /&gt;
praktizierten Schenkens&lt;br /&gt;
sage ich das?&lt;br /&gt;
mir wäre danach&lt;br /&gt;
ein Jahr lang wollte ich hungern&lt;br /&gt;
bis zur nächsten Weihnacht&lt;br /&gt;
aber ich mache mir da keine Illusionen&lt;br /&gt;
bevor ich zum Schatten würde&lt;br /&gt;
würde ich zwangsernährt&lt;br /&gt;
wie man es mit den Alten tut&lt;br /&gt;
wenn sie sterben wollen&lt;br /&gt;
auf Gedeih und Verderb müsste ich&lt;br /&gt;
noch ein paar Weihnachten miterleben&lt;br /&gt;
wenn auch in einer elend langen&lt;br /&gt;
Agonie&lt;br /&gt;
am Rande des Wahnsinns&lt;br /&gt;
während der Wahnsinn in der Welt&lt;br /&gt;
fröhlich Karussell fährt, und nur wenige&lt;br /&gt;
versuchen abzuspringen&lt;br /&gt;
ich wünsche mir, daß ich in dieser Welt&lt;br /&gt;
nicht alt werde&lt;br /&gt;
ich habe sie satt&lt;br /&gt;
die Menschen, die in ihren goldenen&lt;br /&gt;
Käfigen rumflattern und sich bemitleiden&lt;br /&gt;
sie wollen die Freiheit nicht&lt;br /&gt;
wer weiß, was sie da draußen erwartet&lt;br /&gt;
sie bauen sich ihre Gefängnisse selbst&lt;br /&gt;
und führen sie voller Stolz vor&lt;br /&gt;
sie sind Angsthasen&lt;br /&gt;
am liebsten würden sie sich gegen den Tod&lt;br /&gt;
versichern&lt;br /&gt;
ich liebe den Tod&lt;br /&gt;
den großen Gleichmacher&lt;br /&gt;
ich finde es beruhigend, daß diese ganzen&lt;br /&gt;
Schreihälse sterben werden&lt;br /&gt;
mein Gott ist Nihil&lt;br /&gt;
ich bin satt von der Welt&lt;br /&gt;
noch ein paar Bier&lt;br /&gt;
heute&lt;br /&gt;
mich noch mal um den Verstand ficken&lt;br /&gt;
dann in Lethargie verfallen&lt;br /&gt;
bis nächste Weihnacht keine feste Nahrung&lt;br /&gt;
anrühren&lt;br /&gt;
falls ich das überlebe&lt;br /&gt;
wenn nicht&lt;br /&gt;
wünsche ich euch schon jetzt eine&lt;br /&gt;
fröhliche Weihnacht 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26.12.2004 11:13 von boma)</description>
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    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-24T11:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5317318/">
    <title>Aus einem Gedicht von boMA</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/5317318/</link>
    <description>&lt;i&gt;ich lebe in einem Körper, den ich nicht spüre&lt;br /&gt;
von den Wolken zu meinen Füßen&lt;br /&gt;
der Horizont eine Augenbraue&lt;br /&gt;
unter der Haut liegen blau die Flüsse&lt;br /&gt;
doch das Herz ist nicht von dieser Welt.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-12T13:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/5278146/">
    <title>Die schöne Kassiererin</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wie viel Schönheit gibt es auf der Welt&lt;br /&gt;
nach dem Dienst im Altenheim&lt;br /&gt;
der letzte Hauch von Leben &lt;br /&gt;
in Pergamenthaut&lt;br /&gt;
verkrüppelt von Gischt und Langeweile&lt;br /&gt;
zwischen dem Waschen, den Mahlzeiten&lt;br /&gt;
und dem Gang zur Toilette&lt;br /&gt;
der Geruch von Ausscheidung&lt;br /&gt;
die Augen der Alten blicken kaum mehr &lt;br /&gt;
in diese Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück nach der Schicht&lt;br /&gt;
beim Einkauf im Supermarkt schaue ich&lt;br /&gt;
mit Begierde auf&lt;br /&gt;
die jungen Körper&lt;br /&gt;
und bin stolz auf die eigene, junge&lt;br /&gt;
gerade Gestalt&lt;br /&gt;
die Menschen um mich herum scheinen mir &lt;br /&gt;
alle vertraut&lt;br /&gt;
ich spüre eine große Zuneigung&lt;br /&gt;
warm und tröstlich&lt;br /&gt;
die Supermarktregale beachte ich kaum&lt;br /&gt;
die Welt ist schön!&lt;br /&gt;
ich beschenke mich mit einer&lt;br /&gt;
Teetasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Kasse sitzt dieses wunderbare Geschöpf&lt;br /&gt;
welliges, blondes Haar fällt auf ihre&lt;br /&gt;
Schulter&lt;br /&gt;
ihr Blick niedergeschlagen&lt;br /&gt;
die Wangen leicht gerötet&lt;br /&gt;
ich gebe meiner Stimme den weichsten und&lt;br /&gt;
schönsten Klang, als ich sage:&lt;br /&gt;
&quot;Noch eine Tüte&lt;br /&gt;
bitte.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1987)</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-25T11:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/4780169/">
    <title>Die Fremde in Zimmer 103</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/4780169/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
meine Kollegin sah sie &lt;br /&gt;
um 21 Uhr 30 das erste und &lt;br /&gt;
letzte Mal&lt;br /&gt;
lebend&lt;br /&gt;
&quot;sie kommt zum Sterben&quot;, sagte man&lt;br /&gt;
dann ging es ein paar Tage länger, als ich&lt;br /&gt;
erwartet hatte&lt;br /&gt;
ihre Fußzehen waren bereits schwarz&lt;br /&gt;
und die Sauerstoffbrille riss sie sich vom Kopf&lt;br /&gt;
mit einer fahrigen Armbewegung&lt;br /&gt;
kraftlos&lt;br /&gt;
ihr Blick sagte nur: &quot;Lasst mich ...&quot;&lt;br /&gt;
sie hatte große Augen&lt;br /&gt;
und schöne, edle Gesichtszüge&lt;br /&gt;
fiel mir sogleich auf&lt;br /&gt;
sie war sicher eine stolze Frau&lt;br /&gt;
zu uns kam sie, ausgezehrt und mit dem Tode&lt;br /&gt;
ringend&lt;br /&gt;
ihre blutleeren Lippen verschwanden in&lt;br /&gt;
der zahnlosen Mundöffnung&lt;br /&gt;
ich hielt &lt;br /&gt;
zwischendurch&lt;br /&gt;
die Hand der Fremden&lt;br /&gt;
ich verfolgte ihren letzten Kampf&lt;br /&gt;
ein paar Nächte lang&lt;br /&gt;
sie war der dritte Todesfall &lt;br /&gt;
in einer Reihe&lt;br /&gt;
bei allen kam der Tod anders&lt;br /&gt;
doch konsequent&lt;br /&gt;
der erste starb im Krankenhaus&lt;br /&gt;
ich hatte ihn ein paar Tage zuvor eingewiesen&lt;br /&gt;
er hatte große Angst&lt;br /&gt;
&quot;Lass mich nicht allein ...&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja&quot;, ich sprach ihm Mut zu&lt;br /&gt;
der zweite&lt;br /&gt;
er war so weiß wie das Bettlaken&lt;br /&gt;
als ich ihn fand&lt;br /&gt;
Erbrochenes lief ihm aus dem Mundwinkel&lt;br /&gt;
mein Gott, ich hatte ihn gemocht&lt;br /&gt;
der Tod nahm ihn im Vorbeifliegen mit&lt;br /&gt;
und vorgestern SIE&lt;br /&gt;
die bereits in Agonie auf ihn wartete&lt;br /&gt;
ich schloss ihre Augen&lt;br /&gt;
nichts wussten wir von ihr&lt;br /&gt;
sie lag in Zimmer 103&lt;br /&gt;
zum Sterben&lt;br /&gt;
der Arzt, der den Tod feststellte&lt;br /&gt;
hatte einen Schnupfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(boMA, 12.03.08)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-12T16:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/4564109/">
    <title>In der Mottenkiste des www.</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/4564109/</link>
    <description>ergoogelte boMA einen seiner Texte in einer fremden Homepage. Er meinte, dass er auch ein paar Jahre später gut passe, zumals jetzt, zwischen den Jahren. &quot;Ja&quot;, meinte ich, &quot;her damit!&quot; Und da ist er, seltsam unverstaubt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ich halte dagegen, so gut ich kann&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hm, niemand wird es jemals schaffen die herde der lemminge &lt;br /&gt;
in eine vernünftige richtung zu lenken &lt;br /&gt;
wir sind übertechnisiert und hypermedial miteinander &lt;br /&gt;
verbunden, aber wir leben weiterhin im mittelalter &lt;br /&gt;
oder in der steinzeit - was weiß ich ... &lt;br /&gt;
es gibt leider zuviele menschen, die ihre persönlichen &lt;br /&gt;
ziele und ihren glauben einfach über die ehrfurcht vor &lt;br /&gt;
dem leben stellen &lt;br /&gt;
das war schon immer so &lt;br /&gt;
diese menschen instrumentalisieren sich selbst als &lt;br /&gt;
verfechter einer höheren idee oder ihres egoismus &lt;br /&gt;
und gehen über leichen &lt;br /&gt;
die moralische rechtfertigung hierfür schustern sie &lt;br /&gt;
sich zusammen - nichts leichter als das &lt;br /&gt;
oder? was ist mit dem gewissen eines soldaten, der auf &lt;br /&gt;
befehl tötet? &lt;br /&gt;
wir können von glück reden, daß wir in unserer gesellschaft &lt;br /&gt;
frei reden dürfen, und wir sollten diese gelegenheit &lt;br /&gt;
ausnutzen und eben nicht vorm fernseher einpennen &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;wir sollten schreien, auch wenn sich unsere nachbarn &lt;br /&gt;
peinlich berührt abwenden&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
viele unserer westlichen zeitgenossen(innen) lassen &lt;br /&gt;
sich liebend gern vom wohlstandsmüll einlullen &lt;br /&gt;
und lehnen sich selten mal aus dem fenster &lt;br /&gt;
der idealismus ist irgendwo in den siebzigern des letzten &lt;br /&gt;
jahrhunderts hängengeblieben &lt;br /&gt;
wahscheinlich geht es uns zu gut, und die neuen medien &lt;br /&gt;
schaffen so einen unpersönlichen raum zwischen uns und &lt;br /&gt;
dem weltgeschehen ... &lt;br /&gt;
das hat nichts mehr mit erotik zu tun &lt;br /&gt;
oder doch? ich warte auf den absoluten cybersex &lt;br /&gt;
dann macht man sich nicht mehr schmutzig und kann sich &lt;br /&gt;
seine duftnote wählen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
okay, vielleicht denke ich da etwas zu weit &lt;br /&gt;
vielleicht aber merken wir die schleichende infiltration &lt;br /&gt;
des materialismus und der gefühlsarmut gar nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(boMA, 11. 01. 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;wiedergefunden bei &lt;a href=&quot;http://mitglied.lycos.de/LotharKrist6/tod/philosoph/10_west_human.htm&quot;&gt;http://mitglied.lycos.de/LotharKrist6/tod/philosoph/10_west_human.htm&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-27T12:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://abendglueck.twoday.net/stories/4513234/">
    <title>das imperium schlägt zurück</title>
    <link>http://abendglueck.twoday.net/stories/4513234/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
antonia berichtete aus&lt;br /&gt;
bagdad&lt;br /&gt;
von den ersten hörbaren explosionen&lt;br /&gt;
lichtblitze wie bei einem seltsamen&lt;br /&gt;
gewitter&lt;br /&gt;
am horizont&lt;br /&gt;
wir hatten unseren rundgang im&lt;br /&gt;
pflegeheim gerade beendet&lt;br /&gt;
und setzten uns mit frisch desinfizierten&lt;br /&gt;
händen &lt;br /&gt;
vor die glotze&lt;br /&gt;
der präsident der vereinigten staaten&lt;br /&gt;
redete&lt;br /&gt;
ich mochte sein gesicht und den&lt;br /&gt;
pathos, als er von den mutigen&lt;br /&gt;
kämpfern sprach&lt;br /&gt;
patriots starteten&lt;br /&gt;
wie feuerbälle in den nachthimmel&lt;br /&gt;
tausende matrosen wie ein ameisenvolk&lt;br /&gt;
unter deck der schwimmenden&lt;br /&gt;
festungen taten das ihre&lt;br /&gt;
und die piloten, die kämpfer warteten&lt;br /&gt;
auf ihren ersten einsatz&lt;br /&gt;
mit scharfen waffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gebannt starrten wir auf den&lt;br /&gt;
bildschirm, die kulisse&lt;br /&gt;
einer stadt mit minaretten und&lt;br /&gt;
palästen aus tausend und einer nacht&lt;br /&gt;
virtualität und wirklichkeit verknüpften sich&lt;br /&gt;
zu einem komischen theater&lt;br /&gt;
antonia, hören sie mich ...?&lt;br /&gt;
nein, das war keine science fiction&lt;br /&gt;
die jedi-ritter griffen an&lt;br /&gt;
meine kollegin und ich dämmerten dem&lt;br /&gt;
feierabend entgegen, um &lt;br /&gt;
das geisterschiff der alten und gebrechlichen&lt;br /&gt;
verlassen zu dürfen&lt;br /&gt;
tausendfach wurde von korrespondenten&lt;br /&gt;
fachleuten und politikern meinungen&lt;br /&gt;
über den äther transportiert&lt;br /&gt;
eine millionenstadt im zweistromland&lt;br /&gt;
vibrierte unter&lt;br /&gt;
den enthauptungsschlägen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(boMA, 21.03.2003)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>boMAs Gedichte und Texte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-06T18:42:00Z</dc:date>
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