Die Sexmaschine (1)

oder:
Zum Phänomen Sex


"schnurkel butz."
"futzi schnulli schnulli knulli!"
"urks schnuller schnapp schnapp mjam!"
"itzi bitzi hihi ..."
"sappel furkel bull!!"
"bimbli."
"joi joi joi ..."


Und so geschah es. Mann und Frau vollzogen den Fortpflanzungsakt. Beinahe acht Milliarden Seelen zeugen davon: Der Mensch ist eine Sexmaschine!
Er kultivierte die Paarung z.B. mit dem Ausziehen. Ich habe sowieso den Verdacht, dass Kleidung nicht zum Anziehen dient - sondern im wirklichen Sinne zum Ausziehen. Dummerweise muss man sich erst dazu anziehen. Auch wurde die Sprache um viele Dimensionen komplexer als in dem oben aufgeführten, urzeitlichen Beispiel. Eine mögliche Übersetzung wäre:


"Ich habe Lust."
"Ja, ich auch, Liebling, lass es uns tun!"
"Ich bin so lüstern, Liebling, ich kann es kaum noch aushalten!"
"Ach, du mein Kleiner, hihi ..."
"An deinem Busen bin ich erst Mann!"
"Du bist süß."
"Ich dringe in dich ein ..."

Lange-Weile - 19. Sep. 10, 22:59

Der Gegenpart

Hallo Bo.,

das erste mal - zumindest solange ich bei dir lese - dass du dich über erotische Gedanken äußerst ;-).

Dein Verdacht mit der Kleidung könnte schon stimmen, wenn man bedenkt, das ein Striptease dazu gemacht ist, die Erregungskurve ansteigen zu lassen. Striptease ist schon eine hohe Kunst und auch das erotische gegenseite Entkleiden wohl auch. Natürlich gehts auch mit Klamotten runterreißen, aber dann kommt sicher die Spannung zu kurz, aber dafür wird die Gier mehr beton. Danach sehnen sich ohnehin sehr viele Menschen.

Ich habe auch einen Verdacht. Aber einen anderen.
Du schreibst :""An deinem Busen bin ich erst Mann!", dass bestätigt meinen Verdacht.
ich denke, dass der Mann durch die Frau gemacht wird und der Mann durch die Frau gemacht wird. Erst wenn die passenden Paare zusammentreffen, kann jeder für sich sich weiter entwickeln.

Aus meiner Sicht als Frau beobachte ich oft Frauen, die noch ihre Zickenmanier aus dem Teeniejahren noch nicht wirklich abgelegt haben. Sie haben sicher noch nicht den richtigen Mann getroffen, der sie zus Frau hat werden lassen.

Ähnlich sehe ich es bei Männern, die eigentlich an ihrer Seite keine Frau haben, sondern eher eine Mutterfigur und sie haben noch was jungenhaftes.

Einfach so ab in die Kiste wird sicher nicht jedem in seinem Geschlecht weiter bringen. Und wenn man bedenkt, dass heut alles versexelt wird und sogar für die Werbung für einfache Getränke verhexelt wird, frag ich mich, was das eine mit dem anderen wohl zu tunhaben und wohin das mal führen soll ?


Gruß LaWe

bonanzaMARGOT - 20. Sep. 10, 12:34

habe ich wirklich noch keine sexuellen themen auf dem blog behandelt?
es ist auch kein einfaches thema - weil es einen ganzen komplex an soziokulturellen und psychologischen spuren in der gesellschaft hinterläßt. es gibt ungeheuer viele blickwinkel auf die menschliche sexualität.

mit meinem kleinen text fragte ich mich, welche rolle sprache und kleidung evtl. beim sex spielen. es ist dahingehend als posse zu lesen.
außerdem dachte ich mir, dass der mensch wirklich eine sexmaschine ist ..., auch wenn man davon nicht viel sieht - außer in den medien.

ich will mit solchen possenhaften texten das thema anreißen - auch mal auf den kopf stellen ...
mal sehen, was mir dazu noch komisches, groteskes oder doofes einfällt.

--------------

interessante theorie, lawe, die du da aufstellst. ich glaube nicht, dass zicken, vom richtigen mann gevögelt, umgänglicher werden; oder dass mamasöhnchen bei der richtigen frau im bett ihre reifeprüfung ablegen.
natürlich kann ich dies nur aus meinem erfahrungs- und beobachtungsschatz beurteilen.
ganz allgemein stelle ich mir vor, dass ein erfülltes sexualleben die lebensqualität anhebt und gesund für geist und körper ist. an verbiesterte, grantige zeitgenossen sollte man flyer verteilen, auf denen steht: "vögel mal wieder!"
ich kann mir sowieso nur menschen mit `ner positiven ausstrahlung im bett vorstellen.
mein gott, ich erinnere mich da an ein paar lehrerinnen in der schulzeit, wo wir jungs frotzelten:
"kannst du dir die beim sex vorstellen?"
"igitt! nur nicht!"
und das hatte nicht nur was mit dem aussehen zu tun. manche menschen strahlen einfach so wenig sex aus wie eine wursttheke.

... wenn ich mich so umschaue in der fußgängerzone, könnte mir der ungeheure verdacht kommen, dass kinder gar nicht beim sex entstehen ...
creature - 19. Sep. 10, 23:12

lest mal HIER.
er hat völlig recht, das mit dem körperkontakt und dem sex!

by the way; noch nie hat eine zu mir gesagt, "lasst es uns tun"...;)
eher hab ich das gehört wenn ich mich nicht irre, "magst mich ficken?" oder, "jetzt möcht ich vögeln".
frauen sind nicht mehr so verhalten wie einst, vielleicht waren sie es einst auch nicht, weiß ja nicht.

bonanzaMARGOT - 20. Sep. 10, 12:43

ich drückte mich in dem kurzen dialog bewusst gestelzt aus, creature. es sollte nicht unbedingt die realität widerspiegeln - sondern leicht komisch wirken: sozusagen eine künstliche situation auf dem experimentierteller des literaten.

also, ich mache sowieso nicht viel worte ..., wenn das blut bereits in den unteren extremitäten hängt.
bonanzaMARGOT - 20. Sep. 10, 12:52

zu deinem link

ja, mehr körperkontakt wäre allgemein unter den menschlichen sozialwesen zu begrüßen. das würde viel helfen im sozialen miteinander.
in der altenpflege merke ich tagtäglich, wie wichtig der körperkontakt für die bewohner ist, gerade wenn sie immer hilfsbedürftiger werden oder die sprache durch demenz (und schlaganfall) verlieren.
natürlich hat da jeder andere grenzen - für sein wohlbefinden. menschen sind nicht über einen kamm zu scheren.
streicheleinheiten brauchen wir alle - darüber dürfte weltweit einigkeit herrschen.
creature - 20. Sep. 10, 20:09

haustiere als beispiel

ich hab eine katze in der wohnung, da sehe ich was es heißt zu genießen.
wenn sie mich sieht legt sie sich auf den tisch und wartet bis ich sie streichle, berühre ich sie dann schließt sie die augen und schnurrt, sie genießt das mit jeder phase ihres körpers.
gehe ich achtlos an ihr vorbei gibts wehklagendes gemautze!
wir sind auch tiere, das dürfen wir nicht unterschätzen.
bonanzaMARGOT - 21. Sep. 10, 11:51

... ich habe keine katze.
frauen können wie menschliche katzen sein.

streicheln und streicheln lassen sind ganz natürliche bedürfnisse, um das wohlbefinden zu verbessern und sozialkontakte zu pflegen.
ob ein "streichelstudio" in eine marktlücke stieße?

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Dieser Rechtsruck auf...
Dieser Rechtsruck auf der Welt macht mir Angst und...
NBerlin - 15. Jul, 16:58
der faschismus wird wieder...
der faschismus wird wieder salonfähig..., inzwischen...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 16:29
Naja nachdem was ich...
Naja nachdem was ich auf Mallorca erlebte, sind die...
NBerlin - 15. Jul, 16:17
diese erfahrungen machte...
diese erfahrungen machte ich auch zwischendurch. aber...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 15:46
Oh da hast du ja viele...
Oh da hast du ja viele schöne Erinnerungen an...
NBerlin - 15. Jul, 15:41
ich war noch nie in kroatien,...
ich war noch nie in kroatien, aber egal, dort wohnen...
bonanzaMARGOT - 15. Jul, 15:14

Archiv

September 2010
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 1 
 4 
 8 
 9 
10
12
13
17
19
21
22
24
25
27
30
 
 
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 3958 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 17:21