Im Zentrum


Ich greife in den Raum, als wäre er aus weicher, durchsichtiger Butter. Nichts bewegt sich. So fühlt es sich also an. Wahrscheinlich träume ich. Alexis Korner klimpert einen Blues, das heißt, es hört sich wie ein Schrammen an. Es ist kalt. Ich spüre die Kälte wie eine zweite Haut. Ich wippe auf einem Bürostuhl und sehe vor mir ein weißes Licht. Seltsamerweise blendet es mich nicht. Von einem Tunnel ist nichts zu sehen. Ich bin ganz eingehüllt in das weiße Licht. Ich denke an eine weiße Leinwand, auf der sich die Welt mit seinen tausend Dingen und Erscheinungen erst manifestieren muss. Alles ist da und gleichzeitig nicht da.
Ich dachte schon als junger Mann viel über den Tod nach. Aber wenn er dann da ist, ist alles nochmal anders, als man es sich vielleicht vorstellte. Die ganze Zeit läuft Musik. Ich höre nur nicht immer hin. Es ist die Musik, die ich in meinem Leben gern hörte. Ich schaue aus dem Fenster in einen frühlingshaft grünen Blätterwald. Alles ist da und gleichzeitig nicht da. Das Meer, die Sonne, die Stadt, der Himmel und die Wolken, mein Zimmer, der Schreibtisch, der Computer …
Da ist das weiße Licht, das alles in sich birgt. Und die Kälte, die mich aber nicht frieren lässt.
Der Tod ist nicht schlimm. Er bettet mich weich und riecht nach dir.

ein literarisches Tagebuch

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