Mallorca - Ankunft


Auf Hin- und Rückflug saß ich in einem A 320. Vom Gefühl her eine Sardinenbüchse. Das Ein- und Aussteigen dauerte fast so lange wie der Flug. Der Hinflug verging flott, wir holperten in einem Jetstream über die Alpen. Ich sah verwundert auf die weißen Bergspitzen. Es war ein sonniger Reisetag. Komisch – ich flog das erste Mal – irgendwie eine Mischung aus Busfahrt und Riesenrad. Auf dem Flughafen von Palma lief ich endlos lange, bis ich die Gepäckausgabe erreichte. Am Ausgang stand ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft, der mir und einem anderen Reisenden ein Taxi zu unseren Hotels organisierte. Inzwischen war es dunkel. Die Fahrt mit dem Taxi dauerte nur wenige Minuten. Mein Hotel lag in Can Caneira, nur wenige Kilometer vom Airport entfernt. Ich stieg zuerst aus und bat den Taxifahrer noch mal ganz genau nachzuschauen, ob ich auch beim richtigen Hotel war. Genervt beteuerte er auf spanisch, dass ich richtig sei. Die Nacht kam mir ungewöhnlich schwarz vor. Es roch merkwürdig. Schwer zu sagen nach was. Ich checkte im Hotel ein und bekam eine Lochkarte als Zimmerschlüssel. Was ich nicht wusste, dass man die Karte in einen Schlitz am Lichtschalter stecken musste, um im Zimmer Strom zu haben. Mein Zimmer lag im vierten Stock – ich flitzte also noch mal runter zum narbengesichtigen Portier, um nachzufragen. Wie sollte ich in einem dunklen Zimmer den Zettel finden und lesen, auf dem natürlich all die Hinweise draufstanden? Mein Zimmer war bescheiden aber ordentlich. Ich packte aus und legte mich ermattet auf die weiche Matratze, wo ich über den seltsamen Geruch nachdachte und bald einschlummerte.
Am nächsten Morgen wachte ich mit der Sonne auf. Ich trat auf den kleinen Balkon und sah erfreut, dass das Meer nur wenige Meter entfernt lag. Es war noch ganz still. Ich streckte mich in der Morgenluft. Der erste Blick vielversprechend. Ich öffnete ein Ankommens-Bier.





Abflug!





Blick vom Balkon meines Hotelzimmers

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