Gib Gas!


Eine Mutter sagt zu ihrem Sohn: „Autos sind nichts für dich, Junge. Du kannst den Fuß nicht vom Gas nehmen.“ Sie drückt damit ihre Sorge aus, dass Autos ihrem Jungen nicht gut tun, dass er vielleicht eines Tages im Straßengraben landet.
Wenn ich also sage „Die Liebe ist nichts für mich“, dann meine ich es ähnlich. Die Liebe verführt mich zu unbedachtem Handeln. Ich kann regelrecht liebeskrank werden. Ich liebe zu sehr das Lieben und überschreite dabei die vernünftigen Grenzen. Wie oft landete ich dabei schon im Straßengraben … sinnbildlich.
Mein Herz wurde mehrmals zusammengeflickt. Jeder einzelne Knochen ist darin inzwischen gebrochen. Jedenfalls fühlt es sich so an. Aber was soll ich machen? Mir das Herz herausschneiden?
Oder Schwanz ab? Nein, solche Experimente gehen mir zu weit.
Ich staune, dass nicht mehr Ehen als ohnehin geschieden werden. Wie ertragen so viele Menschen so lange den Käsfußgeruch im Hafen der Ehe? Und das bei der heutigen hohen Lebenserwartung. Was für eine Liebe findet dort statt?
Ab und zu kommen hochbetagte Ehepaare ins Altenheim. Ja, unter Umständen ganz süß. Aber meist ein Holocaust für die Nerven. Die Liebe verschwindet ganz und gar in der Gewohnheit, im Ritual des Alltags. Den besten Roman dazu schrieb George Simenon: „Die Katze“. Wurde auch gut verfilmt (mit Jean Gabin und Simone Signoret). Nein, das wäre nichts für mich. Dann lieber einsam bleiben mit meinen Käsfüßen und den Wollmäusen unterm Bett.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Die Liebe ist nichts für mich. Ich fahre zu viele Autos zu Schrott. Ich mache das nicht absichtlich. Es passiert einfach. Und keine Angst, das mit den Autos ist nur eine Allegorie – die Frauen überlebten mich ganz gut. So weit ich weiß. Es gibt ja Sicherheitsgurte. Oder Kondome und andere Verhütungsmittel. Und man muss nicht gleich zusammenziehen. Etwas Glück gehört freilich auch dazu.
Trotzdem würde ich mich nicht als Schwerenöter bezeichnen. Ich bin viel zu faul, um als Casanova unterwegs zu sein. Nicht, dass ich mich gar nicht bemühe. Es kommt, wie`s kommt. Einen Ferrari kann ich mir eh nicht leisten. Wer kann das schon – wenn man selbst nur normal ausgestattet ist?
Ich bin zwar kein Schuster, aber ich bleibe bei meinen Leisten.

Die Liebe ist was spezielles und nicht ganz einfach. Neben Karriere und Bullshit hält sie einen ganz schön auf Trab. Karriere fällt schon mal weg bei mir …

testsiegerin - 02. Mrz. 14, 15:52

ich glaub, du verwechselst liebe mit verliebtsein.

bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 15:55

(ist `ne relativ abgenutzte argumentation von eheleichen)

ich glaube nicht. wenn das verliebtsein flöten geht, was gibt es dann noch zu flöten - in der liebe?
testsiegerin - 03. Mrz. 14, 11:07

Du betonst immer wieder, dass du nicht beleidigst. Das tust du aber, indem du Wörter wie "Eheleichen" verwendest. Ich bin seit 24 Jahren verheiratet und sehr lebendig.
bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 14, 11:16

ich habe überhaupt kein interesse, dich oder eine andere person zu beleidigen.
ich sprach von der argumentation von eheleichen. das ist provokativ aber nicht beleidigend gemeint. ich glaube schon, dass es so was wie eheleichen gibt. ich sprach damit aber nicht dich an - auch habe ich von dem zustand deiner ehe keine ahnung.
meine provokationen und überspitzten bemerkungen sind (zumeist) themenbezogen und nicht persönlich.
du schriebst, dass du glaubst, ich verwechsele liebe mit verliebtsein. dies empfinde ich persönlich als viel anmaßender. woran machst du das fest?
bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 14, 11:32

zusatz: ich meine mit eheleichen nicht die ehepartner sondern die ehen.
die partner ermöglichen die eheleiche und argumentieren in ihrem sinne, wenn sie diese weiterhin pflegen.
Pendlerin - 02. Mrz. 14, 17:25

Liebe ist ein Gefühl. Und Menschen, für die man etwas empfindet, verletzt man nicht. Wer diese "Regel" beachtet, bleibt auch nicht alleine.

bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 17:34

ich schätze, du und iging wäret ein gutes paar. also rein dingsbums-mäßig.
ich verletze ungern (alle) menschen - selbst die nicht, die ich nicht liebe. dummerweise gibt es dingsbumse, die ... wie soll ich das erklären? ... zu verletzungen führen, obwohl man es nicht wollte.
es gibt einfach unfälle, bei denen es keinen echten schuldigen gibt. muss ich dir das erzählen? natürlich sehen wir es immer subjektiv ... puh!
aber irgendwann müssen wir die kurve kriegen, weg von unserer egoistischen sichtweise.
das kann dauern. ich weiß es zu gut.

wer regeln für die liebe aufstellt, hat die liebe schon an den nagel gehängt ... das nur mal so als dingsbums.
Pendlerin - 02. Mrz. 14, 17:55

Hoffentlich lesen ganz viel twodayler diesen Kommentar von dir und erinnern dich daran, wenn du mal wieder über die Stränge schlägst. Es wäre doch schade, wenn jemand aus Angst vor Verletzung, deine Artikel nicht kommentiert, oder? Offen sein für die Meinung anderer, kann man lernen. Ich hoffe, mir ist das gelungen. Regeln für die Liebe war in Anführungszeichen gesetzt. Mir fehlen manchmal die richtigen Worte.
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 18:07

es kann sein, dass ich ab und zu über die stränge schlage.
das bedürfnis, endlich mal rauszuhauen, wie ich über die menschen und welt denke, kann so übermächtig werden, dass ich rhetorisch leichtsinnig in beiträgen und kommentaren gefühle von mitmenschen verletze.
trotzdem braucht niemand angst vor mir zu haben. ich respektiere alle lebensformen und -einstellungen.
ich liebe das fechten mit worten. meinungen müssen verfochten werden, sonst sind sie nicht viel wert.
die dingsbumse nannte ich bewusst - gerade weil die konkrete nennung eines umstands oft verletzend sein kann. ausserdem liebe ich die ironie. und auch die selbstironie - wie man hoffentlich merkt.
ich mache mich immer auch über meine eigene meinung lustig.

was meintest du denn mit den regeln in anführungszeichen?
Pendlerin - 02. Mrz. 14, 18:28

Meinst du mit verfochten werden, Schlagfertigkeit oder Argumentation? Ich halte mich nämlich überhaupt nicht für schlagfertig und bin diesbezüglich auch leicht verletzbar. Was du mit dingsbums meinst, verstehe ich nicht. Ich kenne auch niemand der iging heißt.
Wenn man aufpasst, jemand nicht absichtlich zu verletzen, meinte ich mit Regel. Wenn man sich um einen respektvollen Umgang bemüht und dem anderen das auch zeigt, ohne sich dafür zu schämen.
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 18:40

eine meinung verfechten heißt, seine meinung gegenüber angriffen anderer meinungsschwangeren menschen argumentativ und wegen mir auch mit rhetorischen mitteln zu verteitigen.
dagegen ist doch nichts zu sagen? viele medien leben von solchen diskursen.
gut ist, wenn man sich nicht unterbuttern lässt, sondern sich selbst in der formulierung einer eigenen meinung übt. das gilt allgemein.
es sollte siegen, wer die besten und griffigsten argumente hat. im mittelalter war das lange zeit die kirche. heute gott sei dank mehr die wissenschaften.
(scheiß ironie - schieß mich tot!)
ich bin auch nicht immer so schlagfertig, wie es hier aussieht. wenn ich einem menschen, der mir gegenübersitzt, in die augen schaue, kann ich ziemlich unsicher in der vehemenz meiner argumentation werden.
möglicherweise geht das aber auch demjenigen so, der mir in die augen sieht ...
so entsteht wieder gleichstand.

eigentlich bemühe ich mich immer um einen respektvollen mitmenschlichen umgang. aber da ist dummerweise das "gaspedal", das ich dann und wann durchtrete ...
das muss ich.
Pendlerin - 03. Mrz. 14, 18:19

Warum behandelst du die Diskutanten Testsiegerin und Steppenhund so respektlos? Das finde ich nicht gut. An deiner Stelle würde ich mich entschuldigen.
Für mich ist eine Diskussion kein Kämpf, sondern ein Meinungsaustausch. Es geht mir nicht darum mit meiner Meinung als Sieger hervorzutreten, sondern viel mehr über meine Einstellung und über meine Sicht auf die Dinge nachzudenken. Zuhören ( im Gespräch) und Lesen (in Weblogs) finde ich viel wichtiger als zu reden bzw. zu schreiben.
bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 14, 19:44

ich wünsche mir, dass mir menschen, die mir respektloses verhalten vorwerfen, die stellen zeigen, wo ich ihrer meinung nach respektlos mit einem diskutanten umging.
ich las mir den thread unter meinem beitrag "gib gas" mehrmals durch, und kann kein respektloses verhalten meinerseits irgendeinem menschen gegenüber entdecken.
steppenhund und testsiegerin antwortete ich auf ihre vorwürfe. leider konkretisierten sie nicht, wo sie sich von mir respektlos behandelt oder beleidigt fühlten. wie ich die eheleichen meinte, schrieb ich testsiegerin. darin sehe ich keinen angriff auf ihre person. was steppenhund angeht, habe ich überhaupt keine ahnung, warum er sich angepisst fühlt (wenn ich das mal so sagen darf).
ich entschuldige mich gern für sachen, dir mir anschaulich als vergehen oder verletzendes verhalten erläutert werden. ich denke, dass ich ein einsichtiger mensch bin. meine einsicht führt allerdings nicht so weit, dass ich menschen in den arsch krieche, bloß weil sie eine autorität für sich beanspruchen, oder weil sie mimosen sind.
dieses blog ist kein restaurant, und ich bin nicht der kellner. ich schreibe hier offen über meine gedanken und meine lebensauffassung. ich ertrage gut kritik, weil ich weiß, dass ich bei einigen menschen mit meiner haltung auf kritik stoße. ich höre mir andere meinungen an und reagiere gemäß meiner einstellung darauf - nicht mehr und nicht weniger.
ich bemühe mich hier, verbal fair zu kämpfen. natürlich ist das eine form des kampfes, pendlerin, wenn es zum diskurs kommt.
ich wiederhole nochmals, dass meine scharfen formulierungen so gut wie nie persönlich gemeint sind. wenn sich ein mensch trotzdem in seiner ehre angegriffen fühlt, soll er mir bitte genau sagen, wodurch.
ich kann fast alles verstehen, wenn man sich die mühe macht, es mir zu erklären.
Pendlerin - 03. Mrz. 14, 20:07

Du musst selber merken, womit und wann du andere verletzt, bonanzamargot. Alles andere macht keinen Sinn.
bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 14, 20:17

mache ich ja. vielleicht bin ich in gewisserweise zu autistisch unterwegs. ich hoffe, dass nun kein autist beleidigt ist.
ich bin weder mit steppenhund noch mit testsiegerin noch mit dir so vertraut, dass ich wissen kann, wo eure wunden punkte sind.
wer sich unter bedingungen, wie sie nunmal in internetten foren, blogs und chats bestehen, auf diskussionen und unterhaltungen mit mehr oder weniger wildfremden menschen einlässt, muss hinnehmen, dass dinge angesprochen werden, die dummerweise die wunden punkte berühren. oder wollen wir hier durch die hintertür ein meinungsverbot einführen? alte ddrler sollten doch damit erfahrung haben. (sei jetzt bitte nicht beleidigt - aber das recht auf freie meinungsäußerung ist mir sehr sehr wichtig.)
Pendlerin - 03. Mrz. 14, 20:41

Ne, du bist kein Autist, was dir vll fehlt, sind Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Vll verschenkst du auch deine lieben Seiten an die Bewohner im Altenheim. Zumindest rede ich mir das immer ein, wenn wir aufgrund einer Meinungsverschiedenheit in eine Schweigepause treten. Ich hoffe dann, nein ich weiß, er ist nett zu denen die es wirklich brauchen. Übrigens bin ich von wordpress zu twoday gewechselt, weil man mir das Wort verbieten wollte. Hoffentlich passiert sowas bei twoday nicht.
bonanzaMARGOT - 04. Mrz. 14, 10:10

was hast du denn unanständiges gesagt, dass man dir bei wordpress das wort verbieten wollte??

schweigephasen sind nicht immer das schlechteste, wenn man sich in was verrannte und persönliche befindlichkeiten betroffen sind.

meine "lieben seiten" verschenke ich nicht speziell. die kannst du sogar hier lesen ... der juchhe-umarmungs-schleim-freu! typ bin ich nicht und war ich noch nie. ein solches "einfühlungsvermögen" geht mir in der tat ab.
wenn mir das bereits als unhöflichkeit und mangelndes fingerspitzengefühl ausgelegt wird, na dann ... weiß ich auch nicht weiter.

ich glaube, dass ich nicht chinesisch rede bzw. schreibe.
Pendlerin - 05. Mrz. 14, 11:11

Ich habe nichts unanständiges gesagt, sondern nur meinen Standpunkt über Geheimdienste und was daszugehört, geäußert.
bonanzaMARGOT - 05. Mrz. 14, 11:18

in den medien wird doch gerade mal wieder sehr kritisch über die praktiken von geheimdiensten berichtet - ich verstehe nicht, dass dir dazu jemand das wort verbieten wollte. meines wissens stehen bloß gewaltverherrlichende sachen und pornografie auf dem index (bei blogs).
Pendlerin - 05. Mrz. 14, 11:29

Ich habe mich nicht negativ gegenüber Geheimdiensten geäußert, sondern positiv. Das hat einem unbekannten User nicht gefallen und er/sie hat mich dumm angemacht. Der weblog Besitzer hat sich dazu nicht geäußert, was ich als Zustimmung betrachtet habe. 2:1, daraus habe ich meine Konsequenzen gezogen.
bonanzaMARGOT - 05. Mrz. 14, 11:35

es ging also gar nicht um einen beitrag auf deinem blog?
es ging um einen meinungsstreit zum thema geheimdienste auf einem anderen blog? und du wurdest gar nicht von den wordpress-admins ermahnt?
ach je. und darum wechselst du gleich den bloganbieter?
wenn ich mir überlege, wie oft hier meine meinungen von anderen usern schlecht- bzw. niedergeredet werden ... 2:1?
bei mir sieht es eher 9:1 aus - lach!

geheimdienst-tätigkeiten kann ich allerdings auch nicht viel positives abgewinnen.
Pendlerin - 05. Mrz. 14, 11:42

Genau.
Ich bin nicht (ganz) so dickledern wie du ;)
bonanzaMARGOT - 05. Mrz. 14, 11:52

es ist nicht so, dass mir ein sogenannter shit-storm gar nichts ausmacht. aber wenn ich mir sicher bin, dass die angriffe zum größten teil ungerechtfertigt sind, ziehe ich normalerweise nicht den schwanz ein.
wie schon gesagt: es herrscht ja meinungsfreiheit.
ich finde es nur schade, dass viele menschen sich kaum mehr die mühe machen, ihre meinungen zu begründen. so bleiben oft nur relativ unschöne meinungsbrocken übrig, die ab und zu in persönliche beschimpfungen abgleiten.

gerade das gegenüberstellen verschiedener argumentativ ausgeleuchteter ansichten finde ich spannend.
Pendlerin - 05. Mrz. 14, 12:02

Von Plattformen wo Feiglinge ihre Macht ausspielen und ausspielen dürfen, halte ich mich fern. Mehr möchte ich jetzt dazu nicht mehr sagen.
bonanzaMARGOT - 05. Mrz. 14, 12:16

feige sein ist eine menschliche eigenschaft, die mehr oder weniger bei personen ausgeprägt ist. das dürfte es unabhängig von blogplattformen geben.
Pendlerin - 05. Mrz. 14, 12:25

Wer in meinem weblog Diskutanten anonym anmacht und Hetzkampangen startet wird gemaßregelt und auf Unterlassung hingewiesen.
bonanzaMARGOT - 05. Mrz. 14, 12:38

ja, sein blog sollte man sauber halten.
aber wie gesagt, das hat nichts mit wordpress oder twoday zu tun sondern mit dem jeweiligen blog-admin.
Meral (Gast) - 02. Mrz. 14, 18:41

Zum Beispiel;
es gäbt viele Menschen um dich herum. Viele Frauen kommen in dein Leben. Viele Frauen kommen und gehen.
Irgendwan passiert etwas. Ein Streit, ein Betrug. Egal was. Du merkst, dass du plötzlich ganz allein und einsam bist. Aber du merkst weiter. Ein Mensch ist immer noch da. Obwohl du ihn tausend mal Verletzt hast. Der ist immer da....
Das ist die Liebe...
Wenn du ihn nicht bei dir halten kannst, das Problem liegt an dir...
Tut mir Leid, dass ich das sage...

und ich bin da...

bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 18:50

die einzigen menschen in meinem leben, die immer da waren, waren meine eltern. und die sind tot.

nein. ist auch nicht ganz wahr. selbst meine eltern waren nicht immer da für mich. man darf gar nicht verlangen, dass ein mensch immer für einen da ist.

du hast recht, meral, wir menschen lassen uns zu gern von dingsbumsen verführen. allen möglichen. und wir vergessen und vernachlässigen dabei die werte, die tatsächlich gut und wichtig wären für uns. ich bin anfällig wie alle menschen.
ich bin kein mönch und kein eremit. ich bin nur ein mensch, der sein maul nicht halten kann ...
Meral (Gast) - 02. Mrz. 14, 18:56

Die Eltern darf und soll man mit Niemandem vergleichen..

Aber die Andere Menschen (ich) sind auch kein Engel und Eremit oder Minerva...
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 19:05

ich habe große achtung vor meinen eltern - aber ich darf an ihnen auch kritik üben. nicht erst, seit sie tot sind.
liebe bedeutet den ganzen menschen sehen - und nicht nur einen teil, den teil, den man am liebsten mag. das gilt für die eltern, für ehemänner und ehefrauen, für kinder, für opas und omas und für alle alle menschen auf der welt.
ich liebe jeden menschen, wie er ist. ich höre nicht auf, dies zu lernen. ich muss mich auch selbst lieben lernen. mit meinen schwächen und hässlichkeiten.

du bist für mich ein wichtiger mensch. du bist mehr als eine freundin.
auch du bist kein engel - natürlich. aber du bist anders als ich. dein herz ist schöner.
steppenhund - 02. Mrz. 14, 19:01

Es gibt so etwas wie eine "tödliche Beleidigung". In vielen Eheratgebern wird erwähnt, dass Streiten durchaus gut ist, aber beim Streit bestimmte Regeln eingehalten werden müssen. Die eine wesentliche Regel betrifft das, was man sagen darf, ohne den anderen essentiell zu verletzen. Oft bezieht sich die Verletzung ja nicht einmal auf das Streitthema, sondern man will den anderen treffen - und zwar so, dass es schmerzt. Vielleicht auch deswegen, weil man sich selbst verletzt fühlt.
Um zu berücksichtigen, dass man nicht stärker verletzt, als es der Beziehung gut tut, benötigt es Taktgefühl. Dieses ist bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.
-
Ich habe den ersten Ehekrach erst mit dreißig bei einem bekannten Ehepaar erlebt. Ich war schockiert, was sich die beiden im Beisein anderer Bekannter an den Kopf geworfen haben. Ich habe mich gefragt, wie die überhaupt zusammenleben konnten. Konnten sie auch nicht, ein Jahr spätger waren sie geschieden.
-
Meine Eltern haben ihre Ehekrachs immer unter Verschluss gehalten. Meine Schwester bekam schon etwas mit, ich nicht.
-
Ich bin selbst kein Musterbeispiel. Allerdings haben wir uns sehr selten gestritten und auch nie vor den Kindern.
Nun, in genau einem Monat feiern wir den 40. Hochzeitstag. Mittlerweile sehe ich das schon fast als Leistung an.
-
Und was die Liebe angeht: die sieht heute sicher anders aus als vor 40 Jahren, doch die Gefühlswelt ist sehr reichhaltig. Und da zählt Vertrauen genauso stark wie Vertrautheit, Zärtlichkeit wie Verständnis.
Und letztlich ist es schön, wenn man die Handlungen eines anderen für gut befinden kann und dabei denkt, Teil davon zu sein.

bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 19:27

taktgefühl, steppenhund, ist eine sache, die ... viel empathie voraussetzt. leider kann taktgefühl im sinne von diplomatie auch heuchlerische züge annehmen.
wir kommen allgemein nicht ohne anstandsregeln in unserer gesellschaft aus. das gilt für das private sowie für das öffentliche leben.
mein empfinden ist, dass liebe neben dem taktgefühl auch von ehrlichkeit geprägt sein sollte. und hier kommen wir schon zum konflikt: denn ehrlichkeit ist nicht immer taktvoll. ehrlichkeit kann verletzen. sowieso in einer gefühlsaufwallung.
menschen sind emotionale wesen. mehr emotional wenigstens in liebesangelegenheiten als vernunftgeprägt. es ist ein ziemlich schwieriges hin und her zwischen liebenden, wenn ihre beziehung ins schwanken gerät.
man kann es mit einem virus vergleichen, der den körper befällt ... es gibt dabei keine schuld des einen oder anderen, denn der virus kommt früher oder später aus dem leben selbst.
man durchleidet dann entweder zusammen diese "krankheit" und arbeitet an der genesung, oder man kapituliert ... und jeder geht wieder seiner wege.
alte ehepaare sind kaum noch in der lage dazu. sie sind viel zu verwachsen miteinander. mache dir also keine gedanken. ich gönne dir das.
es hat ja auch was ungemein beruhigendes.
wie du es sagst: man ist teil von etwas. und das ist ja auch der punkt, mit dem ich hadere, weil ich auch gern ein solches zuhause hätte ... aber mich mit den damit einhergehenden einschränkungen schwer abfinden kann.
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 20:01

apropos: bereits ein eheratgeber, den ich befolgen soll, würde mich von der ehe abhalten. das wäre so, als wolle mir jemand vorschreiben, wie ich mir am besten einen runterhole.
quark. aber okay, es gibt menschen, die von ihrer schulzeit derart geprägt sind, dass sie ohne pädagogische betreuung in allen lebensbereichen nicht mehr auskommen - und auch nicht auskommen wollen. so entstand ein ganzer wald von therapie und sonstigen angeboten, der die menschen mehr verunsichert, als dass er sie autark ihre probleme angehen lässt.
was meinst du mit "tödlicher beleidigung"?
steppenhund - 02. Mrz. 14, 20:43

Eine tödliche Beleidigung zielt auf eine persönliche Schwäche, unter der der Betroffene selbst leidet und sie vor allem geheim halten will.
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 20:54

mal davon abgesehen, dass ich keine beleidigung als tödlich ansehe ... ich verstehe nicht den zusammenhang hinsichtlich des themas bzw. meines beitrags.
steppenhund - 02. Mrz. 14, 21:04

Antwort an die Pendlerin

eine meinung verfechten heißt, seine meinung gegenüber angriffen anderer meinungsschwangeren menschen argumentativ und wegen mir auch mit rhetorischen mitteln zu verteitigen.
dagegen ist doch nichts zu sagen? viele medien leben von solchen diskursen.


In dieser Formulierung entdecke ich ein mangelndes Bewusstsein gegenüber den eigenen Argumenten. Und ich wollte es nicht so deutlich ausdrücken. Aber Sie vermissen relativ häufig notwendiges Taktgefühl. (Zumindest nach meinem Gefühl)
bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 14, 21:14

ich sehe hier im kontext keine überschreitung irgendeines taktgefühls. ich erkenne auch kein mangelndes bewusstsein gegenüber meinen eigenen argumenten. vorwürfe diesbezüglich erbitte ich mir wesentlich besser ausgeführt, bevor ich darauf näher eingehe, steppenhund.
nach deinem gefühl - das ist okay, hat aber keinen argumentativen stellenwert.
steppenhund - 02. Mrz. 14, 21:36

Ich werde mich nicht mehr mit dieser Argumentation beschäftigen. Es tut mir bereits leid, mich überhaupt gemeldet zu haben.
bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 14, 09:28

offenbar gibt`s im netz noch größere mimosen als mich.

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