Nachruf







Wenn`s denn Liebe war. Ein halbes Jahr zeugt nicht gerade von einer guten Konstitution. Wahrscheinlich krankte das Herz. Eine Operation am offenen Herzen ist nicht leicht. Ich bin nicht sicher, ob alles versucht wurde. Wo kein Wille ist, ist bekanntlich auch kein Weg. Genaugenommen begann das Siechtum bereits kurz nach der Geburt. Aber wie so oft scheute man sich vor der unangenehmen Diagnose. Das Schicksal nahm seinen Lauf - ob`s nun Liebe war oder nicht. Es muss was in der Art gewesen sein. Auch wenn alle über Liebe reden, verstehen tun wir, glaube ich, nicht viel davon. Etwas mehr Glück hätte ich mir in diesem Fall gewünscht ... Am Ende bleiben Ratlosigkeit, Trauer und Wut. Ein halbes Jahr war nicht lang. Da liegt sie die Liebe - am Arsch! Es gibt schlechtere Plätze.

Anja-Pia - 19. Dez. 11, 13:20

Auf ein Neues!


bonanzaMARGOT - 19. Dez. 11, 15:33

ich bin immer ganz entzückt, wenn ich das von einer frau höre.
Syrah (Gast) - 19. Dez. 11, 17:16

Das kommt mir so bekannt vor! Nur dass du es viel schöner in Worte fassen kannst als ich!
Aber sei froh, dass es nur ein halbes Jahr war, je länger es gedauert hat ehe es für'n Arsch ist desto mehr leidet man hinterher unter der verschwendeten Zeit...

bonanzaMARGOT - 19. Dez. 11, 17:38

Hallo Syrah, ich erlebte leider auch einige Liebesbeziehungen, welche in dem von dir gesagten Sinne eine noch größere Zeitverschwendung waren. Aber: waren sie wirklich eine Zeitverschwendung? Ich glaube nicht. Es ist nur dumm gelaufen ... Und warum es bei einigen Menschen öfter dumm läuft als bei anderen - Hmm!?
Ich weiß es nicht. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich liebte.

Für mich habe ich die Theorie, dass ich (auf Dauer) den meisten Frauen zu schwermütig bin.
Lange-Weile - 19. Dez. 11, 23:04

nach dem Rausch nüchtern betrachtet

Hallo Bo.,

bekanntlich produziert der Körper in der Verliebtheit einen umfangreichen Cocktail von Hormonen, der den Liebenden nahezu berauscht und süchtig macht. Das ist die Phase, in der man glaubt, ohne den anderen nicht mehr leben zu können. Jede Minute der Trennung empfindet mal als ausgedehnte Ewigkeit. Erst wenn der/die Geliebte wieder an der Seite ist, entspannt sich die sehnsüchtige Seele.

Nach 6- 8 Monaten sinkt der Spiegel der berauschenden Hormone und werden durch ein sogenanntes Bindungshormon ersetzt. D.h. das Verlangen nach der stetigen Verschmelzung der Seelen wird von dem Verlangen nach Nähe ersetzt.

Wer mehr oder weniger Bindungshormone einer Beziehung beigesteuert, das hast sicher etwas damit zu tun, ob man sich wirklich binden will. Das Verlangen nach Bindung kann unterschiedlich sein und damit fängt das Jammertal für die vor Wochen noch berauscht Verliebten an. Wer aus dem Tal will, muss sicher sein tatsächliches Verlangen nach fester Bindung genauer in Augenschein nehmen.

Ich denke, für die meisten geht ein bisschen Bindung nicht. Sie wollen entweder alles und oder nichts.

Was meinen Bestand an Bindungshormone betrifft, denke ich, dass aus mir nicht mehr viel rauszuholen ist. Vielleicht halte ich sie unter Verschluss, vielleicht hab ich sie schon aufgebraucht. Vielleicht muss ich mich sperrigen Fragen stellen.

Sicher ist, jede nachfolgende Liebe setzt genau da an, wo die letzte Beziehung scheiterte, bis die Nuss geknackt ist, die der Sehnsucht nach Zweisamkeit im Wege steht.

Ich drücke dir die Daumen für die Zukunft, was die mögliche nächste Beziehung betrifft.

LG LaWe


bonanzaMARGOT - 20. Dez. 11, 07:13

wintereinbruch

... oder es kristallisiert sich heraus, dass man nicht zueinander passt.
ich weiß auch nicht. momentan bin ich einfach müde. ich hab`s aufgegeben, das weibliche geschlecht verstehen zu wollen.
alle stellen ansprüche ..., und selbst bieten sie nicht viel.
eiskalt und glatt, wenn`s um ihre interessen geht.

apropos: heute morgen schneit`s hier wie verrückt. und es bleibt liegen! der schnee ist wenigstens trotz kälte eine freude!
Lange-Weile - 20. Dez. 11, 13:53

was bleibt

Hallo Bo,

ja..was bleibt ist erst mal Enttäuschung und Herzschmerz. Wieder einmal fühlt sich das Herz verletzt an und sagt: "Es reicht".

Männer und Frauen leben auf unterschiedlichen Planeten und immer wenn ich denke, ich bin hinter das Geheimnis einer Männerlogik gekommen, stell ich fest, dass ich im Grunde nichts über den Mann weiß und das nach mehrfachen Beziehungen und 2 Söhne, die ich auch groß gezogen habe. Selbst sie offenbaren sich für mich als Mann wie ein Buch mit 7 Siegeln.

Damit will ich sagen, dass es Frau genau so geht,wie den Mann. Sie versucht ihn zu verstehen, doch es gelingt ihr nicht.

Gefühle "investiert" und nix zurück bekommen - das raubt die Kraft. Und mit jedem Tag, den man älter wird und wird es schwerer. Dazu kommt, dass das Leben allein möglich noch macht so einige Marotten zu kultivieren, die sich auch manchmal in den Weg zur Zweisamkeit in den Weg stellen können.

Bei uns schneit es noch nicht, sieht alles noch nach milde Weihnachten aus.

LG LaWe ;-)

bonanzaMARGOT - 20. Dez. 11, 14:51

hier hat`s zwar tiersich geschneit, aber es taut schon wieder.
oben beim altenheim auf dem berg wird bestimmt was liegen bleiben ... doch ob`s bis weihnachten hält?
na ja - wurscht.

ich weiß auch nicht, was mit den (meisten) frauen ist. mir kommen sie furchtbar egoistisch vor. oder ich gerate immer an besonders egoistische. puuuh. sie nehmen sich aus der beziehung, was sie wollen, und wenn`s schwierig wird, machen sie den abflug. oder sie lassen (wie im letzten fall) die liebe am langen arm verhungern.
Lange-Weile - 20. Dez. 11, 15:24

Sahnestücke

Hallo Bo.,

ich denke, das hat auch etwas mit den heutigen Lebensstil zu tun. damit meine ich nicht, dass die Frauen jetzt fast alle genauso werktätig sind, wie die Männer.
Vielleicht lässt es sich an einer Oper erklärbar machen. Nur noch wenige lassen sich auf eine ganze Oper ein, sondern sie filtern sich die besten Arien aus jeder Oper raus. Einige klassische Sänger leben davon, dass die von Bühne zu Bühne ziehen und nur die Sahnestücke aus den Opern vorzutragen.

Immer weniger wollen sich auf das große und ganze einlassen. Sonst macht sich da Gefühl breit, man könnte was verpassen.

Ich denke, so geht es heut auch bei der Partnersuche zu. Die Ansprüche an der Partner des einzelnen sind nicht nur hoch, sondern auch breit gefächert. Und diesem Anspruch kann man nur schwer gerecht werden. Es mag etwas wie Egoismus wirken und genauer betrachtet, ist es das auch.

Die Zeit ist schnelllebig geworden und das Ego will jetzt alles haben, will kein Abstriche mehr machen und und und... Ich werde sicher dem selben Mechanismus unterliegen.

Was bei dieser Hetztjagt bleibt, ist Einsamkeit, die nicht selten in Krankheit mündet.



LG LaWe

bonanzaMARGOT - 20. Dez. 11, 15:39

guter vergleich, lawe.
meine "oper" ist vielen zu schwer.
frauen stehen lieber auf die musical-variante. okay, nicht nur frauen. ich meine das aus meiner perspektive.
ein wenig habe ich mich schon damit abgefunden, dass es eben meist nur kurz-mittelfristige beziehungen werden. und ich glaube, nicht nur mir geht`s so. wie du schon sagst, die zeit ist heute verflucht schnelllebig. man konsumiert und entsorgt. und einen anstrengenden partner kann man da schon gar nicht gebrauchen, weil man ja berufstätig und überhaupt schon furchtbar eingespannt ist. alles soll schön leicht sein. es ist einfacher, sexpartner(innen) zu finden. und so kommt es zu diesen ganzen foren und chats oder zu beziehungstrends wie polyamorie, wo man sich auf viele partner aber auf keinen richtig einläßt.

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