Alleinsein ... das ist das Leben


Am Abreisetag hatte ich noch ein paar Kronen in der Tasche. Im Prager Hauptbahnhof kaufte ich mir darum noch 2 Stangen Hartwurst, ein paar Dosen Bier und „Stranger Than Fiction“ von dem amerikanischen Autor Chuck Palahniuk, eine Sammlung wahrer Geschichten. (Er schrieb u.a. das Buch „Fight Club“, welches von David Fincher verfilmt wurde.) Chuck Palahniuk – für mich eine kleine literarische Entdeckung. Seine Geschichten sind flott geschrieben, teilweise skurril, obskur – eben wie der Titel ankündigt stranger than fiction, darunter einige Porträts bemerkenswerter Zeitgenossen, z.b. Marilyn Manson. Auf dem Klappentext lese ich: „Jede Geschichte zeigt einzigartige Facetten menschlicher Existenz, wie sie von einem der kompromisslosesten und talentiertesten Autoren unserer Zeit gelebt oder beobachtet wurden.“
Dieser Chuck Palahniuk wurde im selben Jahr wie ich geboren. Warum erwähne ich das? Ja, warum erwähne ich das eigentlich?
Nur so am Rande. Vielleicht träume ich insgeheim doch von einer Karriere als Schriftsteller.

Er porträtiert einige zeitgenössische Autoren (Andrew Sullivan, Amy Hempel) und schreibt über das Schreiben – was ich natürlich als literarisch ambitionierter Mensch sehr interessant finde.

Ich zitiere aus dem Porträt „Andrew Sullivan“ Worte, die er ihm in den Mund legt, oder die Sullivan selbst sagte, bzw. schrieb:

„Ein Mensch, der für sich allein steht, hat etwas Reizvolles – und sicher beziehe ich das in gewisser Hinsicht auch auf mich selbst. Ein Mensch, der einfach da ist und sich durch nichts beirren läßt. Man fragt sich: `Warum wankt der nie? Was geht da vor? Warum? Warum? Warum?`“

„Das ist die große Frage: `Warum bis du allein?` Ich meine, wir sind doch alle allein. Alleinsein … das ist das Leben. Entscheidend ist, wie wir allein sind. Ob unsere Einsamkeit eine gewisse Qualität hat. Ich bin ein Einzelgänger. Schon immer gewesen, auch als Kind. Es fällt mir schwer … es verlangt mir einiges ab, jemanden an mich heranzulassen.“

„... Ich stelle mir gerne vor, dass ich nur für mich selbst denke und schreibe, und das bringt es manchmal mit sich, dass man Leuten auf die Füße tritt, ziemlich oft sogar. Einsamkeit ist die natürliche Situation eines Schriftstellers. Und keines meiner Vorbilder war der Kopf irgendeiner Gruppe.
Orwell zum Beispiel war sehr für sich allein. Wenn jemand Anhänger hat, macht mich das sehr mißtrauisch.“

Ich strich mir diese Textstellen an, weil sie so oder so ähnlich aus meiner Feder stammen könnten. Es ist immer wieder faszinierend und berührend, wenn man seine Gedanken von fremden Menschen/Autoren widergespiegelt sieht.

Belleeer - 04. Dez. 11, 13:32

...


bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 13:33

...

?
SehnsuchtistmeineFarbe - 04. Dez. 11, 14:25

lieber bon,

das geht mir auch so, dass mich die gedanken gleichgesinnter interessieren, d.h. schriftsteller/-innen die zum schreiben und leben als schrifsteller/mit dem schreiben schreiben.

ein gewisses alleinsein gehört dazu, vielleicht sogar einsamkeit, in der die gefühle sehr präsent sind aber auch gedanken. sie sind dann so nah, dass man sie greifen kann und klar oder unklar, wie auch immer.

zum schreiben gehört das alleinsein, das sich-zurück ziehen, das sehe ich auch so, aber genauso gehört dazu zu leben, mit anderen zusammen zu sein, sich zu begegnen (auch mit und im anderen).

ich unterscheide alleinsein von einsamkeit. das alleinsein ist das selbst-gewählte, freiwillige. einsamkeit hat noch mal einen anderen geschmack. ich denke, dass einsamkeit eine der grundlagen ist, aus der das schreiben entsteht. und die frage ist tatsächlich, wie man etwas, nicht nur die einsamkeit, bewertet, für sich. für mich ist es schon auch ein notwendiger raum, in dem geschichten liegen, sich zeigen. das alleinsein hat für mich etwas damit zu tun, etwas für sich zu tun, sich zu sammeln, die eigene kraft zu spüren, die immer da ist, mehr oder weniger. im alleinsein, in der einsamkeit zeigt sich vieles klarer, als im miteinander. aber auch im miteinander.
auch wenn es so ist, dass jeder (für sich) allein ist, sind wir es andererseits doch nicht, weil wir alle miteinander verbunden sind, durch unser menschsein.

wie erlebst du das?

liebe grüße an dich, schönen sonntag dir,
s.

bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 14:43

hi sehnsucht

heute bin ich etwas einsam. aber ein anteil davon ist auch einfach das alleinsein, welches, wie sullivan es sagt, eine gewisse qualität hat.
du hast recht, dass der begriff einsamkeit eher die negativen empfindungen des alleinseins wiedergibt.
"alleinsein ... das ist das leben." wir müssen so viel selbstbewußtsein und kraft haben, damit wir dabei nicht dauerhaft in einsamkeit und depressionen versinken. wie viele menschen ein jeder um sich braucht und in welchen zeitabständen ..., ist privatsache. das ist individuell.
ich kann ganz gut allein sein, aber manchmal fühle ich mich auch einsam.
ohne die erfahrungen mit anderen menschen -, ohne die erfahrungen des reisens, des hinausgehens, der kommunikation, des kennenlernens würde mir der stoff für mein schreiben und meine gedanklichen betrachtungen ausgehen - oder sagen wir: mein schreiben wäre um einiges ärmer.
ich will schließlich nicht stundenlang über die maserung meiner tapete philosophieren ... obwohl - auch das könnte zwischendurch mal reizvoll ausfallen.
(ich erinnere mich an eine novelle von knut hamsun, wo er 20 buchseiten lang über seine begegnung mit einer stubenfliege schreibt ...).

alleinsein ist unabänderlich. selbst wenn wir es wegdrücken und leugnen. wir sind allein mit uns - in jeder sekunde.
aber wenn ich z.b. meinen kopf auf den schoß meiner freundin lege, fühle ich mich wenigstens nicht einsam. wenn ich mit dir rede, dann wiegt das alleinsein weniger schwer ...
so ist das mit uns menschen. wir brauchen einander.
SehnsuchtistmeineFarbe - 04. Dez. 11, 15:32

geht mir heut auch

bissl so. lass dich mal virtuell drücken *drück*

über stubenfliegen zu schreiben, kann durchaus reizvoll sein. ich habe kürzlich auch eine geschichte darüber gelesen von rafik schami. :-)

ja, man muss schon bissl achtsam durch einsamkeit und alleinsein gehn, da hast du recht.

lg,
s.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 15:42

früher oder später kommt jeder autor auf den hund ... ne, auf die stubenfliege, weil die (wenn man nicht gerade wie hemingway ständig von katzen umgeben ist) in den einsamen stunden der schriftstellerei oft die einzig merkbaren ( lästigen und überhaupt nicht scheuen) lebewesen sind.

also, ich gehe nicht besonders achtsam mit mir um. ich denke: wenn ich erstmal mit mir achtsam umgehen muss, dann bin ich krank. oder alt. oder infiltriert.

im virtuell drücken bin ich nicht gut. ich finde das langweilig. es wird mir viel zu viel virtuell rumgedrückt.
aber ich kann dir richtig gute wünsche senden. und die sind nicht virtuell - sondern ganz echt.
SehnsuchtistmeineFarbe - 04. Dez. 11, 16:10

ich gehe schon achtsam

mit mir um. das hat für mich auch etwas mit bewusstsein zu tun und weniger mit krankheit oder alter.

das virtuelle drücken war auch echt. danke, dir auch gute wünsche!

lg
s.
Dr Seifenschaum (Gast) - 04. Dez. 11, 16:13

Literatur lebt von Stubenfliegen, nur von Ihnen, deshalb hat Hamsun auch den Nobelpreis bekommen und wir können uns mit unserer Unfähigkeit herumschlagen .
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 16:20

ich mag halt solche begrifflichkeiten nicht so sehr - wie: achtsamkeit, verantwortlichkeit ...
die werden von zu vielen menschen im übermaß verwendet, um sich als besonders moralisch und erwachsen etc. darzustellen. die welt müßte viel viel besser sein, wenn man sie an dem hehren wortgebrauch der menschen messen würde. das meiste ist aber scheinheilig.
drum bin ich auch gegenüber dem "erwachsen-sein" schon immer kritisch - wie vor kurzem unter einem beitrag diskutiert.
klar, in gewisser weise bin ich auch achtsam - nämlich, dass ich hoffentlich nie einer subtilen verlogenheit anheim falle, - ohne es also für mich wahrzunehmen.
alle achtsamkeit reicht da manchmal nicht. das leben spielt nach undurchsichtigen regeln.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 16:28

hallo seifenschaum,
hamsun wurde sicherlich wegen seiner großartigen romane ausgezeichnet.
ich fühle mich ihm gegenüber keineswegs als unfähig. ich schreibe anders. ich machte andere erfahrungen. ich lebe in einer anderen zeit.
hamsun schreibt großartig. viele andere auch. über was auch immer.
SehnsuchtistmeineFarbe - 04. Dez. 11, 16:28

es ist so wie mit dem

virtuellen drücken, scheint mir. es ist das, was du da hineinlegst, dass du damit wenig oder gar nichts anfangen kannst.

was meinst du denn mit subtiler verlogenheit?
Dr. Seifenschaum (Gast) - 04. Dez. 11, 16:33

Das ist ganz normal dass man sich nicht unfähig fühlt, wie auch, einer wie Hamsu fühlte sich unfähig, aber wir doch nicht, wir sind nach unserer Meinung immer große Köänner, aber machen wir uns nichts draus, wir sind Flaschen und selbst wenn wir unser bestes geben, werden wir immer Flaschen bleiben
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 16:38

sehnsucht

z.b. wenn ein süchtiger seine sucht beschönigt und allerlei ausreden erfindet, und das dann sogar selbst glaubt - dann belügt er sich und seine umwelt ... subtil. wir sehen das auch bei ideologen oder religiösen menschen. sie sind von einer idee derart infiltriert, dass sie die offensichtliche wahrheit verleugnen. auf teufel komm raus. der gesamte intellekt wird verwendet, um die lügen, das lügengebäude aufrechtzuerhalten.
und da die welt allgemein ziemlich schwammig ist ..., ist das gar nicht so schwer.

ob es ums virtuelle drücken oder andere sachen geht - immer kommt es drauf an, was man hineinlegt.
aber ich sehe es eben als ein indiz für eine zunehmende oberflächlichkeit, welche sich sprachlich manifestiert.
Dr. Seifenschaum (Gast) - 04. Dez. 11, 16:40

Zunehmende Oberflächlichkeit...das heißt also, dass es irgendwann mal besser war, wann denn? Vor oder nach dem ersten Weltkrieg?
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 16:44

dr. scheibenkleister

es könnte schon mal besser gewesen sein. z.b. in der zeit ende des 19. jahrhunderts bis in die zwanziger/dreißiger jahre des 20. jahrhunderts. die künstler, die damals schrieben, malten ..., sind bis heute unübertroffen.
Dir. Olivenhain (Gast) - 04. Dez. 11, 16:51

Aber sie schrieben nicht weil es besser war, sie schrieben weil es mies war und heute schreiben viel zu viele und man weiß nicht warum sie schreiben
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 17:01

künstler, zeitgeist, politik und fortschritt stehen immer in einer wechselwirkung. auch heute gibt`s sehr gute aussagekräftige künstler. doch leider zählen heute marktwert und quantität noch viel mehr als damals schon. darum gibt`s einen haufen mist und nur am rande gutes (auch am tv-programm ersichtlich), während sich damals qualität noch wesentlich unabhängiger durchsetzen konnte.
daraus folgere ich, dass sich die qualität in den medien und allgemein in den produkten auf einem absteigenden ast befindet. es ist sogar derart dekadent, dass qualität von vielen gar nicht mehr erwünscht wird ..., denn es muss ja immer wieder was besseres auf den markt gebracht werden.

ich glaube schon, sagen zu können, dass unsere kultur an einem allgemeinen wertezerfall leidet.
SehnsuchtistmeineFarbe - 04. Dez. 11, 17:06

was du als

subtile lüge bezeichnest, nenne ich selbstbetrug. und damit ist klar, wen man damit am meisten belügt - sich selbst.

du wirfst hier sehr viel in einen topf. man könnte daraus eine suppe kochen. *g*

lg
s.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 17:13

zu viel in einen topf? was denn?
selbstbetrug, subtile lügen, einsamkeit, alleinsein ...
die sprache gibt uns verschiedene begrifflichkeiten vor. das ist nunmal so. ich glaube, dass ich mein anliegen trotzdem einigermaßen verständlich schildern konnte.
eine suppe will ich nicht kochen. im gegenteil, ich nehme die ingredienten aus der suppe, die mir schmecken, und den rest kannst du ja haben.
oder weg damit in den ausguß.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 17:40

zusatz:

den unterschied zwischen subitiler verlogenheit und selbstbetrug sehe ich darin, dass der selbstbetrug hauptsächlich eine private angelegenheit ist, während die subtile verlogenheit auch durch einflussnahme (oder infiltration) von außen zustande kommt. am beispiel des nazi-massenwahns sehr gut zu sehen, finde ich.
und heute ist`s der kapitalismus, der noch wesentlich subtiler als die nazipropaganda herrschaft über unser denken und fühlen gewinnt.
(letztlich ist alles selbstbetrug ... und vieles ist scheinheiligkeit.)
Shhhhh - 05. Dez. 11, 08:47

Der Autor kommt auf meine Liste der zu erwerbenden Bücher.
Zu Sullivan: Qualität bei der Einsamkeit ist für mich ein unbedingter Zusammenhang, alles andere macht krank. Anders herum aber zu behaupten, dass weniger "einsame" Menschen ihn misstrauisch machen, ist mir zu einseitig. Zum "Kopf einer Gruppe" wird man nicht durch seine schriftstellerischen Ambitionen, sondern durch diejenigen, die diese Gabe anerkennen.

bonanzaMARGOT - 05. Dez. 11, 10:27

hallo shhhhh

das gute bei einem storie-buch: man muss nicht alle geschichten gleich mögen.
je nach thema ... bzw. objekt der beobachtung.
mal sehen - vielleicht lese ich "fight club". ich sah den film vor jahren, habe aber die handlung so gut wie vergessen.

also mich machen solche typen, die eine anhängerschaft auf sich einschwören, auch misstrauisch. genauso wie mich menschen stirnrunzeln machen, die allzuschnell einem idol oder was auch immer nachrennen oder nacheifern. da bin ich lieber für mich allein. gerne lerne ich von klugen und gebildeten leuten, aber alles was zum kult wird, lehne ich ab. bewunderung ist noch okay. verehrung dagegen sehe ich recht kritisch.
ich fände es äußerst sonderbar, verehrt zu werden. anfangs würde es mir wahrscheinlich schmeicheln, aber dann wäre es mir nur noch lästig.
wäre ich ein bekannter autor, würde ich mich sehr zurückgezogen geben. naja -mit zwei ausnahmen: wenn`s um moneten und frauen geht ...
Anja-Pia - 05. Dez. 11, 11:07

Viele träumen von einer Karriere als Schriftsteller, aber nur wenige sind auserwählt.
Ich würde es Dir wünschen, allerdings drängt die Zeit. Aber vielleicht bist Du ja ein Spätberufener. ;-)

bonanzaMARGOT - 05. Dez. 11, 11:24

i wo. ich hab` mich an den "underground" gewöhnt. und ehrlich gesagt, ist mir das viel zu anstregend, mich bei irgendwelchen verlagen anzubiedern. außerdem ist`s demütigend. sowas macht man als junger hund ...
hier habe ich meine freiheit und auch eine kleine leserschaft.

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