Weihnachtszeit, Erkältungszeit, Endzeit


Haaaatschiiii! Die Vorweihnachtszeit ist in vollem Gange mit Weihnachtsmärkten und Betriebsweihnachtsfeiern. Letzteres hasse ich. Hinzu kommen die Weihnachtsfeiern für die Altenheimbewohner. Leider habe ich dieses Jahr an diesen Terminen keinen Nachtdienst und muss wohl in den sauren Apfel beißen – d.h.: mich dort mal zeigen und sozusagen ehrenamtlich mitwirken. Es wird den Mitarbeitern, die frei haben, nahegelegt.
Die einzige Chance noch drumherum zu kommen, ist eine deftige Erkältung. Die ersten Bewohner sind bereits erkrankt. Heute morgen hustete mir einer beim Fiebermessen ins Gesicht. Ich fühle mich schon seit Tagen elend und quäle mich durch die Nachtdienste. Nein, nicht direkt Erkältungssymptome – mehr eine allgemeine Erschöpfung … Mein Gott, was für ein düsterer, hässlicher Tag heute!

Als ich gestern an der Bushaltestelle wartete, kam mir der Gedanke, dass es besser ist, wenn man sich nicht zu fit hält im Leben – denn wie frustrierend müsste es sein, mit absolut gesundem und gestähltem Körper und bei äußerstem Wohlgefühl das Zeitliche (notgedrungen) zu segnen. 2012 könnte meines Erachtens nämlich wirklich die Welt untergehen. Sowieso habe ich manchmal das dumpfe Gefühl, dass ich es nicht mehr lange mache. Die Apokalypse wäre mir freilich lieber … Nein, ich bin kein Egoist. Warum kommt denn der verdammte Bus wieder ewig nicht?
Aber im Ernst: wäre ich Arzt, hätte ich mit dem Patienten Menschheit einige ernste Worte zu wechseln. So wird es nicht lange weitergehen. Vielleicht ist das diesjährige Weihnachtsfest bereits unser letztes. Da wäre ich doch blöd, wenn ich mich noch besonders für meine Gesundheit und so abmühen würde. Ich glaube, dass man leichter stirbt, wenn man sich eh elend fühlt …
Man muss ja nicht gleich so kaputt aussehen wie Lemmy von Motörhead. Der könnte locker ohne Maske bei „Fluch der Karibik“ mitspielen … als einer dieser Zombie-Piraten. Auch bei uns im Altenheim würde er nicht auffallen.
Schließlich kam der Bus. Es ist immer das Gleiche: Beeile ich mich und erreiche die Haltestelle wenige Minuten vor dem fahrplanmäßigen Zeitpunkt, kommt der Bus zu spät; aber wenn ich pünktlich bin, kann es passieren, dass mir der Bus vor der Nase davonfährt.
Irgendwann schreibe ich mal speziell was über das Warten an Haltestellen …

Freni (Gast) - 03. Dez. 11, 11:29

aus der Seele geschrieben

Als ich gestern zu dieser blöden Betriebsfeier musste, stand ich 10 min am Bahnsteig 1 (wie im Fahrplan ausgeschrieben). Auf dem Nebengleis 3 wartet ein Zug. Der war gerammelt voll mit Leuten die alle zu mir auf den Bahnsteig glotzen. Ich dachte so, ihr Affen. Nach der 10 min Beschauung guckt der Lokführer aus dem Fenster der Lok von Gleis 3 und brüllt mich an:" Nach Cottbus?" Ich nicke und er fuchtelt mit seiner Hand zu seinem Zug. Wie blöd, dachte ich. Egal. Die Betriebsfeier war grauenvoll. Ich frage mich immer wie man 20 Essen (Buffet) kochen kann, die alle gleich schmecken. Naja, Massenabfertigung. Auflauf A-X, Reispfanne A-X ekelhaft. Das Showprogramm glich einer Veranstaltung für Vollidioten. Das war kein schöner Nachmittag und Abend. Überhaupt nicht! :-( Hätte ich bloss einen richtigen Schnupfen gehabt!

bonanzaMARGOT - 03. Dez. 11, 16:18

hi freni!

man fühlt sich schon manchmal verarscht ...
Freni (Gast) - 04. Dez. 11, 11:00

Hauptsache der Rubel rollt

Warst du schon mal in Spanien und hast dort Paella gegessen? Wenn ja, dann weißt du wie die schmecken muss. 80% Betriebsfeierteilnehmer wußten das anscheinend nicht. Und somit hat der Veranstalter Glück gehabt.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 11:38

ich hätte es auch nicht gewusst ...
hauptsache, das bier ist trinkbar.
Freni (Gast) - 04. Dez. 11, 13:49

typisch deutsch

Und wenn man bisher nur Paella in in Deutschland (bei Betriebsfeiern oder auf Weihnachtsmärkten) gegessen hat, schmeckt die, falls man mal nach Spanien fahren sollte, natürlich überhaupt nicht (bääää, wie schmeckt denn die Paella hier in Spanien, igitt, ekelhaft). Naja, die Deutschen eben. Hauptsache das Bier schmeckt und der Rest muss nur satt machen.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 13:55

freni, bei aller internationalität und freigeistigkeit lasse ich mir doch weder meinen geschmack noch meine ess- und trinkgewohnheiten vorschreiben.
umgekehrt muss auch kein spanier eine thüringer bratwurst erfahrung machen.
kann schon sein, dass mir eine spanische paella schmecken würde. aber es gibt wichtigeres ...
Freni (Gast) - 04. Dez. 11, 14:04

Wem der Schuh paßt

Das war nur EIN Beispiel. Natürlich gibt es Wichtigeres. Ich bin so dumm. Entschuldige bitte.
bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 14:13

findest du, dass du dumm bist, freni?
das ist nicht gut fürs selbstbewußtsein - welches wir dringend nötig haben, um unseren mann zu stehen.
ja, du meinst es ironisch. klar. du meinst eigentlich genau das gegenteil.
hm. von mir aus.
es gibt, wie gesagt, wichtigeres (für mich) als z.b. spanische paella.
schuhe sind mir da schon wichtiger. am liebsten trage ich welche, die gut passen und robust sind. wenn sie mir dann noch gefallen - super!
bier trinke ich gern. und alles andere überlasse ich dem zufall. je nachdem wie kochfreudig meine freundin ist, lasse ich mich gern mal kulinarisch über den rand des bierglases hinweg verführen.
ansonsten reicht mir eine dose ravioli ...
Lange-Weile - 03. Dez. 11, 21:04

so schlimm wird´s schon nicht werden...

Hallo Bo.,

ja..der 20.12.2012 soll ja wirklich ein gruseliges Datum sein. Viele Geschichten werden darüber erzählt. Ich halte mich an die, die van Däniken verbreitet - nach dem 20.12.201 gravierende Veränderungen auf die Menschheit wartet.
Naja..mal sehen, was dran sein wird.
Aber wenn man sich das Zeitgeschehen ansieht, kann man sich vorstellen, dass sich einiges verändern muss. Politik, Finanzen, Umwelt, Klima, Wirtschaft - wo hängt es zur Zeit nicht?

Aber fast alle machen weiter unter dem Motto "So schlimm wird´s schon nicht werden" mit.

LG LaWe

bonanzaMARGOT - 04. Dez. 11, 11:42

keine ahnung. die welt kann alle tage untergehen.
allerdings wuchsen in den letzten 100 jahren die gefahren für menschgemachte verheerende katastrophen immens.
zufällig kann dann auch mal eine weltuntergangsprophezeiung in erfüllung gehen.

ein literarisches Tagebuch

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