Was ich vom Wahlergebnis halte


Dass die CDU zulegen konnte, hat sie der starken Führungsfigur Angela Merkel zu verdanken, die beim Volk beinahe überparteilich als Mutter der Nation rüber kommt. Ich sympathisiere nicht mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin, muss aber ihre Führungsstärke anerkennen. Sie erarbeitete sich mit den Jahren so was wie eine Unangreifbarkeit.
Irgendwann wird jedoch auch ihre Zeit vorbei sein.

Die SPD landete in etwa dort, wo sie vorhersehbar mit ihrem Kandidaten Peer Steinbrück landen konnte. Es hätte nach dem vielen Bockmist schlimmer kommen können.

Die FDP flog zurecht raus. Sie degenerierte zur reinen Klientel-Partei. Und dann das Kasperle Theater in den eigenen Reihen. Dieser Dämpfer tut der FDP sicher gut.

Die Grünen verzockten sich gehörig. Trittin trat meiner Meinung nach zu arrogant auf. Am Ende des Wahlkampfs dann noch der Blick auf die Pädophilen-Geschichte.
Die Grünen sind für die Menschen eine Öko-Partei. Der programmatische Ausflug in die Finanz- und Steuerpolitik kam nicht gut an und verzerrte das Bild von den Grünen in der Öffentlichkeit.

Es freut mich für die Linke, dass sie wieder ins Parlament einzieht – diesmal sogar als drittstärkste politische Kraft. Die etablierten Parteien, vor allem die SPD, werden sich ernsthafter mit der Linken auseinandersetzen müssen. Sie ist für mich derzeit die einzige Partei, welche glaubhaft für mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland eintritt.

Dass die AfD beinahe die Fünfprozenthürde geknackt hätte und in den Bundestag eingezogen wäre, sollte einem zu denken geben. Das Projekt Europa wird bedingt durch die Finanzkrise mittlerweile von vielen Bürgern skeptisch bis ablehnend gesehen. Diese Ablehnung ist Nahrung für die nationalistischen Kräfte am rechten Rand des politischen Spektrums.

Fazit:
Wenn man keine Neuwahlen will, und Rot-Rot-Grün ausgeschlossen ist, und die CDU nicht mit den Grünen kann, bleibt nur (mal wieder) die Große Koalition. Wir werden in den nächsten Tagen mehr oder weniger dieselben Statements rauf und runter hören. Niemand will Butter bei die Fische machen. Dabei ist, finde ich, längst klar, worauf es bei diesem Wahlergebnis hinausläuft. Die SPD ziert sich freilich noch …, in einer von Angela Merkel geführten Regierung an Profil einzubüßen, wo sie doch erst dabei war, wieder etwas mehr Profil zu bekommen. Es werden harte Koalitionsverhandlungen.
Neuwahlen kann eigentlich keiner wollen, oder?

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