Das Leben ist kein Wunschkonzert


Inzwischen habe ich den Wahlschein. Ich könnte heute schon wählen. Zu den angeblich vielen Unentschlossenen gehöre ich jedenfalls nicht. Die Partei, mit der man total einig ist, gibt es sowieso nicht. Was bleibt, ist eine Richtungsentscheidung, oder man wählt eine Person, die einem total sympathisch ist, oder man glaubt, strategisch wählen zu müssen, - oder eben gar nicht.
Hm, vielleicht lasse ich die Wahlunterlagen noch ein Weilchen auf meinem Schreibtisch liegen. Es eilt ja nicht.

Wiedermal erfuhr ich, dass es zwischen Menschen nicht einfach ist. Wir stolpern über Missverständnisse, Misstrauen und Vorurteile – lesen und hören nur das, was in unser bereits vorgefasstes Bild passt. Selbst (vermeintliche) Freunde geraten urplötzlich aneinander. Schnell sind Gefühle verletzt, und ein Zurückrudern ist nicht mehr einfach möglich. Vielleicht taugte die Freundschaft auch nicht. Vielleicht kannte man sich einfach nicht gut genug. Man muss das nicht dramatisieren. Solche Zerwürfnisse lassen sich wahrscheinlich kaum vermeiden. Danach ist die Luft wieder sauberer, und es lässt sich leichter atmen. Natürlich bleibt ein bitterer Nachgeschmack bei der Sache, - ein Nichtverstehen können.

Die Handwerker sind im Haus, um die defekte Warmwasserleitung zu reparieren und einen Absperrhahn in meinem Abstellraum auszuwechseln. Wenn ich aufs Klo will, muss ich an ihnen vorbei. Es ist unangenehm. Ich fühle mich blockiert. Sie benutzen eine Steckdose in meinem Bad, so dass ich nicht mal die Tür schließen kann ... Hoffentlich haben sie bald alles erledigt. Das Prekäre ist: gestern Abend nahm ich Abführtropfen, - in meinem Bauch rumpelt es.
Ich denke laut: „Macht doch endlich Mittagspause!“

ein literarisches Tagebuch

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