aspekt der sinnlosigkeit



asche zu asche, staub zu staub
das ist die einzige wahrheit
ansonsten dreht es sich nur um den
zeitpunkt des todes und das wie
mit einem flugzeug würde ich nicht
gern runterfallen
auch mit krebs kann ich mich nicht
anfreunden
noch schlimmer: von glatzköpfen
totgetreten werden
gibt schon scheußliche tode
am besten denkt man nicht dran
nein, ich habe nie verstanden
wie ich als person entstehen konnte
um irgendwann sterben zu müssen
ich kann in dem ganzen keinen
sinn entdecken
wozu der aufwand?
keine bibel und keine philosophie
kann diese leere füllen
na gut, ich habe mich schon 39
jahre ertragen – da werde ich die
ungewissen restlichen auch noch
rumkriegen
irgendwann packt es mich, und ich
höre nicht mehr auf zu lachen
wie die menschen sich bemühen, sich
abrackern, schuften, diskutieren, debattieren
konstruieren, haha
wenn ich erst mal angefangen habe
kann ich mit lachen sicher nicht mehr
aufhören
möglich, dass ich daran
sterben werde




(boMA, 2002)
Freni - 13. Nov. 07, 07:51

Leben

Man darf nicht so viel über das Leben und den Tod nachdenken. Sonst wird es unerträglich.

Meine Mutter ist vor ein paar Jahren an Krebs gestorben. Sie hätte so gerne noch eine Weile gelebt. Daran muss ich immer denken, wenn es mir grad mal nicht so gut geht.

Bis dann
Freni

bonanzaMARGOT - 13. Nov. 07, 10:23

Hallo Freni

da hat jeder ein unterschiedliches Verlangen. Manche wollen gar nicht darüber reden, anderen ist es sehr wichtig, über den Tod offen nachzudenken. Mich interessierte das Thema Tod und Sterben bereits als Teenager, weil ich ein Mensch bin, der gern alles hinterfragt und nach dem Sinn des Ganzen bohrt.
Auch wenn mir bewußt ist, dass ich auf viele meiner Fragen keine Antworten finden werde, drängt es mich immer wieder, nach Erklärungen zu suchen oder mein eigenes Leben in Bezug auf seine Endlichkeit zu reflektieren.

Gruß
F.

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