"Schöne neue Welt" lädt in den letzten Kapiteln nochmal durch



Fünfzehntes Kapitel:

"Wollt ihr nicht freie, wirkliche Menschen sein? wißt ihr denn nicht mal, was Menschsein und Freiheit sind?"


Sechzehntes Kapitel:

"... Wirkliches Gefühl sieht immer recht jämmerlich aus, verglichen mit den Überkompensationen von Unglück. Und Beständigkeit bietet natürlich bei weitem kein so packendes Schauspiel wie Unbeständigkeit. Zufriedenheit hat nichts vom Ruhmesglanz eines tapferen Kampfes gegen Ungemach, nichts vom malerischen Reiz eines Ringens mit der Versuchung oder eines völligen Zusammenbruchs wegen Leidenschaft und Zweifel ..."

"Pflicht ist nun einmal Pflicht. Man kann sich nicht von seinen Neigungen leiten lassen. Ich suche die Wahrheit, ich liebe die Wissenschaft. Aber Wahrheit ist eine ständige Bedrohung, Wissenschaft eine öffentliche Gefahr, ebenso gefährlich, wie sie einst wohltätig war. ..."

"Ich glaube, man schreibt besser, wenn das Klima schlecht ist. Viel Wind und Stürme, zum Beispiel ..."


Siebzehntes Kapitel:

"Keuschheit bedeutet Leidenschaft. Keuschheit bedeutet Neurasthenie. Und Leidenschaft und Neurasthenie bedeuten Unbeständigkeit. Unbeständigkeit aber bedeutet das Ende der Zivilisation. Keine dauerhafte Zivilisation ohne eine Menge angenehmer Lüste."

ein literarisches Tagebuch

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