Wie gehabt


Die ersten fünf Nächte nach dem Urlaub habe ich fast wieder hinter mir. Es fing gleich gut an. Als ich mich zurückmeldete, teilte mir die Chefin mit, dass ich noch einen Tag länger frei hätte. Doch zu früh gefreut: Die Kollegin, die meine Nacht machen sollte – als Ausgleich zu den Nächten, die ich in der letzten Zeit eingesprungen war – meldete sich krank. Wenige Stunden vor dem Nachtdienstbeginn klingelte das Telefon, und ich hatte mich noch auf einen schönen letzten Abend gefreut. Scheiße!
Nun, nach vier Nächten habe ich das Gefühl, nie im Urlaub gewesen zu sein; oder jedenfalls kommt es mir vor, als wäre es schon sehr lange her.
Im Altenheim änderte sich nicht viel: ein paar neue Bewohner, neue Dienstbesprechungsprotokolle, mein Gehaltszettel von Juni …, die Stimmung unter dem Personal scheint zur Zeit ganz gut zu sein, die Chefin erlebte ich gut gelaunt, bei der morgendlichen Dienstübergabe immer noch ein heilloses Durcheinandergequatsche …, einige Bewohnerinnen freuten sich, dass ich wieder zurück bin, kein Sterbefall …, der Heimleiter saß abends, als ich einlief, wie immer noch in seinem Büro (das genau gegenüber der Männerumkleide liegt), meine Dienstklamotten waren frisch gewaschen …, und los ging`s!
Ach ja, der Schirm, den ich vor meinem Urlaub im Schirmständer des Foyers vergessen hatte, ist unauffindbar. Dabei hätte ich ihn in den letzten Tagen gut brauchen können.
Nun noch die letzte Nacht – und auf besser Wetter warten.

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