Heringen, der Mittelpunkt der Welt


Auf den Wegen begegnete mir besonders häufig ein Typus von Fahrradreisenden: graubärtig, zwischen Fünfzig und Sechzig, Brille, top ausgestattet ..., möglicherweise Studienrat im Vorruhestand oder Insektenforscher. Er überläßt nichts dem Zufall. Alles ist bis ins letzte Barthaar durchorganisiert. So hat es jedenfalls den Anschein. Nebenher studiert er noch fleißig die regionale Kultur und beliest sich, - während ich faul vor einem Café sitze und das Reise-Grundnahrungsmittel meiner Wahl genieße. Nein, auf einer solch anstrengenden Tour habe ich wenig Sinn für Kultur. In den Pausen lasse ich die Seele baumeln, atme tief durch, genieße einfach den Himmel über mir, das Leben und die Eindrücke.


Der 4. Tourtag führte mich an der Werra von Meiningen nach Heringen. Der Werra-Radwanderweg war zwischendurch sehr abenteuerlich, weil als Feld- und Waldweg kaum noch befahrbar.
In Heringen fand ich einen Campingplatz. Unten im Dorf wurde gefeiert. Als mein Zelt stand, begab ich zum Fest und stillte meinen Durst. Die fortgeschrittene Dorfjugend (ü. 30) erklärte mir den "Monte Kali", dessen Anblick mich an die Bilder vom "Ayers Rock" in Australien erinnerte. Als ich ihnen das sagte, lachten sie. Auch ich muss ein komisches Bild abgegeben haben. Nun, die meisten waren schon gut angeheitert. Eine junge Band begann auf einer Bühne zu spielen. Der Abend dämmerte, und mich fröstelte. Mein Schlafsack rief.

http://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Kali_%28Heringen%29






im Hintergrund der "Monte Kali"






als ich Heringen erreichte, war gerade Dorffest






noch ein Bier, dann geht`s in die Heia

pondarosa (Gast) - 05. Jul. 11, 08:58

hihi, schaut aus als ob die wohnzimmermöbel im freien stehen....jaja, so soll urlaub sein: ein paar bierli trinken und wenn man müde ist ein mützchen ansagen!!!

bonanzaMARGOT - 05. Jul. 11, 11:14

yes! heringen war nett - aber für die einwohner am arsch der welt, wie mir ein schwallkopf auf dem campingplatz lang und breit erzählte.

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