Geistige Verrenkungen


Wann ist eine Lüge eine Lüge? Wann ist Rot Rot? Wenn man wirklich alles hinterfragt, muss man auch Lüge und Wahrheit auf den Prüfstand stellen. Leben wir nicht sowieso in einer Lügenwelt? Schließlich sehen wir nur einen Ausschnitt der ganzen Welt. Gibt es eine halbe oder eine viertel Wahrheit? Ist die Lüge da nicht viel ehrlicher, weil sie die wahrgenommene Realität weit besser beschreibt? Und die Wahrheit beschreibt lediglich ein Lügenextrem …
Die Wahrheit als die extremste aller Lügen.
Wann ist Grün Grün? Wann Groß Groß und Klein Klein? Alles ist durch unsere spezifische Wahrnehmung der Umgebung bestimmt. Daraufhin sind wir sozusagen biologisch geeicht.
Wie weit macht es Sinn, die Dinge zu hinterfragen? Ist die Abkürzung zu einem Gottwesen nicht pragmatischer? Schaue in die Menschheitsgeschichte, und du findest die Antwort.
Können Milliarden Seelen lügen?
Schaue in dein eigenes Leben. Du bleibst in deinem Hirn gefangen. Du kannst dich noch so sehr auf die Hinterfüße stellen, niemals kannst du über deinen biologisch vorgesehenen Horizont hinaus blicken. Die Ameise bleibt die Ameise. Das Reh das Reh. Der Vogel der Vogel. Und Mensch bleibt Mensch. Es braucht viele viele Sonnenumrundungen, bis sich eine Kreatur evolutionsbedingt ändert. Oder es braucht gewaltige Ereignisse wie Meteoriteneinschläge, damit sich die Welt neu ordnet. Oder es braucht ein Wunder. Aber Wunder sind Lügen.
Wann ist Blau Blau? Wann ist ein Berg ein Berg, wann ein Tal ein Tal? Es mutet komisch an, aber es ist wahr, dass nichts wirklich bestimmt ist.
Kann das wahr sein?
Die Grenze ergibt sich von selbst. Macht es Sinn, an die Grenze zu stoßen? Um zu verlieren wie Robert Falcon Scott am Südpol? Oder wie ein einsamer Dichter, der sich die Kugel gibt? Oder wie Napoleon bei Waterloo?
Ich bin der am meisten verzweifelte unverzweifelte Mensch der Welt. Über so einen Kack kann ich sogar lachen. In der Vorstellung.
Wann ist Gelb Gelb? Wann ist tot tot? Wann ist hier hier und dort dort? Wann ist eine Lüge eine Lüge? Ich weiß es nicht. Ich schwafle nur. Es macht Spaß. Obwohl es keinen Sinn ergibt. Ich hebe das Glas auf Leben und Tod.
Auf die Absurdität des Daseins!

Casy (Gast) - 07. Feb. 13, 01:33

Auf die Absurdität des Daseins!

So verdammt wahr geschrieben, da bleibt mir nur....mehrfaches lesen und mich daran zu trösten.hier ich ..was lese... " man ist nicht allein" zu empfinden...

Einen eignen Komm habe ich nicht hinzuzufügen...nur ein Nicken.

bonanzaMARGOT - 07. Feb. 13, 11:28

auf die absurdität des daseins, casy!
und auf die witzfigur mensch! auf das verrückte leben und auf die schönheit! auf die jahreszeiten und auf nacht und tag!
auf das meer!
wie gerne wäre ich jetzt am meer und würde auf den horizont schauen, das rauschen der wellen in den ohren.

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