Die Quelle der Kälte


Ein Derwisch tanzt in meinem Kopf. Rockmusik läuft. The Sensational Alex Harvey Band. Meine Augen noch verklebt vom Tagesschlaf. Ich sinniere über einen Wortbrocken. Die Quelle der Kälte. Ich greife in meine Brust und halte mein pochendes Herz. Kalt ist es nicht. Es ist ein Tier. Blind.
Dann klappe ich meinen Schädel auf und hole mein Hirn heraus. Ehrlich, das gibt es. Aber auch nicht kalt, nur gruselig wie ein hässliches Baby. Vorsichtig lege ich es zurück in meinen Kopf.
Ich starre auf den Wortbrocken und sehe, dass er vereist ist. Na, da haben wir doch die Quelle der Kälte! Worte können auf ihrem Weg durch die Finsternis zu Eis erstarren, wenn man sie einfach so losziehen lässt - wie einen Atemhauch im sibirischen Winter und blind wie Herzen. Sie brauchen Bahnen, auf denen sie den Empfänger erreichen. Brechen jedoch diese Bahnen weg, gefrieren die Worte zu Eisbrocken … und strahlen nur Kälte ab.

ein literarisches Tagebuch

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