Sommer...


Staffelei erstmal weggepackt, und das „Wohnzimmer“ erstrahlt wieder in voller Größe vor mir. Ich bin zufrieden mit den zwei Schmierereien aus den letzten Wochen/Monaten. Nun Leinwände und Acrylfarben nachkaufen. Ich stelle fest, dass ich ziemlich verschwenderisch mit den Farben umging. Platz an den Wohnungswänden habe ich für neue Werke kaum. Ich will nicht alles vollhängen. Also werde ich immer mal ein paar Bilder austauschen. Heute bin ich zu faul dazu. Kommt Zeit, kommt Wandlung. In den Schränken entdeckte ich immer noch Kram, der mich an „sie“ erinnert – also weg damit in den Abfallsack! Ich leide nach wie vor unter den Folgen des Trennungs-Schocks. Sieht so aus, als müsste ich einen verdammten Berg überwinden, um dann endlich auf der anderen Seite die Geschichte endgültig hinter mir lassen zu können.
Im Büro läuft inzwischen alles weiter wie gehabt. Frust und Lust halten sich gerade so die Waage. Jeden Tag ein Kampf hin zum Feierabend. Kaum aufbauende Momente, - immerhin eine gute Kollegin, die nur selbst ziemlich frustriert ist, und am liebsten die verbleibenden zwei Jahre bis zu ihrer Rente abkürzen würde. Sie erinnert sich an bessere Zeiten in der Tumordokumentation, als die Arbeit noch sinnträchtiger erschien. Ich kenne die alten Zeiten nicht, von denen sie redet, und bin bisher froh, dass sich der Leistungsdruck in Grenzen hält. Es gibt für das Gehalt, das wir bekommen, bei weitem schlimmere Jobs. Auch wenn ich zurzeit ganz schön in den Seilen hänge, will ich durchhalten. In ein paar Wochen wartet außerdem mein Jahresurlaub. Eine Fahrradreise ist geplant. Diesmal über Hamburg an die Nordseeküste.

Zwischen dem Sommer, der sich dieses Jahr wirklich ganz schön ins Zeug legt, und mir, steht eine riesige Mattscheibe. Ich komme nicht zu ihm durch…, schaffe es nicht, die Mattscheibe zu umgehen, um mich in seine Arme fallen zu lassen, um ungezwungen das schöne Wetter und die sommerliche Kulisse zu genießen. Ich packe es einfach nicht. Ich bin noch lange nicht über den Berg.

iGing - 21. Jul. 18, 15:26

Hamburg ... Nordsee ... bei Sonnenschein ein Traum ... glücklicherweise hält sich Regen an der Nordsee nicht lange (in Hamburg schon) ... jeden Tag Sonne, frischer Wind, Ebbe und Flut ... wer sich dorthin aufmacht, ist zu beneiden ... und hat die Erholung schon in der Tasche ... Wie lange soll die Reise denn gehen?

bonanzaMARGOT - 21. Jul. 18, 15:33

ca. gut 2 wochen, damit ich noch ein paar tage habe, bevor ich wieder ins büro muss.
ich werde es wie gehabt machen: einige tage für die fahrt bis zum ziel, dann ein paar tage dort umgucken, ausruhen und genießen, schließlich die rückreise per zug. keine genauen vorgaben gibt es nicht.

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