Auslese


Jeder kennt das: dann und wann muss man ausmisten, sonst erstickt man in den Dingen, die sich mit den Jahren ansammelten. Eine Form der natürlichen Auslese. Nicht alles kann einen bis in die Gegenwart begleiten. Einige Sachen halten sich jedoch hartnäckig über die Jahrzehnte. Ganz unterschiedliche Objekte können das sein: Geschirr, alte Geschenke, Vasen (die keiner braucht), Bilder (Skulpturen), Möbel, manche Kleidungsstücke (alte Socken), Pflanzen…
Ich marschiere durch die Wohnung, die ich erst seit Kurzem meine Wohnung nennen kann, und begutachte all die Einrichtungsgegenstände und Dinge um mich herum – welche davon werden mich in meine Zukunft begleiten?
Einige ganz alte Sachen berühre ich liebevoll. Sie spenden mir Trost.

steppenhund - 25. Mrz. 18, 01:50

Das mit dem Ausmisten ist so eine Sache. Im Prinzip bin ich ein Messie. Ich kann nichts wegwerfen. Bis jetzt.
Diese vergangene Woche hatte ich acht Stunden zusammen mit unserer Bedienerin (Putzfrau). Sie wischte Staub, wiederholt und wiederholt, und ich kramte in aufgehobenen Dingen., die teilweise jahrzehntelang aufgehoben wurden.
Der Grund, warum ich sehr vieles aufgehoben hatte, lag auch darin begründet, dass ich Quellenmaterial für mein Buch behalten wollte.

Bis jetzt sind einmal fünf große Kisten Papiermist und 3 große Kisten Restmist entsorgt worden. Beim Restmist müssen wir schon die Säcke aufheben, weil eine Mülltonne komplett voll ist. Beim Papiermist gibt es ganz große Container. Allerdings gibt es da die große Anstrengung, dass ich alles ansehen muss.
Manchmal kann ich vorsortierte Stöße auf einmal entsorgen.

Alles, was Du geschrieben hast, kann ich nachvollziehen und bestätigen. Aber ich freue mich, dass ich diese Aufgabe endlich begonnen habe.
Über das Aufräumen im Klavierzimmer habe ich ja einen eigenen Eintrag auf Facebook gemacht.

bonanzaMARGOT - 25. Mrz. 18, 08:24

seelenpflege

sicher keine einfache prozedur. aber hinterher solltest du dich leichter fühlen.
manchmal tauchen auch sachen auf, die man gar nicht mehr auf dem schirm hatte - das ist dann bewegend und interessant.
deine bedienerin scheint eine nette und geduldige person zu sein.
steppenhund - 25. Mrz. 18, 16:20

Frauen müssen einfach mit mir geduldig sein und waren es auch bisher immer. Natürlich schlägt meine Frau die anderen bei Längen. Wir kennen uns schon 46 Jahre und sind seit 43 Jahren verheiratet.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 04:43

da bist du ein echter glückspilz.
diefrogg - 26. Mrz. 18, 16:00

Ich bin selber seit einiger Zeit ...

daran, unsere Wohnung zu entrümpeln (mit Unterbrüchen, aber ich werde wohl dieses Jahr noch fertig). Es ist nicht immer einfach. Aber wohltuend. Dir wünsche ich alles Gute im neuen Zuhause. Es erfüllt mich mit etwas Wehmut, dass es bei Dir soweit gekommen ist.

bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 16:35

Wenn sagst du das. Wehmut füllt mein Herz seit Wochen.
Danke für dein Mitgefühl.
Treibgut - 27. Mrz. 18, 01:25

..... ach herje, vielleicht ist doch besser ein Umzug angesagt (so ein Vorhaben erleichtert das Aussortieren/Wegwerfen auch ungemein).

bonanzaMARGOT - 27. Mrz. 18, 09:39

Das stimmt wohl, aber ein Umzug steht vorerst nicht auf dem Plan. Es ist mehr ein Umräum-Ausmisten.

ein literarisches Tagebuch

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