Hunter S. Thompson - "Angst und Schrecken in Las Vegas"


… Das war der fatale Fehler an Tim Learys Trip. Er tobte durch Amerika und verhökerte „Bewusstseinserweiterung“, ohne je einen Gedanken an die grimmigen Fleischerhaken-Realitäten zu verschwenden, die auf alle Leute lauerten, die ihn zu ernst nahmen…

… Zweifellos haben sie alle nur bekommen, was sie verdienten. All diese bemitleidenswert eifrigen Acid-Freaks, die glaubten, für drei Dollar den Kick Frieden und Verständnis kaufen zu können… Was Leary mit sich selbst in den Abgrund riss, war die zentrale Illusion eines ganzen Lebensstils, den er mitgeschaffen hatte…

… Das ist derselbe grausame und paradoxerweise gleichzeitig wohlmeinende Scheißdreck, der die katholische Kirche so lange am Leben erhielt. Es ist überdies auch die Ethik des Militärs… ein blinder Glaube an irgendeine höhere und weisere „Autorität“. Der Papst, der General, der Premierminister… bis hinauf zu „Gott“.
Einer der entscheidenden Augenblicke der sechziger Jahre war jener Tag, als die Beatles sich mit dem Maharishi einließen. Es war, als hätte Bob Dylan die Wallfahrt zum Vatikan angetreten, um den Ring des Papstes zu küssen…
(Hunter S. Thompson)

steppenhund - 14. Jan. 18, 12:27

kann ich voll unterschreiben

bonanzaMARGOT - 14. Jan. 18, 13:05

zumindest nachdenkenswert. mir gefällt, wie thompson die dinge auf den punkt bringt... ohne viel geschwurbel.
ich war damals nicht dabei - deswegen lehne ich mich besser nicht zu weit aus dem fenster in der beurteilung.
ich kann mir aber gut vorstellen, wie die sechziger-siebziger abliefen...wie man sich am anfang einer tollen sache fühlte, einer neuen zeit und sich demgemäß ausprobierte/experimentierte und kreativ war bis zum exzess - manchmal mit bösen folgen.
steppenhund - 14. Jan. 18, 14:33

Die Zeit wäre schon richtig gewesen, aber ich hatte panische Angst vor Rauschgift. Meine Raison war die: ich arbeite mit meinem Hirn und möchte für Hirnarbeit bezahlt werden. Dann darf ich kein Risiko hinsichtlich Beschädigung eingehen.
Was die einzelnen Versprechungen von Drogen anging, hielt ich es mit dem Spruch: "there is no free lunch".
Und die Musik war immer ausreichend Droge, um mich in jede beliebige Laune zu versetzen. Auch heute ist sie das noch.
bonanzaMARGOT - 14. Jan. 18, 14:56

... und dann gab es ja auch noch den alk.
bonanzaMARGOT - 14. Jan. 18, 14:57

jaaaa, die musik der sechziger/siebziger ist einfach klasse! vor allem blues und rock.
steppenhund - 14. Jan. 18, 16:33

Musik war ok, speziell die Beetles

Aber meine Musik ist ja eine andere. Wenn schon, dann Pink Floyd oder Hüsker Dü.
Aber ich bin ja ein Klassiker. Da habe ich etwas für dich heraus gesucht.

https://www.youtube.com/watch?v=tMYyeRlmlts

Wenn dir die Musik nicht gefällt, dann vielleicht die Frau und ihr Gesichtsausdruck gegen Ende zu.
Das ist schon ein extrem schweres Stück, was aber die Russen alle lernen müssen.
Die Musik verarbeitet den Beschuss Leningrads im zweiten Weltkrieg.

Preisfrage: in welchem Takt ist dieses Stück geschrieben? Vielleicht weiß es O. ?
bonanzaMARGOT - 15. Jan. 18, 06:00

die beetles kenne ich nicht

pink floyd machte einige gute sachen...

auf den klassik-trip werde ich wahrscheinlich nicht mehr kommen, obwohl es da auch hinreißende musik mit hinreißenden solisten gibt.
steppenhund - 15. Jan. 18, 10:28

Du kennst sie wahrscheinlich unter Biehdls. Die Engländer haben sie ja Beatles geschrieben. Aber berühmter als für den Beat waren sie mit ihrer Haartracht als Pilzköpfe, in denen die Käfer, die beetles, vermutet wurden.
bonanzaMARGOT - 15. Jan. 18, 10:55

... die biedjies?
steppenhund - 15. Jan. 18, 12:52

Das sind andere :) Die stehen auf (B)low (G)obs. Ich weiß schon, dass man Job mit J schreibt.
bonanzaMARGOT - 15. Jan. 18, 13:28

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