Immer vorwärts


Kaum wenige Tage von meiner Reise zurück - erscheint mir jedoch, als wäre es schon viel länger her. (Hat wirklich alles so stattgefunden?) Vielleicht liegt dieses Distanzgefühl daran, dass die 12 Tage unterwegs ein einziger innerer Monolog waren. Die Landschaften, Städte und Dörfer zogen traumhaft an mir vorbei. Ich war jeden Tag 24 Stunden mit mir allein. Eine solche Reise ist noch flüchtiger als das an sich flüchtige Leben. Ich entführte mich selbst auf meinem Fahrrad nach Kopenhagen. Auf was habe ich mich da nur eingelassen!? fragte ich mich manchmal, wenn ich eine besonders anstrengende Strecke zu bewältigen hatte und mit den Kräften am Ende war.
Mir begegneten insgesamt wenige Radreisende. Nur an den Wochenenden die vielen Radausflügler, ganze Gruppen. An den letzten drei Tagen war ein deutsches Pärchen auf derselben Strecke. Wir begegneten uns auf den Campingplätzen, grüßten uns, wechselten aber sonst kein Wort. Sowieso mag ich diese fachlichen Diskussionen über Fahrrad und Ausrüstung nicht. Ich will mich nicht gerne mit anderen vergleichen. Sollen sie wegen mir die Nase rümpfen… Wenn ich was an meinen Geschlechtsgenossen nicht mag, dann, dass sie sich alle als Fachmänner aufspielen. Ätzend.
Gut, dass ich keine Panne hatte. Das neue Fahrrad hielt sich hervorragend. Die Wege waren zwar größtenteils gut, aber einige Kilometer ging es dann doch über Stock und Stein. Am gefährlichsten dabei Schlaglöcher oder Wurzeln, die durch den Weg brachen. Je nach Geschwindigkeit hätte ich da böse auf die Nase fallen können. Neben der physischen Belastung, musste ich versuchen, die Konzentration während der gesamten Fahrt hochzuhalten, auch um nicht einen Abzweig zu verpassen und falsch zu fahren. Dazu die Vorsicht vor dem Autoverkehr auf den größeren Straßen. Wenn ich am frühen Abend das Zelt aufgestellt und gefuttert hatte, wurde ich schnell müde und verkroch mich in meinen Schlafsack…





Treibgut - 18. Sep. 17, 23:26

Fahrrad-Urlaub

Wenn du den ganzen Tag unterwegs warst, überrascht es mich wenig, dass du früh gut schlafen konntest.

Geht mir übrigens immer so, dass die Reise nach wenigen Tagen schon weit weg erscheint.

bonanzaMARGOT - 19. Sep. 17, 05:07

... man kann hinterher in ein regelrechtes loch fallen - aufgefüllt mit wehmut.

ein literarisches Tagebuch

Kontakt



User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

TV-Tipp
"Seraphim Falls", 20 Uhr 15, Tele 5
bonanzaMARGOT - 22. Mai. 18, 13:23
möglicherweise im...
möglicherweise im stillen kämmerchen. oder...
bonanzaMARGOT - 22. Mai, 06:45
Wie kommst du denn darauf,...
Wie kommst du denn darauf, dass sich nur wenige Menschen...
iGing - 21. Mai, 23:45
Der vergebliche Kampf
Ein stetes Ringen zwischen Form und einem Inhalt,...
bonanzaMARGOT - 21. Mai. 18, 13:57
Zu den Rubriken (3)
28.10.2016 - 31.05.2018 2018 - Reisen Ausklang Am...
bonanzaMARGOT - 21. Mai. 18, 11:22
... absaufen im see,...
... absaufen im see, auch kein schlechter gedanke.
bonanzaMARGOT - 21. Mai, 09:11

Archiv

September 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
14
15
18
19
22
26
28
29
 
 

Neues in boMAs prosaGEDICHTE-Blog

Über dem Paradies ist immer Nacht.
Über dem Paradies ist immer Nacht.
bonanzaMARGOT - 10. Mai. 18, 12:18
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
Der Kampf gegen andere vernichtet mich selbst.
bonanzaMARGOT - 07. Apr. 18, 16:26
Auch Intelligenz kann weh tun.
Auch Intelligenz kann weh tun.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 17:09
Das Elend in der Welt ist die Macht.
Das Elend in der Welt ist die Macht.
bonanzaMARGOT - 26. Mrz. 18, 06:41

Suche

 

Extras



prosaGEDICHTE (... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...)

↑ Grab this Headline Animator


Von Nachtwachen und dicken Titten

↑ Grab this Headline Animator



Status

Online seit 3904 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 22. Mai, 13:23