Bei manchen Themen kriege ich die Masern!


Ja, ich bin für Masern-Impfungen! Sehr viel spricht dafür, wenn man seine Vernunft bemüht. Aber darf man die Impfung den Menschen aufzwingen? Rechtfertigt der Zweck in diesem Fall die Mittel? Wann sind die verantwortlichen Autoritäten in Politik und Gesellschaft zum Handeln gezwungen? Die Statistik sagt, dass ein Mensch von Tausend an Masern stirbt. Meist aber nicht an den Masern selbst sondern an einer Begleiterkrankung. Ich höre zur Zeit aus den Medien eher verwirrende Informationen und Diskussionen zum Thema. Die Fachleute streiten sich. Wie soll man sich da als Laie orientieren? Ich wollte nicht in der Haut der verantwortlichen Politiker stecken. Wir können niemals alle gesundheitlichen Risiken abwenden. Aber wir können eindämmen, was mittels von Impfungen oder anderer Präventivmaßnahmen einzudämmen ist – das eine Risiko durch ein minderes Risiko ersetzen. Dies darf aber keine Glaubensfrage sein. Die Informationen durch Ärzte, Politik und Gesundheitsinstitutionen sollten nicht verunsichern sondern in hohem Maße aufklären. (Oder man sollte ehrlicherweise seine Unkenntnis eingestehen.) Wir leben in einer Multi-Mediengesellschaft, und der Konsument kann unmöglich die ganzen unterschiedlichen Interessen einordnen und sie auf ihre Validität prüfen.
Ein Kleinkind starb in Berlin an Masern, was sehr schlimm für die Betroffenen ist. Rechtfertigt dieser Vorfall aber den gegenwärtigen Medienhype? Wie viele Kinder sterben z.B. Tag für Tag im Straßenverkehr? Wo ist die Aufregung darüber?? Heute gegen Masern geimpft und morgen vom LKW überrollt... Super! Darauf können wir dann als Gesellschaft stolz sein!

KarenS - 02. Mrz. 15, 13:20

Impfzwang ...

ja, das fehlte noch.

Auch hier hat jeder selbst seine Entscheidung zu treffen. Wo leben wir denn? So langsam aber sicher in einer Diktatur?

Und ob das Kind nun tatsächlich an Masern starb, wurde noch nicht wirklich festgestellt. Wenn es (vielleicht) sowieso schon irgendwie schwach bzw. krank war, dann könnten die Masern dem Kind ... sorry ... das Leben genommen haben.

bonanzaMARGOT - 02. Mrz. 15, 13:43

na ja, aber bei einer gefährlichen epidemie wie z.b. ebola müsste der staat handeln!
mir ging es in meinem beitrag darum, wie wir die verhältnismäßigkeit wahren. oder wo die verhältnismäßigkeit im prinzip ständig verletzt wird. warum macht man nicht knautschzonen an den autos zur pflicht? warum lässt man es zu, dass die autoindustrie weiterhin solche geschwindigkeits- und ps-monster produziert, wo man doch genau weiß, dass der mensch die auch ausfährt...
es gibt noch mehr solcher beispiele von unverhältnismäßigkeit. der autoverkehr erscheint mir allerdings als der offensichtlichste.
nur idioten fordern noch "freie fahrt für freie bürger".
KarenS - 02. Mrz. 15, 15:29

Ich denke, dass die Medien erheblich übertreiben. Vor ein paar Wochen? hörte ich ständig Meldungen über "Ebola" ...

und nun? Nun sind die Masern "hochaktuell".

Und wie war das mit dem Aids damals? Und nun?

Tscha, die Medien müssen leben!

bonanzaMARGOT - 03. Mrz. 15, 08:59

auch pegida wurde meiner meinung nach erst durch die wochenlange medienbeachtung groß gemacht.

statt sensation mehr information und aufklärung täte not. ich habe aber das dumme gefühl, dass journalisten wie politiker selten umgreifend zu einem thema informiert sind. wahrscheinlich wären sie überfordert. wir hören dann ihr stammtischgelaber in den sogenannten talk-shows und sind danach so klug als wie zuvor.
es ist nicht einfach, die wichtigen infos aus der flut von mist heraus zu filtern.
die sogenannte informationsgesellschaft hinterlässt immer desinformiertere individuen. es ist ähnlich wie mit dem nahrungsüberangebot, welches zur fehlernährung führt.

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